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mercredi 6 novembre 2013
tipnews
Age, sex, habitat and roosting places (and what you should note)
Im Winterhalbjahr sind die großen Ansammlungen rastender und überwinternder Wasservögel ein faszinierendes Schauspiel. Bei vielen von ihnen lassen sich Alter oder Geschlecht unterscheiden, viele versammeln sich allabendlich an Schlafplätzen. Um die Fülle an wertvollen Daten für Auswertungen und die Naturschutzarbeit bestmöglich nutzen zu können, möchten wir Ihnen einige Tipps zur Meldung Ihrer Beobachtungen in ornitho an die Hand geben:
Alters- und Geschlechterverhältnisse
Bei Gänsen und Schwänen beispielsweise ist der Jungvogelanteil in den überwinternden Trupps ein guter Indikator für den Bruterfolg im vorhergehenden Sommer. Im jährlichen Vergleich ergeben sich daraus wichtige Hinweise auf die Ursache von Bestandsveränderungen. Eine erste Auswertung der Jungvogelanteile des Singschwans anhand der ornitho-Daten haben wir im Rückblick auf den Winter 2012/13 in der April-Ausgabe der Zeitschrift Der Falke vorgenommen (verfügbar unter Publikationen und Auswertungen). Wir möchten uns deshalb bei allen bedanken, die sich im Feld die (lohnende!) Mühe machen, genauer zu differenzieren!
Bei der Meldung in ornitho bitten wir Sie, Folgendes zu beachten:
Tragen Sie die Informationen zu Alter und Geschlecht in den dafür vorgesehenen Feldern unter den optionalen Informationen ein (und nicht in den Bemerkungsfeldern, die sich kaum auswerten lassen)!
Bitte machen Sie immer Angaben zu allen beobachteten Geschlechtern oder Altersklassen. Beispiel: Sie haben einen Trupp von 28 Singschwänen nach Alter differenziert und 23 Alt- und 5 Jungvögel ermittelt. Wenn Sie nun lediglich die 5 Jungvögel eintragen, dann kann das bedeuten, dass die übrigen Tiere Altvögel waren, aber auch, dass unter den 28 Vögeln unter anderem 5 Jungvögel beobachtet wurden. Der Rückschluss, alle übrigen sind Altvögel, wäre dann falsch. Solche Datensätze können deshalb bei Auswertungen nicht berücksichtigt werden.
Ein Grund, weshalb immer wieder nur die Jungvögel oder nur ein Geschlecht angegeben werden, mag darin liegen, dass nur zunächst eine Zeile bei den Details zum Alter und Geschlecht angegeben ist. Um das andere Geschlecht oder weitere Altersklassen anzugeben, klicken bitte auf „weitere Detailangaben anfügen". Alternativ finden Sie darunter ein Feld, über das Sie die Detailangaben sehr schnell und einfach eintragen können. Mit einem Klick in das Feld öffnet sich ein Hinweis, wie die Detailangaben in das Feld eingetragen werden müssen.
Bitte vermeiden Sie die Angabe „immatur“, wenn das Alter genauer angegeben werden kann. Für Vögel aus der vorhergehenden Brutzeit verwenden Sie bitte bis zum 31. Dezember eines Jahres die Kategorie „1. KJ / diesjährig“ und ab dem 1. Januar „2. KJ / vorjährig“. Bei Höckerschwänen ist das sogar essenziell, da sich bei diesen Vögel im 2. Winter oft noch von Altvögeln unterscheiden lassen. Wer Altvögel von zwei- bis dreijährigen Vögeln unterscheidet, sollte diese als weitere Kategorie gesondert angeben. Bitte beachten Sie, dass Jungvögel der immutabilis-Mutante bereits im 1. Winter den Altvögeln sehr ähnlich sind und ein weißes Gefieder haben. Erkennungsmerkmale von Jungvögeln bis dreijährigen Vögeln unterscheidet, sollte diese als weitere Kategorie gesondert angeben. Bitte beachten Sie, dass Jungvögel der immutabilis-Mutante sind der blassrosa-farbene Schnabel und die rosafarbenen statt schwarzen Beine.
Die Altersverhältnisse unterscheiden sich zwischen kleinen und großen Trupps. Kleine Trupps oder einzelne Familien, die sich z.B. bei Schwänen fast auf einen Blick differenzieren lassen, haben durchschnittlich einen höheren Jungvogelanteil. Falls es die Zeit zulässt, differenzieren Sie auch größere Ansammlungen. Diese Informationen sind sehr wertvoll, damit es nicht zu einer Überschätzung des Jungvogelanteils kommt.
Machen Sie Altersangaben auch dann, wenn ein Trupp nur aus Alt- oder Jungvögeln besteht! Mitunter hatten wir den Eindruck, dass vor allem Trupps gemeldet wurden, die beide Altersklassen enthielten.
Die Familiengröße bei Gänsen und Schwänen ist ebenfalls eine interessante Information. Falls Sie diese ermitteln, geben Sie diese bitte im Bemerkungsfeld wie folgt an: Familien: 3x1, 4x2, 1x5 Juv.
Rast- oder Nahrungshabitat
Bei in der Agrarlandschaft rastenden Vögeln (v.a. Gänsen, Schwänen, Kranichen und Limikolen) ist das Rast- oder Nahrungshabitat eine wichtige Zusatzinformation. Falls Sie dieses bestimmen können, tragen Sie es bitte unter den Optionalen Angaben bei "(Rast)Habitat" ein. Im Gegensatz zu Angaben unter „Bemerkungen“ können diese Angaben dann direkt ausgewertet werden. Bei Gänsen und Schwänen unterscheiden sich z.B. die Jungvogelanteile zwischen verschiedenen Habitaten. Auch deshalb ist die Angabe des Habitats wertvoll und wichtig.
Bitte machen Sie auch möglichst bei „Präzisierung der Beobachtung“ eine Angabe, so dass eindeutig zwischen rastenden und ziehenden / überfliegenden Vögel unterschieden werden kann. Bei ziehenden Vögeln ist auch die Zeit eine wichtige Information. Diese können Sie direkt hinter dem Datum mit Leerzeichen getrennt angeben, z.B. 24.11.2012 12:00
Nicht immer ist die Unterscheidung zwischen „Nahrung suchend“ und „rastend / ruhend“ eindeutig möglich. Im Zweifelsfalle sollten Sie „Nahrung suchend“ eingeben, auch wenn ein Teil des Vogeltrupps zum Beobachtungszeitpunkt ruht. Nicht hilfreich ist es, für einen zusammenhängenden Rasttrupp zwei Datensätze anzulegen, die sich lediglich in der Präzisierung der Verhaltensweise unterscheiden. Gleiches gilt für Anteile eines zusammenhängenden Rasttrupps, die sich über eine Parzellengrenze hinweg bewegen und daher zwei verschiedene Habitate nutzen. Hier sollten sie das vorrangig genutzte Habitat eingeben. Separate Trupps in größeren Gebieten sollten hingegen möglichst mit exakter Lokalisierung getrennt eingegeben und codiert werden.
Schlafplätze
Gänse, Schwäne, Reiher, Kranich oder Kormoran, aber auch einige Greif- und Singvogelarten suchen (nicht nur im Winter) Gemeinschaftsschlafplätze auf. Gebiete, die als Schlafplätze dienen, haben eine besondere Bedeutung für die betreffenden Vogelarten und dementsprechend für den Naturschutz. Wir möchten Sie deshalb bitten,
Schlaf- oder abendliche Sammelplätze unter „Präzisierung der Beobachtung“ stets als „Schlaf- / Sammelplatz“ zu kennzeichnen (unter „Bemerkungen“ geht diese Information leicht verloren).
bei Schlafplatzzählungen möglichst die Uhrzeit anzugeben.
Muss ich meine Informationen schützen?
In den meisten Fällen ist das Verbergen vor der Öffentlichkeit nicht notwendig! Falls Sie jedoch konkrete Befürchtungen haben, dass die mancherorts durchaus sensiblen Informationen z.B. von Schlafplätzen in „falsche Hände“ geraten könnten, dann setzen Sie den Haken bei „geschützte Beobachtung“. Sie ist dann für die Öffentlichkeit unsichtbar, steht jedoch Artexperten und Regionalkoordinatoren zur Verfügung.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
Ihr ornitho-Team
Adulter Singschwan (vorne) mit Jungvogel. Foto: Peter Hering
posté par Johannes Wahl
vendredi 25 octobre 2013
avinews
Statusbericht „Vögel in Deutschland 2012“ erschienen
Heute wurde der Bericht "Vögel in Deutschland 2012" offiziell veröffentlicht. Dieser wird jährlich gemeinsam vom Bundesamt für Naturschutz (BfN), der Länderarbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten und dem Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA)erarbeitet. Die aktuellen Ausgabe beschäftigt sich vor allem mit dem Thema Vogelzug. Bei einem Fünftel der wandernden Vogelarten, die in Deutschland vorkommen, sind die Bestände rückläufig. Als wichtige Ursachen für den Rückgang der Zugvogelarten wertete die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), Prof. Beate Jessel, die verschlechterten Lebensbedingungen für Greif- und Singvogelarten in großflächigen strukturarmen Agrarlandschaften und den beginnenden Klimawandel.
Konkret nahmen in den letzten 25 Jahren die Rast- oder Überwinterungsbestände von 64 (21%) der 305 wandernden und regelmäßig in Deutschland auftretenden Vogelarten ab. Die besorgniserregende Entwicklung zeigt sich zum Beispiel bei Raufußbussard und Ohrenlerche. Die Autoren der Studie vom Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA), der Länderarbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten und dem BfN fordern daher erhöhte Schutzanstrengungen. „Es zeigt sich, dass der Klimawandel nicht ohne Folgen für die Zugvögel bleibt. Die Zugzeiten der Vögel verschieben sich meist nicht synchron zu den Änderungen in der jahreszeitlichen Vegetations- und Insektenentwicklung. Der Bruterfolg verringert sich dadurch und die Arten werden seltener“, sagte BfN-Präsidentin Jessel.
„Insbesondere viele Singvögel und Greifvögel der offenen Kulturlandschaft sind stark betroffen. Die aktuelle Bestandssituation der wandernden Vogelarten, die in der Agrarlandschaft rasten, zeigt dringenden Handlungsbedarf an“, mahnte Bernd Hälterlein, Vorsitzender des DDA. „Die Rastbestände von über 35 % aller Arten, die die offene, landwirtschaftlich geprägte Kulturlandschaft außerhalb der Brutzeit zur Rast und Nahrungssuche aufsuchen, nehmen in Deutschland ab.“ Zum Schutz der Arten sollten nach Ansicht der Autoren Stilllegungs- und Brach- sowie Ernteverzichtsflächen eingerichtet und der Strukturreichtum der Landschaft erhöht werden. „Wenn mehr Ernterückstände als wichtige Nahrungsressourcen auf den Felder verbleiben sowie auf einen schnellen Umbruch abgeernteter Felder verzichtet wird, dann kann sich die herbst- und winterliche Artenvielfalt in der Agrarlandschaft ebenfalls erhöhen und sogar den Bruterfolg im Folgejahr verbessern,“ ergänzte Christof Herrmann, Geschäftsführer der Länderarbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten.
Die Studie zeigt außerdem deutlich, dass vor allem die südlich der Sahara überwinternden Langstreckenzieher erheblicher Schutzanstrengungen bedürfen. Beispielsweise werden sie in Südeuropa und Afrika immer noch Opfer von illegalem Massenfang.„Für die Verbesserung der Bestandssituation vor allem dieser Arten müssen zeitnah geeignete, international abgestimmte Maßnahmen ergriffen werden,“ forderte BfN-Präsidentin Beate Jessel. „Um wirksame Strategien für einen nachhaltigen Zugvogelschutz entwickeln zu können, bedarf es einer konzertierten Erforschung grundlegender Zusammenhänge, die den gesamten Jahreslebensraum von Zugvogelpopulationen bzw. -arten betrachtet," sagte Christof Herrmann von der Länderarbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten.
Auch wenn der Abnahmetrend insgesamt bei den Vogelarten negativ zu beurteilen ist, so bestätigt die Studie bei einzelnen Arten eine leichte Stabilisierung der Bestände. „Erfreulich ist der in den letzten 25 Jahren positive Trend bei Wanderfalke und Seeadler. Möglicherweise haben hier die Naturschutzmaßnahmen bereits gegriffen.“ so Prof. Beate Jessel.
Hintergrund
Geschätzte 50 Milliarden Vögel bewegen sich weltweit alljährlich auf ihren saisonalen Wande-rungen zwischen Brutgebiet und Winterquartier. Die Distanz der Vogelwanderungen reicht je nach Vogelart von kleinräumigen Bewegungen auf regionaler Ebene bis hin zu Zugstrecken über mehrere Kontinente und viele tausend Kilometer. Einzelne Langstreckenzieher sind in der Lage, mehr als 10.000 km in jeder Zugsaison zurückzulegen. Dabei schaffen sie bis zu 1.000 km an einem Tag bei mittleren Geschwindigkeiten von 90 km/h.
Die Studie „Vögel in Deutschland“ erscheint seit 2007 jährlich und wird gemeinsam vom Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA), und der Länderarbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwar-ten (LAG VSW) im Auftrage des und dem BfN erstellt. Sie ist eine komprimierte Zusammenfassung aktueller Entwicklungen in der heimischen Vogelwelt. Der Schwerpunkt der diesjährigen aktuellen Studie liegt auf der Beschreibung der Bestandssituation ziehender Greifvögel und Eulen, Singvögel und anderer Nicht-Wasservogelarten. Die Ergebnisse des Vogelmonitorings basieren auf dem Engagement von bundesweit mehr als 5000 ehrenamtlich tätigen Beobachterinnen und Beobachtern.
In gedruckter Form können Sie den Bericht „Vögel in Deutschland 2012“ zum Preis von 9,80 Euro zzgl. Versand über den DDA-Schriftenversand beziehen. Sie können den Bericht außerdem als PDF herunterladen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Vogelmonitoring erhalten das Heft als Dank für ihre Unterstützung kostenlos zugesandt.
Viel Spaß beim Lesen wünscht das Team von ornitho.de!
posté par Christopher König
mardi 8 octobre 2013
avinews
Vögel in Deutschland aktuell: Rückblick auf den Sommer 2013
In der Oktober-Ausgabe von Der Falke blicken wir in der Rubrik "Vögel in Deutschland aktuell" auf das vogelkundliche Geschehen im Sommer 2013 zurück, wobei wir wieder drei Arten genauer unter die Lupe nehmen. Zu Beginn der Mauserzeit der Graugänse hatten wir dazuaufgerufen, gezielt auf Mauseransammlungen (nicht nur der Graugänse) zu achten und diese zu melden. Bislang sind unsere Kenntnisse - bundesweit betrachtet - zu Mausergewässern noch lückenhaft. Für die Graugans konnten dank des Aufrufs weitere Informationen gewonnen werden. Es bleiben jedoch auch noch Herausforderungen für die kommenden Jahre. Ein auffälliges Ereignis dieses Sommers war der Einflug von Gänsegeiern nach Deutschland, an dem mindestens 50 Vögel beteiligt gewesen sind. Ungewöhnlich häufig wurden in den Sommermonaten auch nach Süden und Südwesten ziehende Fichtenkreuzschnäbel gemeldet. Auch darauf gehen wir genauer ein. Wie gewohnt berichten wir darüber hinaus auch über bemerkenswerte Beobachtungen und Raritäten in den Monaten Juni bis August.
Den Beitrag „Vögel in Deutschland aktuell: Sommer 2013 - Graugänse, Gänsegeier und Kreuzschnäbel“ können Sie hier als PDF herunterladen. Alle weiteren bisher erschienenen Beiträge mit direktem ornitho-Bezug finden Sie unter Publikationen und Auswertungen.
Das komplette Falke-Heft 10/2013 mit vielen weiteren Beiträgen u.a. über die Diskussion um Schwerpunkte im Vogelschutz, den Truppenübungsplatz Grafenwöhr, den Eisvogel, eine neue Briefmarkenserie mit Vogelmotiven sowie die Gefahren für die Geier Afrikas können Sie über die Internetseite von Der Falke beziehen.
Viel Spaß beim Lesen wünscht das Team von ornitho.de und ornitho.lu!
White-fronted Geese with data loggers on the go. We need your help!
Tausende von Blässgänsen ziehen jedes Jahr im Herbst aus ihren Brutgebieten in Nordrussland nach Mitteleuropa. Mithilfe von GPS-Sendern und Halsringen konnte in den letzten Jahren herausgefunden werden, dass adulte Ganter viele verschiedene Routen benutzen und auf traditionellen Rastgebieten für mehrere Wochen rasten. Doch wie verhalten sich juvenile oder subadulte Gänse? Von Beobachtungsstudien ist bekannt, dass Blässgänse im Familienverband ziehen und die Eltern ihren Jungvögeln so die Zugroute beibringen. Wie genau das jedoch geschieht, ist bisher unbekannt. Um diesen Fragen nachzugehen, ist Anfang August 2013 eine Gruppe Gänseforschern des Max-Planck-Instituts für Ornithologie und des Institute for Wetlands and Waterfowl Research (IWWR e.V.) ins russische Brutgebiet der Gänse gereist, um Blässgänse mit neuen, hochauflösenden GPS-Sendern auszustatten. 92 Tiere haben einen GPS-Solar-Sender bekommen: 38 Jungvögel und 54 Altvögel. Einige der Sender übertragen ihre Positionen über das GSM-Telefonnetzwerk und konnten in Russland schon einmal ausgelesen werden. Der Großteil der Halsbänder trägt nur einen Datenlogger, der die Position speichert. Dieser muss mit einer VHF-Radioantenne ausgelesen werden. Diese GPS-Solar-Sender sind in weißen Halsringen integriert , deren Nummern abgelesen werden können. Dabei benötigen wir Ihre Hilfe!
Falls Sie einen weißen Halsring ablesen, geben Sie – neben der Meldung bei ornitho – den Code bitte schnellstmöglich auch unter www.geese.org ein. Die Forscher werden dann umgehend per E-Mail informiert und können sich umgehend auf den Weg machen, um die Daten zu sichern.
Ab Anfang Dezember können die GSM-Sender von Kolguev ebenso wie die Argos-Sender aus Ungarn unter www.blessgans.de live im Internet verfolgt werden.
Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!
Dr. Andrea Kölzsch und Dr. Helmut Kruckenberg
posté par Christopher König
mardi 1 octobre 2013
tipnews
Resting and migrating Cranes - please note
Zu Zehntausenden sammeln sich derzeit die Kraniche in den Rastgebieten im Norden und Osten Deutschlands und treten in den kommenden Wochen ihren Zug in die Überwinterungsgebiete in Südwesteuropa an. Vor allem im Westen Deutschlands und in Luxemburg werden dann wieder die weithin hörbaren Rufe und beeindruckenden Zugformationen zu sehen sein. Viele Tausend Zug- und Rastbeobachtungen werden in dieser Zeit über ornitho.de und ornitho.lu gemeldet. Damit die gesammelten Daten später detailliert ausgewertet und für Naturschutzfragen eingesetzt werden können, bitten wir Sie um Folgendes:
Melden Sie bitte möglichst jeden Zug- oder Rasttrupp separat.
Geben Sie zu Ihren Zugbeobachtungen bitte immer eine Uhrzeit an. Diese können Sie direkt hinter dem Datum von Hand eingeben, z.B. 30.09.2013 13:00.
Falls Sie an Massenzugtagen für mehrere Stunden an einem Ort stehen und den Zug verfolgen, geben Sie bitte den Erfassungszeitraum sowie für die Interpretation der Daten wichtige Informationen (z.B. Sichtweite) unter „Bemerkungen“ an.
Bitte geben Sie bei Zugbeobachtungen immer eine Zugrichtung an. Diese können Sie im Feld „Präzisierung der Beobachtung“ auswählen. Entsprechende Angaben im Bemerkungsfeld lassen sich nicht auswerten.
Geben Sie Trupps rastender oder Nahrung suchender Kraniche bitte punktgenau ein. Geben Sie bitte bei „Präzisierung der Beobachtung“ an, ob die Kraniche rasteten oder Nahrung suchten, und vermerken Sie – sofern zutreffend und erkennbar – auch das (Rast)Habitat.
Alt- und Jungvögel lassen sich bei Kranichen sehr einfach unterscheiden. Falls Sie also etwas mehr Zeit haben, zählen Sie Alt- und Jungvögel getrennt aus und tragen die Informationen in den dafür vorgesehenen Feldern ein (bitte nicht im Bemerkungsfeld). Falls Sie nur einen Teil eines großen Trupps ausgezählt haben, geben Sie bitte die Gesamtanzahl und in den Detailangaben nur die Anzahl differenzierter Individuen an.
Falls Sie Kraniche abends oder morgens am Schlafplatz gezählt haben, geben Sie bitte ebenfalls die Uhrzeit sowie unter „Präzisierung der Beobachtung“ Schlaf-/Sammelplatz an.
Diese Hinweise bezüglich der Rast gelten insbesondere auch für Gänse und Schwäne sowie weitere auf Feldern rastende / Nahrung suchende Vogelarten (z.B. Kiebitz, Goldregenpfeifer).
Bewährte Zusammenarbeit mit der AG Kranichschutz Deutschland
Seit einem Jahr arbeiten die AG Kranichschutz Deutschland und der DDA im Bereich der Datensammlung eng zusammen. Die über ornitho gesammelten Informationen zum Brut-, Rast- und Zuggeschehen stehen der AG Kranichschutz für detaillierte Auswertungen zur Verfügung, die u.a. für den jährlichen Bericht "Das Kranichjahr" erstellt werden. Bitte geben Sie Ihre Beobachtungen deshalb nicht zusätzlich unter www.kraniche.de!
Hinweis: In der September-Ausgabe 2013 von Der Falke ist ein Beitrag der AG Kranichschutz erschienen, in dem die Entwicklung des Brut- und Rastbestandes sowie des Zuggeschehens zusammenfassend dargestellt ist. Dieser ist unter www.falke-journal.de als PDF verfügbar.
Wir danken Ihnen herzlich für Ihre Unterstützung und hoffen, dass Sie das faszinierende Schauspiel des herbstlichen Kranichzugs bestaunen können!
Die Teams von ornitho.de und der AG Kranichschutz Deutschland
Foto: M. Putze
posté par Christopher König
mardi 24 septembre 2013
tipnews
Watch out for Ruddy Shelducks with yellow neck-collars!
In diesem Sommer wurden auf dem Eemmeer bei Utrecht in den Niederlanden 48 Rostgänse mit gelben Halsringen beringt. Ziel ist es, die Herkunft der dort mausernden Vögel zu ermitteln. Der Mauserbestand am Eemmeer umfasst etwa 800 Individuen, doch bislang ist völlig unklar, woher diese große Zahl von Vögeln stammt. Die niederländische Brutpopulation ist recht klein, der nächstgelegene größere Brutbestand befindet sich in Nordrhein-Westfalen (laut neuem Brutvogelatlas 100-120 BP). Es wurde vermutet, dass einige aus Deutschland stammen, andere möglicherweise auch weit darüber hinaus. Tatsächlich konnten in den letzten Wochen bereits fünf verschiedene Individuen am Niederrhein, in Münster und auch bei Aalen in Baden-Württemberg abgelesen werden. Anfang September wurde ein Vogel aus der Schweiz gemeldet, was ein Indiz dafür ist, dass auch die schweizer Population eine Verbindung zum Mauserplatz in den Niederlanden hat. Um weitere Informationen zum Wanderverhalten der Rostgans herauszufinden, möchten wir Sie bitten, in ganz Deutschland auf beringte Individuen zu achten. Die gelben Halsringe sind eher unauffällig (klein) und haben eine schwarze Schrift mit einer Kombination aus Buchstabe und Ziffer (von unten nach oben zu lesen, s. Foto). Alle Vögel tragen außerdem einen gelben Fußring mit dem gleichen Code. Beobachtungen der Vögel sollten bitte auch unter www.geese.org eingetragen werden. Melder erhalten dort umgehend den "Lebenslauf" der Vögel mit Daten zum Beringungsort und bisherigen Wiederfunden angezeigt.
Dass der bekannte besenderte Schelladler Tõnn Anfang August aus Norwegen in Richtung seines spanischen Winterquartiers aufgebrochen war und dabei über Schweden und Dänemark Kurs auf Deutschland nahm, hatte sich in Ornithologenkreisen bereits herumgesprochen. Sein Besuch in Deutschland währte jedoch nur wenige Tage und blieb ebenso unbeobachtet wie alle seine Reisen auf dem Wegzug der letzten Jahre.
Seitdem der Schelladler im Sommer 2008 in Estland beringt wurde, führt ihn sein Zugweg zwischen Sommer- und Winterquartier alljährlich auch zweimal über Deutschland. Im Frühjahr 2013 war es bei Tõnns insgesamt zehnter Durchquerung endlich gelungen, ihn auch einmal vom Boden aus zu beobachten. Die am 8. April in Bayern geschossenen Fotos belegen eindeutig, dass es tatsächlich möglich ist, den „Phantom-Adler“ mit viel Glück zu Gesicht zu bekommen. Dieses Glück blieb den deutschen Beobachtern in den vergangenen Tagen leider erneut verwehrt. Über Dänemark erreichte der Schelladler am 20.8. die Schleswig-Holsteinische Ostseeküste und folgte dieser bis zur Eckernförder Bucht und von dort bis in die Gegend westlich von Lübeck. Am Folgetag ging es in einem Bogen um Hamburg quer durch Niedersachsen bis in die Diepholzer Moorniederung nordwestlich von Sulingen und am 22. weiter bis in die Nähe von Osnabrück. Bereits am 23. August verließ Tõnn Deutschland wieder in südwestlicher Richtung quer durch Nordrhein-Westfalen, vorbei an Münster, Recklinghausen, Duisburg und Nettetal. Auch die Niederlande wurden nur kurz gekreuzt, bevor der Adler weiter bis nach Belgien flog. Mittlerweile hat Tõnn bei Maubeuge die belgisch-französische Grenze überquert. Welche Route er nun in Richtung Überwinterungsgebiet einschlägt kann man aktuell unter birdmap.5dvision.ee mitverfolgen. Wir wünschen dem berühmten Vogel schon einmal eine angenehme Winterzeit und freuen uns auf seine Rückkehr im kommenden Frühjahr!
Das Brutgebiet des Mornellregenpfeifers liegt in den Fjällflächen und Tundren von Skandinavien bis Ostsibirien. Während die östliche Population in Vorderasien überwintert, überqueren europäische Brutvögel Zentral- und Südeuropa auf dem Weg nach Nordafrika. Viele Vögel führen dabei wohl einen Nonstopzug durch, ein gewisser Teil rastet allerdings regelmäßig an meist traditionellen Rastplätzen. Noch vor wenigen Jahren galt der Mornellregenpfeifer in ganz Deutschland als seltener und unregelmäßiger Durchzügler. Seit Ende der 1990er Jahre gab es aber durch eine in manchen Gebieten gezielte Suche nach der charismatischen Art einen enormen Erkenntnisgewinn: Zahlreiche bis dahin unbekannte Rastplätze wurden entdeckt und sind mittlerweile fast alljährlich besetzt.
In den Jahren 2011 und 2012 haben wir zur gezielten Suche nach Mornellregenpfeifern während des zeitlich eng begrenzten Durchzugfensters von Mitte August bis Mitte September aufgerufen. Die zahlreichen Meldungen vor allem über ornitho ergaben den wohl bundesweit bislang besten Überblick über die Rastvorkommen. Die Ergebnisse sind in der Juli-Ausgabe von „Der Falke“ veröffentlicht.
Motiviert durch die sehr gute Resonanz wollen wir versuchen, auch den Wegzug 2013 möglichst genau zu dokumentieren. Im Falke-Beitrag werden deshalb noch einmal gezielte Hinweise gegeben, wie und wo man Mornellregenpfeifer auf dem Herbstzug suchen (und hoffentlich auch finden) kann. Den Beitrag „Leicht zu übersehen: Herbstrast des Mornellregenpfeifers“ finden Sie hier als PDF.
Wann?
Mornellregenpfeifer überqueren Europa auf dem Zug in sehr engen Zeitfenstern. Im Frühjahr zieht die Art in Deutschland in sehr kurzer Zeitspanne und nur geringer Zahl fast ausschließlich im Mai durch, vorjährige Mornells verbleiben wie viele andere Zugvögel meist im Winterquartier. Weit auffälliger ist der Durchzug im Herbst. Hier werden die meisten Individuen im Zeitraum 15. August bis 15. September beobachtet. Einzelne Vögel treten noch bis Oktober auf. Es gilt daher in den kommenden Wochen ganz gezielt geeignete Habitate zu kontrollieren! Aufgrund des Verhaltens der Vögel sind die Beobachtungsbedingungen am Morgen und Abend am besten. Zu dieser Zeit findet die Nahrungssuche statt, während sich im weiteren Tagesverlauf ruhende, bewegungslose Vögel oft der Entdeckung entziehen. Auch die Chance, gegen Abend abziehende bzw. morgens zur Rast einfallende Tiere oder deren kleinräumige Ortswechsel bei der Suche nach geeigneten Rastflächen zu beobachten, erhöht den Beobachtungserfolg sehr deutlich.
Wo?
Während im Frühjahr vor allem küstennahe Bereiche bevorzugt werden, tauchen Mornellregenpfeifer im Herbst vermehrt an Rastplätzen im Binnenland auf. Bei den Gebieten handelt es sich in der Regel um weithin exponierte, sehr offene und damit an skandinavische Weiten erinnernde Flächen mit kurzer Vegetation. Wurden ursprünglich wohl vor allem Heiden und Brachen aufgesucht, sind heute abgeerntete Felder die Hauptrastplätze Besonders regelmäßig gelingen Nachweise vor allem auf Ackerflächen auf kargen, windexponierten Hochflächen mit weiter Sicht in Abzugrichtung Süd und Südwest in großräumigen Agrarlandschaften, gerne im oberen Hangbereich an der Südwestflanke kleiner Hügel. Es sollte mindestens ein Stoppelsturz stattgefunden haben, unbearbeitete Getreidestoppeln werden offenbar gemieden. Große Vertikalstrukturen wirken sich negativ aus, wobei Einzelbäume und Erdaufschüttungen toleriert werden. Besonders lohnend kann die Suche direkt nach starken, großräumigen Regenschauern und Gewittern sein, wenn die von der Witterungslage zur „Notrast“ gezwungenen Vögel schnell wieder abziehen und dann besonders auffällig sind. Unter solchen Witterungsbedingungen werden manchmal auch Flächen zur Rast genutzt, die bei guter Witterung keine Beachtung finden, wie z.B. ebene, kleinere Ackerflächen in Waldrandnähe. Die momentan soweit bekannt größten und bedeutendsten Rastplätze für Mornellregenpfeifer in Deutschland sind die nordrhein-westfälische Hellwegbörde im Kreis Soest sowie das Maifeld im Kreis Mayen-Koblenz in Rheinland-Pfalz.
Wie?
Nur selten werden die gerade einmal amsel-großen Mornellregenpfeifer zufällig entdeckt. Erst das genaue Absuchen geeigneter Flächen mit Fernglas oder Spektiv führt in der Regel zum Erfolg. Die Art ist relativ leicht zu bestimmen und kaum mit anderen Arten zu verwechseln (Bestimmungshilfe [ PDF ]). An den Rastplätzen herrscht eine hohe Dynamik, viele Vögel verweilen nur kurz, so dass eine regelmäßige Kontrolle möglicher Rastgebiete mit Angabe des Altersverhältnisses wertvolle Zusatzinformationen zur Anzahl der insgesamt im Gebiet rastenden Vögel liefert. Auch die Kenntnis der Lautäußerungen kann daher hilfreich sein. Beim Abfliegen wird häufig ein trillerndes, für eine Limikole unerwartet tief-melancholisches „pjürrr“ (www.xeno-canto.org/species/Charadrius-morinellus) geäußert. Mornellregenpfeifer rasten meist in artreinen Trupps, nur selten gemeinsam mit anderen Limikolen (z.B. Goldregenpfeifern). Im Rastgebiet verhalten sie sich in der Regel recht vertraut und verharren selbst auf wenige Meter Abstand. Besonders größere Trupps sind aber mitunter scheu und fliegen schon bei geringen Störungen auf. Wir möchten deshalb noch einmal ausdrücklich darauf hinweisen, dass jegliche Störungen zu vermeiden sind und der allgemeine Verhaltenskodex unbedingt zu beachten ist!
Bei der Meldung von Mornellregenpfeifern bitten wir um möglichst detaillierte Informationen zu:
rastend oder ziehend (unter "Präzisierung der Beobachtung")
Bitte auch Negativkontrollen melden!
Wenn geeignet erscheinende oder in den vergangenen Jahren von Mornells aufgesuchte Flächen kontrolliert, aber keine Vögel gefunden wurden, bitte einen Bestand = 0 eintragen. Für die Interpretation der Verbreitungskarte und die Datenauswertung sind 0-Nachweise eine wichtige Information.
Gerne können Sie weitere Angaben (z.B. zum Verhalten) im Bemerkungsfeld machen oder Fotos der Vögel anfügen.
Eine Bestimmungshilfe mit zahlreichen Fotos und Erläuterungen sowie hilfreicher Literatur bietet das folgende [ PDF ].
Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
Thomas Sacher und Stefan Stübing
Foto: Ole Krome.
posté par Christopher König
jeudi 15 août 2013
avinews
Fascination bird migration - special edition of "Der Falke" published (with the first analysis of daily lists from ornitho)
Ein nur zehn Gramm schwerer Waldlaubsänger – so viel wie zehn Büroklammern (!) – fliegt von Deutschland nach Ghana, Rauchschwalben aus Deutschland bis nach Südafrika, Steinschmätzer von Alaska nach Ostafrika …Tausende Kilometer über Meere, Gebirge und Wüsten, und dennoch finden viele von ihnen – so sie die gefahrenvolle Reise überleben – wieder exakt an den Ort zurück, an dem sie im Vorjahr gebrütet haben. Der Vogelzug ist eines der faszinierendsten Phänomene in der Natur, das seit jeher die Menschen in seinen Bann zieht. Diesem Thema widmet sich das diesjährige Sonderheft von Der Falke, das von Franz Bairlein, einem der renommiertesten Forscher zu diesem Thema weltweit, zusammengestellt wurde. In 17 Beiträgen werden ganz unterschiedliche Facetten dieses Themas von führenden Spezialisten auf diesem Gebiet behandelt, u.a. zur Geschichte der Vogelzugforschung und neuen Forschungsmethoden, zur Evolution des Vogelzuges, zur Orientierung von Zugvögeln, zu den Entscheidungen, die Vögel während des Zuges zu treffen haben, zur Rastökologie in Afrika, zu den Reaktionen von Zugvögeln auf sich ändernde klimatische Bedingungen, zur Bestandsentwicklung ziehender Brutvogelarten in Deutschland, zu den (neuen) Gefahren, denen Zugvögel ausgesetzt sind sowie zur Roten Liste wandernder Vogelarten, die im Herbst dieses Jahres erscheinen wird. Und es gibt einen ersten kleinen Einblick in den für April 2014 angekündigten deutschen Zugvogelatlas ...
Welchen Beitrag kann ornitho.de zur Erforschung des Vogelzugs leisten?
Dieser Frage geht der abschließende Beitrag des Sonderhefts nach. Mehr als 5,7 Millionen Beobachtungen wurden von den rund 9.000 Nutzerinnen und Nutzer von ornitho.de und ornitho.lu mittlerweile zusammengetragen haben. Das eröffnet auch zahlreiche und neue Möglichkeiten bei der Erforschung des Vogelzugs, da die Daten sehr großräumig erhoben werden und unmittelbar für Auswertungen zur Verfügung stehen, etwa zur Ankunft im Frühjahr und zum Durchzug oder zum alters- und geschlechtsspezifischen Zug. Zufallsbeobachtungen, wie sie in ornitho gesammelt werden, unterliegen jedoch aufgrund ihrer unsystematischen Erhebung auch zahreichen Einschränkungen hinsichtlich ihrer Aussagekraft. Hierauf gehen wir im Speziellen ein und zeigen beispielhaft und erstmals auf, wie und weshalb die so genannten „Tageslisten“ die Einschränkungen bezüglich mancher Fragestellungen reduzieren können. Bei Tageslisten werden alle auf einem Beobachtungsgang in einem definierten Gebiet entdeckten Arten notiert, sodass bei einer Auswertung der Rückschluss zulässig ist, dass alle Arten, die nicht auf der Liste aufgeführt sind, auch nicht beobachtet wurden. Die so gewonnenen Informationen zur Präsenz / Absenz sind z.B. für realistische Darstellungen des jahreszeitlichen Auftretens und jahrweiser Vergleiche sehr wichtig. Wir möchten Sie daher an dieser Stelle noch einmal dazu ermuntern, Tageslisten auszufüllen. Ausführliche Informationen zur Tageslisten-Funktion finden Sie in der Anleitung „Mitarbeit bei ornitho.de“ (infoblatt ornitho.de nr. 2).
Den Artikel „Welchen Beitrag kann ornitho.de zur Erforschung des Vogelzugs leisten?“ können Sie hier als PDF herunterladen. Alle weiteren bisher erschienenen Beiträge mit direktem ornitho-Bezug finden Sie unter Publikationen und Auswertungen.
Das 76 Seiten umfassende Falke-Sonderheft „Vogelzug“ kann für 6,95 Euro zzgl. Versandkosten beim Aula-Verlag bezogen werden.
Viel Spaß beim Lesen wünscht das Team von ornitho.de und ornitho.lu!
Staren-Schwarm. Foto: Rosl Rößner
posté par Christopher König
lundi 15 juillet 2013
technews
Changes in export format
Am vergangenen Wochenende wurde das Exportformat von ornitho.de und ornitho.lu geändert. Wichtigstes Ziel war es, die Kompatibilität der Exportdateien mit Datenbanken und GIS-Programmen zu verbessern. Was hat sich dadurch geändert?
Der Tabellenkopf besteht fortan aus zwei Zeilen:
Die 1. Zeile enthält unveränderliche, datenbank-kompatible und in allen ornitho-Portalen einheitliche Feldnamen, z.B. ID_SIGHTING, NAME_SPECIES, DATE_DAY
Allen, die Importroutinen für andere Programme schreiben oder die Exportdateien in Datenbanken importieren, wird dringend empfohlen, fortan die festen Feldnamen der ersten Zeile zu verwenden. Bitte verwenden Sie NICHT die Reihenfolge der Felder, da sich diese ändern kann.
Die 2. Zeile enthält "sprechende" Feldnamen, die für alle Nutzer verständlich sind, z.B. ID ornitho, dt. Artname, Tag.
Wir haben die Gelegenheit genutzt, die Feldnamen der 2. Zeile ebenfalls anzupassen, um diese verständlicher zu machen.
Die aktualisierte Datei mit den Erläuterungen zum Exportformat steht unter „Referenzlisten“ zur Verfügung. Für die nächste Zeit sind einige hilfreiche Ergänzungen im Exportformat vorgesehen. Unter dem vorgenannten Link finden Sie dann jeweils die Erläuterungen zur aktuellsten Version.
An alle MiniAvi-Nutzer: Georg Heine hat dankenswerter Weise die Importroutine umgehend angepasst. Eine aktualisierte Fassung von MiniAvi ist unter www.miniavi.de verfügbar.