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Freitag, 20. März 2015
tipnews
Vergabe von Brutzeitcodes – bitte beachten!
Bei vielen Vogelarten hat die Brutzeit bereits begonnen und es wird eifrig gesungen und gebalzt, Brutplätze werden inspiziert und Nestmaterial transportiert, teils werden auch schon Junge geführt. Aus den brutzeitlichen Verhaltensweisen kann man ableiten, ob es sich um ein mögliches, wahrscheinliches oder sicheres Brutvorkommen handelt. Um eine vergleichbare und automatisierte Auswertung der beobachteten Verhaltensweisen zu ermöglichen, wurden die brutzeitlichen Verhaltensweisen zu 20 Kategorien zusammengefasst, den so genannten Brutzeitcodes. Die Codes wurden vom European Ornithological Atlas Committee (EOAC) entwickelt und sind somit europaweit kompatibel.
Damit Sie nicht vergessen, diese wichtigen Zusatzinformationen zu übermitteln, werden Sie während der artspezifischen Brutzeit von ornitho daran erinnert, einen Brutzeitcode zu vergeben, wenn Sie eine entsprechende Verhaltensweise beobachtet haben. Die von Ihnen vergebenen Brutzeitcodes werden u.a. dafür verwendet, die Brutverbreitung einer Art zu beschreiben. Es ist deshalb wichtig, dass sie korrekt angewendet werden.
Wir haben einige wichtige Hinweise und Hintergrundinformationen im neuen Menüpunkt „Verwendung von Brutzeitcodes“ zusammengestellt, um Ihren Blick dafür zu schärfen, wann die Vergabe der Brutzeitcodes angebracht ist und wann nicht.
Das Wichtigste in Kürze:
Bitte beachten Sie bei der Vergabe von Brutzeitcodes folgende Hinweise
Bitte verwenden Sie deshalb KEINEN Brutzeitcode bei
Vogelgruppen, die nicht erkennbar Familien oder Paare sind,
während des Zuges rastenden, ziehenden oder überfliegenden Vögeln ohne Revierverhalten oder Bezug zu einem (bekannten) Revier,
Nahrung suchenden Vögeln, wenn nicht in unmittelbarer Umgebung ein Brutplatz existiert ist oder aufgrund eines geeigneten Lebensraum sehr wahrscheinlich erscheint.
Bitte geben Sie Brutzeitcodes nur dann an, wenn
Sie sich bei den Verhaltensweisen sicher sind und
Sie aufgrund Ihrer Kenntnisse des Gebiets und/oder der Art sicher sind, dass es sich sicher oder sehr wahrscheinlich um eine Brutvogelart im Gebiet handelt.
Seien Sie vor allem mit den Codes A1 und B3 zurückhaltend und vergeben diese nur, wenn es sich zumimest sehr wahrscheinlich um eine Brutvogelart im Gebiet handelt (z.B. aufgrund Ihrer Kenntnisse des Gebiets oder der Art).
Sie müssen keinen Brutzeitcode vergeben!
Wählen Sie im Zweifelsfalle „Ignorieren“ (= kein Brutzeitcode), wenn Sie seitens des Systems zur Eingabe eines Brutzeitcodes aufgefordert werden!
Ein Brutzeitcode sollte auch außerhalb der vordefinierten Zeiträume eingetragen werden, wenn Sie brutzeitliche Aktivitäten beobachtet haben (z.B. Bruten im Winter). Bitte verwenden Sie dazu das Feld "Brutzeitcode" unter "Optionale Angaben".
Bei Herbst- oder Wintergesang bitte keinen Brutzeitcode vergeben, sondern unter "Präzisierung der Beobachtung" die Option "Gesang / Balz" wählen.
Zur Erleichterung der Auswertung sind wir Ihnen vor allem bei Angaben zu sicherem Brüten (C-Codes) für ergänzende Informationen im Bemerkungsfeld dankbar, z.B. zur Anzahl von Familien, dem Alter der Jungvögel.
Für Ihre überlegte Verwendung der Brutzeitcodes bedanken sich – auch im Namen der Regionalkoordinatorinnen und Regionalkoordinatoren –
Patric Lorgé, Christopher König und Johannes Wahl
für das Team von ornitho.de und ornitho.lu
In „Beobachtungslisten“ ab sofort auch punktgenaue Eintragungen möglich!
In ornitho.de und ornitho.lu gibt es zwei grundsätzlich verschiedene Möglichkeiten, Beobachtungen zu melden:
Die Meldung ausgewählter einzelner Beobachtungen: Dazu klicken Sie einfach in die Karte und melden eine Beobachtung punktgenau, oder Sie wählen einen Gebietsnamen (gelber Punkt) oder einen Mittelpunkt eines Halbminutenfeldes (blauer Punkt) aus und melden Ihre Beobachtung(en) für diese. Wenn man eine Beobachtung exakt verorten will (z.B. einen Brutplatz oder einen Trupp Gänse), dann war das bislang die Option der Wahl.
Meldung von sog. „Beobachtungslisten“ (die bislang den etwas irreführenden Namen „Tageslisten“ trugen), also allen während eines Beobachtungsgangs in einem Gebiet festgestellten Arten. Das heißt Arten, die während der Anwesenheit im Gebiet nicht gesehen oder gehört wurden, können bei Auswertungen als „nicht festgestellt“ gewertet werden (dass sie evtl. anwesend waren, aber nicht entdeckt wurden, ist ein anderes Problem, um das sich aber Statistiker kümmern können). Diese Beobachtungslisten bilden einen systematischeren Ansatz und sind für bestimmte Fragestellungen deshalb sehr wertvoll, etwa wenn das jahreszeitliche Auftreten von Arten beschrieben werden soll, von denen nicht alle Beobachtungen gemeldet werden. „Beobachtungslisten“ können nur für Gebiete oder Halbminutenfelder übermittelt werden, indem man die Option „Beobachtungsliste für diesen Ort ausfüllen“ wählt.
Oft wäre eine Kombination aus beiden Möglichkeiten hilfreich, wenn man z.B. bei einem Rundgang in einem Feuchtgebiet neben den Summen für einzelne Wasservogelarten und allen sehr häufigen Arten, die nicht gezählt (und deshalb mit „x = nicht gezählt“ eingetragen) wurden, auch alle singenden Teichrohrsänger und Rohrammern gerne punktgenau eintragen möchte.
Seit dem 1. März ist das nun möglich: Pro Art können fortan beliebig viele Einträge gemacht und Beobachtungen einzeln in der Karte verortet werden!
Die „Beobachtungslisten-Funktion“ dürfte damit hoffentlich deutlich an Attraktivität gewinnen.
Kurz zusammengefasst, funktioniert die punktgenaue Eintragung in den „Beobachtungslisten“ wie folgt:
Tragen Sie die Anzahl und ggf. die Genauigkeit der Angabe wie bisher auch neben dem Artnamen ein.
Unter dem Artnamen finden Sie neben der Option „Details“ (über die Alter und Geschlecht eingetragen werden können) die Option „Karte“. Rufen Sie diese auf und klicken dort in die Karte, wo der Teichrohrsänger sang oder der Trupp Gänse saß.
Wenn Sie einen weiteren Teichrohrsänger oder Gänsetrupp eintragen wollen, dann finden Sie neben „Karte“ den Link „[Art duplizieren]“. Klicken Sie darauf, um eine weitere Zeile einzufügen und nehmen die punktgenaue Eintragung vor.
Ausführlichere Informationen haben wir unter „Anleitungen, Hinweise & Tipps“ und dem Menüpunkt „Die Beobachtungslisten-Funktion“ zusammengestellt.
Danke für einen wichtigen Schritt zur Integration der Programme des Vogelmonitorings!
Die Weiterentwicklung ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Integration der Programme des Vogelmonitorings in ornitho.de und ornitho.lu, aber auch für die Weiterentwicklung der App „NaturaList“ um eben die „Beobachtungslisten-Funktion“. Unterstützt wurde die Weiterentwicklung von der Deutschen Ornithologen-Gesellschaft, der OAG für Schleswig-Holstein und Hamburg, der Stiftung des Vereins Thüringer Ornithologen, der Stiftung Feuchtgebiete, dem Deutschen Rat für Vogelschutz, dem Arbeitskreis an der Staatlichen Vogelschutzwarte Hamburg, der Berliner Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft und dem Ornithologischen Beobachterring Saar.
Wir danken den genannten Organisationen herzlich für die Unterstützung und wünschen Ihnen viel Freude mit den neuen Möglichkeiten bei der Eingabe von „Beobachtungslisten“,
Christopher König, Patric Lorgé und Johannes Wahl
für das Team von ornitho.de und ornitho.lu
aufgegeben von Johannes Wahl
Freitag, 20. Februar 2015
avinews
ADEBAR – Subskription mit Preisvorteil endet am 28. Februar 2015
Der Atlas Deutscher Brutvogelarten (ADEBAR) wird gegen Ende des 1. Quartals 2015 ausgeliefert. Wer ADEBAR zu einem reduzierten Preis erwerben will, muss sich sputen: Nur noch bis zum 28. Februar 2015 können Sie das Werk zum Vorzugspreis von 69,90 € je Exemplar zzgl. Porto- und Versandkosten von 4,10 € bestellen. Die Subskription gewährt einen Nachlass von etwa 30 % auf den Buchhandelspreis.
Wichtig: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am ADEBAR können ein Werk sogar für nur 39,90 € zzgl. Porto- und Versandkosten von 4,10 € erstehen. Der Rabatt beträgt 60% gegenüber dem Buchhandelspreis. Die Frist für das Mitarbeiterangebot endet erst am 31. Dezember 2015.
Mit dem Erwerb des ADEBAR unterstützen Sie den Vogelschutz in Deutschland! Die Stiftung Vogelmonitoring Deutschland und der Dachverband Deutscher Avifaunisten sind erheblich in Vorleistung getreten, um das Gemeinschaftswerk von weit mehr als 4.000 Beteiligten, das in den kommenden Jahren maßgebliches Referenzwerk zur Bewertung der heimischen Vogelfauna sein wird, erfolgreich abschließen zu können. Durch inzwischen mehr als 3.500 Vorbestellungen konnten wir bereits den Großteil der entstandenen Kosten decken. Allerdings müssen wir noch eine beachtliche Lücke schließen, um „eine schwarze Null“ zu schreiben. Durch den Kauf des ADEBAR tragen Sie unmittelbar dazu bei, dass sich solche Großprojekte refinanzieren. Eventuelle Gewinne werden wir selbstverständlich gemeinnützigen Zwecken im Sinne unserer Satzungen zuführen. So helfen Sie dem Vogelschutz auf doppelte Weise!
Was erwartet Sie? Bitte Machen Sie sich selbst ein Bild vom ADEBAR und durchblättern Sie unsere Leseprobe. Bitte haben Sie etwas Geduld, je nach Internetverbindung dauert das Laden einige Sekunden.
Atlas Deutscher Brutvogelarten. Herausgegeben durch die Stiftung Vogelmonitoring Deutschland und den Dachverband Deutscher Avifaunisten. Format ca. 24,5 x 32,5 cm, gebunden, durchgehend 4-farbig, pro Brutvogelart (meist) eine Doppelseite mit Verbreitungskarte und Text sowie Illustration von Paschalis Dougalis, einführende Kapitel, Literaturverzeichnis, Namen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, 800 Seiten, Gewicht ca. 3,5 kg, Versand in speziellem Versandbehälter. Preis im Buchhandel: 98,00 €.
Bezug:
Dachverband Deutscher Avifaunisten e.V.
An den Speichern 6
48157 Münster
Tel. 0251 / 2101400,
E-Mail: schriftenversand@dda-web.de
Online-Bestellung
aufgegeben von Christopher König
Samstag, 7. Februar 2015
technews
Wichtige Hinweise zur Nutzung der ornitho-App ''NaturaList''
Die mobile Dateneingabe per Smartphone über die App NaturaList eröffnet viele neue Möglichkeiten und führt sicher bei dem Einen oder der Anderen zu einer Steigerung der Meldeaktivität. Da jedoch nicht alle auf der Homepage verfügbaren Felder auch in der App enthalten sind, sollten bestimmte Informationen wenn möglich nachträglich am Rechner korrigiert oder präzisiert werden:
1. „Präzisierung der Beobachtung“ und „(Rast)Habitat“
In der App können die Informationen zur „Präzisierung der Beobachtung“ sowie Angaben zum Habitat leider nicht direkt in die dafür vorgesehenen Felder eingetragen werden (weil diese in anderen ornitho-Portalen nicht genutzt werden). Da diese Informationen mitunter von großem Interesse sind, sollten sie unbedingt nachgetragen werden. Einträge im Bemerkungsfeld lassen sich nur schwer auswerten, dieses Feld kann jedoch bei der Eingabe per App zum „Zwischenspeichern“ der jeweiligen Informationen hilfreich sein, um diese später auf der Homepage in die vorgesehenen Felder zu übertragen.
2. Zuordnung zur (nächstgelegenen) Ortsbezeichnung
Bei allen via NaturaList eingegebenen Daten handelt es sich um exakte Lokalisierungen. Dies führt einerseits zu einer sehr hohen Genauigkeit der Daten, hat aber (aufgrund aus technischen Gründen in der App nicht sichtbarer Ortsbezeichnungen) zur Folge, dass diese bei der Übertragung nach ornitho automatisch stets der nächstgelegenen Ortsbezeichnung zugeordnet werden. Da die geographischen Koordinaten bereits die maximale Genauigkeit darstellen und dabei unverändert bleiben, führt diese Zuordnung nicht zu Falschangaben, doch kann eine sinnvolle Zuordnung die spätere Datenauswertung erleichtern. Jeder NaturaList-Nutzer sollte seine Beobachtungen daher nach der Übertragung der Daten möglichst noch einmal auf der Homepage prüfen und Ortszuordnungen ggf. korrigieren (mit Hilfe der Strg- bzw. beim Mac Apfel-Taste).
Wir bitten daher alle Nutzerinnen und Nutzer von NaturaList ihre Daten bitte nach der Übertragung auch noch einmal unter www.ornitho.de zu prüfen und zu vervollständigen sowie ggf. Ortszuordnungen zu korrigieren.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung
das Team von ornitho.de und ornitho.lu
aufgegeben von Christopher König
Dienstag, 27. Januar 2015
technews
Bitte beachten (wenn Sie 'Passwort speichern' aktiviert haben): ornitho.de und ornitho.lu künftig nur noch mit vorangestelltem www
Derzeit lassen sich ornitho.de bzw. ornitho.lu auch ohne vorangestelltes www. aufrufen. Zur Optimierung der Geschwindigkeit werden künftig aber beide Adressen automatisch mit dem Einloggen auf die Version www.ornitho.de bzw. www.ornitho.lu umgeleitet.
Für die meisten Nutzerinnen und Nutzer wird sich durch die Umstellung nichts ändern. Falls Sie jedoch unter der www-losen Version "Passwort speichern" verwendet haben, wird das automatische Login nicht mehr funktionieren. Sollte das der Fall sein, einfach www.ornitho.de oder www.ornitho.lu aufrufen, E-Mail-Adresse und Passwort eingeben, Haken bei "Passwort speichern" setzen und auf "Einloggen" klicken. Und schon läuft wieder alles wie zuvor.
Die Umstellung wird im Laufe der Woche vorgenommen. Sollten Sie dadurch Probleme bei der Nutzung bekommen oder noch Fragen dazu haben, erreichen Sie uns unter hilfe@ornitho.de.
Mit freundlichen Grüßen
Das Team von ornitho.de und ornitho.lu
aufgegeben von Christopher König
Freitag, 16. Januar 2015
avinews
„Wochenende der Wasservögel“ – Internationale Wasservogelzählung und europaweite Zählung von Zwerg- und Singschwan
Am bevorstehenden Wochenende, dem 17./18. Januar, schultern wieder viele Tausend Beobachter weltweit die Spektive, um im Rahmen des von Wetlands International organisierten International Waterbird Census (IWC) Wasservögel zu erfassen. Seit Ende der 1960er Jahre werden alljährlich Mitte Januar in mehr als 25.000 Gebieten in über 100 Ländern auf allen Kontinenten die Wasservögel gezählt - eine in vielen Regionen ehrenamtlich getragene Gemeinschaftsleistung, die weltweit vermutlich ihresgleichen sucht. Mit über 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist die Wasservogelzählung auch hierzulande das umfangreichste und älteste Erfassungsprogramm in der Vogelwelt. Viele der Zählerinnen und Zähler beteiligen sich seit mehreren Jahrzehnten an der Erfassung und sorgen durch diese Kontinuität gleichzeitig für eine hohe Datenqualität. Über die international bedeutendste Zählung im Januar hinaus werden in vielen Hundert Feuchtgebieten vom Herbst bis zum Frühjahr Wasservögel erfasst, in einigen Gebieten wie dem Wattenmeer sogar rund ums Jahr. Das ehrenamtliche Engagement alleine zur Erfassung der durchziehenden und überwinternden Wasservögel beläuft sich auf rund 100.000 Stunden – jährlich!
Europaweite Synchronzählung von Sing- und Zwergschwan
Nicht alle Wasservogelarten halten sich ganztägig auch auf Gewässern auf. Vor allem Schwäne und Gänse suchen während des Tages größtenteils auf landwirtschaftlich genutzten Flächen nach Nahrung. Sie werden deshalb im Rahmen ergänzender, spezieller Erfassungsprogramme gezählt. Für Zwerg- und Singschwan finden so seit den 1980er Jahren – und seit den 1990er Jahren in fünfjährigem Turnus – europaweite Synchronzählungen statt. Ziel ist es, den Gesamtbestand zu erfassen und weitergehende Informationen zum Bruterfolg und zum Nahrungshabitat zu erhalten. Eine solche europaweite Synchronzählung der beiden gelbschnäblichen Schwanenarten findet am kommenden Wochenende statt; in Deutschland fügen wir diesen den Höckerschwan hinzu. Weitergehende Informationen zu dieser Sonderzählung (und zur Meldung der Ergebnisse!) finden Sie unter www.dda-web.de/schwaene2015. Bitte nutzen Sie möglichst ornitho.de zur Meldung Ihrer Ergebnisse (und beachten Sie dabei die Hinweise zur Meldung). Vielen Dank!
Eine wichtige Bitte an alle, die die App NaturaList zur Meldung ihrer Beobachtungen verwenden: Bitte bearbeiten Sie Ihre Meldungen unter ornitho.de nachträglich, z.B. zur Angabe des Nahrungshabitats oder wichtiger Verhaltensweisen. Vielen Dank!
Übrigens: Spannende Ergebnisse eines Projektes zur Erforschung der Herkunft der in Deutschland überwinternden Singschwäne finden Sie unter http://singschwan-tracking.sushitee.de/.
Bitte achten Sie auf Waldsaatgänse!
Die in Europa überwinternden Waldsaatgänse gehören zu den wenigen Gänsepopulationen in Europa, die eine negative Bestandsentwicklung aufweisen. Der Winterbestand in Europa hat sich seit Beginn koordinierter europaweiter Erfassungen im Winter 2003/04 bis 2012/13 etwa halbiert und betrug im Winter 2012/13 nur noch etwa 40.000 Vögel. Aufgrund dieser stark negativen Bestandsentwicklung gibt es seit Ende 2013 internationale Bemühungen zum Schutz der Waldsaatgans, die in einen internationalen Artenaktionsplan unter AEWA münden sollen. Als Zuarbeit für den Aktionsplan soll durch eine erneute europaweite Zählung Mitte Januar 2015 eine aktuelle Bestandsgröße ermittelt werden.
Waldsaatgänse überwintern in Deutschland hauptsächlich in Mecklenburg-Vorpommern und in Nordost-Brandenburg, wenngleich kleine Trupps auch außerhalb dieses Winterareals in anderen Teilen Norddeutschlands anzutreffen sind. Aufgrund der Bestimmungsprobleme werden in den Hauptvorkommensgebieten um Mitte Januar Zählungen von wenigen Artspezialisten durchgeführt. Zu deren Unterstützung möchten wir Sie darum bitten
alle Waldsaatgans-Beobachtungen mit exakter Verortung zeitnah auf ornitho.de zu melden (bei Feststellungen außerhalb der regulären Verbreitung bitte möglichst einen Foto- oder Videobeleg anfertigen) und
soweit möglich bei Saatgans-Beobachtungen eine Zuordnung zu Wald- oder Tundrasaatgänsen bei der Meldung vorzunehmen (und nicht als „Saatgans“ zu melden).
Baden-Württemberg: Landesweite Kompletterfassung
In Baden-Württemberg wird am bevorstehenden Wochenende ein besonders ehrgeiziges Ziel verfolgt: Es soll – nach Mitte November zum zweiten Mal in diesem Winter – versucht werden, einer vollständigen Erfassung aller Wasservögel möglichst nahe zu kommen. Deshalb werden auch viele Kleingewässer und Nebenflüsse erfasst, teilweise erstmals systematisch. Für diese Wiederholung der Kompletterfassung vor sechs Jahren konnten auch viele neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewonnen werden. Wir wünschen speziell ihnen viel Freude und den Kollegen von der Ornithologischen Gesellschaft Baden-Württemberg (OGBW) viele interessante neue Erkenntnisse!
Vielen Dank!
Es steht also wahrlich ein „Wochenende der Wasservögel“ bevor. Unser großer Dank für ihre Beteiligung gebührt schon jetzt den meist ehrenamtlich tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, insbesondere all jenen, die auf koordinativer Ebene – ebenfalls meist ehrenamtlich – für einen reibungslosen Ablauf sorgen und bei Fragen mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Wir wünschen allen Beteiligten eine vor allem störungs- und niederschlagsfreie Zählung und damit viel Freude an der frischen Luft und bei der Erfassung der Wasservögel!
Foto: Pfeifenten, H. Glader.
aufgegeben von Johannes Wahl
Donnerstag, 15. Januar 2015
avinews
Nationale Meldeliste der Deutschen Avifaunistischen Kommission zum 1. Januar 2015 überarbeitet
Das Auftreten einiger sehr seltener Arten hat sich in den vergangenen Jahren deutlich geändert, sodass nach der letzten Aktualisierung vom 1.1.2011 eine Überarbeitung der nationalen Meldeliste notwendig wurde. Um einzelnen Einflugjahren weniger Bedeutung zukommen zu lassen, wird als Kriterium künftig nicht der Durchschnitt, sondern der Median herangezogen. Gestrichen werden generell alle Arten, von denen in den vergangenen zehn Jahren im Median mindestens acht Nachweise gelangen oder die regelmäßig in Deutschland brüten. Die rückwirkend ab dem 1.1.2015 gültige Meldeliste kann hier heruntergeladen werden.
Seit der letzten Überarbeitung der nationalen Meldeliste neu in Deutschland nachgewiesen wurden Kanadakranich Grus canadensis, Middendorff-Laubsänger Phylloscopus plumbeitarsus, Braunkopf-Kuhstärling Molothrus ater und Weißkehlammer Zonotrichia albicollis.
Von der nationalen Meldeliste zum 1. Januar 2015 gestrichen wurden
Pazifische Ringelgans Branta bernicla nigricans,
SteinhuhnAlectoris graeca,
Schlangenadler Circaetus gallicus,
Gänsegeier Gyps fulvus,
Steppenweihe Circus marcourus,
Goldhähnchen-Laubsänger Phylloscopus proregulus,
Grünlaubsänger Phylloscopus trochiloides und
Seggenrohrsänger Acrocephalus paludicola.
Die gestrichenen Arten gehen in die Obhut der Avifaunistischen Landeskommissionen über und sind i.d.R. künftig bei diesen zu dokumentieren. Für die von der nationalen Meldeliste gestrichenen Arten sind auch Nachträge bisher nicht dokumentierter Beobachtungen bis 31.12.2014 weiterhin ausdrücklich willkommen.
Ein ausführlicher Beitrag mit weiteren Erläuterungen sowie Begründungen für die Streichungen wird in „Seltene Vögel in Deutschland 2013“ veröffentlicht. Der Band erscheint im 1. Quartal 2015.
Ihre Deutsche Avifaunistische Kommission
aufgegeben von Christopher König
Donnerstag, 8. Januar 2015
avinews
Vögel in Deutschland aktuell: Rückblick auf den Herbst 2014
Der Herbst 2014 war in Deutschland der zweitwärmste seit Beginn flächendeckender Messungen im Jahr 1881. Auch die Vögel reagierten auf die milden Temperaturen und so gehen wir in unserem aktuellen Rückblick auf die Monate September bis November der Frage nach „Wer blieb länger, wer kam später?“. Eine Reihe von Vogelarten wurde spät im Jahr noch ungewöhnlich zahlreich beobachtet. Besonders auffällig war dies bei Rotmilan und Weißstorch festzustellen. Wir vergleichen die Zahl der Beobachtungen mit der aus dem Herbst 2013. Doch nicht alle Arten waren häufiger als gewöhnlich zu beobachten. Wacholderdrosseln wurden deutlich seltener beobachtet.
Als eine der häufigsten Vogelarten in Deutschland finden Ringeltauben vergleichsweise wenig Beachtung. Ihren mitunter spektakulären Zug innerhalb weniger Massenzugtage schauen wir uns einmal näher an. Wir gehen der Frage nach, ob und wie sich diese Zugereignisse in den Daten von ornitho.de widerspiegeln und welche Aussagen zum Durchzug der Ringeltauben sich gegebenenfalls daraus ableiten lassen.
Bereits 2013 gab es hierzulande ein starkes Auftreten von Rotfußfalken. In diesem Jahr waren die Zahlen nochmals größer, sodass es sich wohl um eine der stärksten dokumentierten Invasionen in Deutschland handelte. In unserem Rückblick befassen wir uns genauer mit dem zeitlichen und räumlichen Auftreten und der Altersstruktur der beteiligten Vögel.
Den Beitrag „Vögel in Deutschland aktuell: Herbst 2014: Rotmilane, Ringeltauben und Rotfußfalken“ können Sie hier als PDF herunterladen. Alle weiteren Beiträge finden Sie unter Publikationen und Auswertungen.
Das komplette Falke-Heft 01/2015 mit vielen weiteren Beiträgen, u.a. über den Habicht als Vogel des Jahres 2015, Seeregenpfeifer in Deutschland, die Herkunft einiger deutscher Vogelnamen, Vögel des Offenlandes und Schleiereulen können Sie über die Internetseite von „Der Falke“ beziehen.
Viel Spaß beim Lesen wünscht das Team von ornitho.de und ornitho.lu!
Europaweite Zwerg- und Singschwan-Erfassung 17./18. Januar 2015 – machen Sie mit!
Schwäne halten sich während des Tages oft abseits der Gewässer in den Nahrungsgebieten auf landwirtschaftlich genutzten Flächen auf. Ihre Bestände werden daher nur zu einem Teil über die Zählgebietskulisse der Internationalen Wasservogelzählung erfasst. Seit den 1980er Jahren – und seit den 1990er Jahren in fünfjährigem Turnus – werden deshalb spezielle Synchronzählungen von Zwerg- und Singschwan in Europa durchgeführt, um die Bestandsschätzungen auf internationaler Ebene für die Waterbird Population Estimates regelmäßig zu aktualisieren. Die Zählungen werden von der Swan Specialist Group von Wetlands International koordiniert. Am 17./18. Januar 2015 steht nun eine weitere europaweite Erfassung der beiden gelbschnäbligen Schwanenarten an. Für beide Arten ist eine gute Abdeckung wichtig: Beim Singschwan z.B. überwintert rund ein Drittel der nordwesteuropäischen Population in Deutschland, beim Zwergschwan können es in milden Wintern bis zu 20 % sein. Hierzulande zählen wir auch den Höckerschwan mit; er ist mit den beiden anderen Arten oft vergesellschaftet.
Die Zählung findet am selben Wochenende wie die Mittwinterzählung statt, so dass die Abdeckung von vielen Rastgebieten gewährleistet ist. Insbesondere nördlich der Mittelgebirge, wo die großen Zwerg- und Singschwan-Trupps anzutreffen sind, werden jedoch zusätzliche Zählerinnen und Zähler benötigt. Deshalb: Zählen Sie mit beim europaweiten Wochenende der Schwäne!
Auf der Internetseite des DDA haben wir weitergehende Informationen zusammengestellt. Dort finden Sie Informationen zum Hintergrund der Zählung, Erfassungsbögen sowie Hinweise zur Meldung der Daten. Wichtige Hinweise zur Erfassung von Schwänen (Jungvogelanteil, Habitatwahl) finden Sie auch in der Meldung vom 24.11.2014.
Wichtig: Wenn Sie zusätzliche Erfassungen planen und bislang nicht in die Wasservogelzählung etc. eingebunden sind (oder abseits Ihrer Zählgebiete zählen möchten), bitten wir Sie, sich VORHER an Ihren Koordinator zu wenden, damit Doppelzählungen vermieden werden und Zähllücken gezielt geschlossen werden können. Vielen Dank!
Übrigens: Der Bruterfolg der Zwergschwäne in der Brutzeit 2014 scheint im Vergleich zum Vorjahr geringer zu sein: Nach ersten vorläufigen Auswertungen der int. Erfassung am 6./7. Dezember lag der Jungvogelanteil für Deutschland bei unter 11 % (n = 4.000). Im vergangenen Jahr wurden 14,4 % Jungvögel ermittelt. Allen, die sich beteiligt haben, danken wir ganz herzlich für die Unterstützung!
Wir freuen uns auf Ihre Mithilfe an der europaweiten Schwanenzählung bei hoffentlich herrlichem Wetter am 17./18. Januar 2015!
Bitte beachten: Die Vögel sind nun ein Jahr älter!
Das Alter der Vögel wird in sogenannten Kalenderjahren angegeben. Vögel, die im Jahr 2014 geschlüpft sind, sind damit seit dem 1. Januar 2015 nicht mehr im 1. KJ / diesjährig, sondern nun im 2. KJ / vorjährig. Vögel mit Jahrgang 2013 sind nun im 3. Kalenderjahr etc. Wir möchten Sie bitten, das bei der Altersangabe unbedingt zu beachten.