Das Monitoring rastender Wasservögel in Deutschland
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Donnerstag, 15. Januar 2015
avinews
Nationale Meldeliste der Deutschen Avifaunistischen Kommission zum 1. Januar 2015 überarbeitet
Das Auftreten einiger sehr seltener Arten hat sich in den vergangenen Jahren deutlich geändert, sodass nach der letzten Aktualisierung vom 1.1.2011 eine Überarbeitung der nationalen Meldeliste notwendig wurde. Um einzelnen Einflugjahren weniger Bedeutung zukommen zu lassen, wird als Kriterium künftig nicht der Durchschnitt, sondern der Median herangezogen. Gestrichen werden generell alle Arten, von denen in den vergangenen zehn Jahren im Median mindestens acht Nachweise gelangen oder die regelmäßig in Deutschland brüten. Die rückwirkend ab dem 1.1.2015 gültige Meldeliste kann hier heruntergeladen werden.
Seit der letzten Überarbeitung der nationalen Meldeliste neu in Deutschland nachgewiesen wurden Kanadakranich Grus canadensis, Middendorff-Laubsänger Phylloscopus plumbeitarsus, Braunkopf-Kuhstärling Molothrus ater und Weißkehlammer Zonotrichia albicollis.
Von der nationalen Meldeliste zum 1. Januar 2015 gestrichen wurden
Pazifische Ringelgans Branta bernicla nigricans,
SteinhuhnAlectoris graeca,
Schlangenadler Circaetus gallicus,
Gänsegeier Gyps fulvus,
Steppenweihe Circus marcourus,
Goldhähnchen-Laubsänger Phylloscopus proregulus,
Grünlaubsänger Phylloscopus trochiloides und
Seggenrohrsänger Acrocephalus paludicola.
Die gestrichenen Arten gehen in die Obhut der Avifaunistischen Landeskommissionen über und sind i.d.R. künftig bei diesen zu dokumentieren. Für die von der nationalen Meldeliste gestrichenen Arten sind auch Nachträge bisher nicht dokumentierter Beobachtungen bis 31.12.2014 weiterhin ausdrücklich willkommen.
Ein ausführlicher Beitrag mit weiteren Erläuterungen sowie Begründungen für die Streichungen wird in „Seltene Vögel in Deutschland 2013“ veröffentlicht. Der Band erscheint im 1. Quartal 2015.
Ihre Deutsche Avifaunistische Kommission
aufgegeben von Christopher König
Donnerstag, 8. Januar 2015
avinews
Vögel in Deutschland aktuell: Rückblick auf den Herbst 2014
Der Herbst 2014 war in Deutschland der zweitwärmste seit Beginn flächendeckender Messungen im Jahr 1881. Auch die Vögel reagierten auf die milden Temperaturen und so gehen wir in unserem aktuellen Rückblick auf die Monate September bis November der Frage nach „Wer blieb länger, wer kam später?“. Eine Reihe von Vogelarten wurde spät im Jahr noch ungewöhnlich zahlreich beobachtet. Besonders auffällig war dies bei Rotmilan und Weißstorch festzustellen. Wir vergleichen die Zahl der Beobachtungen mit der aus dem Herbst 2013. Doch nicht alle Arten waren häufiger als gewöhnlich zu beobachten. Wacholderdrosseln wurden deutlich seltener beobachtet.
Als eine der häufigsten Vogelarten in Deutschland finden Ringeltauben vergleichsweise wenig Beachtung. Ihren mitunter spektakulären Zug innerhalb weniger Massenzugtage schauen wir uns einmal näher an. Wir gehen der Frage nach, ob und wie sich diese Zugereignisse in den Daten von ornitho.de widerspiegeln und welche Aussagen zum Durchzug der Ringeltauben sich gegebenenfalls daraus ableiten lassen.
Bereits 2013 gab es hierzulande ein starkes Auftreten von Rotfußfalken. In diesem Jahr waren die Zahlen nochmals größer, sodass es sich wohl um eine der stärksten dokumentierten Invasionen in Deutschland handelte. In unserem Rückblick befassen wir uns genauer mit dem zeitlichen und räumlichen Auftreten und der Altersstruktur der beteiligten Vögel.
Den Beitrag „Vögel in Deutschland aktuell: Herbst 2014: Rotmilane, Ringeltauben und Rotfußfalken“ können Sie hier als PDF herunterladen. Alle weiteren Beiträge finden Sie unter Publikationen und Auswertungen.
Das komplette Falke-Heft 01/2015 mit vielen weiteren Beiträgen, u.a. über den Habicht als Vogel des Jahres 2015, Seeregenpfeifer in Deutschland, die Herkunft einiger deutscher Vogelnamen, Vögel des Offenlandes und Schleiereulen können Sie über die Internetseite von „Der Falke“ beziehen.
Viel Spaß beim Lesen wünscht das Team von ornitho.de und ornitho.lu!
Europaweite Zwerg- und Singschwan-Erfassung 17./18. Januar 2015 – machen Sie mit!
Schwäne halten sich während des Tages oft abseits der Gewässer in den Nahrungsgebieten auf landwirtschaftlich genutzten Flächen auf. Ihre Bestände werden daher nur zu einem Teil über die Zählgebietskulisse der Internationalen Wasservogelzählung erfasst. Seit den 1980er Jahren – und seit den 1990er Jahren in fünfjährigem Turnus – werden deshalb spezielle Synchronzählungen von Zwerg- und Singschwan in Europa durchgeführt, um die Bestandsschätzungen auf internationaler Ebene für die Waterbird Population Estimates regelmäßig zu aktualisieren. Die Zählungen werden von der Swan Specialist Group von Wetlands International koordiniert. Am 17./18. Januar 2015 steht nun eine weitere europaweite Erfassung der beiden gelbschnäbligen Schwanenarten an. Für beide Arten ist eine gute Abdeckung wichtig: Beim Singschwan z.B. überwintert rund ein Drittel der nordwesteuropäischen Population in Deutschland, beim Zwergschwan können es in milden Wintern bis zu 20 % sein. Hierzulande zählen wir auch den Höckerschwan mit; er ist mit den beiden anderen Arten oft vergesellschaftet.
Die Zählung findet am selben Wochenende wie die Mittwinterzählung statt, so dass die Abdeckung von vielen Rastgebieten gewährleistet ist. Insbesondere nördlich der Mittelgebirge, wo die großen Zwerg- und Singschwan-Trupps anzutreffen sind, werden jedoch zusätzliche Zählerinnen und Zähler benötigt. Deshalb: Zählen Sie mit beim europaweiten Wochenende der Schwäne!
Auf der Internetseite des DDA haben wir weitergehende Informationen zusammengestellt. Dort finden Sie Informationen zum Hintergrund der Zählung, Erfassungsbögen sowie Hinweise zur Meldung der Daten. Wichtige Hinweise zur Erfassung von Schwänen (Jungvogelanteil, Habitatwahl) finden Sie auch in der Meldung vom 24.11.2014.
Wichtig: Wenn Sie zusätzliche Erfassungen planen und bislang nicht in die Wasservogelzählung etc. eingebunden sind (oder abseits Ihrer Zählgebiete zählen möchten), bitten wir Sie, sich VORHER an Ihren Koordinator zu wenden, damit Doppelzählungen vermieden werden und Zähllücken gezielt geschlossen werden können. Vielen Dank!
Übrigens: Der Bruterfolg der Zwergschwäne in der Brutzeit 2014 scheint im Vergleich zum Vorjahr geringer zu sein: Nach ersten vorläufigen Auswertungen der int. Erfassung am 6./7. Dezember lag der Jungvogelanteil für Deutschland bei unter 11 % (n = 4.000). Im vergangenen Jahr wurden 14,4 % Jungvögel ermittelt. Allen, die sich beteiligt haben, danken wir ganz herzlich für die Unterstützung!
Wir freuen uns auf Ihre Mithilfe an der europaweiten Schwanenzählung bei hoffentlich herrlichem Wetter am 17./18. Januar 2015!
Bitte beachten: Die Vögel sind nun ein Jahr älter!
Das Alter der Vögel wird in sogenannten Kalenderjahren angegeben. Vögel, die im Jahr 2014 geschlüpft sind, sind damit seit dem 1. Januar 2015 nicht mehr im 1. KJ / diesjährig, sondern nun im 2. KJ / vorjährig. Vögel mit Jahrgang 2013 sind nun im 3. Kalenderjahr etc. Wir möchten Sie bitten, das bei der Altersangabe unbedingt zu beachten.
Herzlichen Dank sagt
das Team von ornitho.de und ornitho.lu
aufgegeben von Christopher König
Mittwoch, 24. Dezember 2014
technews
Vielen Dank, ein frohes Weihnachtsfest und alles Gute für das Jahr 2015!
Ornitho.de und ornitho.lu können mit viel Freude und großem Dank auf ein weiteres sehr erfolgreiches ornitho-Jahr zurückblicken. Mehr als 4 Millionen Beobachtungen wurden im vergangenen Jahr zusammengetragen, der gesamte Datenschatz wuchs damit auf über 11,5 Millionen Datensätze an! Rund 12.700 Nutzerinnen und Nutzer „füttern“ ornitho mittlerweile mit ihren Vogelbeobachtungen. Im Jahr 2014 hat sich viel getan: Ein Tool zur detaillierteren Eingabe von Daten zu Koloniebrütern wurde zum 1. März hinzugefügt, eine automatische Plausibilitätsprüfung bei der Dateneingabe im Frühjahr eingeführt, die Validierungsmöglichkeiten für die Regionalkoordinatoren weiter verbessert und nicht zuletzt die App „NaturaList“ für Smartphones im Dezember veröffentlicht. Die sehr vielen positiven Rückmeldungen, die uns seitdem erreichten, haben uns sehr gefreut!
Allen, die im zurückliegenden Jahr ornitho mit ihren Beobachtungen unterstützt haben, möchten wir für die große Unterstützung ganz herzlich danken! Die eingehenden Daten werden von rund 330 Regionalkoordinatorinnen und Regionalkoordinatoren gesichtet, die bei Rückfragen auch als Ansprechpartner auf lokaler Ebene zur Verfügung stehen. Ihnen, wie auch den Mitgliedern der Steuerungsgruppen, gilt ebenfalls unser ganz besonderer Dank!
Gaëtan Delaloye und dem Team von Biolovision, das im Hintergrund dafür sorgt, dass ornitho so schnell und zuverlässig läuft, danken wir für den unermüdlichen Einsatz!
Wir wünschen allen Beobachterinnen und Beobachtern ein fröhliches Weihnachtsfest sowie einen gesunden und optimistischen Start ins Jahr 2015 - verbunden mit der Hoffnung, dass dieses auch ornithologisch wieder die eine oder andere schöne Überraschung für Sie bereithält!
Komfortabel, engagiert und innovativ auch 2015 – unterstützen Sie uns dabei!
Liebe Vogelbeobachterinnen und -beobachter, liebe Interessierte,
ornitho.de und ornitho.lu erfreuen sich einer großen und stetig wachsenden Beliebtheit. Das gemeinsame Portal für Luxemburg und Deutschland dient inzwischen vielen als digitales Tagebuch, zur Organisation von Erfassungen, als Informationsquelle, als Fotoarchiv. Und es wird immer komfortabler, beispielsweise durch die App. Das alles kostet Sie keinen Cent. Auch Werbung gibt es nur sehr dezent. Das soll auch so bleiben.
Würde zum Beispiel jede registrierte Person 3,65 Euro spenden, d.h. pro Tag eines Jahres 1 Cent, dann wäre ein wichtiger Teil der jährlichen Kosten gedeckt. Wenn Sie mit dem Portal und uns zufrieden sind, dann nehmen Sie sich wenige Minuten Zeit und unterstützen Sie uns, damit ornitho.de und ornitho.lu das bleiben können, was sie sind: komfortabel, engagiert und innovativ.
Hohoho ... ''NaturaList'', die ornitho-App ist da!
Pünktlich zum Nikolaustag lassen wir sie aus dem Sack: Die von vielen schon lange erwünschte ornitho-App ist da!
Erklärtes Ziel der Entwickler von Biolovision um Gaëtan Delaloye (selbst begeisterter Orni und Kartierer) war es, dass die Eingabe der Daten über die App mindestens so schnell sein sollte wie das herkömmliche Notieren der Beobachtungen auf Papier. Und sie sollte auch an Orten ohne Netzabdeckung und grenzüberschreitend funktionieren. All das ist eindrucksvoll gelungen!
Hinter dieser App stehen nicht nur viele Tausend Stunden an Entwicklungszeit, sondern technische Leistungen, von denen man sich als Nutzer keine Vorstellung macht: Um beispielsweise die Karten von OpenStreetMap für die App aufzubereiten, damit auch außerhalb Deutschlands im Offline-Modus detaillierte Karten zur Verfügung stehen, rechneten die schnellsten bei einem Cloud-Service verfügbaren Rechner rund 100.000 Stunden. Dabei wurden die OSM-Daten über ein hochaufgelöstes digitales Höhenmodell gelegt, um Höhenlinien zu generieren und die Karten mit einer Schummerung zu versehen, so dass die Karten einen 3D-Effekt aufweisen. Die Orientierung im stark reliefierten Gelände wird dadurch erheblich verbessert. Am Ende lagen rund 32 Millionen „Kartenschnipsel“ für mehrere Zoomstufen vor, die ein schnelles (Herunter)Laden der Karten und damit die sehr exakte Verortung der Beobachtungen ermöglichen – auch ohne Netzzugang.
Für dieses teilweise die Vorstellungskraft sprengende Engagement möchten wir – vermutlich auch im Namen aller Nutzerinnen und Nutzer – dem Team von Biolovision aufs Herzlichste danken!
Unser Dank gilt weiterhin dem Bundesamt für Naturschutz, das die Nutzung der Topographischen Karten in der App ermöglichte – eine Voraussetzung dafür, dass sie auch an Orten ohne Netzabdeckung funktioniert (für die Karten von GoogleMaps benötigt man immer Netzzugang). An dieser Stelle möchten wir auch allen, die die App im Laufe der zurückliegenden Monate intensiv getestet haben, ganz herzlich danken, Die Rückmeldungen haben maßgeblich zur Verbesserung beigetragen.
Die App ist für alle ornitho-Portale und darüber hinaus europaweit nutzbar. Um Ihnen den Einstieg und die Bedienung zu erleichtern, erreichen Sie über ein neues Menü in der linken Spalte eine Anleitung zu NaturaList, die Sie alternativ auch als PDF herunterladen können. Darin werden auch einige vermutlich häufig gestellte Fragen zur App beantwortet.
Sie können sich die ornitho-App „NaturaList“ ab sofort unter Google Play kostenlos herunterladen.
Viel Freude mit der ornitho-App und einen schönen Nikolaus-Tag wünschen
Christopher König, Patric Lorgé und Johannes Wahl
für das Team von ornitho.de und ornitho.lu
aufgegeben von Christopher König
Montag, 24. November 2014
tipnews
Bruterfolg des Zwergschwans 2014: Bitte um Unterstützung der europaweiten Erfassung des Jungvogelanteils am 6./7. Dezember
Der Jungvogelanteil in den Trupps überwinternder Gänse und Schwäne ist ein guter Indikator für den Bruterfolg im zurückliegenden Sommer in den arktischen Brutgebieten und – neben der Überlebensrate der Altvögel sowie der Zu- und Abwanderung – ein wichtiger Parameter, wenn es darum geht, die Entwicklung einer Population zu analysieren. Eine der wenigen Gänse- und Schwanenarten, die derzeit einen negativen Bestandstrend aufweist, ist der Zwergschwan. Eine der Ursachen ist ein seit den 1990er Jahren geringer Bruterfolg. Wodurch das bedingt ist, ist unklar.
Um anhand einer möglichst großen, über das gesamte Verbreitungsgebiet verteilten, repräsentativen Stichprobe Hinweise zum Bruterfolg 2014 zu erhalten, findet am Wochenende 6./7. Dezember eine europaweite Erfassung des Jungvogelanteils beim Zwergschwan statt.
Bereits im Dezember 2013 war eine solche Zählung durchgeführt worden. Europaweit lag der Anteil der Jungvögel dabei mit 12,8 % erfreulich hoch, was auf einen guten Bruterfolg schließen ließ. Hierzulande wurde ein Jungvogelanteil von 14,4 % ermittelt. Ein höherer Jungvogelanteil in Deutschland im Vergleich zu den weiter westlich gelegenen Überwinterungsgebieten wurde des öfteren festgestellt. In Deutschland wurden mehr als 5.300 Zwergschwäne ausgezählt - ein exzellentes Ergebnis. Vielen Dank allen, die mit ihren Meldungen dazu beigetragen haben!
Sollten die nächsten Wochen weiter so mild verlaufen, ist davon auszugehen, dass sich wie im vergangenen Jahr ein großer Teil der europäischen Zwergschwäne in Deutschland aufhält. Es ist daher wiederum wichtig, dass möglichst viele Individuen nach Alter differenziert werden. Obgleich die meisten Nutzerinnen und Nutzer von ornitho.de speziell bei den Schwänen Alt- und Jungvögel getrennt erfassen (siehe Beitrag hierzu in Der Falke 4/2013), möchten wir dazu aufrufen, am 6./7. Dezember möglichst bei allen Zwergschwänen eine Altersdifferenzierung vorzunehmen und gleichzeitig dazu ermuntern, gezielt wichtige Zwergschwan-Rastgebiete aufzusuchen. Neben dem Jungvogelanteil wäre es wünschenswert, wenn – wie für viele mittlerweile ebenfalls Standard – auch das Nahrungshabitat erfasst werden könnte. Wer etwas mehr Zeit hat und eine interessante Herausforderung sucht, findet diese in der Ermittlung der Familiengröße. Hinweise, wie diese und die anderen Informationen in ornitho.de einzutragen sind, finden Sie untenstehend.
An dieser Stelle möchten wir außerdem bereits auf die europaweite Zwerg- und Singschwan-Synchronzählung am 17./18. Januar 2015 hinweisen. Ziel dieser Erfassung ist die Ermittlung der Gesamtbestände. Im Laufe des Dezembers werden wir an dieser Stelle weitere Informationen dazu bereitstellen.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
Axel Degen und Jan H. Beekman
Eintragung von Alter/Geschlecht, Jungvogelanteilen und Nahrungshabitat:
Tragen Sie die Informationen zu Alter und Geschlecht in den dafür vorgesehenen Feldern unter den optionalen Informationen ein (und nicht in den Bemerkungsfeldern, die sich kaum auswerten lassen)!
Bitte machen Sie immer Angaben zu allen beobachteten Geschlechtern oder Altersklassen. Beispiel: Sie haben einen Trupp von 28 Zwergschwänen nach Alter differenziert und 23 Alt- und 5 Jungvögel ermittelt. Wenn Sie nun lediglich die 5 Jungvögel eintragen, dann kann das bedeuten, dass die übrigen Tiere Altvögel waren, aber auch, dass unter den 28 Vögeln unter anderem 5 Jungvögel beobachtet wurden. Der Rückschluss, alle übrigen sind Altvögel, wäre dann falsch. Solche Datensätze können deshalb bei Auswertungen nicht berücksichtigt werden.
Ein Grund, weshalb immer wieder nur die Jungvögel oder nur ein Geschlecht angegeben werden, mag darin liegen, dass nur zunächst eine Zeile bei den Details zum Alter und Geschlecht angegeben ist. Um das andere Geschlecht oder weitere Altersklassen anzugeben, klicken bitte auf „weitere Detailangaben anfügen". Alternativ finden Sie darunter ein Feld, über das Sie die Detailangaben sehr schnell und einfach eintragen können. Mit einem Klick in das Feld öffnet sich ein Hinweis, wie die Detailangaben in das Feld eingetragen werden müssen.
Bitte vermeiden Sie die Angabe „immatur“, wenn das Alter genauer angegeben werden kann. Für Vögel aus der vorhergehenden Brutzeit verwenden Sie bitte bis zum 31. Dezember eines Jahres die Kategorie „1. KJ / diesjährig“ und ab dem 1. Januar „2. KJ / vorjährig“. Bei Höckerschwänen ist das sogar essenziell, da sich bei diesen Vögel im 2. Winter oft noch von Altvögeln unterscheiden lassen. Wer Altvögel von zwei- bis dreijährigen Vögeln unterscheidet, sollte diese als weitere Kategorie gesondert angeben.
Die Altersverhältnisse unterscheiden sich zwischen kleinen und großen Trupps. Kleine Trupps oder einzelne Familien, die sich z.B. bei Schwänen fast auf einen Blick differenzieren lassen, haben durchschnittlich einen höheren Jungvogelanteil. Falls es die Zeit zulässt, differenzieren Sie auch größere Ansammlungen. Diese Informationen sind sehr wertvoll, damit es nicht zu einer Überschätzung des Jungvogelanteils kommt.
Machen Sie Altersangaben auch dann, wenn ein Trupp nur aus Alt- oder Jungvögeln besteht! Mitunter hatten wir den Eindruck, dass vor allem Trupps gemeldet wurden, die beide Altersklassen enthielten.
Die Familiengröße bei Gänsen und Schwänen ist ebenfalls eine interessante Information. Falls Sie diese ermitteln, geben Sie diese bitte im Bemerkungsfeld wie folgt an: Familien: 3x1, 4x2, 1x5 Juv.
Rast- oder Nahrungshabitat
Bei in der Agrarlandschaft rastenden Vögeln (v.a. Gänsen, Schwänen, Kranichen und Limikolen) ist das Rast- oder Nahrungshabitat eine wichtige Zusatzinformation. Falls Sie dieses bestimmen können, tragen Sie es bitte unter den Optionalen Angaben bei "(Rast)Habitat" ein. Im Gegensatz zu Angaben unter „Bemerkungen“ können diese Angaben dann direkt ausgewertet werden. Bei Gänsen und Schwänen unterscheiden sich z.B. die Jungvogelanteile zwischen verschiedenen Habitaten. Auch deshalb ist die Angabe des Habitats wertvoll und wichtig.
Bitte machen Sie auch möglichst bei „Präzisierung der Beobachtung“ eine Angabe, so dass eindeutig zwischen rastenden und ziehenden / überfliegenden Vögel unterschieden werden kann. Bei ziehenden Vögeln ist auch die Zeit eine wichtige Information. Diese können Sie direkt hinter dem Datum mit Leerzeichen getrennt angeben, z.B. 23.11.2013 09:00
Nicht immer ist die Unterscheidung zwischen „Nahrung suchend“ und „rastend / ruhend“ eindeutig möglich. Im Zweifelsfalle sollten Sie „Nahrung suchend“ eingeben, auch wenn ein Teil des Vogeltrupps zum Beobachtungszeitpunkt ruht. Nicht hilfreich ist es, für einen zusammenhängenden Rasttrupp zwei Datensätze anzulegen, die sich lediglich in der Präzisierung der Verhaltensweise unterscheiden. Gleiches gilt für Anteile eines zusammenhängenden Rasttrupps, die sich über eine Parzellengrenze hinweg bewegen und daher zwei verschiedene Habitate nutzen. Hier sollten sie das vorrangig genutzte Habitat eingeben. Separate Trupps in größeren Gebieten sollten hingegen möglichst mit exakter Lokalisierung getrennt eingegeben und codiert werden.
Foto: Lutz Ritzel.
aufgegeben von Christopher König
Dienstag, 18. November 2014
avinews
Noch ungewöhnlich viele Rotmilane in Deutschland
Die meisten der bei uns brütenden Rotmilane ziehen im Herbst in den Süden und überwintern in Südfrankreich und auf der Iberischen Halbinsel. Der Abzug erfolgt in der Regel von Anfang September bis Mitte Oktober. Ab November sind die eleganten Greifvögel dann nur noch in geringer Zahl zu beobachten. Anders in diesem Jahr: Etwa zwei- bis dreimal so viele Rotmilane halten sich – verglichen mit dem Vorjahr – derzeit noch bei uns auf. Das zeigt ein Vergleich der in der ersten Novemberhälfte über ornitho.de gemeldeten Beobachtungen: Ein Grund hierfür könnte die derzeit ungewöhnlich milde Witterung sein. Da die Witterungsbedingungen im Herbst des vergangenen Jahres jedoch ähnlich mild waren, dürfte vor allem ein gutes Nahrungsangebot der Hauptgrund für die ungewöhnlich vielen Beobachtungen sein. Vielerorts sind die Dichten an Mäusen offenbar hoch, so dass der Tisch für viele Greifvögel reicht gedeckt ist.
Seit den 1950er Jahren wird beobachtet, dass einige Rotmilane nicht mehr nach Südwesteuropa ziehen, sondern in der Nähe des Brutgebiets bleiben und den Winter in Mitteleuropa verbringen. Hierzulande sind die Regionen um den Harz und das Thüringer Becken sowie der Südwesten Deutschlands als inzwischen traditionelle Überwinterungsgebiete bekannt. Um mehr über das Auftreten und die Verbreitung von Rotmilanen im Winter in Deutschland zu erfahren, melden Sie bitte alle Rotmilan-Beobachtungen bei ornitho!
Deutschland hat eine besondere Verantwortung für den Schutz des Rotmilans, da mehr als die Hälfte aller Rotmilane weltweit in Deutschland lebt. Doch der Bestand geht zurück. Um den Sinkflug des faszinierenden Greifvogels aufzuhalten, führen der Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA), der Deutsche Verband für Landschaftspflege (DVL) und die Deutsche Wildtier Stiftung gemeinsam mit Partnern vor Ort das nationale Schutzprojekt „Rotmilan – Land zum Leben“ durch. Kern des Vorhabens ist die Beratung und Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft in elf Modellregionen in acht Bundesländern. Mit ihr gemeinsam soll u. a. die Agrarlandschaft so gestaltet werden, dass der Rotmilan ausreichend Nahrung zur Aufzucht seiner Jungen findet. Das Vorhaben wird im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz gefördert. Weitere Informationen zum Projekt finden Sie auf der DDA-Homepage unter „Rotmilan-Projekt“ sowie auf www.rotmilan.org.
Grafik: Für die Jahreszeit halten sich derzeit noch ungewöhnlich viele Rotmilane in Deutschland auf. Das verdeutlicht der Vergleich der über ornitho.de und ornitho.lu vom 1.-15. November gemeldeten Rotmilan-Beobachtungen der Jahre 2013 und 2014 (n2013 = 601, n2014 = 1989).
aufgegeben von Christopher König
Montag, 3. November 2014
avinews
Vögel in Deutschland aktuell: Rückblick auf den Sommer 2014
In der November-Ausgabe von Der Falke blicken wir in der Rubrik „Vögel in Deutschland aktuell“ auf das vogelkundliche Geschehen im Sommer 2014 zurück. Dabei betrachten wir die seit vielen Jahren bei uns brütende Rostgans und ihr interessantes Wanderverhalten in Westeuropa. Eine exotische, aber hierzulande ebenfalls bereits als Brutvogel etablierte Art, der wir uns widmen, ist der Halsbandsittich. Die Verbreitung nach ornitho-Daten deckt sich dabei sehr gut mit den Ergebnissen der Brutvogelkartierungen 2005–2009. Eine weitere Ausbreitung über die drei großen Vorkommensgebiete am Rhein hinaus ist nicht oder in nur sehr geringem Maße erkennbar.
Noch bis in die 1990er Jahre war die Steppenweihe ein extrem seltener Gast in Deutschland. Seitdem hat sich das Bild stark gewandelt, und zuletzt gab es sogar meist zweistellige Nachweiszahlen pro Jahr. Auffällig waren in den zurückliegenden Monaten eine Reihe von Sommernachweisen dieser sonst nur als Durchzügler auftretenden Art aus den asiatischen Steppen und Halbwüsten. In unserem Beitrag befassen wir uns mit dem bislang wohl stärksten Auftreten in Deutschland, das 2014 zu beachten war.
Mit Zügelseeschwalbe und Jungfernkranich wurden in den Monaten Juni bis August zwei extrem selten bei uns auftretende Arten entdeckt. Die ebenfalls sehr selten hierzulande zu beobachtende Schwarzflügel-Brachschwalbe wurde gleich mehrfach festgestellt.
Den Beitrag „Vögel in Deutschland aktuell: Sommer 2014 – Rostgänse, Halsbandsittiche und Steppenweihen“ können Sie hier als PDF herunterladen. Alle weiteren bislang erschienenen Beiträge mit direktem ornitho-Bezug finden Sie unter Publikationen und Auswertungen.
Das komplette Heft 11/2014 von Der Falke mit Beiträgen u.a. über die neue Checkliste der Vögel der Welt, Schreiadlerzählungen in Israel, Wanderfalken, Vogelnamen sowie eine Fotogalerie zum Thema „Vögel und Beeren“ können Sie über www.falke-journal.de beziehen. Der Falke finden Sie darüber hinaus auch im gutsortierten Zeitschriften-Handel.
Viel Spaß beim Lesen wünscht das Team von ornitho.de und ornitho.lu!