Monitoring of migratory and wintering waterbirds in Germany
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vendredi 24 août 2018
avinews
German Rarity Report
Das Titelbild der sechsten Ausgabe der Reihe „Seltene Vögel in Deutschland“ ziert ein prächtiger Rallenreiher. Kern des 68 Seiten umfassenden Heftes bildet wie gewohnt der Seltenheitenbericht der DAK über die Nachweise seltener Vogelarten in Deutschland im Jahr 2016. Zu den Highlights gehören die ersten Nachweise von Maskenwürger, Singammer und Bergbraunelle. Zum ersten Mal seit mehr als 100 Jahren wurden Pazifikpieper und Grauortolan wieder in Deutschland beobachtet. Weitere bemerkenswerte Nachweise aus 2016 sind Deutschlands dritte Rüppellseeschwalbe, die dritten und vierten Beobachtungen eines Östlichen Hausrotschwanzes sowie die vierten Nachweise von Elfenbeinmöwe, Wacholderlaubsänger, Balkansteinschmätzer und Wüstengimpel. Diese und mehrere hundert weitere Nachweise werden detailliert und mit zahlreichen Fotos und ergänzenden Grafiken und Karten präsentiert.
Kiefernkreuzschnäbel sind nur sehr selten in Deutschland zu beobachten. Ab Anfang Oktober 2013 kam es jedoch zu einem massiven Einflug von Kiefernkreuzschnäbeln nach Mitteleuropa. Auch in Deutschland gelangen dabei eine ganze Reihe teils sehr gut dokumentierter Sichtungen bis hin zu Brutnachweisen. Thomas Sacher und Arne Torkler betrachten das Auftreten des Kiefernkreuzschnabels in Deutschland unter besonderer Berücksichtigung des Einflugs 2013/14 und vergleichen die Situation mit anderen Ländern Mittel- und Westeuropas.
Anfang April 2016 hielt sich eine männliche Singammer auf Amrum auf. Es handelte sich dabei um den ersten Nachweis dieser nordamerikanischen Singvogelart für Deutschland. Martin Gottschling und Markus Risch ordnen den Nachweis in das Auftreten in anderen Ländern Europas ein und diskutieren am Beispiel der Singammer die Möglichkeiten des Auftretens nearktischer Singvögel in Mitteleuropa.
Seit mehr als 20 Jahren werden in Europa regelmäßig Silberreiher dokumentiert, die mit einheitlich matt bis leuchtend rötlichen Beinen und Füßen und tiefschwarzen Schnäbeln untypisch gefärbt sind und somit Ähnlichkeit mit Prachtkleid-Vögeln der östlichen Unterart modesta zeigen. Diesen Silberreihern vom „modesta-Typ“ widmet sich ein weiterer Beitrag in „Seltene Vögel in Deutschland 2016“. Christopher König, Daniel Kratzer und Colin Pielsticker analysieren das zeitliche und räumliche Auftreten in Deutschland, beschreiben die Herkunft dieser Vögel anhand aktueller Ringfunde und diskutieren mögliche Ursachen der untypischen Färbung.
Die ansprechend gestaltete und reich bebilderte sechste Ausgabe von „Seltene Vögel in Deutschland“ kann zum Preis von 9,80 € zzgl. Versandkosten bestellt werden bei:
DDA-Schriftenversand An den Speichern 6
48157 Münster Tel: 0251 / 2101400 E-Mail: schriftenversand@dda-web.de Internet: www.dda-web.de/publikationen
Die Reihe ist auch im Abonnement erhältlich. Eine Ausgabe kostet dann 7,50 € zzgl. Versandkosten. Sollten Sie die ersten fünf Ausgaben noch nicht kennen, können Sie diese jetzt zum reduzierten Preis von nur jeweils 5,00 € zzgl. Versandkosten oder im Paket für 20,00 € zzgl. Versandkosten erwerben.
posté par Christopher König
mercredi 1 août 2018
technews
Fréquemment ou rarement ? Régionalisation des classifications de fréquences
Ein seit dem Start von ornitho.de oft geäußerter Wunsch ließ sich nun dank der finanziellen Unterstützung der Stiftung des Vereins Thüringer Ornithologen in die Tat umsetzen: Die Regionalisierung der Häufigkeitseinteilung. Von nun an wird es nicht mehr vorkommen, dass ein Berglaubsänger in Norddeutschland als „häufig“ in den übrigen Meldungen untergeht, oder die Beobachtung einer Trauerente in Bayern in derselben Häufigkeitskategorie eingeordnet ist wie die einer Reiherente.
Vögel orientieren sich bekanntlich nicht an politischen Grenzen. Die Regionalisierung erfolgt deshalb auf Basis der Naturräumlichen Großlandschaften. Das passt bei vielen Arten erstaunlich gut. Die Einteilung in „sehr selten“ bis „sehr häufig“ ist dennoch nicht trivial und erfolgte anhand von Brutbeständen, Rastbestandsschätzungen sowie der Zahl der Meldungen in ornitho.de im Jahresverlauf. Dank der Unterstützung zahlreicher Regionalkoordinatorinnen und Regionalkoordinatoren ist es schließlich gelungen, die Häufigkeitseinteilungen nun deutlich differenzierter abzubilden als bislang. Insbesondere selten beobachtete Arten werden nun deutlicher aus der Masse der Meldungen herausgehoben. Die Kategorie „sehr selten“ bleibt bundesweiten Raritäten vorbehalten, die Kategorie „nicht nachgewiesen“ bezieht sich ebenfalls immer auf ganz Deutschland.
Wir hoffen, dass die regionalisierte Häufigkeitseinteilung die Attraktivität von ornitho.de noch weiter steigern wird.
Alpine Swifts 2018 - help us recording the number of breeding pairs!
Mitte der 1950er siedelte sich der große weißbäuchige Segler spontan in Freiburg im Breisgau an und gründete eine neue weltweit nördlichste Kolonie - damals eine kleine ornithologische Sensation. Lange blieb die "Schwarzwaldhauptstadt" der einzige Brutort in Deutschland; erst ab Ende der 1980er kam es durch erneuten Zuzug aus der Schweiz und das Wachstum und die Produktivität der Freiburger Kolonie zu weiteren Ansiedlungen. Abgesehen von Lindau am Bodensee, seit 2004 erster Brutort in Bayern, und Sonthofen im Allgäu, ist die Verbreitung des Alpenseglers bisher auf Baden-Württemberg beschränkt. Im "Ländle" sind mittlerweile etliche Kolonien etabliert, teils stabil und wachsend, teils aber noch jung, klein und fragil: Waldshut, Lörrach, Tuttlingen, Sigmaringen, Gundelfingen, Teningen, Emmendingen, Ettenheim, Lahr, Offenburg, Achern, Sasbach, Bühl, Bad Säckingen und sogar Stuttgart. Aktuell ist ganz Baden-Württemberg, das Allgäu und der Bodenseeraum im Fokus.
Für die Saison 2018 bitten wir erneut alle Melderinnen und Melder um Hilfe bei der Erfassung. Dabei kommt es besonders darauf an, wo genau die "Weißbäuche" zuhause sind, also exakte Verortung auf der Karte. Bitte benennen Sie die besiedelten Gebäude: Kirche, Schule, Krankenhaus, Behördensitz usw., bei Wohngebäuden Straße und Hausnummer. Bitte geben Sie einen C-Brutzeitcode ein und nutzen Sie bei der Eingabe das Koloniebrüter-Tool!
Die meisten Alpenseglernester sind nicht einsehbar, aber ein Bruterfolg ist trotzdem oft einfach festzustellen: akustisch! Während der achtwöchigen Nestlingszeit betteln die Jungen bei jeder Landung eines Altvogels; anfangs ein leises Zischen, bei Heranwachsen wird daraus ein lautes Fauchen, das selbst bei Straßenlärm und aus Distanz von 20 Metern gut hörbar ist. Mit etwas Übung erkennt man rasch, ob ein- oder mehrstimmig gebettelt wird. Der Juli ist entscheidend, aber auch im August und eventuell sogar noch im September können erfolgreiche Bruten kartiert werden.
Wir freuen uns auf Ihre Meldungen und danken Ihnen für Ihre Unterstützung.
Jan Daniels-Trautner, Matthias Schmidt und das Team von ornitho.de
Foto: Lukas Thiess
posté par Johannes Wahl
mercredi 30 mai 2018
avinews
Attention: Afflux d'Étourneau roselin!
Rosenstare sind gesellige und teilweise nomadisch lebende Brutvögel der Steppen und Halbwüsten Mittelasiens und Südosteuropas. Westwärts gerichtete Vorstöße gehen meist mit der Massenvermehrung von Heuschrecken einher. In Deutschland sind Rosenstare sehr seltene Gäste mit wenigen Nachweisen pro Jahr, die meist eher unscheinbar blass gefärbte Jungvögel betreffen. Aktuell stehen jedoch die Chancen auf die Beobachtung eines attraktiven Altvogels so gut wie lange nicht!
Derzeit zeichnet sich ein starker Einflug von Rosenstaren ab. In den vergangenen zwei Wochen wurden ungewöhnlich viele adulte Rosenstare weit westlich ihres regelmäßigen Brutgebietes festgestellt. Hunderte werden derzeit aus Italien gemeldet, zahlreiche Beobachtungen gibt es täglich auch aus Österreich und der Schweiz. Weiter nördlich haben es bereits einige nach Dänemark, Schweden und Norwegen geschafft, im Westen sind sie bis nach England, Belgien und Südfrankreich vorgedrungen.
Auch in Deutschland wurden in der letzten Woche bereits einige Rosenstare entdeckt. Im Norden mehrere auf Helgoland und zwei bis drei auf Norderney, im Süden einer in Baden-Württemberg und drei in Bayern. Es ist davon auszugehen, dass sich derzeit weitere Rosenstare noch unentdeckt in Deutschland aufhalten und weitere folgen werden.
Starenschwärme sollte man in diesen Tagen genauer unter die Lupe nehmen. Vor allem beim Einflug an bekannten Schlafplätzen (natürlich ohne die Vögel zu stören) können hell herausleuchtende Rosenstare gut entdeckt werden. Und auch in Obst- und Weinbaugebieten könnten sich Rosenstare einfinden. Gern werden Kirschen, Maulbeerbäume und Kulturen reifender kleinbeeriger Trauben geplündert.
Wenn Sie einen Rosenstar entdeckt haben, fertigen Sie möglichst Belegfotos an und melden Sie die Beobachtung zeitnah bei ornitho.de, um einen laufenden Überblick über die Entwicklung des Einflugs zu ermöglichen. Bitte denken Sie im Nachgang außerdem an eine Dokumentation Ihrer seltenen Entdeckung bei der Deutschen Avifaunistischen Kommission.
Viel Erfolg bei der Suche nach den rosa-schwarzen Staren wünscht
das Team von ornitho.de und ornitho.lu
PS: Ein Rosenstar in Luxemburg wäre sogar Erstnachweis für das Großherzogtum!
In drei Wochen ist es wieder soweit: am 5. Mai steigt das bundesweite Birdrace, zum mittlerweile 15. Mal. Im vergangenen Jahr waren es erstmals über 300 Teams mit über 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die 311 Arten beobachteten.
Bei den Regeln bleibt alles beim Alten, mit einer kleinen Erweiterung: Nach dem sie im vergangenen Jahr als Gäste dabei waren, sind Teams aus Luxemburg nun offiziell dabei. Es freut uns sehr, dass die Birdrace-Begeisterung auch das Großherzogtum erfasst hat. Wer noch nie bei einem Birdrace dabei war, findet am Ende der Nachricht weitere Informationen hierzu.
Spendenrennen für ornitho.de und ornitho.lu!
Schon seit dem ersten bundesweiten Birdrace sind die Teams dazu aufgerufen (es ist aber keine Teilnahmevoraussetzung!), Spenden für ein jährlich festgelegtes Projekt zu sammeln. Nachdem für sechs Jahre der bundesweite Brutvogelatlas ADEBAR unterstützt wurde (der in keinem Bücherregal fehlen sollte; zur Leseprobe), fließen die Spenden seit 2010 in den Unterhalt, die Betreuung sowie die Weiterentwicklung von ornitho.de (und somit auch ornitho.lu, denn beide Portale sind technisch eng verbandelt). Das gemeinsame Internetportal, bei dem mittlerweile über 23.000 Personen angemeldet sind, die fast 32 Mio. Beobachtungen gemeldet haben, ist auch dieses Jahr wieder das Spendenprojekt. Wir hoffen, dass es gerade für begeisterte Nutzer von ornitho.de und ornitho.lu ein zusätzlicher Ansporn ist, über die Teilnahme am Birdrace selbst zum Unterhalt und zur Betreuung des Gemeinschaftsprojekts beitragen zu können. Alle Unterstützer der letzten Jahre sind, so sie nicht anonym bleiben wollten, unter „Unterstützung“ auf ornitho.de undornitho.lu genannt.
Welche Art ziert in diesem Jahr die Urkunde?
Seit 2007 wird die Urkunde, die alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer als Erinnerung erhalten, von einer Künstlerin oder einem Künstler gestaltet. Für die 15. Auflage konnten wir Harro Maassbegeistern, der nicht zuletzt dank seiner teils surrealistisch angehauchten Gemälde vielen von uns vermutlich schon ein Schmunzeln entlockt hat. So vielleicht auch mit dem Bild „Was blubbert das?“, das einen Papageitaucher zeigt. Es ziert somit zum zweiten Mal ein Seevogel die Birdrace-Urkunde. Harro Maass spendet einen handsignierten und nummerierten Sonderdruck des 2017 entstandenen Werks, der unter allen verlost wird, deren Team mindestens 100 Euro für ornitho.de und ornitho.lu eingeworben hat. Einen Überblick über die Künstlerinnen und Künstler, die in den vergangenen zwölf Jahren die Urkunde gestaltet haben, findet sich unter dem Menüpunkt „Birdrace-Künstler“.
Lostrommel ist schon gut gefüllt
Dank großzügiger Spenden von Carl Zeiss Sports Optics, des AULA-Verlags, Christ Media Natur, GEO, König Photobags, Oertl, Orniwelt.de, Lucky Looker, Schwegler, der GNOR, der DO-G, VÖGEL, des Verlags Bastei Lübbe, des rowohlt-Verlags und Butterfly Track ist die Lostrommel in diesem Jahr schon jetzt gut gefüllt. Wir können somit unter allen BirdracerInnen, besonders jenen, die sich beim Einwerben von Spenden engagieren und autofrei unterwegs sind, wieder viele attraktive Preise verlosen.
Zuguterletzt noch ein Hinweis an alle, die noch überlegen, erstmals oder nach vielen Jahren wieder an einem Birdrace teilzunehmen: Macht’s einfach! Denn das Wetter wird sicherlich wieder herrlich. Und wenn nicht? Das Ergebnis ist dasselbe: der Tag wird unvergesslich – so oder so. Also: Anmelden und los geht’s!
Worum geht es bei einem Birdrace?
Für alle, die noch nicht dabei waren: Entgegen der direkten Übersetzung „Vogelrennen“ lassen wir bei einem Birdrace nicht die Vögel rennen, sondern die Beobachterinnen und Beobachter versuchen in Teams von 2 bis 5 Personen innerhalb von 24 Std. so viele Vogelarten wie möglich zu sehen oder zu hören. Das Beobachtungsgebiet kann frei gewählt werden, klare Grenzen sind jedoch v.a. bei mehreren Teams im gleichen Raum wichtig. Hierbei haben sich (Land)Kreise als Einheiten vielfach bewährt. Wer am Ende die meisten Arten entdeckt hat, hat gewonnen. Einen Preis gibt es dafür jedoch nicht, die zahlreichen Sachpreise werden unter allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern verlost. Schon deshalb betrügt man letztendlich nur sich selbst, wenn man schummelt. Es ist also Ehrensache, dass man sich sportlich fair verhält. Und dass der Schutz der Natur und insbesondere der Vogelwelt dabei an erster Stelle steht, ist selbstverständlich und oberstes Gebot (weitere Regeln s.u.).
Bewick's Swans 2017 with very low breeding success
Einen Anteil von 4,2 % Jungvögeln ergab die bundesweite Erfassung des Jungvogelanteils beim Zwergschwan um den 9./10. Dezember 2017. Das ist der mit Abstand geringste Jungvogelanteil, der seit 2011 ermittelt wurde. Bislang lag der Anteil zwischen 10,0 % (2015) und 17,4 % (2012).Seit 2011 beteiligt sich der DDA aufgrund des steigenden Rastbestandes im Frühwinter an der systematischen Erfassung des jährlichen Bruterfolgs der in Nordwesteuropa überwinternden Zwergschwäne.
5.498 Individuen wurden Anfang Dezember in Deutschland nach Alter differenziert. Das ist die größte Stichprobe, die wir bislang beitragen können. Dank des gut etablierten Netzwerks ehrenamtlicher Zählerinnen und Zähler dürfte ein sehr großer Teil des anwesenden Rastbestandes erfasst worden sein. Wir schätzen den Rastbestand für Anfang Dezember 2017 auf mindestens 5.600 Individuen.
Im Rahmen der jeweils Anfang Dezember durchgeführten Zählung wurde 2016 der Bestand auf rund 3.500 geschätzt, 2015 wurden über 4.800 nach Alter differenziert, 2014 waren es rund 3.600. Dass ein so hoher Rastbestand wie Anfang Dezember 2017 kein Einzelfall ist, verdeutlichen die mindestens 5.300 Zwergschwäne, die im Dezember 2013 anwesend waren. Insgesamt hat der Rastbestand im Frühwinter in Deutschland – im Gegensatz zum Gesamtbestand in Nordwesteuropa – seit Anfang der 2000er-Jahre um ein Vielfaches zugenommen. Zuvor hielten sich so früh im Winter nur ausnahmsweise über 1.000 Zwergschwäne bei uns auf; das Gros zog direkt in die Niederlande, nach England und Irland. Erst im Laufe des Winters stiegen die Rastzahlen bei uns allmählich an und erreichten im Februar/März ihr Maximum. Letzteres gilt nach wie vor. Damit kommt Deutschland nun nicht nur im Frühjahr eine besondere Bedeutung zu, sondern während des gesamten Winters. Der Gesamtbestand in Nordwesteuropa überwinternder Zwergschwäne wurde zuletzt mit 18.000 Ind. angegeben.
Anfang Dezember 2017 konnte für 115 Familien die Anzahl an Jungvögeln ermittelt werden. Die meisten erfolgreichen Altvögel hatten einen oder zwei Jungvögel „im Schlepptau“. Familien mit vier oder fünf Jungen wurden – im Gegensatz zu den Vorwintern – am Zählwochenende nicht beobachtet. Die durchschnittliche Jungenanzahl je Familie lag bei 1,6 Jungvögeln (2016: 2,2 Juv./Fam.).
Der Jungvogelanteil bei uns lag in den letzten Jahren durchweg höher als auf Populationsebene. Es ist deshalb davon auszugehen, dass die in Nordwesteuropa überwinternden Zwergschwäne 2017 praktisch keinen Bruterfolg hatten. Darauf deuten auch die noch vorläufigen Zahlen aus den Niederlanden. Auch von anderen Arten, die im äußersten Norden Eurasiens brüten, wird berichtet, dass der Bruterfolg sehr gering war, etwa bei der Dunkelbäuchigen Ringelgans.
Danke!
Allen an der Erfassung Beteiligten danken wir aufs Herzlichste, insbesondere Axel Degen für die Koordination in Niedersachsen und die schnelle, bundesweite Auswertung der Daten sowie Hans-Joachim Augst für die Koordination in Schleswig-Holstein!
posté par Johannes Wahl
lundi 1 janvier 2018
technews
Attention: les oiseaux ont maintenant une année de plus!
L'âge des oiseaux est indiqué par l'année calendrique: un oiseau né en 2017, est à partir du 1er janvier 2018 dans sa 2e année calendrique. Par conséquent, un oiseau né déjà en 2016 est dans sa 3e année, et ainsi de suite.
Cette mention est importante pour la mention de l'âge de vos observatios.
tout en vous remerciant,
votre équipe ornitho-de/lu
posté par Christopher König
dimanche 24 décembre 2017
technews
Merry Christmas and all the best for 2018!
Wir blicken mit viel Freude und großem Dank auf ein weiteres sehr erfolgreiches ornitho-Jahr zurück. Mit knapp 6 Millionen Meldungen wurden 2017 noch einmal deutlich mehr Beobachtungen zusammengetragen als im Vorjahr. Der gesamte Datenschatz wuchs damit auf über 29 Millionen Datensätze an!
Mehr als 22.000 Nutzerinnen und Nutzer „füttern“ ornitho mittlerweile mit ihren Vogelbeobachtungen. Die Ergebnisse der Wasservogelzählungen können inzwischen für über 2.500 Zählgebiete über ornitho.de eingegeben werden (und zusammen mit den Koordinatorinnen und Koordinatoren arbeiten wir daran, dass bald alle ihre Zählergebnisse via ornitho übermitteln können). Ein riesiger Fortschritt, an dem sich sowohl Zähler als auch Koordinatoren mit großem Engagement beteiligen.
Wir freuen uns bereits auf das kommende Jahr, in dem wir unser gemeinsames Portal im Rahmen von zwei spannenden Projekten u.a. im Bereich der Brutvogelerfassungen sowie der Kartendarstellungen weiterentwickeln können.
Allen, die im zurückliegenden Jahr ornitho mit ihren Beobachtungen unterstützt haben, möchten wir für die große Unterstützung ganz herzlich danken! Die eingehenden Daten werden von mehr als 400 Regionalkoordinatorinnen und Regionalkoordinatoren sowie Artspezialisten gesichtet, die bei Rückfragen auch als Ansprechpartner auf lokaler Ebene zur Verfügung stehen. Ihnen, wie auch den Mitgliedern der Steuerungsgruppen, gilt deshalb unser ganz besonderer Dank!
Gaëtan Delaloye und dem Team von Biolovision, das im Hintergrund dafür sorgt, dass ornitho so schnell und zuverlässig läuft, danken wir für den unermüdlichen Einsatz!
Wir wünschen allen Beobachterinnen und Beobachtern ein fröhliches Weihnachtsfest sowie einen gesunden und optimistischen Start ins Jahr 2018 – verbunden mit der Hoffnung, dass dieses auch ornithologisch wieder die eine oder andere schöne Überraschung für Sie bereithält!
Für das Team von ornitho.de und ornitho.lu
Christopher König, Patric Lorgé und Johannes Wahl
Foto: Höckerschwan, A. Heiland.
posté par Christopher König
jeudi 21 décembre 2017
avinews
EuroBirdPortal.org - Nouvel outil pour observer les migrations des oiseaux
EuroBirdPortal présente ce lundi une nouvelle version de son portail. Collectant les données ornithologiques de 81 associations à travers l’Europe, il permet de visualiser, à grande échelle les déplacements de nombreuses espèces d’oiseaux. Gratuit, l’outil est disponible en ligne.
EuroBirdPortal est le projet de sciences citoyennes le plus important et le plus dynamique en Europe. Il mobilise lesdonnées collectées sur le terrain par plus de 100.000 ornithologues amateurs. Pour la seule année2016, plus de 40 millions d’observations d’oiseaux sont ainsi visibles. La répartition de 105 espèces d’oiseaux y est cartographiée de manière hebdomadaire, sur une période de 7 ans.
EuroBirdPortal repose sur un partenariat de 81 institutions présentes dans 29 pays européens, sous l’égide du“European Bird Census Council (EBCC)”. Ce partenariat inclut des centres de recherches et des institutions ornithologiques reconnues, comme Aves, le pôle ornithologique de Natagora, en Belgique francophone. L’objectif principal d’EuroBirdPortal est de combiner les données récoltées dans les portails régionaux (comme Observations.be en Belgique) pour décrire l’évolution temporelle de la répartition des oiseaux à large échelle. À terme, cela permettra de mieux comprendre les migrations des oiseaux et les autres évènements du cycle annuel des espèces. L’intérêt est surtout de pouvoir mieux comprendre comment les changements globaux dans notre environnement (réchauffement climatique, modification des habitats naturels…) influencent les populations d’oiseaux.
Gabriel Gargallo, le coordinateur d’EuroBirdPortal: « Nous espérons que la nouvelle version de notre portail contribuera à faire percevoir la valeur des données collectées à travers les portails d’observations dans toute l’Europe, et l’intérêt de mettre en commun toute cette connaissance. Les nouvelles découvertes sur, par exemple, l’influence des changements climatiques sur la répartition des oiseaux sont seulement rendues possibles par le dévouement et la passion de plus de 100.000 naturalistes amateurs partout sur notre continent. La volonté de collaboration de plus de 80 institutions est aussi à souligner!».
Jean-Yves Paquet (Aves, pôle ornithologique de Natagora) : « C’est très motivant de voir que les observations quotidiennes que les ornithologues belges renseignent sur Observations.be peuvent ainsi être intégrées à une échelle continentale. Parmi les découvertes que cette intégration rend possible, signalons par exemple l’apparition de nouveaux couloirs de migration de la Grue cendrée autour des Alpes ».
Red Kite roost counting on 6th/7th January 2018 – Please join in!
Die traditionellen und wichtigsten Überwinterungsgebiete des Rotmilans liegen in Spanien, Portugal und im Süden Frankreichs. Dorthin verlassen uns die meisten bei uns brütenden Vögel zwischen Anfang September und Mitte Oktober. Doch es ziehen nicht (mehr) alle Rotmilane im Winter nach Südwesteuropa, sondern manche verbleiben in der Nähe des Brutgebiets und versuchen, den Winter in Mitteleuropa zu verbringen. Und das in steigender Anzahl: So wurden im November 2017 in der Schweiz über 4.200 Rotmilane gezählt.
Die Anzahlen variieren jedoch beträchtlich von Jahr zu Jahr in Abhängigkeit von Witterung und Nahrungsangebot. Seit den 1950er-Jahren sind Überwinterungen auch in Deutschland bekannt. Hierzulande sind das nordöstliche Harzvorland und das Thüringer Becken sowie vor allem der Südwesten Deutschlands als Fortsetzung des Wintervorkommens in der Schweiz nach aktuellem Kenntnisstand die wichtigsten Überwinterungsregionen.
Seit 2007 werden in Frankreich und der Schweiz überwinternde Rotmilane gezielt an ihren Schlafplätzen erfasst. Mit Spanien stieß zügig das wichtigste Rotmilan-Land im Winter dazu, nach und nach fast alle Länder in West- und Südeuropa. Inzwischen hat sich das erste Januar-Wochenende als jährlicher Zähltermin fest etabliert. Koordiniert werden die Zählungen von Fabienne David von der Ligue pour la Protection des Oiseaux (LPO) in Frankreich.
Um auch aus Deutschland Daten beitragen zu können, riefen wir bereits in den vergangenen beiden Wintern dazu auf, gezielt auf Rotmilan-Schlafplätze im Winter zu achten und diese zu melden. Auswertung der eingegangenen Meldungen sind in den Rückblicken auf die Winter 2015/16 und 2016/17 in „Der Falke“ erschienen. Allen, die sich an der Suche und Erfassung der Rotmilan-Schlafplätze beteiligt haben, gilt unser herzlicher Dank!
Die Ergebnisse machten deutlich, dass wir noch ein Stück Weg vor uns haben, um einen Überblick über die ungefähre Anzahl in Deutschland überwinternder Rotmilane zu bekommen. Wie auch in den anderen Ländern muss das Wissen um die Lage der Schlafplätze erst allmählich aufgebaut werden. Erfreulicherweise konnten wir in den wichtigsten Bundesländern KoordinatorInnen finden, so dass wir guter Hoffnung sind, mit Ihnen gemeinsam den Kenntnisstand weiter verbessern zu können.
Der offizielle Zähltermin für die internationale Rotmilan-Schlafplatzzählung ist das Wochenende 6./7. Januar 2018. Aber um einen Schlafplatz zählen zu können, muss er zunächst gefunden werden. Deshalb:
Nutzen Sie die Zeit „zwischen den Jahren“ und zu Beginn des neuen Jahres zur Suche nach Rotmilan-Schlafplätzen!
Hierzu sowie zur Zählung der Schlafplätze am ersten Januarwochenende können wir Ihnen folgende Hinweise an die Hand geben:
Als Schlafplatz suchen Rotmilane Waldränder, kleine Wäldchen und Feldgehölze oder auch Baumreihen auf. Oft kommen die Milane Jahr für Jahr in ungefähr das gleiche Gebiet. Der genaue Ort des Schlafplatzes kann aber leicht um ein paar Hundert Meter bis zu ca. einem Kilometer variieren.
Bei der Suche nach bislang unbekannten Schlafplätzen geben am späten Nachmittag gerichtet fliegende Rotmilane wichtige Hinweise. Ein etwas erhöhter Beobachtungspunkt ist dabei günstig. Wenn die ungefähre Lage des Schlafplatzes bekannt ist, können Waldränder und Feldgehölze gezielter nach Rotmilanen abgesucht werden.
Die Zählung sollte von etwa 30 Minuten vor bis 40 Minuten nach Sonnenuntergang erfolgen, da die Milane in dieser Zeit am Schlafplatz einfliegen (an bewölkten Tagen etwas früher). Das bedeutet zur internationalen Zählung im Januar ab ca. 16 Uhr vor Ort zu sein.
Die Fluchtdistanz am Schlafplatz ist recht hoch, halten Sie deshalb einen Abstand von mindestens 250 bis 350 m zum Schlafplatz ein.
Vor allem bei größeren Schlafplätzen, ist es gut, am Zähltag mit mehreren Personen vor Ort zu sein. Das ist nicht nur kurzweiliger, sondern auch sehr hilfreich, da der Schlafplatz, um bis zu einen Kilometer von Tag zu Tag variieren kann bzw. sich die Rotmilane auf mehrere Schlafgruppen aufteilen können.
Am einfachsten und exaktesten ist es, die einfliegenden Vögel zu zählen. Vor allem, wenn die Rotmilane in Nadelbäumen übernachten, sind sie darin nur schwer oder gar nicht zu entdecken. Die tatsächliche Anzahl wird dann (deutlich) unterschätzt. Insbesondere, wenn Sie mit mehreren Personen zählen, protokollieren Sie den Schlafplatzbestand sowie ein- und abfliegende Vögel minutengenau. Das erleichtert die anschließende Auswertung.
Bitte melden Sie Rotmilane an Schlafplätzen auf ornitho.de als geschützte Beobachtung (Beobachtungen melden > Optionale Angaben > Häkchen setzen bei „geschützte Beobachtung“) und geben Sie darüber hinaus unter „Präzisierung der Beobachtung“ an, dass es sich um einen „Schlaf-/Sammelplatz“ handelt.
AnsprechpartnerInnen in einzelnen Bundesländern, denen unser herzlicher Dank für die Unterstützung gilt: