Monitoring of migratory and wintering waterbirds in Germany
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Waterbird Census
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Data entry in ornitho.de
Monitoring of resting Geese and Swans
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Background and aims
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How to participate
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lundi 11 janvier 2016
tipnews
European sex ratio assessment for Common Pochard, January 2016
Die Tafelente ist nach wie vor eine häufige Wasservogelart in Europa. Doch sowohl die mitteleuropäische als auch die nordwesteuropäische Population zeigen Bestandsrückgänge. Seit 2015 steht die Tafelente aufgrund der anhaltenden Bestandsrückgänge auch als "gefährdet" auf der weltweiten Roten Liste der IUCN. Mögliche Gründe könnten ein geringer Bruterfolg oder eine niedrige Überlebensrate sein. Um die Kenntnisse über die Populationsstruktur der Tafelente in Europa zu verbessern, führt die Wetlands International Duck Specialist Group im Januar 2016 eine Erfassung des Geschlechterverhältnisses durch.
Es ist mittlerweile gut dokumentiert, dass im Norden des Überwinterungsgebietes die Männchen deutlich überwiegen. Es wird angenommen, dass diese robuster und den Weibchen in Bezug auf die Nahrungssuche überlegen sind und deshalb weiter nördlich und damit näher am Brutgebiet überwintern können. Obwohl beim Schlupf das Geschlechterverhältnis nahezu ausgeglichen ist, ist das Verhältnis auf Populationsebene zugunsten der Männchen verschoben. Als Ursachen werden die weitere Zugstrecke der Weibchen und die höhere Prädationsrate während der Brutzeit angenommen.
Die Erfassung erfolgt idealerweise am Wochenende der Internationalen Wasservogelzählung am 16./17. Januar oder an den umliegenden Tagen. Die Meldung der Beobachtungen sollte möglichst via ornitho.lu bzw. ornitho.de erfolgen, so dass die Daten zeitnah für eine erste Auswertung im Rückblick auf den Winter 2015/16 in Der Falke zur Verfügung stehen.
Hinweise zur Datenerfassung und -meldung finden Sie untenstehend.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
Kane Brides, Patric Lorgé und Johannes Wahl
Datenerfassung
Bitte beachten Sie bei der Datenerhebung Folgendes:
Im Idealfall werden alle Tafelenten auf einem Gewässer oder einem Zählgebiet der Wasservogelzählung nach ihrem Geschlecht differenziert. Bei kleineren Gewässern, übersichtlichen Zählgebieten oder geringen Truppgrößen ist das gut möglich.
Bei großen Trupps, großen oder unübersichtlichen Gewässern ist es oft nur möglich, einen Teil der Individuen nach Geschlechtern zu differenzieren. Diese Stichproben sind ebenfalls sehr wertvoll!
Wichtig ist dann:
Zählen Sie zuerst die Gesamtzahl anwesender Tafelenten.
Differenzieren Sie dann soweit möglich nach Weibchen und Männchen und notieren das Ergebnis. Das ist ihre Stichprobe, die Sie später melden.
Bei sehr großen Trupps zählen Sie am besten mehrere Stichproben von z.B. 100 Individuen aus, am besten aus unterschiedlichen Teilen des Trupps, da die Geschlechterverhältnisse meist nicht homogen verteilt sind. Notieren Sie jeweils die Anzahl Weibchen und Männchen je Stichprobe. Addieren Sie die Anzahlen am Ende für alle so erhobenen Stichproben und melden diese neben der Gesamtanzahl.
Wichtig: Geben Sie immer tatsächliche Anzahlen an, keine Prozentwerte!
Wenn Sie an der Wasservogelzählung teilnehmen, dann zählen Sie bitte prioritär Ihr Zählgebiet bzw. Ihre Zählgebiete. Wenn Sie zusätzlich noch Kapazitäten haben, freuen wir uns natürlich über Zählungen von weiteren Gewässern, von denen Sie sicher wissen oder vermuten, dass sie im Rahmen der Wasservogelzählung derzeit nicht erfasst werden.
Wenn Sie nicht an der Wasservogelzählung teilnehmen, dann freuen wir uns ebenfalls über Ihre Unterstützung. Da im Rahmen des International Waterbird Census im Januar sehr viele Gewässer erfasst werden, empfehlen wir Ihnen, sich an die Koordinationsstelle Ihres Landes (s.u.) zu wenden, um Doppelzählungen zu vermeiden.
Datenmeldung
In den deutschsprachigen Ländern soll die Datenmeldung über die ornitho-Portale erfolgen, so dass sie zeitnah nach der Zählung in einem einheitlichen Format für die Auswertung zur Verfügung stehen. Bitte beachten Sie bei der Dateneingabe Folgendes:
Viele Gewässer sind mit Gebietsnamen versehen (gelbe Punkte). Bitte erfassen und melden Sie die Daten möglichst für diese insgesamt. Das erleichtert die spätere Auswertung (Ausschluss von Doppelerfassungen).
Geben Sie unter „Anzahl“ bitte die Anzahl insgesamt anwesender Tafelenten ein.
Die Angaben zum Geschlecht geben Sie unter „Optionale Angaben“ an (und bitte NICHT in den Bemerkungen). Bitte beachten Sie: Zunächst ist aus Platzgründen nur eine Zeile zur Eingabe des Geschlechts sichtbar. Eine neue Zeile erhalten Sie über „weitere Detailangaben anfügen“.
Unter den Bemerkungen können Sie z.B. die Methode vermerken, etwa „Stichprobe 6x100 Ind.“
Bitte melden Sie die Daten nicht in Kleingruppen, sondern möglichst für das gesamte Gewässer oder einen sinnvollen Teilbereich (diese sind meist ebenfalls durch einen gelben Gebietsnamen markiert).
Prüfen Sie bitte nach der Übertragung die Zuordnung zu den Ortsbezeichnungen und korrigieren diese ggf. manuell: Strg (Apfel bei Mac) + Klick auf die korrekte Ortsbezeichnung.
Koordination Deutschland
Johannes Wahl
Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA)
E-Mail: johannes.wahl@dda-web.de
Luxemburg
Patric Lorgé
Centrale ornithologique du Luxembourg / natur&ëmwelt
E-Mail: patlor@naturemwelt.lu
Foto: Tafelenten(links Männchen, rechts Weibchen), Erich Greiner
posté par Christopher König
vendredi 1 janvier 2016
tipnews
Attention: les oiseaux ont maintenant une année de plus!
L'âge des oiseaux est indiqué par l'année calendrique: un oiseau né en 2015, est à partir du 1er janvier 2016 dans sa 2e année calendrique. Par conséquent, un oiseau né déjà en 2014 est dans sa 3e année, et ainsi de suite.
Cette mention est importante pour la mention de l'âge de vos observatios.
tout en vous remerciant,
votre équipe ornitho-de/lu
posté par Christopher König
mardi 15 décembre 2015
tipnews
Confortable, engagé et novateur : soutenez-nous en 2016 !
Chers observateurs, chers utilisateurs,
ornitho.lu et ornitho.de connaissent un succès croissant en Allemagne et au Luxembourg. Le portail commun est utilisé comme bloc à notes pour les observations, il sert à organiser des recensements et est pour beaucoup d’entre nous l’archive pour nos photos. En plus, l’appli NaturaList simplifiera d’avantage l’encodage des données et la visualisation des observations. Malgré des coûts croissants, tout ceci ne coute les utilisateurs aucun centime et la publicité ne joue qu’un rôle marginal. Nous voulons qu’il en reste ainsi.
Si chaque personne registrée contribuerait de 3,65 € par an (donc 1 centime par jour), une grande partie des coûts seraient déjà couverts. Si vous êtes satisfaits du portail ornitho et si vous voulez nous supporter, vous pouvez nous faire un don afin que nous puissions garantir que le portail commun ornitho.lu et ornitho.de reste ce qu’il est aujourd’hui: confortable, engagé et novateur.
Merci!
natur&ëmwelt – fondation Hëllef fir d’Natur
IBAN: CCPL LULL LU89 1111 0789 9941 0000
(Veuillez indiquer dans le virement le libellé ornitho.lu)
donations online
Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) e.V.
IBAN: DE59 3702 0500 0001 1136 00 BIC: BFSWDE33XXX
(Veuillez indiquer dans le virement le libellé ornitho.de)
donations online
Foto: Mario Böni
posté par Johannes Wahl
jeudi 26 novembre 2015
avinews
Breeding success of Bewick’s Swans in 2015: Please take part in European wide census on December 5th/6th
At this time of the year, assessing the percentage of young birds in wintering flocks of Bewick’s swans is a very good way of getting information on the species’ breeding success. The share of this year’s birds in wintering flocks allows conclusions on the conditions in the species’ arctic breeding grounds during the past summer. It therefore functions as an indicator helping to explain recently observed population changes. The Bewick’s Swan is one of the very few goose and swan species with decreasing population numbers. Among others, low breeding success since the 1990s seems to be one of the contributing factors. Yet, what exactly triggers the parents’ struggle to rear their young is not clear.
To collect representative data on this year’s breeding success a European wide census is scheduled for December 5th/6th aiming at covering as much as possible from the species’ large wintering area.
In December2014 3.602Bewick's Swanswere agedin Germany with a juvenile percentage of 11.2%.At the European level only 7.8 % of the birds were juveniles (n = 11.780). That'sconsiderably lessthan the year before, when 13.0 % were youngwhich suggesteda relatively goodbreeding success in summer 2013. In 2013 14.4% of the 5,301 birds aged in Germany were first year birds. A higherproportion ofjuvenilesinGermanyin comparison to themore westerlywintering areashas beennoted quite regularly.
The international newsletter with lots of interesting information and results is available here.
Many thanks to everyone being involved!
Beneath the percentage of young birds, we would also very welcome taking notes on the type of wintering habitat. Something which many of you are used to do anyway already. If there are motivated birders among you seeking for an interesting challenge, recording the numbers of family groups would be also of great value. For information on how to go about when entering this kind of data please see below.
Many thanks for your support!
Axel Degen and Jan H. Beekman
Recording age/sex, percentage of young and foraging habitat type:
Please enter information on age and sex in the respective data entry boxes and NOT in the entry field for general comments. If you do so, it is very difficult for us to use the information for our analyses!
Please always state information on all sexes and ages observed. For example, in a flock of 28 Bewick’s swans you have aged 23 adults and 5 young. If you only submit the 5 young birds, it might mean that all the other birds were adults but it could also mean that there were 5 young birds among 28 birds in total. Concluding all other birds were adults would be wrong. Ambiguous entries as such therefore have to be excluded from the analyses.
One reason for only submitting the number of young birds or the number of only one of the sexes might be that there is only one row available for entering age and sex data. For entering the other sex or more age groups please click on “add age/sex details for more birds”. Alternatively you’ll find a data entry field beneath in which you can fill in your information easily and conveniently. By clicking in the box a window with all abbreviations and information on how to enter the data opens automatically.
Please avoid using the term “immature” when a more exact age can be stated. For birds fledged in the past breeding season please always use the term “1st year” up until December the 31st and after January the 1st please always use “2nd year”. This is essential when aging Mute swans as even birds in their 2nd year can often be distinguished from adults. For differentiating between birds in their 2nd or 3rd year and other adult birds please do so by submitting your entries via extra categories.
Please be aware: Small and big bird flocks have different age proportions. Small groups or families, where individuals can be aged often by one glimpse, tend to have a higher proportion of young birds than bigger bird assemblages. Although it is time consuming, please try to age bigger flocks whenever you can take your time to do so. This information is very important for not overestimating the overall percentage of young birds.
Please also submit age information details when the flock only consists of adult or only of young birds! We sometimes got the impression that mainly age details of flocks only consisting of mixed age groups are submitted.
Recording family group sizes in geese or swan species is also very important. If you would like to submit this kind of information, please do so in the general comments field, e.g. by entering: “families: 3x1, 4x2, 1x5 Juv.”
Wintering or foraging habitat type
When recording birds using farmland habitat for roosting or foraging (esp. in wintering geese, swans, cranes and waders) taking notes on the habitat type in which the birds have been seen is important additional information. If you are able to give respective information, please do so via the “(resting) Habitat” data entry box in the “Additional information” section. By using the general “Comments” field for this kind of information it is difficult for us to use it for further analysis. In geese or swan species, the proportions of young birds differ between different kinds of habitats. For being able to account for this, information on wintering or foraging habitat type is very valuable and important.
Whenever possible, please also give information in the “Specifications (e.g. behavior)” entry field. This allows distinguishing clearly between roosting birds and migrating birds / birds flying over. When recording migrating birds, the exact time of the observation is very important to put through. For stating the observation time, just simply add it where you have entered the date separated by a single blank character, e.g. “23.11.2013 09:00”.
Differentiating correctly between „foraging“ and „resting“ behaviour is not always possible. If in doubt, please enter “foraging” even if a part of the flock seems to be roosting. Submitting two different data sets for a single wintering flock of birds whose individuals only differ in the way they behave at the time of observation is not useful. Same is true for parts of a single roosting flock which stretches over more than one habitat type. If you have a flock using two different habitat types, please only submit the one which is used by the majority of the flock. However, spatially separated flocks in bigger landscapes should always be recorded with accurate location and separated from each other.
Afflux de Pouillot à grands sourcils: tendez vos oreilles !
Le Pouillot à grands sourcils est originaire des zones boisées de la Taïga entre la mer d’Okhotsk et les monts de l’Ural. Cette espèce est devenue un migrateur annuel en Europe Centrale, même si sa zone d’hivernage se situe en Asie. Par contre, il n’est toujours pas connu ou ces oiseaux migrants à travers l’Europe passent l’hiver. Un oiseau bagué en octobre 2013 sur l’île de Helgoland a été observé en janvier 2014 sur l’île de Lanzarote. De même, il n’est toujours pas connu pourquoi cette espèce est devenue si régulière en Europe.
Cet automne, il semble qu’un afflux sans précédent soit en cours : plus de 1000 Pouillot à grands sourcils ont ainsi été observés en Finlande. La moyenne des années précédentes étant de 300…
En Allemagne, la majorité des données proviennent de la période mi-septembre jusqu’à mi-octobre, surtout des zones côtières : ainsi plus de 200 données ont été recueillies sur ornitho.de/lu cet automne. Ces données sont reprises sur la carte de répartition. La première donnée, très précoce, date de la mi-août. Après ce sont surtout des données de l’île de Helgoland (max 17 ind. par jour) et des zones côtières le long de la mer du Nord.
De l’autre côté, l’espèce a déjà été noté à l’intérieur des terres et est tout à fait possible de l’observer au Luxembourg. Début octobre est la meilleure période pour rechercher l’espèce. Le Pouillot à grands sourcils fréquente surtout des zones de bocages et haies, de même que les parcs et jardins. On le remarque souvent par son cri, donc il est impératif de se familiariser avec celui-ci : www.xeno-canto.org/species/Phylloscopus-inornatus. Attention aussi de ne pas le confondre avec un jeune roitelet ou le plus rare Pouillot de Pallas.
Toute l’équipe d‘ornitho.de et ornitho.lu vous souhaitent bonne chance afin de trouver un de ces pouillots venus de Sibérie.
Foto: Pouillot à grands sourcils, Lutz Ritzel.
posté par Christopher König
jeudi 1 octobre 2015
avinews
Looking back on summer 2015: Grey Partridge, Starlings and many surprising observations
Mit zahlreichen Temperaturrekorden zeigte sich der Sommer 2015 insgesamt heiß, trocken und sonnig. Während vor allem Wasservögel in austrocknenden Gewässern ihre Bruten verloren, wirkte sich die Witterung positiv auf den Bruterfolg wärmeliebender Arten aus. In unserem Beitrag über den Sommer 2015 in "Der Falke" betrachten wir einige Ereignisse in der Vogelwelt in den Monaten Juni bis August.
Unter allen europäischen Landvögeln zeigt das Rebhuhn seit 1980 mit einem Rückgang von rund 93% die stärksten Verluste. Besonders im Jahr 2013 war der Bruterfolg dieser Art nach dem anhaltenden Nachwinter und einer sehr kühlen und feuchten Periode Ende Mai gering. Im Sommer 2015 waren die Bedingungen für die ursprüngliche Steppenart hingegen nahezu ideal. In unserem Beitrag vergleichen wir die Truppgrößen der Rebhühner im Jahresverlauf nach den Daten von ornitho.de in den Jahren 2012 bis 2015 und geben Tipps, wie die kleinen Hühnervögel am einfachsten zu beobachten sind.
Die Luftspiele größerer Starenschwärme gehören sicherlich zu den faszinierendsten Schauspielen in der Vogelwelt. Doch wann und wo treten die Vögel in derartiger Anzahl bei uns auf? Anlässlich einer aktuellen Anfrage eines Fernsehteams haben wir die über 200.000 Meldungen von Staren in ornitho.de einmal auf diese Fragen hin ausgewertet. Der Beitrag liefert neben einer Deutschlandkarte der größten Starenschlafplätze und Ansammlungen auch eine Darstellung der jahreszeitlichen Verteilung der Truppgrößen nach Größenklassen.
Ausführlicher als in bisherigen Rückblicken auf die zurückliegende Jahreszeit gehen wir diesmal auch auf das Auftreten von Seltenheiten ein. Der Sommer 2015 hatte hier viele Überraschungen parat. Neben „dem“ Schwarzbrauenalbatros, Deutschlands erstem Bulwersturmvogel und mehreren Zwergscharben wurden besonders viele seltene Greifvögel beobachtet. Gleitaar, Eleonoren- und Würgfalke sowie Adlerbussard wurden gleich mehrfach gesichtet, ergänzt durch den bei Anerkennung erst vierten Rötelfalken für Deutschland. Unter den Limikolen sind neben zwei Wüstenregenpfeifern vor allem die beiden ersten hierzulande auch fotografisch dokumentierten Sandstrandläufer erwähnenswert.
Den Beitrag „Vögel in Deutschland aktuell: Sommer 2015: Rebhühner, Stare und viele Überraschungen“ in der Zeitschrift "Der Falke" können Sie hier als PDF herunterladen. Einen Artikel zum neuen „Atlas-Tool“ bei ornitho (siehe Newsmeldung vom 1.9.) mit dem Titel „ornitho.de: Verbreitung von Vogelarten jetzt auch auf Rasterbasis“ finden Sie hier als PDF. Alle weiteren Beiträge mit direktem Bezug zu ornitho.de finden Sie unter Publikationen und Auswertungen.
Das komplette Falke-Heft 10/2015 mit vielen weiteren Beiträgen, u.a. über Wacholderdrosseln, Braunkehlchen und das neue globale Tierbeobachungssystem ICARUS können Sie über die Internetseite von „Der Falke“ beziehen.
Viel Spaß beim Lesen wünscht
das Team von ornitho.de und ornitho.lu
Avec la parution de l’Atlas des Oiseaux Nicheurs d’Allemagne (ADEBAR), la plus grande cartographie ornithologique jamais organisée en Allemagne a été clôturée avec succès. Cet ouvrage présente la distribution des espèces de même que les densités des populations pour la période 2005 à 2009. Pour réaliser ceci, il a fallu plus de 400 000 heures de travail, majoritairement prestées par des bénévoles. Ceci explique en partie pourquoi des projets de cette envergure ne sont entrepris que tous les 20 ans…
Afin de pouvoir réagir au plus vite sur des questions de la protection de la nature, sur les changements de la distribution des espèces ou encore des fluctuations des populations, il faut souvent un maximum d’informations sur ces changements. Le « Tool-Atlas », qui a été mis en ligne récemment, permettra de combler cette lacune.
La présentation de la distribution des espèces se fait par points de localisation. Avec le « Tool-Atlas », la distribution peut désormais être présentée moyennant les cartes topographiques 1:25 000 (TK25) ; ceci permettra de les comparer avec les données d’ADEBAR. Le « Tool-Atlas » distingue deux cas :
1) Distribution lors de la période de nidification
On y diffère selon nidifications possibles, probables et prouvées. Ceci est basé sur les données encodées avec un code Atlas. Pour les espèces rares ou plutôt rares comme p. expl. le Milan royal ou le Loriot, une qui sont d’avantage encodées avec plus d’informations, une concordance est visible. Pour d’autres espèces en forte progression, des changements entre les cartes et ADEBAR se fait déjà remarquer, comme p. expl. pour la Bernache du Canada ou l’Ouette d’Egypte.
2) Distribution au cours d’une année
Ces nouvelles possibilités ne se limitent pas à la saison de nidification seule: les cartes peuvent être réalisées pour une année entière, une saison ou sur quelques mois. Ceci permettra de réaliser des cartes pour comparer la distribution d’espèces migratrices. Les cartes montrent d’un côté la présence d’une espèce au cours d’une période sur une carte topographique (TK25), mais peuvent aussi contenir des informations sur le nombre (p. expl. la moyenne d’oiseaux par groupe) ou le nombre de données encodées. On peut ainsi visualiser la distribution en dehors de la période de nidification à la manière d’un Atlas.
Un atlas en ligne des oiseaux nicheurs et migrateurs ?
En tout cas, il faut mettre à l’évidence (pendant ou en dehors de la saison de nidification), que l’absence d’une espèce sur une carte ne signifie pas que l’espèce y est absente en réalité. Ceci peut s’expliquer notement par un manque de prospection !
Le « tool-Atlas » ne saura jamais remplacer une cartographie standardisée à aucune période de l’année. Pour un atlas, il faut quelque soit la période absolument requérir à une méthodologie stricte. Mais, le nouveau « Tool-Atlas » permettra non seulement de représenter visuellement les observations non-systématiques et en même temps de les utiliser pour répondre à court terme à un bon nombre de phénomènes ornithologiques.
Vous trouverez cette extension dans le Menu „Atlas des Oiseaux nicheurs“ dans „Oiseaux en Allemagne et Luxemburg“.
Nous tenons à remercier la fondation Ernst-Commentz pour leur support!
Votre équipe d‘ornitho.de et ornitho.lu
PS.: L’Atlas ADEBAR reste disponible pour les collaborateurs jusqu‘au 31.12.2015 pour 39,90 Euro (sommande).
Carte: Distribution du Cygne chanteur en décembre/janvier 2010/2015. Sont repris les nombres maximum d’individus des groupes par carte TK25. Il en revient que les Cygnes chanteurs sont plus réguliers dans la partie nord de l’Allemagne et que les groupes sont plus forts dans le nord-est.
posté par Christopher König
vendredi 28 août 2015
avinews
Watch out for Ruddy Shelducks with yellow neck collars
Seit 2013 werden am Mauserplatz auf dem Eemmeer bei Utrecht in den Niederlanden Rostgänse mit gelben Halsringen markiert, um der Frage nachzugehen, woher die bis zu 850 dort mausernden Vögel stammen. Bisherige Ergebnisse zeigen dass die Gänse mehrheitlich in Deutschland beobachtet werden, vor allem in Nordrhein-Westfalen und in Süddeutschland. Einige Ablesungen gab es zudem aus der Schweiz. Obwohl viele Vögel während der Brutzeit nicht beobachtet werden (vermutlich bleiben sie unentdeckt), haben die Beobachtungen bereits spannende Erkenntnisse zu Unterschieden in Brutverhalten und -habitat in den Brutgebieten in Deutschland gebracht . Es gibt zudem Wechselbeziehungen zwischen Mauserplätzen in den Niederlanden und z.B. jenen am Bodensee.
Neue Beringungen im Sommer 2015
Im Sommer 2015 wurden insgesamt 203 Rostgänse auf dem Eemmeer gefangen, 93 davon wurden mit Halsringen markiert. Im Gegensatz zu den bislang verwendeten Codes (Buchstabe + Ziffer, z.B. A0), sind jetzt auch Kombinationen aus zwei Buchstaben verwendet worden (z.B. CP, s. Foto). Die Codes sind von unten nach oben zu lesen.
Bitte Ringablesungen melden!
Ablesungen der Halsberingten Gänse können über das Portal www.geese.org gemeldet werden. Melder erhalten dort umgehend den "Lebenslauf" der Vögel mit Daten zum Beringungsort und bisherigen Wiederfunden angezeigt.
Bei Meldungen bei ornitho ist es sinnvoll, im Bemerkungsfeld die Anzahl beringter Vögel anzugeben (auch wenn kein Vogel beringt ist, also alle unberingt). Speziell von Juli bis September ist es bei den beringten Vögeln außerdem spannend zu wissen, ob die Vögel flugfähig waren. Bei mausernden Vögeln ist bei näherer Betrachtung oft das "Fehlen" der Flügelspitzen gut zu sehen. Bei mausernden Trupps in ornitho bitte "Mauserplatz" unter "Präzisierung der Beobachtung" vermerken.
Kees Koffijberg, Sjoerd Dirksen (AG Rostgans)
& das Team von ornitho.de
Foto: Rostgans "gelb CP" mit Partner, Eemmeer, Niederlande. Foto: Nils van Duivendijk
posté par Christopher König
lundi 24 août 2015
avinews
Attention: New influx of Red-Footed Falcons underway?
In den letzten beiden Jahren wurden im Herbst ungewöhnlich viele Rotfußfalken in Deutschland beobachtet. Nach dem zahlreichen Auftreten 2013 kam es im Herbst 2014 sogar zu einer der wohl stärksten dokumentierten Invasionen von Rotfußfalken in Deutschland. Mehr als 400 Vögel wurden dabei vor allem im Südosten des Landes beobachtet. Es handelte sich dabei um Randerscheinungen eines gewaltigen Einfluges in das westliche Osteuropa, an dem mehrere Tausend Rotfußfalken beteiligt waren.
Derzeit zeichnet sich ein erneuter Einflug der östlichen Falken ab, der möglicherweise sogar noch stärker ausfallen könnte. Aktuell wurden im August bei ornitho.de bereits mehr als zehnmal so viele Rotfußfalken-Beobachtungen gemeldet wie im gleichen Zeitraum der Vorjahre. In Polen steigen die Meldungen ebenfalls täglich weiter an – auch wenn bislang noch keine größeren Trupps dokumentiert wurden. Da das Rotfußfalken-Phänomen nun bereits im dritten Jahr in Folge auftritt, stellt sich die Frage, ob sich möglicherweise sogar eine Veränderung der Zugwege etabliert.
Aktuell kann es sich hierzulande lohnen, gezielt auf die kleinen Insektenjäger zu achten. Zwar können Rotfußfalken auf dem Durchzug nahezu überall auftreten, doch sind gerade auch die offenen Bereiche, in denen eine Suche nach Mornellregenpfeifern lohnenswert erscheint, auch für diese Art attraktiv. Die Falken jagen dabei häufig von Stromleitungen aus, sitzen aber auch gern am Boden.
Eine aktuelle Übersicht der Beobachtungen von Rotfußfalken in Deutschland zeigt diese Karte.
Genaueres Hinsehen lohnt sich derzeit nicht nur bei den kleinen Greifvogelarten. Zahlreiche andere seltene Vogelarten – darunter weitere Greifvögel – zeigen an, dass der Wegzug der Vögel bereits in vollem Gange ist. So wurden in den letzten Tagen neben mehreren Steppenweihen auch drei Würg- sowie drei Eleonorenfalken beobachtet. Selbst die genauere Betrachtung von Turmfalken kann sich auszahlen: Am vergangenen Samstag wurde in der Nähe von Hameln in Niedersachsen Deutschlands erst vierter Rötelfalke seit 1977 entdeckt.
Wir wünschen allen Melderinnen und Meldern schöne Vogelbeobachtungen – seien es Rotfußfalken, Mornellregenpfeifer oder auch nur die häufigeren Arten vor der Haustür. Interessante Beobachtungen lassen sich überall machen – das ist einer der großen Vorzüge der Vogelbeobachtung!
Das Brutgebiet des Mornellregenpfeifers liegt in den Fjällflächen und Tundren von Skandinavien bis Ostsibirien. Während die östliche Population in Vorderasien überwintert, überqueren europäische Brutvögel Zentral- und Südeuropa auf dem Weg nach Nordafrika. Viele Vögel führen dabei vermutlich einen Nonstopzug durch, ein gewisser Teil rastet allerdings regelmäßig an meist traditionellen Rastplätzen. Noch vor wenigen Jahren galt der Mornellregenpfeifer in ganz Deutschland als seltener und unregelmäßiger Durchzügler. Seit Ende der 1990er Jahre gab es aber durch eine in manchen Gebieten gezielte Suche nach der charismatischen Art einen enormen Erkenntnisgewinn: Zahlreiche bis dahin unbekannte Rastplätze wurden entdeckt und sind mittlerweile fast alljährlich besetzt.
Seit 2011 rufen wir zur gezielten Suche nach Mornellregenpfeifern während des zeitlich eng begrenzten Durchzugfensters von Mitte August bis Mitte September auf. Die zahlreichen Meldungen vor allem über ornitho ergaben den wohl bundesweit bislang besten Überblick über die Rastvorkommen. Dank der Differenzierung vieler Individuen in Alt- und Jungvögel können der jährilche Jungvogelanteil berechnet und so Rückschlüsse auf den Bruterfolg gezogen werden. Die Ergebnisse 2011-2014 wurden in der Oktober-Ausgabe 2014 von „Der Falke“ veröffentlicht. Diesen Beitrag können Sie hier als pdf herunterladen.
Motiviert durch die sehr gute Resonanz der letzten Jahre wollen wir versuchen, auch den Wegzug 2015 möglichst gut zu dokumentieren. In einem weiteren Falke-Beitrag aus dem Juli 2013 haben wir gezielte Hinweise gegeben, wie und wo man Mornellregenpfeifer auf dem Herbstzug suchen (und hoffentlich auch finden) kann. Den Beitrag „Leicht zu übersehen: Herbstrast des Mornellregenpfeifers“ finden Sie hier als PDF.
Wann?
Mornellregenpfeifer überqueren Europa auf dem Zug in sehr engen Zeitfenstern. Im Frühjahr zieht die Art in Deutschland in sehr kurzer Zeitspanne und nur geringer Zahl fast ausschließlich im Mai durch, vorjährige Mornells verbleiben wie viele andere Zugvögel meist im Winterquartier. Weit auffälliger ist der Durchzug im Herbst. Hier werden die meisten Individuen im Zeitraum 15. August bis 15. September beobachtet. Einzelne Vögel treten noch bis Oktober auf. Es gilt daher in den kommenden Wochen ganz gezielt geeignete Habitate zu kontrollieren! Aufgrund des Verhaltens der Vögel sind die Beobachtungsbedingungen am Morgen und Abend am besten. Zu dieser Zeit findet die Nahrungssuche statt, während sich im weiteren Tagesverlauf ruhende, bewegungslose Vögel oft der Entdeckung entziehen. Auch die Chance, gegen Abend abziehende bzw. morgens zur Rast einfallende Tiere oder deren kleinräumige Ortswechsel bei der Suche nach geeigneten Rastflächen zu beobachten, erhöht den Beobachtungserfolg deutlich.
Wo?
Während im Frühjahr vor allem küstennahe Bereiche bevorzugt werden, tauchen Mornellregenpfeifer im Herbst vermehrt an Rastplätzen im Binnenland auf. Bei den Gebieten handelt es sich in der Regel um weithin exponierte, sehr offene und damit an skandinavische Weiten erinnernde Flächen mit kurzer Vegetation. Wurden ursprünglich wohl vor allem Heiden und Brachen aufgesucht, sind heute abgeerntete Felder die Hauptrastplätze. Besonders regelmäßig gelingen Nachweise vor allem auf Ackerflächen auf kargen, windexponierten Hochflächen mit weiter Sicht in Abzugrichtung Süd und Südwest in großräumigen Agrarlandschaften, gerne im oberen Hangbereich an der Südwestflanke kleiner Hügel. Es sollte mindestens ein Stoppelsturz stattgefunden haben, unbearbeitete Getreidestoppeln werden offenbar gemieden. Große Vertikalstrukturen wirken sich negativ aus, wobei Einzelbäume und Erdaufschüttungen toleriert werden. Besonders lohnend kann die Suche direkt nach starken, großräumigen Regenschauern und Gewittern sein, wenn die von der Witterungslage zur „Notrast“ gezwungenen Vögel schnell wieder abziehen und dann besonders auffällig sind. Unter solchen Witterungsbedingungen werden manchmal auch Flächen zur Rast genutzt, die bei guter Witterung keine Beachtung finden, wie z.B. ebene, kleinere Ackerflächen in Waldrandnähe. Die momentan soweit bekannt größten und bedeutendsten Rastplätze für Mornellregenpfeifer in Deutschland sind die nordrhein-westfälische Hellwegbörde im Kreis Soest sowie das Maifeld im Kreis Mayen-Koblenz in Rheinland-Pfalz.
Wie?
Nur selten werden die gerade einmal amsel-großen Mornellregenpfeifer zufällig entdeckt. Erst das genaue Absuchen geeigneter Flächen mit Fernglas oder Spektiv führt in der Regel zum Erfolg. Die Art ist relativ leicht zu bestimmen und kaum mit anderen Arten zu verwechseln (Bestimmungshilfe [ PDF ]). An den Rastplätzen herrscht eine hohe Dynamik, viele Vögel verweilen nur kurz, so dass eine regelmäßige Kontrolle möglicher Rastgebiete mit Angabe des Altersverhältnisses wertvolle Zusatzinformationen zur Anzahl der insgesamt im Gebiet rastenden Vögel liefert. Auch die Kenntnis der Lautäußerungen kann daher hilfreich sein. Beim Abfliegen wird häufig ein trillerndes, für eine Limikole unerwartet tief-melancholisches „pjürrr“ (www.xeno-canto.org/species/Charadrius-morinellus) geäußert. Mornellregenpfeifer rasten meist in artreinen Trupps, nur selten gemeinsam mit anderen Limikolen (z.B. Goldregenpfeifern). Im Rastgebiet verhalten sie sich in der Regel recht vertraut und verharren selbst auf wenige Meter Abstand. Besonders größere Trupps sind aber mitunter scheu und fliegen schon bei geringen Störungen auf. Wir möchten deshalb noch einmal ausdrücklich darauf hinweisen, dass jegliche Störungen zu vermeiden sind und der allgemeine Verhaltenskodex unbedingt zu beachten ist!
Bei der Meldung von Mornellregenpfeifern bitten wir um möglichst detaillierte Informationen zu:
rastend oder ziehend (unter "Präzisierung der Beobachtung")
Bitte auch Negativkontrollen melden!
Wenn geeignet erscheinende oder in den vergangenen Jahren von Mornells aufgesuchte Flächen kontrolliert, aber keine Vögel gefunden wurden, bitte einen Bestand = 0 eintragen. Für die Interpretation der Verbreitungskarte und die Datenauswertung sind 0-Nachweise eine wichtige Information. Bitte geben Sie dabei den groben Zeitaufwand im Bemerkungsfeld an.
Gerne können Sie weitere Angaben (z.B. zum Verhalten) im Bemerkungsfeld machen oder Fotos der Vögel anfügen.
Eine Bestimmungshilfe mit zahlreichen Fotos und Erläuterungen sowie hilfreicher Literatur bietet das folgende [ PDF ].