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Dienstag, 6. März 2012
tipnews
Volkszählung beim Rotmilan – Machen Sie mit!
Seit den letzten Februartagen häufen sich im gesamten Bundesgebiet Beobachtungen des Rotmilans, nachdem nur wenige Tiere die kalte Jahreszeit in unseren Breiten verbracht haben. In den kommenden Tagen werden die Milane wieder ihre Reviere besetzen und während der Balz mit akrobatischen Luftspielen und spektakulären Sturzflügen so manche/n Beobachter/in begeistern.
Bundesweite Rotmilankartierung 2012
Der DDA ruft auch in diesem Jahr wieder zur Erfassung des Rotmilans auf, um die im letzten Jahr begonnene bundesweite Kartierung zu vervollständigen und abzuschließen. Ziel ist es, auf möglichst großer Fläche Revierzentren (Brutwälder) sowie – wenn möglich – die Horststandorte und den Bruterfolg zu ermitteln. Diese Daten werden für eine geplante umfassende Gefährdungsanalyse benötigt, bei der die Lebensraumausstattung, die Auswirkungen der Landnutzung auf Bruterfolg und Habitatqualität und der Erfolg von Schutzmaßnahmen bewertet werden sollen.
Machen Sie mit!
Unterstützen Sie unsere Arbeit zum Schutz dieses eleganten Greifvogels! Alles was Sie benötigen, ist ein Fernglas und etwa 5-10 Stunden Zeit für drei Geländebegehungen zwischen Mitte März und Mitte Mai, bei denen Rotmilane und deren Brutwälder erfasst werden. Sofern es ihre Zeit zulässt, sollen darauf aufbauend die Horste gesucht und an zwei Terminen der Bruterfolg ermittelt werden.
Alle wichtigen Informationen rund um die bundesweite Rotmilankartierung haben wir für sie in einem Kartierleitfaden zusammengefasst, den sie zusammen mit weiteren Informationen auf den Internetseiten des DDA finden:
Das Monitoring häufiger Brutvögel startet in die neue Saison – machen Sie mit!
Seit dem Ende des kurzen, aber heftigen Winters sind bei Amseln, Sing- und Misteldrosseln, Kleibern, Heckenbraunellen oder Meisen die Frühlingsgefühle nicht mehr zu überhören. Keine Frage, spätestens mit den milden Temperaturen der letzten Tage haben die Vorbereitungen für die Brutzeit bei vielen Arten begonnen. Aber auch bei uns laufen die Vorbereitungen auf die Brutzeit 2012 auf Hochtouren, denn am 10. März beginnt die Kartiersaison des Monitorings häufiger Brutvögel.
Seit 1989 werden die Bestandsentwicklungen aller häufigen Brutvogelarten mithilfe standardisierter Methoden überwacht, um u.a. die Frage „Wie entwickeln sich die Brutbestände weit verbreiteter, häufiger Vogelarten wie Amsel, Kohlmeise oder Ringeltaube?“ beantworten zu können. Seit 2004 finden die Erfassungen auf bundesweit repräsentativen, 1x1 km-großen Probeflächen statt, auf denen zwischen März und Juni 4 Begehungen entlang einer ca. 3 km langen Route durchgeführt werden.
Vielfältiger Einsatz der Ergebnisse für den Naturschutz
Die Ergebnisse des Programms werden jährlich im Bericht „Vögel in Deutschland“ fortgeschrieben und sie fließen u.a. in den Indikator „Artenvielfalt und Landschaftsqualität“ der Bundesregierung (→ BfN) sowie Indikatoren auf europäischer Ebene ein, u.a. den „European Farmland Bird“-Indikator (→ EBCC), der von der EU-Kommission als Referenz für eine nachhaltige Nutzung der Agrarlandschaft herangezogen wird.
Machen Sie mit!
Der zeitliche Aufwand je Probefläche beträgt für die vier Begehungen zwischen März und Juni inkl. der Auswertung der Daten 30–40 Stunden. Bundesweit stehen 2.637 Probeflächen zur Verfügung, von denen bereits rund 1.400 vergeben werden konnten. Es gibt somit noch reichlich Beteiligungsmöglichkeiten zwischen Rügen und Bodensee! Wo es noch freie Probeflächen in Ihrer Nähe gibt und wie diese beschaffen sind, können Sie über das Informationssystem „Mitmachen beim Monitoring häufiger Brutvögel!“ ganz einfach erkunden. Am besten Sie sehen direkt einmal nach, denn bis spätestens zum 20. März sollten Sie sich entschieden haben, wenn Sie dieses Jahr noch mitmachen möchten:
Sven Trautmann
im Namen aller landesweiten Koordinatoren
aufgegeben von Johannes Wahl
Donnerstag, 9. Februar 2012
avinews
Vom Wintereinbruch überrascht: Arktische Bedingungen im Wattenmeer erhöhen die Sterblichkeit der überwinternden Wasservögel
Arktische Bedingungen während der letzten zwei Wochen lassen das Wattenmeer fast vollständig im Eis erstarren. Dies führt wahrscheinlich zu erhöhter Sterblichkeit bei den im Wattenmeer überwinternden Wasservögeln, vermuten die Experten des “Joint Monitoring of Migratory Birds” (JMMB). Seit über 20 Jahren koordinieren sie zusammen mit dem Gemeinsamen Wattenmeersekretariat ein Programm zur Zählung der Rastvögel im Wattenmeer. Das Engagement vieler ehrenamtlicher Vogelzähler und professioneller Ornithologen rund um das Wattenmeer ermöglicht mehrere koordinierte Zählungen im Jahr, die die Basis für die Trendberechnungen bilden.
Viele Wasservögel leiden unter der schlechten Erreichbarkeit der Nahrung und dem sehr starken Frost, was möglicherweise viele Vögel nicht überleben werden. Die meisten Vögel haben daher das Wattenmeer verlassen und sind weiter nach Süden in wärmere Regionen gezogen. Im Gegensatz zu den beiden vorangegangenen Wintern verlief dieser Winter anfangs sehr mild ohne jeglichen Frost. Daher blieben z.B. viele Weißwangengänse, Brandgänse, Pfeifenten, Austernfischer, Kiebitzregenpfeifer, Knutts, Alpenstrandläufer, Brachvögel und sogar Goldregenpfeifer und Kiebitze im Wattenmeer und versuchten hier zu überwintern. Zusätzlich trieben die Stürme der vergangenen Tage ungewöhnlich viel Dreizehenmöwen und Zwergmöwen an die Küste, es wurden sogar so seltene Arten wie Eis- und Polarmöwen beobachtet.
Der plötzliche Wintereinbruch hat die Vögel völlig überrascht. Am 26. Januar begann die Kälteperiode verbunden mit starken Ostwinden, was dazu führte, dass fast das gesamte Wattenmeer von Dänemark bis in die Niederlande innerhalb weniger Tage vereiste. Mittlerweile sind die hoch gelegenen Wattflächen alle von einer mächtigen Eisschicht bedeckt. Die Vögel konzentrieren sich in den wenigen niedrig gelegenen Wattflächen, die noch eisfrei sind. Nur hier finden sie — wenn überhaupt — Nahrung. Die meisten Vögel haben daher das Wattenmeer geräumt. Vor allem Pflanzenfresser wie Gänse und Pfeifenten reagierten schnell und flogen zurück in mildere Regionen, aber auch die Zahl der Watvögel nahm sehr schnell ab. Tausende von Ringelgänsen, die gerade erst im nördlichen Wattenmeer angekommen waren, machten sofort wieder kehrt, als Ende Januar der Wintereinbruch begann.
Die extreme Kälte stellt für alle diese Vögel eine große Gefahr dar. So wurden nach der bisher kältesten Nacht vom 6. auf den 7. Februar mit unter Minus 15°C mehr als 90 tote Watvögel von freiwilligen Mitarbeitern der Schutzstation Wattenmeer an der Schleswig-Holsteinischen Küste vor allem vor Büsum und am Weststrand von Sylt gefunden. Es waren vor allem Austernfischer, aber auch zwei Knutts, 10 Alpenstrandläufer, ein Sanderling, fünf Rotschenkel und zwei Steinwälzer. Offensichtlich haben sie nicht genug Nahrung gefunden und hatten keine ausreichenden Fettreserven, so dass sie letztendlich erfroren sind.
Falls die Kältewelle anhält, ist zu erwarten, dass weitere Vögel verhungern und erfrieren. Besonders bei den Austernfischern könnte das sogar Auswirkungen auf die Population haben, denn der Bestand ist in den letzten 20 Jahren schon um 50% eingebrochen. Diese Art leidet zum einen in weiten Bereichen des Wattenmeeres unter Nahrungsmangel, der auf die bis vor wenigen Jahren noch durchgeführten Muschelfischerei im niederländischen Wattenmeer zurückzuführen ist, zum anderen hat sie hat sie schon länger keinen ausreichenden Bruterfolg mehr, wie durch das seit kurzem durchgeführte wattenmeerweite Bruterfolgsmonitoring deutlich wurde.
Detaillierte Informationen zu den Trends von 34 Rastvogelzahlen im Wattenmeer sind unter www.waddensea-secretariat.org/ zu finden. Zusammen mit Übersichtstafeln werden auf der Internetseite für jede Art die Trends im gesamten Wattenmeer und den vier Unterregionen graphisch dargestellt. Auf der gleichen Internetseite sind ebenfalls Trends für 26 Brutvogelarten im Wattenmeer zu finden.
Der Kälteeinbruch stellt für viele Wasservögel, wie diesen Rotschenkel, eine große Gefahr dar. Foto: Christoph Moning
aufgegeben von Christopher König
Mittwoch, 18. Januar 2012
technews
Herzlich willkommen: Lothringen Mitglied der ornitho-Familie
Kurz vor Weihnachten erhielt die ornitho-Familie weiteren Nachwuchs: Seit dem 20. Dezember ist die an das Saarland angrenzende französische Region Lothringen angeschlossen. Herzlich willkommen! Die Seite erreichen Sie unter www.faune-lorraine.org.
Bereits seit längerem aktiv ist die entsprechende Seite im Elsass, die Sie unter www.faune-alsace.org erreichen. Falls Sie in diesen avifaunistisch interessanten Regionen unterwegs sind, melden Sie bitte Ihre Beobachtungen fortan möglichst auf diesen Seiten. Meldungen auf ornitho.de bzw. ornitho.lu sind zwar grenznah ebenso möglich, die Daten stehen den französischen Kollegen jedoch nicht unmittelbar zur Verfügung.
Einen erfolgreichen Start von www.faune-lorraine.org wünscht
das Team von ornitho.de und ornitho.lu
aufgegeben von Johannes Wahl
Freitag, 13. Januar 2012
tipnews
46. Internationale Mittwinter- und Gänsezählung 2012
An diesem Wochenende schultern wieder viele Tausend Beobachter weltweit die Spektive, um im Rahmen des von Wetlands International organisierten International Waterbird Census (IWC) Wasservögel zu erfassen. Seit mit dem Winter 1966/67 die Zählungen auf eine neue organisatorische Basis gestellt wurden, werden alljährlich Mitte Januar in mehr als 25.000 Gebieten in über 100 Ländern auf allen Kontinenten die Wasservögel gezählt. Eine herausragende ehrenamtliche Gemeinschaftsleistung, die weltweit vermutlich ihresgleichen sucht. Mit über 2.000 Mitarbeitern alleine in Deutschland ist die Wasservogelzählung auch hierzulande das umfangreichste Erfassungsprogramm in der Vogelwelt.
Wasservögel überbrücken auf ihren Zugwegen jedes Jahr tausende von Kilometern zwischen Brut- und Überwinterungsgebieten. Der IWC ist eine wichtige Informationsquelle, bei der es nicht nur im die Schätzung der Populationsgrößen der Wasservögel geht. Die internationalen Synchronzählungen helfen auch dabei, Bestandsveränderungen und Verschiebungen der Rast- und Überwinterungsgebiete zu erkennen und deren Ursachen zu verstehen. Durch die gewonnenen Ergebnisse lässt sich das Wissen über Wasservogelarten und Feuchtgebiete verbessern, das die Grundlage für deren Schutz darstellt. Die Zählungen geben Auskunft über den Erhaltungszustand der Wasservogelarten und helfen, das Bewusstsein für die Bedeutung der Wasservögel und ihrer Feuchtgebiete auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene zu erhöhen.
Auch unter den Wasservogelarten lassen sich durch ornitho.de bereits sehr interessante Entwicklungen kartographisch darstellen. Die Nilgans hat sich wie keine andere Art in den letzten Jahren von den Niederlanden und dem Niederrhein ausgehend nach Süden und Osten ausgebreitet. Die aktuelle Verbreitungsgrenze nach Osten etwa bis zur Elbe tritt anhand der Nachweise aus dem Herbst und Winter deutlich zutage. Südwärts ist sie im Rheintal, entlang des Neckars sowie entlang des Mains vorgedrungen. Südlich bzw. östlich macht sie sich zumindest derzeit noch rar. Eine laufend aktualisierte Darstellung nach den Beobachtungen seit Januar 2011 zeigt diese Verbreitungskarte.
Grundsätzlich steht das Erfassungsprogramm der rastenden Wasservögel allen Interessierten offen – unabhängig davon, ob international, national oder lokal bedeutende Gebiete regelmäßig erfasst werden. Es sei ergänzend darauf hingewiesen, dass trotz der hohen Mitarbeiterzahl noch immer kleine Lücken in der Erfassung überregional bedeutender Rast- und Überwinterungsplätze bestehen. Da es sich bei den Wasservogelzählungen um eine standardisierte Erfassungsmethode handelt, werden die Ergebnisse nur von Orten, die auch als Zählgebiet registriert sind, gesammelt. Sollten Sie Interesse an der Mitarbeit bei künftigen Wasservogelzählungen haben, so kontaktieren Sie bitte Ihren zuständigen Koordinator (Liste der Koordinatoren und Ansprechpartner).
Wir würden uns freuen, wenn Sie dazu beitragen, das Bild über die Verbreitung der Vogelarten zu vervollständigen und Ihre Beobachtungen bei ornitho.de eingeben würden. Auch wenn Ihre Meldungen von Zufallsbeobachtungen aus den genannten Gründen nicht in die Ergebnisse des IWC eingehen können, würden wir uns über Ihre Wasservogeldaten sehr freuen. Auf diese Weise lassen sich die durch die internationale Zählung gewonnenen Ergebnisse mit den Zufallsbeobachtungen aus ornitho.de vergleichen und dadurch leichter interpretieren.
Auch die Daten Ihrer Wasservogelzählung – oder auch nur die „Highlights“ - können Sie sehr gerne dort eingeben. Wir bitten außerdem um Beachtung der aktuellen Studie zum Zugverhalten der Pfeifente, bei der Alters- und Geschlechterverhältnisse der Art erfasst werden sollen (siehe Nachricht vom 06.01.12).
Alle etablierten MitarbeiterInnen an den Wasservogelzählungen möchten wir aber darauf hinweisen, dass die Eingabe in das Portal ausdrücklich nicht die gewohnte Meldung an die zuständigen Koordinatoren ersetzt!
Großer Dank für die Beteiligung am diesjährigen International Waterbird Census gebührt schon jetzt den meist ehrenamtlich tätigen MitarbeiterInnen. Insbesondere sei auch den RegionalkoordinatorInnen für die unkomplizierte und allzeit hilfsbereite Zusammenarbeit gedankt. Ohne deren – auch zumeist ehrenamtliches – Engagement wären Aufbau und Unterhaltung einer derart umfangreichen Datensammlung nicht möglich gewesen.
Wir wünschen allen Vogelbeobachterinnen und Vogelbeobachtern bei den hervorragend vorhergesagten Beobachtungsbedingungen an diesem Wochenende viel Erfolg und spannende Beobachtungen!
Die am häufigsten erfasste und in nahezu allen Zählgebieten angetroffene Vogelart ist die Stockente. Foto: Mathias Putze
aufgegeben von Christopher König
Freitag, 6. Januar 2012
tipnews
Bitte um Mitarbeit: Europaweite Studie zur Alters- / Geschlechterverteilung bei der Pfeifente
Bei vielen Entenarten ziehen die Weibchen weiter nach Süden als die Männchen. Dadurch kommt es zu räumlichen Unterschieden im Geschlechterverhältnis in überwinternden Trupps. Zudem deuten Daten aus Frankreich darauf hin, dass bei Pfeifenten Jungvögel weiter ziehen als Altvögel.
Folgende Hypothesen werden hierfür diskutiert:
Die kleineren Weibchen sind schlechter an raue Wetterlagen angepasst und weichen daher weiter nach Süden aus.
Die Männchen überwintern möglichst nahe an den Brutgebieten, um möglichst frühzeitig zurückkehren und somit die besten Brutplätze besetzen zu können.
Die Dominanz der Männchen gegenüber den Weibchen bei der Nahrungsaufnahme zwingt letztere zum Ausweichen in südlichere Gebiete.
Vorläufige Untersuchungsergebnisse des Geschlechterverhältnisses in Tafelenten-Trupps stützen die Dominanz-Hypothese, allerdings wurde die Verteilung der Altersklassen und Geschlechter bei anderen Entenarten bisher noch nicht großräumig untersucht. Für die Pfeifente soll das nun in einer europaweiten Studie von Tony Fox und Carl Mitchell (Universität Aarhus) näher untersucht werden, die wir gerne unterstützen.
Wir möchten Sie daher bitten im Januar 2012, vorrangig vom 11. bis 25. Januar (um den Effekt von Zugbewegungen zu minimieren), soweit möglich Alters- und Geschlechterverhältnisse von Pfeifenten zu notieren und in ornitho.de einzutragen. Bei großen Trupps sind auch Stichproben sehr willkommen. Melden Sie dann bitte unter „Anzahl“ den gesamten Trupp und bei den Detailangaben die nach Alter- / Geschlecht differenzierten Individuen. Neben den Standardangaben ist vor allem das Rasthabitat von Interesse. Bitte melden Sie alle Daten punktgenau, d.h. als „Beobachtung mit exakter Lokalisierung“.
Wenn Sie in einem größeren Trupp eine stichprobenartige Auszählung vornehmen, dann gehen Sie am besten „Vogel für Vogel“ vor und ordnen jedem Vogel eine der folgenden fünf Kategorien zu (z.B. mit Hilfe einer Strichliste in einer kleinen Tabelle im Notizbuch):
junges Männchen( Abb. 2 in der Bestimmungshilfe). Bitte beachten: Jungvögel sind ab Januar als 2. KJ einzutragen!
Männchen, Alter unbestimmt
Weibchen (Abb. 3 in der Bestimmungshilfe; eine Altersdifferenzierung ist hier nicht möglich)
Unbestimmt (z.B. mausernde Vögel, bei denen das Geschlecht nicht sicher bestimmt werden konnte). Bitte beachten: Diese können Sie nicht in die Detailangaben in ornitho eintragen. Bitte beschränken Sie diese Angaben auf die nach Alter- / Geschlecht differenzierten Individuen.
Bitte wählen Sie Stichproben aus allen Teilen des Trupps (also z.B. nicht nur Vögel am Rand des Trupps). Es sollte auch immer die Gesamtzahl eines Trupps (bei großen Trupps reicht eine Schätzung) registriert werden, um einen möglichen Effekt von Truppgrößen auf das Alters- und Geschlechterverhältnis feststellen zu können.
Wichtig: Vermeiden Sie Doppelzählungen! Wird z.B. ein grasender Trupp gestört und fliegt zurück ins Wasser, beginnen Sie bitte von vorne oder nehmen Sie nur die bis dahin ausgezählten Vögel. Werden mehrere klar von einander abgrenzbare Trupps ausgezählt, sollten die Ergebnisse für jeden einzelnen Trupp getrennt notiert und diese separat (punktgenau) in ornitho eingetragen werden. So lässt sich abschätzen, wie sich die Verhältnisse verschiedener Trupps in einem Gebiet unterscheiden.
Sobald Ergebnisse vorliegen, werden wir hier darüber berichten.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung sagt im Namen von Tony Fox und Carl Mitchell
das Team von ornitho.de
Auf dem Durchzug und im Winter sind Pfeifenten in großer Zahl auch in Mitteleuropa zu beobachten. Foto: Hans Glader
aufgegeben von Christopher König
Sonntag, 1. Januar 2012
tipnews
Bitte beachten: Die Vögel sind nun ein Jahr älter!
Das Alter der Vögel wird in sogenannten Kalenderjahren angegeben. Vögel, die im Jahr 2011 geschlüpft sind, sind damit seit dem 1. Januar 2012 nicht mehr im 1. KJ / diesjährig, sondern nun im 2. KJ / vorjährig. Vögel mit Jahrgang 2010 sind nun im 3. Kalenderjahr etc. Wir möchten Sie bitten, das bei der Altersangabe unbedingt zu beachten.
Herzlichen Dank sagt
das Team von ornitho.de und ornitho.lu
aufgegeben von Christopher König
Samstag, 24. Dezember 2011
technews
Ein frohes Weihnachtsfest und alles Gute für das Jahr 2012!
Ornitho.de und ornitho.lu haben einen furiosen Start hinter sich: In den ersten beiden Monaten gingen bereits knapp 250.000 Beobachtungsmeldungen ein, bis zum Jahresende werden es sicherlich noch einige Tausend mehr werden. Von einem derart großen Zuspruch hätten wir vor dem Start nicht zu träumen gewagt! Unser besonderer Dank gilt
den rund 2.500 aktiven Nutzern von ornitho.de/ornitho.lu aus ganz Deutschland und Luxemburg sowie einigen weiteren Ländern, die das Portal durch die tägliche Meldung von bis zu 7.000 Beobachtungen unterstützen,
den aktuell fast 300 Regionalkoordinatoren, die eine gewaltige Arbeit vollbringen, indem sie die Ortsbezeichnungen verwalten, die neuen Einträge laufend auf Plausibilität kontrollieren, viele Rückfragen stellen und damit einen großen Beitrag zur Qualitätskontrolle und zu einer weitgehend fehlerfreien Datensammlung leisten,
Gaëtan Delaloye, der im Hintergrund eine unglaublich Leistung erbringt und dafür sorgt, dass ornitho.de/ornitho.lu so schnell und zuverlässig läuft sowie
allen landesweiten Fachverbänden, den vielen regionalen Arbeitsgemeinschaften, den Avifaunistischen Kommissionen sowie den Staatlichen Vogelschutzwarten und dem Bundesamt für Naturschutz für ihre Unterstützung, ohne die das Portal in dieser Form nicht existieren könnte.
Wir wünschen allen Beobachterinnen und Beobachtern ein fröhliches Weihnachtsfest sowie einen gesunden und optimistischen Start ins Jahr 2012 - in der Hoffnung, dass dieses auch ornithologisch wieder die eine oder andere schöne Überraschung für Sie bereithält!
Für Team von ornitho.de und ornitho.lu
Gilles Biver, Christopher König und Johannes Wahl
Tannenbaumschmuck auf ornithologisch. Foto: Andreas Schäfferling
aufgegeben von Christopher König
Montag, 19. Dezember 2011
technews
Carl Zeiss Sports Optics: Partner des DDA und von ornitho.de
Ornitho.de zeichnet sich auf der fachlichen Ebene bereits durch viele starke Partner aus. Nun freuen wir uns, dass wir auch bezüglich der finanziellen Unterstützung einen renommierten Partner gewinnen konnten: Carl Zeiss Sports Optics, das vielen Vogelkundler/innen als Unterstützer u.a. der Helgoländer Vogeltage, der HanseBird und vor allem auch der Carl-Zeiss-Vogelstation in der Wedeler Marsch bekannt ist, will sein Engagement im Vogel- und Naturschutz ausbauen und künftig einen erheblichen Teil dazu beitragen, ornitho.de zu unterhalten und auf hohem Niveau weiterzuentwickeln.
Diese Unterstützung wollen wir durch das auf der Startseite oberhalb der Meldungen platzierte Logo zum Ausdruck bringen. Über einen Link erhalten Sie Informationen über unseren neuen Partner. Werbung werden Sie auf den Seiten von ornitho.de aber auch weiterhin nicht finden. Und selbstverständlich bleiben auch die persönlichen Daten der ornitho-Melder geschützt. Sie müssen also nicht befürchten, künftig in der Mailbox oder im Briefkasten Werbung unserer Kooperationspartner vorzufinden, und können sich sicher sein, dass Sie auch künftig ausschließlich vom DDA und seinen Fachpartnern Informationen erhalten, wenn Sie bei der Voreinstellung „Ich interessiere mich für die Arbeit des DDA und seiner Fachpartner ...“ ein Häkchen gesetzt haben. Partner, die ornitho.de mit einer Zuwendung finanziell absichern, wollen wir künftig im Menüpunkt „Unterstützung“ würdigen.
Wir freuen uns auf eine lange und erfolgreiche Zusammenarbeit mit Carl Zeiss Sports Optics und über den überraschend großen Zuspruch, den ornitho.de bereits nach wenigen Wochen bekommen hat.
Das Team von ornitho.de
aufgegeben von Johannes Wahl
Freitag, 16. Dezember 2011
avinews
Rekordeinflug von Raufußbussarden - erste Auswertung im Falke-Sonderheft "Greifvögel"
Raufußbussarde überwintern in unserem Raum regelmäßig in Nord- und Teilen Ostdeutschlands. Beobachtungen tiefer im Binnenland sind daher für viele Vogelkundler normalerweise ein echtes Highlight. In diesem Herbst/Winter bestehen jedoch bis nach Süddeutschland die seit Jahren besten Chancen, den eindrucksvollen Vogel einmal selbst zu erleben. Denn derzeit findet der größte Einflug seit fast vierzig Jahren nach Mitteleuropa statt.
Für das gerade erschienene Falke-Sonderheft „Greifvögel“ verfasste deshalb Stefan Stübing einen Beitrag, der einen ersten Blick auf den Beginn und die Ursachen des Einflugs wirft und Hinweise zur Bestimmung gibt. Dabei konnte er bereits auf über 700 Beobachtungen aus ornitho zurückgreifen (Stand: 3. Dez.), v.a. aber auf die aktuelle Verbreitungskarte. Vor dem Start von ornitho wäre es unmöglich gewesen, selbst ein grobes Verbreitungsbild so aktuell erstellen zu können. Der Raufußbussard ist damit zu einer Art „Symbolvogel“ der ersten Wochen von ornitho.de und ornitho.lu geworden, der verdeutlicht, welch großer Gewinn das Portal für die Avifaunistik hierzulande ist.
Inzwischen sind weitere 200 Beobachtungen hinzugekommen. Ganz herzlichen Dank allen Melderinnen und Meldern! Die aktuelle Verbreitungskarte finden sie hier.
Das komplette Falke-Sonderheft „Greifvögel“ mit vielen weiteren spannenden Beiträgen zu Adler, Geier & Co können Sie über die Internetseite von „Der Falke“ beziehen.
Den Raufußbussard-Beitrag können Sie hier als Pdf herunterladen.