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Freitag, 5. April 2013
avinews
Schelladler Tõnn ist wieder unterwegs!
Bereits zum 10. Mal wird der besenderte Schelladler Tõnn in diesen Tagen voraussichtlich den deutschen Luftraum durchqueren. Jedes Jahr gibt er den deutschen Vogelbeobachterinnen und -beobachtern sowohl auf dem Wegzug in Richtung seines spanischen Winterquartiers als auch auf den Heimzug nach Nordeuropa die Chance... doch bislang hat ihn hierzulande noch niemand entdecken können. Er trägt deshalb mittlerweile auch den Spitznamen „Phantomadler“.
Exakt am selben Tag wie im letzten Jahr hat Tõnn diesmal am 26. März die spanische Mittelmeerküste verlassen. Auch seine bisher eingeschlagene Route deckt sich fast genau mit seinem Zugweg im Frühjahr 2012. Im letzten Jahr wählte er anfangs einen leichten Bogen durch das Binnenland über Saragossa und Toulouse, während er diesmal küstennah quer durch Katalonien geflogen ist. Ab Valence, südlich von Lyon, sind die beiden Strecken dann quasi identisch. Über Genf und Bern ging es weiter in Richtung Nordosten und damit der deutschen Grenze. Aktuell stammt Tõnns letzte Ortung vom 4.4. aus einem Wäldchen bei Münchwilen im Schweizer Kanton Aargau, nur rund 1 Kilometer südlich der Grenze. Vielleicht hält er sich also derzeit schon in Deutschland auf. Im letzten Jahr querte er Süddeutschland innerhalb von etwa zwei Tagen. Hält er sich weiter an seinen Kurs aus dem Vorjahr, so stehen vor allem entlang der Linie Bodensee-Ulm-Regensburg die Chancen gut. Im Vergleich zum letzten Jahr lässt es Tõnn allerdings bisher relativ ruhig angehen. So legte er in den letzten Tagen durchschnittlich nur knapp 150 Kilometer pro Tag zurück. Die derzeit noch eher winterlichen Verhältnisse in weiten Teilen Deutschlands werden ihn vermutlich nicht zu einem schnelleren Weiterzug animieren. Die Chancen könnten in diesem Jahr also etwas besser stehen.
Wir berichteten im vergangenen Herbst von Tõnns Geschwister Tore, einem ebenfalls besenderten Schelladler, der über Deutschland zog und im Rheindelta auch beobachtet wurde. Leider wurden Mitte Dezember 2012 aus der Schweiz letztmalig Signale seines Satellitensenders übertragen. Hoffen wir, dass einfach nur sein Sender defekt ist und er weiter unterwegs ist.
Bitte melden Sie Ihre Beobachtungen bei ornitho (und vergessen Sie bei ziehenden Vögeln nicht, Uhrzeit und Zugrichtung mit anzugeben!).
Der Winter 2012/13 zeichnete sich durch einen Wechsel aus kalten und milden Phasen, der geringsten Sonnenscheindauer seit Beginn der Aufzeichnungen sowie gebietsweise viel Regen und Schnee aus. Trotz oft nicht sehr einladender Bedingungen für Vogelbeobachtungstouren wurden von Dezember bis Februar über ornitho insgesamt mehr als 670.000 Beobachtungen gesammelt, die einen guten Überblick über das vogelkundliche Geschehen in den Wintermonaten 2012/13 geben. In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Der Falke“ blicken wir auf die Monate Dezember bis Februar zurück.
Die auffälligsten Ereignisse waren der Einflug der Seidenschwänze, die vor allem im Osten und Süden häufiger beobachtet wurden als in den Vorjahren, sowie das überdurchschnittliche Auftreten von Samtenten im Binnenland. Daneben haben wir mit dem Singschwan einen typischen Wintergast etwas näher beleuchtet, bei dem erfreulich viele Melderinnen und Melder zwischen Jung- und Altvögeln differenzierten.
Den Beitrag „Vögel in Deutschland aktuell: Winter 2012/13“ können Sie hier als PDF herunterladen. Alle weiteren Beiträge finden Sie unter Publikationen und Auswertungen.
Das komplette Falke-Heft 04/2013 mit vielen weiteren Beiträgen, u.a. über das Zugverhalten von Kuckucken, den Einfluss von Katzen auf unsere Vogelwelt und die erfolgreiche Brut eines Uhupaares am Osnabrücker Dom, können Sie über die Internetseite von „Der Falke“ beziehen.
Viel Spaß beim Lesen wünscht das Team von ornitho.de und ornitho.lu!
Foto: Samtente. Lutz Ritzel
aufgegeben von Christopher König
Donnerstag, 14. März 2013
technews
ornitho-Hinweise zum Frühjahr 2013
Die ersten Uferschnepfen und Knäkenten sind inzwischen angekommen, auch die erste Rauchschwalbe wurde bereits gesehen. Mindestens ebenso stark wie es die Vögel in die Brutgebiete zieht, so zieht es uns raus in die Natur. Wir möchten deshalb den Beginn der beobachtungsreichsten Jahreszeit nutzen, um Ihnen einige Hinweise zur Benutzung zu geben, so dass Sie hoffentlich noch mehr Freude an der Benutzung haben und die gesammelten Daten für wissenschaftliche Auswertungen sowie Naturschutzfragen bestmöglich genutzt werden können.
Auch wenn es viele Beobachter (verständlicherweise) offensichtlich zunächst lieber auf eigene Faust versuchen, empfehlen wir allen zum eigenen Vergnügen die Lektüre der Benutzeranleitung! Dort finden Sie weitergehende Informationen auch zu allen nachfolgend aufgeführten Punkten.
Brutzeitcodes und ihre Verwendung
Um detaillierte Informationen über die Verbreitung von Brutvögeln zu bekommen, werden Sie während der Brutzeit einer Art automatisch aufgefordert, einen Brutzeitcode anzugeben. Bei den Brutzeitcodes handelt es sich um Angaben zum Status als Brutvogel, die Sie zu Ihren Beobachtungen immer angeben sollten, wenn Sie den Codes entsprechende Verhaltensweisen festgestellt haben. Die 20 Codes sind international standardisiert. Ihnen ist ein Buchstabe vorangestellt, der die Wahrscheinlichkeit einer tatsächlichen Brut ausdrückt:
A = mögliches Brüten / Brutzeitfeststellung
B = wahrscheinliches Brüten / Brutverdacht
C = sicheres Brüten / Brutnachweis.
Wichtig: Die Informationen der Brutzeitcodes werden z.B. für Auswertungen zur Brutverbreitung verwendet. Bitte geben Sie Brutzeitcodes daher nur dann an, wenn die beobachteten Verhaltensweisen auch tatsächlich auf ein mögliches, wahrscheinliches oder sicheres Brüten hinweisen. Ein Trupp von Rabenkrähen auf einem Acker kann deshalb keinen Brutzeitcode bekommen.
Wählen Sie deshalb bitte im Zweifelsfalle „Ignorieren“ (= kein Brutzeitcode), wenn Sie während der Brutzeit zur Eingabe eines Brutzeitcodes aufgefordert werden. "Ignorieren" ist vorausgewählt, so dass Sie nur "Enter" drücken müssen.
Ziehende Vögel: Bitte Uhrzeit und Zugrichtung angeben!
Die Grundinformationen bei der Beobachtungseingabe sind Datum, Art, Gesamtanzahl und Ort. Jede weitere Information wertet eine Beobachtung jedoch auf und ermöglicht weitergehende Auswertungen. Wir bitten Sie deshalb, möglichst viele Zusatzangaben zu machen.
Die Angabe der Uhrzeit ist insbesondere bei ziehenden Vögeln eine sehr wichtige und für die Datenauswertung notwendige Zusatzinformation. Nur darüber lässt sich erkennen, ob es sich z.B. bei zwei Fischadlern an einem Tag in einem Gebiet um dasselbe Individuum oder zwei unterschiedliche Individuen gehandelt hat. Die Uhrzeit kann in der Eingabemaske direkt hinter dem Datum in dasselbe Feld eingetragen werden, z. B. „10.03.2013 09:00“ (also: Leerzeichen und dann die Uhrzeit in 24 Std.-Angabe). Neben der Angabe der Uhrzeit ist bei ziehenden Vögeln auch die Angabe der Zugrichtung unter „Präzisierung der Beobachtung“ wichtig. Bitte trennen Sie eindeutig ziehende und rastende Vögel bei der Eingabe und melden diese getrennt.
Eingabe von Alter und Geschlecht
Angaben zum Alters- und Geschlechterverhältnis oder zur Anzahl der Jungvögel ermöglichen vielfältige weitergehende Auswertungen. Falls Sie (ggf. auch nur einen Teil) differenziert haben, geben Sie diese bitte unter den Optionalen Angaben in den dafür vorgesehenen Feldern ein (und nicht im Bemerkungsfeld!). Beispiel: Sie haben eine Kranich-Familie mit 2 Alt- und 2 Jungvögeln beobachtet, dann tragen Sie unter "Gesamtsumme" 4 ein und bei den Optionalen Angaben als Anzahl 2 und unter Alter „adult“ ein. Um nun auch die Jungvögel anzugeben, muss man in der Eingabemaske auf die blaue Schrift "Detailangaben für weitere Vögel anfügen" klicken, sodass eine weitere Eingabezeile erscheint. Hier kann dann als Anzahl 2 und bei Alter "1. KJ / diesjährig" eingetragen werden (oder "Pullus / nicht-flügge", wenn sie noch nicht flugfähig waren). Genauso kann bei der Eingabe von Männchen und Weibchen vorgegangen werden. Es lassen sich beliebig viele Reihen für Detailangaben hinzufügen.
Alternativ finden Sie seit einigen Monaten darunter ein Feld, über das Sie die Detailangaben sehr schnell und einfach eintragen können. Mit einem Klick in das Feld öffnet sich ein Hinweis, wie die Detailangaben in das Feld eingetragen werden müssen.
Bitte die Tageslisten-Funktion benutzen!
In ornitho gibt es zwei grundsätzlich verschiedene Möglichkeiten, Beobachtungen zu melden:
Meldung ausgewählter einzelner, einem interessant erscheinender Beobachtungen, d.h. die Übermittlung von subjektiv ausgewählten Beobachtungen,
Meldung aller während eines Beobachtungsgangs in einem Gebiet festgestellten Arten, d.h. eine systematische (und damit wertvollere), aber auch aufwändigere Art der Datenübermittlung („Tageslisten“).
Bei den Tageslisten handelt es sich um sog. Checklisten, in die man alle Arten einträgt, die bei einem Beobachtungsgang in einem Gebiet an einem Tag entdeckt wurden. Da alle angetroffenen Arten notiert werden, kann der Rückschluss gezogen werden, dass alle anderen Arten nicht beobachtet wurden (dass sie evtl. anwesend waren, aber nicht entdeckt wurden, ist ein anderes Problem, um das sich aber Statistiker kümmern können). Daten aus Tageslisten sind für die korrekte Darstellung der Phänologie sowie für Auswertungen zu Bestandsveränderungen sehr wertvoll. Bitte füllen Sie daher Tageslisten aus, wann immer Sie Zeit dazu haben, vor allem aber, wenn Sie ohnehin alle Arten erfassen!
Nicht immer hat man Zeit / Lust, alle anwesenden Vogelarten zu notieren, sondern konzentriert sich auf die weniger häufigen und seltenen. Um dem Rechnung zu tragen, unterscheiden wir in ornitho zwischen Tageslisten für
1. prioritäre Arten (weitere Informationen siehe Infoblatt Nr. 4),
2. alle Arten.
Wenn Sie in einem Gebiet beobachten gehen, melden Sie bitte die Daten zumindest als Tagesliste für die prioritären Arten. Selbst wenn Sie nicht alle Arten notiert haben, werden Sie schnell feststellen, dass Sie für die anderen prioritären Arten zumindest angeben können, ob sie anwesend waren. Denn bei den a- und b-Arten handelt es sich fast immer auch um jene, die man ohnehin intuitiv melden würde.
Beobachtungen präzisieren
In der Liste „Präzisierung der Beobachtung“ sind wichtige, sich gegenseitig ausschließende Verhaltensweisen aufgeführt, die für die Auswertung bzw. aus Naturschutzgründen bedeutsam sind, z. B. wie oben bereits erwähnt die Zugrichtung, ob es sich um einen Schlaf- oder Mauserplatz oder einen Totfund handelt. Wir haben uns bewusst auf Angaben konzentriert, die für Auswertungen tatsächlich relevant sind und die sich nicht mit den Brutzeitcodes überschneiden. Alle weiteren Informationen (z.B. „rüttelnd“ oder „kreisend“) können in den Bemerkungen angegeben werden.
Viele spannende Beobachtungen in den kommenden Wochen wünschen
Gilles Biver, Christopher König und Johannes Wahl
für das Team von ornitho.de und ornitho.lu
PS: Vielen Dank an alle Melderinnen und Melder, die sich auf unseren Aufruf zur Mitarbeit am Monitoring häufiger Brutvögel gemeldet haben. Es konnten in diesem Frühjahr bereits fast 70 neue Probeflächen vergeben werden. Wir wünschen allen einen guten Start in die Kartiersaison!
Singdrossel-Foto: T. Kirchen
aufgegeben von Christopher König
Dienstag, 12. Februar 2013
avinews
Das Monitoring häufiger Brutvögel startet in die neue Saison – machen Sie mit!
Mit den längeren Tagen sind bei Amseln, Kleibern, Heckenbraunellen oder Meisen die Frühlingsgefühle nicht mehr zu überhören. Keine Frage, trotz der derzeit noch kalten Temperaturen haben die Vorbereitungen für die Brutzeit bei vielen Arten bereits begonnen. Aber auch bei uns laufen die Vorbereitungen auf die Brutzeit 2013 auf Hochtouren, denn am 10. März beginnt die Kartiersaison des Monitorings häufiger Brutvögel.
Seit 1989 werden die Bestandsentwicklungen aller häufigen Brutvogelarten mithilfe standardisierter Methoden überwacht, um u.a. die Frage „Wie entwickeln sich die Brutbestände weit verbreiteter, häufiger Vogelarten?“ beantworten zu können. Seit 2004 finden die Erfassungen auf bundesweit repräsentativen, 1x1 km-großen Probeflächen statt, auf denen zwischen März und Juni 4 Begehungen entlang einer ca. 3 km langen Route durchgeführt werden.
Vielfältiger Einsatz der Ergebnisse für den Naturschutz
Die Ergebnisse des Programms werden jährlich im Bericht „Vögel in Deutschland“ fortgeschrieben und sie fließen u.a. in den Indikator „Artenvielfalt und Landschaftsqualität“ der Bundesregierung (→ BfN) sowie Indikatoren auf europäischer Ebene ein, u.a. den „European Farmland Bird“-Indikator (→ EBCC), der von der EU-Kommission als Referenz für eine nachhaltige Nutzung der Agrarlandschaft herangezogen wird.
Machen Sie mit!
Der zeitliche Aufwand je Probefläche beträgt für die vier Begehungen zwischen März und Juni inkl. der Auswertung der Daten 30–40 Stunden. Bundesweit stehen 2.637 Probeflächen zur Verfügung, von denen bereits rund 1.500 vergeben werden konnten. Es gibt somit noch reichlich Beteiligungsmöglichkeiten zwischen Rügen und Bodensee! Wo es noch freie Probeflächen in Ihrer Nähe gibt und wie diese beschaffen sind, können Sie über das Informationssystem „Mitmachen beim Monitoring häufiger Brutvögel!“ ganz einfach erkunden. Am besten Sie sehen direkt einmal nach, denn bis spätestens zum 10. März sollten Sie sich entschieden haben, wenn Sie dieses Jahr noch mitmachen möchten:
Sven Trautmann im Namen aller landesweiten Koordinatoren
aufgegeben von Johannes Wahl
Donnerstag, 10. Januar 2013
avinews
Vögel in Deutschland aktuell: Herbst 2012
Alle drei Monate blicken wir in der Zeitschrift „Der Falke“ auf die vergangene Jahreszeit zurück, zuletzt im Oktober auf die Sommermonate. In der Januar-Ausgabe beleuchten wir die Geschehnisse in den Monaten September bis November.
Der Herbst ist für Vogelbeobachterinnen und -beobachter eine besonders spannende Jahreszeit. 2012 hat diese Periode keinesfalls enttäuscht: Für einige häufigere Vogelarten wie Ringeltaube, Blaumeise, Buch- und Bergfink zogen in ungewöhnlich hohen Anzahlen durch, und auch die seltenen Gäste und Ausnahmeerscheinungen tauchten zahl- und artenreich hierzulande auf. Ein ostasiatischer Kronenlaubsänger auf Helgoland war dabei die wohl größte Überraschung. In unserem Rückblick sehen wir uns auch das Auftreten von Raubseeschwalben sowie des aus Sibirien stammenden Gelbbrauen-Laubsängers in den Herbstmonaten näher an.
Das komplette Falke-Heft 01/2013 mit vielen weiteren Beiträgen u.a. über den „Vogel des Jahres 2013“, die Bekassine, den Einfluss von Silvesterfeuerwerk auf Vögel und die illegale Jagd auf Amurfalken in Indien, können Sie über die Internetseite von „Der Falke“ beziehen.
Viel Spaß beim Lesen wünscht das Team von ornitho.de und ornitho.lu!
Foto: Gelbbrauen-Laubsänger. Lutz Ritzel.
aufgegeben von Christopher König
Freitag, 4. Januar 2013
tipnews
Europaweite Kormoran-Schlafplatzzählung 12./13. Januar 2013 – machen Sie mit!
Über keine andere Vogelart wurde seit den 1990er Jahren mehr und kontroverser diskutiert als über den Kormoran. Ein wesentlicher Streitpunkt waren und sind die Bestandsangaben. Unter Federführung der Cormorant Research Group von Wetlands International findet deshalb im Rahmen eines von der EU-Kommission geförderten Projektes am 12./13. Januar 2013 erneut eine europaweit synchrone Erfassung der Kormoran-Schlafplätze statt. Die Ergebnisse der ersten europaweiten Erfassung 2003 sowie weitergehende Informationen finden Sie unter www.dda-web.de/kormoran2013
Machen Sie mit!
Für die europaweite Kormoran-Schlafplatzzählung werden in vielen Regionen noch Zählerinnen und Zähler gesucht, die zur Entlastung beitragen und die Kontrolle von Ausweich-Schlafplätzen und zusätzlichen Gewässern übernehmen können. Die Erfassung ist in vielen Fällen einfach, wenn man ein paar Grundregeln beachtet. Auch wenn Sie sich noch nicht beteiligt haben oder Ihnen kein Schlafplatz bekannt ist, können Sie sich an dieser europaweiten Zählung beteiligen!
Wichtig: Sofern Sie Interesse haben und bislang nicht an der Kormoran-Schlafplatzzählung beteiligt sind, wenden Sie sich bitte unbedingt VORAB an die Koordinatorin oder den Koordinator Ihres Bundeslandes. Nur so können unnötige Doppelerfassungen bzw. nicht erfasste Schlafplätze vermieden werden. Die Koordinatoren nehmen auch gerne Hinweise auf (mögliche) Kormoran-Schlafplätze entgegen.
Bitte beachten Sie, dass eine Eingabe in ornitho.de NICHT das Ausfüllen des Zählbogens ersetzt, da dort die speziellen Informationen zum Schlafplatz nicht übermittelt werden können.
Wir freuen uns auf Ihre Unterstützung!
Johannes Wahl und Jan Kieckbusch im Namen der Landeskoordinatorinnen und -koordinatoren
Kormorane am Schlafplatz in der Abenddämmerung. Wenn die Bäume unbelaubt sind, lassen sich die Kormorane sehr exakt zählen. Foto: T. Dolich
aufgegeben von Johannes Wahl
Dienstag, 1. Januar 2013
tipnews
Vogel des Jahres 2013: Die Bekassine – Bitte melden Sie Ihre Beobachtungen!
Die als Brutvogel vom Aussterben bedrohte Bekassine wurde zum „Vogel des Jahres 2013“ gekürt. In Deutschland leben heute nur noch 5.500 bis 6.700 Brutpaare. Damit hat sich der Bestand innerhalb von 25 Jahren etwa halbiert. Vergleicht man das von der Bekassine besiedelte Areal zu Zeiten der ersten bundesweiten Brutvogelkartierung „um 1985“ (RHEINWALD 1993) mit den aktuellen Ergebnissen aus dem Atlas Deutscher Brutvogelarten (ADEBAR) aus den Jahren 2005-2009, so wird deutlich, dass die Bekassine unter allen Brutvogelarten Deutschlands diejenige ist, die den größten Lebensraumverlust hinnehmen musste.
Bekassinen sind ganzjährig bei uns anzutreffen. Die höchsten Bestände (geschätztes Rastmaximum 50.000-150.000 Ind.) werden während der Zugzeiten (vor allem im Herbst) erreicht, wenn die Brutvögel Nord- und Osteuropas auf dem Zug zwischen diesen und ihren west- und südeuropäischen Überwinterungsgebieten bei uns rasten. Auch im Winter, insbesondere wenn dieser mild beginnt, sind Bekassinen in beachtlicher Anzahl bei uns zu beobachten. Wo und wie viele, ist aber weitgehend unbekannt.
Die große Aufmerksamkeit, die die Bekassine als Jahresvogel 2013 erhält, wollen wir gemeinsam mit dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) nutzen, um den Kenntnisstand auch außerhalb der Brutzeit zu verbessern. Wir bitten deshalb alle Beobachterinnen und Beobachter, jeden Bekassinen-Nachweis bei ornitho zu melden! Bitte machen Sie dabei möglichst häufig eine Bestandsangabe. Oft ist es schwierig, teils auch nicht möglich, die Bekassinen genau zu zählen oder es fehlt die Zeit für eine genaue Erfassung. Doch auch Schätzungen oder Mindestangaben liefern wichtige Informationen. Vielen Dank!
Auf der Startseite von ornitho finden Sie eine Karte mit den Nachweisen der Bekassine im Jahr 2013. So können Sie tagesaktuell neben Ihren eigenen Beobachtungen auch die aller anderen einsehen und so mitverfolgen, wie sich nach und nach ein immer vollständigeres Bild ergibt.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
Ihr ornitho-Team
Foto: R. Mayer
aufgegeben von Christopher König
Dienstag, 1. Januar 2013
technews
Bitte beachten: Die Vögel sind nun ein Jahr älter!
Das Alter der Vögel wird in sogenannten Kalenderjahren angegeben. Vögel, die im Jahr 2012 geschlüpft sind, sind damit seit dem 1. Januar 2013 nicht mehr im 1. KJ / diesjährig, sondern nun im 2. KJ / vorjährig. Vögel mit Jahrgang 2011 sind nun im 3. Kalenderjahr etc. Wir möchten Sie bitten, das bei der Altersangabe unbedingt zu beachten.
Herzlichen Dank sagt
das Team von ornitho.de und ornitho.lu
aufgegeben von Christopher König
Montag, 24. Dezember 2012
technews
Ein frohes Weihnachtsfest und alles Gute für das Jahr 2013!
Ornitho.de und ornitho.lu haben ein unglaubliches Jahr hinter sich: Im Jahr 2012 gingen mehr als 2,8 Millionen Daten ein, täglich kommen mehrere Tausend dazu! Der gesamte Datenbestand umfasst damit mittlerweile weit mehr als 3,1 Millionen Daten. Dass bereits nach gut einem Jahr Laufzeit so viele Personen eine solche Fülle von Daten zusammentragen, hätten wir nicht zu träumen gewagt! Unser besonderer Dank gilt
den mehr als 6.800 Nutzerinnen und Nutzern von ornitho.de/ornitho.lu aus ganz Deutschland und Luxemburg sowie einigen weiteren Ländern, die das Portal durch die tägliche Meldung von bis zu 18.000 Beobachtungen unterstützen,
den in mehr als 350 der insgesamt rund 400 Landkreisen und kreisfreien Städte Deutschlands aktiven Regionalkoordinatoren, die eine gewaltige Arbeit vollbringen, indem sie die Ortsbezeichnungen verwalten, neue Einträge laufend auf Plausibilität kontrollieren, viele Rückfragen stellen und damit einen großen Beitrag zur Qualitätskontrolle und zu einer weitgehend fehlerfreien Datensammlung leisten,
Gaëtan Delaloye, der im Hintergrund eine unglaublich Leistung erbringt und dafür sorgt, dass ornitho.de/ornitho.lu so schnell und zuverlässig läuft sowie
allen landesweiten Fachverbänden, den vielen regionalen Arbeitsgemeinschaften, den Avifaunistischen Kommissionen sowie den Staatlichen Vogelschutzwarten und dem Bundesamt für Naturschutz für ihre Unterstützung, ohne die das Portal in dieser Form nicht existieren könnte.
Wir wünschen allen Beobachterinnen und Beobachtern ein fröhliches Weihnachtsfest sowie einen gesunden und optimistischen Start ins Jahr 2013 - in der Hoffnung, dass dieses auch ornithologisch wieder die eine oder andere schöne Überraschung für Sie bereithält!
Für Team von ornitho.de und ornitho.lu
Gilles Biver, Christopher König und Johannes Wahl
aufgegeben von Christopher König
Freitag, 21. Dezember 2012
tipnews
Erste Ausgabe von „Seltene Vögel in Deutschland“
Seit dem 1. Januar 2011 setzt die Deutsche Avifaunistische Kommission (DAK) als inhaltlich unabhängiger Fachausschuss im Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) e.V. die Arbeit der Deutschen Seltenheitenkommission (DSK) in enger Zusammenarbeit mit den Landeskommissionen auf Bundesebene fort. Ihre Jahresberichte erscheinen künftig in der neuen Reihe „Seltene Vögel in Deutschland“, die sich optisch eng an die seit 2007 jährlich erscheinenden Statusberichte „Vögel in Deutschland“ anlehnt. Neben dem Bericht der Kommission über die bundesweit dokumentationspflichtigen Beobachtungen eines Jahres (das auch als Nummerierung der einzelnen Ausgaben dient) gehören Artikel rund um das Thema „seltene Vögel“ zum Inhalt der neuen Reihe.
Die erste Ausgabe von Seltene Vögel in Deutschland behandelt das Jahr 2010 und umfasst 72 Seiten. Im ersten Beitrag über Geschichte, Aufgaben und Arbeitsweise der Seltenheitenkommissionen in Deutschland werden die Leserinnen und Leser an das Thema herangeführt. Im Detail wird darin noch einmal dargestellt, worauf bei der Dokumentation einer Seltenheit zu achten ist.
Im Kernbeitrag des Heftes werden die Nachweise seltener Vogelarten in Deutschland im Jahr 2010 veröffentlicht. Zu den Highlights dieses Jahrgangs gehören zweifelsohne der zweite Nachweis des Saharasteinschmätzers in Deutschland sowie der zweite als Wildvogel eingestufte Krauskopfpelikan. Es glückte darüber hinaus der fünfte Nachweis des Blauwangenspints. Diese und mehrere hundert weitere Nachweise werden detailliert und mit zahlreichen Fotos und ergänzenden Grafiken und Karten präsentiert.
Ein Artikel von Stefan Stübing und Thomas Sacher beschäftigt sich mit dem Vorkommen des Zwergsumpfhuhns in Deutschland. Dieses galt, abgesehen von einem Brutnachweis 1983, seit 1962 für rund vier Jahrzehnte als ausgestorben. In den letzten Jahren trat die Art jedoch erfreulicher Weise wieder als Brutvogel auf. In dem Beitrag werden die Nachweise in Deutschland und den umliegenden Ländern zusammengestellt und im Hinblick auf die mögliche Herkunft der Brutvögel diskutiert.
Das Auftreten der Rötelschwalbe in Deutschland wird ebenfalls genauer untersucht und in einem Artikel von Jan Ole Kriegs, Fabian Bindrich und Hans H. Dörrie vorgestellt. Erst seit ungefähr 20 Jahren taucht diese attraktive südliche Schwalbenart nahezu alljährlich und zuletzt auch immer häufiger bei uns auf. Die Autoren stellen einen Zusammenhang zwischen dem Auftreten der Rötelschwalbe in Deutschland und den Bestandsentwicklungen in Südeuropa her.
Abgerundet wird der Band von einem Beitrag über die Veränderungen der nationalen Meldeliste zum 1.1.2011, der seither gültigen Meldeliste sowie einer Übersicht über die Avifaunistischen Landeskommissionen, deren Adressen und teils neu definierte Zuständigkeitsbereiche.
Die ansprechend gestaltete und reich bebilderte erste Ausgabe von „Seltene Vögel in Deutschland“ kann zum Preis von 9,80 € zzgl. Versandkosten bestellt werden bei: