Das Monitoring rastender Wasservögel in Deutschland
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Dienstag, 24. Dezember 2013
technews
Vielen Dank, ein frohes Weihnachtsfest und alles Gute für das Jahr 2014!
Mit viel Freude und großem Dank blicken wir auf das langsam zu Ende gehende ornitho-Jahr zurück. Mehr als 3,3 Millionen Beobachtungen wurden zusammengetragen, der gesamte Datenschatz wuchs damit auf fast 7 Millionen Datensätze an! Fast 10.000 Nutzerinnen und Nutzer „füttern“ ornitho mittlerweile mit ihren Vogelbeobachtungen, an Spitzentagen bis zu 34.000. Einige Auswertungen der Daten, die immer wieder neue und spannende Einblicke in das vogelkundliche Geschehen geben und die durch Ihre Meldungen erst möglich werden, finden Sie unter Auswertungen und Publikationen Für diese große Unterstützung möchten wir allen, die im zurückliegenden Jahr mit ihren Daten dazu beigetragen haben, ganz herzlich danken!
Rund 330 Regionalkoordinatorinnen und Regionalkoordinatoren sichten die eingehenden Daten und stehen bei Rückfragen auf lokaler Ebene als Ansprechpartner zur Verfügung. Sie übernehmen damit, ebenso wie die Mitglieder der Steuerungsgruppen, eine wichtige und verantwortungsvolle Aufgabe. Ihnen allen gilt unser ganz besonderer Dank!
Gaëtan Delaloye und dem Team von Biolovision, das im Hintergrund dafür sorgt, dass ornitho so schnell und zuverlässig läuft, danken wir für den unermüdlichen Einsatz!
Wir wünschen allen Beobachterinnen und Beobachtern ein fröhliches Weihnachtsfest sowie einen gesunden und optimistischen Start ins Jahr 2014 - verbunden mit der Hoffnung, dass dieses auch ornithologisch wieder die eine oder andere schöne Überraschung für Sie bereithält!
Für das Team von ornitho.de und ornitho.lu
Gilles Biver, Christopher König, Patric Lorgé und Johannes Wahl
Foto: Wacholderdrossel. Reinhild Waschkies.
aufgegeben von Christopher König
Mittwoch, 18. Dezember 2013
avinews
Kraniche auf neuen Wegen? Gemeinsame Auswertung der ornitho-Portale Deutschlands, Luxemburgs, Österreichs, der Schweiz und Italiens veranschaulicht möglichen neuen Zugweg
Der Durchzug der Kraniche gehört zu den besonders beeindruckenden Naturschauspielen, die sich hierzulande erleben lassen. Selbst ornithologisch eigentlich wenig interessierte Menschen erfreuen sich an den laut rufenden Keilformationen, die vielerorts in Deutschland alljährlich vor allem von Februar bis März sowie von September bis November beobachtet werden können. Der europäische Kranichzug lässt sich dabei in zwei Routen unterteilen. Der baltisch-osteuropäische Zugweg führt Kraniche im Herbst aus Finnland, dem Baltikum, Polen und Teilen Russlands zu den großen Rastplätzen der Ungarischen Tiefebene. Von dort fliegt ein Teil der Vögel westlich über den Balkan und Sizilien bis nach Tunesien, während andere Kraniche über die Türkei bis nach Israel und von dort weiter bis nach Äthiopien ziehen. Den westeuropäischen Zugweg nutzen im Wesentlichen Kraniche aus Mitteleuropa und Skandinavien sowie in den letzten beiden Jahrzehnten zunehmend auch aus den baltischen Staaten, Finnland und Weißrussland. Ihre wichtigsten Winterquartiere liegen in Frankreich und Spanien.
Kraniche auf neuen Wegen von Ungarn nach Frankreich?
Vor allem Mitte Oktober sowie Anfang und Mitte November 2013 zogen zehntausende Kraniche von den großen Rastplätzen in der Rügen-Bock-Region, Linum/Nauen oder der Diepholzer Moorniederung im Norden Deutschlands auf den beiden traditionellen Zugstraßen über Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Luxemburg bzw. Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Luxemburg in Richtung der Rastgebiete in Frankreich.
Abseits dieser engen Zugkorridore machen sich Kraniche recht rar, so auch bislang im äußersten Süden des Landes. Das ändert sich offenbar seit 2011, als während des Herbstzuges in Bayern rund 5.000 Individuen und im Jahr darauf noch einmal mehr Kraniche beobachtet wurden. Im Herbst 2013 wiederholte sich das Schauspiel erneut auf eindrucksvolle Weise: Am 1. November wurden von Österreich kommend viele Tausend Kraniche gemeldet, die über das südliche Bayern und Baden-Württemberg zogen und am 2. November schließlich in der Schweiz eintrafen und dort für das stärkste Auftreten von Kranichen überhaupt sorgten.
Hintergrund dieses verstärkten Auftretens ist möglicherweise eine neue Zugroute der auf dem baltisch-osteuropäischen Zugweg wandernden Kraniche. Denn seit den 2000er Jahren werden auch in Norditalien in zunehmender Anzahl westwärts ziehende Kraniche gemeldet. Im Herbst 2011 kam es dann erstmals zu einem Massenzug von mehreren Tausend Kranichen von Ungarn kommend über Österreich, Südbayern und die Schweiz bzw. über Österreich und Norditalien nach Frankreich (Camargue) und somit in die Überwinterungsgebiete der auf dem westeuropäischen Zugweg wandernden Kraniche. Ausgelöst wurde dieser starke westwärts gerichtete Zug vermutlich durch eine anhaltende Ostwetterlage Anfang November 2011. Im Jahr darauf wiederholte sich dieses Schauspiel ebenso wie 2013 bei steigenden Anzahlen – und ohne markante Ostwetterlagen. Welche Mechanismen hinter dieser Entwicklung stehen und ob sich die neue Zugroute langfristig etablieren wird, werden detailliertere Analysen und vor allem die kommenden Jahre zeigen.
Im Rahmen unseres Rückblickes auf den Herbst 2013 in der Januar-Ausgabe von Der Falke werden wir u.a. auf diese spannende Entwicklung näher eingehen. Wir danken dem Aula-Verlag für die freundliche Genehmigung, einen Auszug aus dem Text sowie die untenstehende Karte bereits jetzt veröffentlichen zu dürfen.
Das Beispiel zeigt einmal mehr die zahlreichen neuen Möglichkeiten, die das europäische Netzwerk der Online-Portale u.a. zur Beschreibung und Erforschung des Phänomens Vogelzug bietet. Partner in diesem neuen Netzwerk sind für Luxemburg und Deutschland ornitho.lu bzw. ornitho.de.
Wir danken den vielen Tausend Melderinnen und Meldern in Deutschland, Luxemburg, Österreich, der Schweiz und Italien, ohne die solche aktuellen und faszinierenden Einblicke nicht möglich wären!
Kranich-Beobachtungen zwischen dem 1. September und dem 30. November 2013 in Deutschland, Luxemburg, Österreich, der Schweiz und Italien nach den Daten der ornitho-Portale in diesen Ländern. Neben den beiden Hauptzugkorridoren über dem Norden und Westen Deutschlands, die Teil des westeuropäischen Zugwegs sind, ist die sich möglicherweise neu etablierende, nördlich und südlich der Alpen verlaufende, westwärts gerichtete Zugroute gut zu erkennen.
aufgegeben von Christopher König
Mittwoch, 4. Dezember 2013
tipnews
Bruterfolg des Zwergschwans 2013: Bitte um Unterstützung der europaweiten Erfassung des Jungvogelanteils am 7./8. Dezember
Der Jungvogelanteil in den Trupps überwinternder Gänse und Schwäne ist ein guter Indikator für den Bruterfolg im zurückliegenden Sommer in den arktischen Brutgebieten und ein wichtiger Parameter u.a. wenn es darum geht, die Ursachen für beobachtete Bestandsveränderungen zu analysieren. Eine der wenigen Gänse- und Schwanenarten, die derzeit einen negativen Bestandstrend aufweist, ist der Zwergschwan. Eine der Ursachen ist ein seit den 1990er Jahren zu geringer Bruterfolg. Wodurch das bedingt ist, ist unklar. Wie der Bruterfolg 2013 war, soll eine europaweite Erfassung des Jungvogelanteils am Wochenende 7./8. Dezember zeigen, die von den Niederländern organisiert wird. Ziel ist es nicht, den Gesamtbestand zu erfassen (eine solche Zählung findet erst wieder im Jan. 2015 statt), sondern eine möglichst große, über das gesamte Verbreitungsgebiet verteilte, repräsentative Stichprobe zu erhalten.
Da sich aktuell vermutlich fast ein Drittel aller europäischen Zwergschwäne in Deutschland aufhält, ist es wichtig, dass auch hierzulande möglichst viele Individuen nach Alter differenziert werden. Obgleich die meisten Beobachterinnen und Beobachter von ornitho.de speziell bei den Schwänen Alt- und Jungvögel getrennt erfassen (siehe Beitrag hierzu in Der Falke 4/2013), möchten wir dazu aufrufen , am kommenden Wochenende möglichst bei allen Zwergschwänen eine Altersdifferenzierung vorzunehmen und gleichzeitig dazu ermuntern, gezielt wichtige Zwergschwan-Rastgebiete aufzusuchen. Neben dem Jungvogelanteil wäre es wünschenswert, wenn – wie für viele mittlerweile ebenfalls Standard – auch das Nahrungshabitat erfasst werden könnte. Wer etwas mehr Zeit hat und eine interessante Herausforderung sucht, findet diese in der Ermittlung der Familiengröße. Umfangreiche Hinweise, wie diese und die anderen Informationen in ornitho.de einzutragen sind, finden Sie untenstehend.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
Axel Degen und Jan H. Beekman
Eintragung von Alter/Geschlecht, Jungvogelanteilen und Nahrungshabitat (s.a. Meldung vom 6.11.2013):
Tragen Sie die Informationen zu Alter und Geschlecht in den dafür vorgesehenen Feldern unter den optionalen Informationen ein (und nicht in den Bemerkungsfeldern, die sich kaum auswerten lassen)!
Bitte machen Sie immer Angaben zu allen beobachteten Geschlechtern oder Altersklassen. Beispiel: Sie haben einen Trupp von 28 Singschwänen nach Alter differenziert und 23 Alt- und 5 Jungvögel ermittelt. Wenn Sie nun lediglich die 5 Jungvögel eintragen, dann kann das bedeuten, dass die übrigen Tiere Altvögel waren, aber auch, dass unter den 28 Vögeln unter anderem 5 Jungvögel beobachtet wurden. Der Rückschluss, alle übrigen sind Altvögel, wäre dann falsch. Solche Datensätze können deshalb bei Auswertungen nicht berücksichtigt werden.
Ein Grund, weshalb immer wieder nur die Jungvögel oder nur ein Geschlecht angegeben werden, mag darin liegen, dass nur zunächst eine Zeile bei den Details zum Alter und Geschlecht angegeben ist. Um das andere Geschlecht oder weitere Altersklassen anzugeben, klicken bitte auf „weitere Detailangaben anfügen". Alternativ finden Sie darunter ein Feld, über das Sie die Detailangaben sehr schnell und einfach eintragen können. Mit einem Klick in das Feld öffnet sich ein Hinweis, wie die Detailangaben in das Feld eingetragen werden müssen.
Bitte vermeiden Sie die Angabe „immatur“, wenn das Alter genauer angegeben werden kann. Für Vögel aus der vorhergehenden Brutzeit verwenden Sie bitte bis zum 31. Dezember eines Jahres die Kategorie „1. KJ / diesjährig“ und ab dem 1. Januar „2. KJ / vorjährig“. Bei Höckerschwänen ist das sogar essenziell, da sich bei diesen Vögel im 2. Winter oft noch von Altvögeln unterscheiden lassen. Wer Altvögel von zwei- bis dreijährigen Vögeln unterscheidet, sollte diese als weitere Kategorie gesondert angeben.
Die Altersverhältnisse unterscheiden sich zwischen kleinen und großen Trupps. Kleine Trupps oder einzelne Familien, die sich z.B. bei Schwänen fast auf einen Blick differenzieren lassen, haben durchschnittlich einen höheren Jungvogelanteil. Falls es die Zeit zulässt, differenzieren Sie auch größere Ansammlungen. Diese Informationen sind sehr wertvoll, damit es nicht zu einer Überschätzung des Jungvogelanteils kommt.
Machen Sie Altersangaben auch dann, wenn ein Trupp nur aus Alt- oder Jungvögeln besteht! Mitunter hatten wir den Eindruck, dass vor allem Trupps gemeldet wurden, die beide Altersklassen enthielten.
Die Familiengröße bei Gänsen und Schwänen ist ebenfalls eine interessante Information. Falls Sie diese ermitteln, geben Sie diese bitte im Bemerkungsfeld wie folgt an: Familien: 3x1, 4x2, 1x5 Juv.
Rast- oder Nahrungshabitat
Bei in der Agrarlandschaft rastenden Vögeln (v.a. Gänsen, Schwänen, Kranichen und Limikolen) ist das Rast- oder Nahrungshabitat eine wichtige Zusatzinformation. Falls Sie dieses bestimmen können, tragen Sie es bitte unter den Optionalen Angaben bei "(Rast)Habitat" ein. Im Gegensatz zu Angaben unter „Bemerkungen“ können diese Angaben dann direkt ausgewertet werden. Bei Gänsen und Schwänen unterscheiden sich z.B. die Jungvogelanteile zwischen verschiedenen Habitaten. Auch deshalb ist die Angabe des Habitats wertvoll und wichtig.
Bitte machen Sie auch möglichst bei „Präzisierung der Beobachtung“ eine Angabe, so dass eindeutig zwischen rastenden und ziehenden / überfliegenden Vögel unterschieden werden kann. Bei ziehenden Vögeln ist auch die Zeit eine wichtige Information. Diese können Sie direkt hinter dem Datum mit Leerzeichen getrennt angeben, z.B. 24.11.2012 12:00
Nicht immer ist die Unterscheidung zwischen „Nahrung suchend“ und „rastend / ruhend“ eindeutig möglich. Im Zweifelsfalle sollten Sie „Nahrung suchend“ eingeben, auch wenn ein Teil des Vogeltrupps zum Beobachtungszeitpunkt ruht. Nicht hilfreich ist es, für einen zusammenhängenden Rasttrupp zwei Datensätze anzulegen, die sich lediglich in der Präzisierung der Verhaltensweise unterscheiden. Gleiches gilt für Anteile eines zusammenhängenden Rasttrupps, die sich über eine Parzellengrenze hinweg bewegen und daher zwei verschiedene Habitate nutzen. Hier sollten sie das vorrangig genutzte Habitat eingeben. Separate Trupps in größeren Gebieten sollten hingegen möglichst mit exakter Lokalisierung getrennt eingegeben und codiert werden.
Öffnen Sie jeden Tag ein Türchen unseres ADEBAR-Adventskalenders und entdecken ein spannendes Artkapitel aus dem neuen Atlas deutscher Brutvogelarten (ADEBAR). Wir möchten damit deutlich machen, dass mit Hochdruck am Abschluss gearbeitet wird und das Ziel nicht mehr fern ist. Die 24 Beispiele zeigen eindrucksvoll, dass Sie mit vielen neuen Erkenntnissen über die heimische Vogelfauna rechnen dürfen.
Das ADEBAR-Redaktionsteam wünscht Ihnen eine schöne Vorweihnachstzeit
Kai Gedeon, Christoph Grüneberg, Alexander Mitschke & Christoph Sudfeldt
PS: Wenn sich das 24. Türchen geöffnet hat, endet auch der Zeitraum, in dem Patenschaften abgeschlossen werden können. Nur bis dahin haben Sie noch die Möglichkeit, Ihrer Sympathie für eine Vogelart dauerhaften Ausdruck zu verleihen. Hier geht es zu den Spendenpatenschaften.
aufgegeben von Johannes Wahl
Mittwoch, 20. November 2013
tipnews
Unterstützen Sie ornitho durch die Nutzung der Suchmaschine benefind!
„Für jede zweite Web-Suche spenden wir 1 Cent an eine Organisation Ihrer Wahl“ ist das Motto der Internet-Suchmaschine benefind.de. Das Sozialunternehmen benefind unterstützt bereits mehr als 1.000 gemeinnützige Organisationen und seit kurzem auch den Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA), den Träger von ornitho.de. Die Suche erfolgt in Kooperation mit Yahoo.
Mit benefind können Sie einen kleinen, aber wichtigen Beitrag zur Unterstützung des DDA leisten. Sie fördern – ganz einfach beim Suchen im Internet – Stück für Stück den Unterhalt und die Weiterentwicklung von ornitho sowie die Koordination der Programme zur Erfassung der heimischen Vogelwelt.
Um den DDA (und damit ornitho) zu unterstützen, folgen Sie einfach folgendem Link: www.benefind.de/?org=1269.
Danach kann benefind wie jede andere Suchmaschine verwendet werden. Für jede erfolgreiche Web-Suche (Suchergebnis muss angeklickt werden) schreibt benefind dem Nutzer einen halben Cent gut und leitet den Betrag an den DDA weiter.
Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!
Das Team von ornitho.de
aufgegeben von Christopher König
Mittwoch, 6. November 2013
tipnews
Alter, Geschlecht, Habitat und Schlafplätze (und was Sie dabei beachten sollten)
Im Winterhalbjahr sind die großen Ansammlungen rastender und überwinternder Wasservögel ein faszinierendes Schauspiel. Bei vielen von ihnen lassen sich Alter oder Geschlecht unterscheiden, viele versammeln sich allabendlich an Schlafplätzen. Um die Fülle an wertvollen Daten für Auswertungen und die Naturschutzarbeit bestmöglich nutzen zu können, möchten wir Ihnen einige Tipps zur Meldung Ihrer Beobachtungen in ornitho an die Hand geben:
Alters- und Geschlechterverhältnisse
Bei Gänsen und Schwänen beispielsweise ist der Jungvogelanteil in den überwinternden Trupps ein guter Indikator für den Bruterfolg im vorhergehenden Sommer. Im jährlichen Vergleich ergeben sich daraus wichtige Hinweise auf die Ursache von Bestandsveränderungen. Eine erste Auswertung der Jungvogelanteile des Singschwans anhand der ornitho-Daten haben wir im Rückblick auf den Winter 2012/13 in der April-Ausgabe der Zeitschrift Der Falke vorgenommen (verfügbar unter Publikationen und Auswertungen). Wir möchten uns deshalb bei allen bedanken, die sich im Feld die (lohnende!) Mühe machen, genauer zu differenzieren!
Bei der Meldung in ornitho bitten wir Sie, Folgendes zu beachten:
Tragen Sie die Informationen zu Alter und Geschlecht in den dafür vorgesehenen Feldern unter den optionalen Informationen ein (und nicht in den Bemerkungsfeldern, die sich kaum auswerten lassen)!
Bitte machen Sie immer Angaben zu allen beobachteten Geschlechtern oder Altersklassen. Beispiel: Sie haben einen Trupp von 28 Singschwänen nach Alter differenziert und 23 Alt- und 5 Jungvögel ermittelt. Wenn Sie nun lediglich die 5 Jungvögel eintragen, dann kann das bedeuten, dass die übrigen Tiere Altvögel waren, aber auch, dass unter den 28 Vögeln unter anderem 5 Jungvögel beobachtet wurden. Der Rückschluss, alle übrigen sind Altvögel, wäre dann falsch. Solche Datensätze können deshalb bei Auswertungen nicht berücksichtigt werden.
Ein Grund, weshalb immer wieder nur die Jungvögel oder nur ein Geschlecht angegeben werden, mag darin liegen, dass nur zunächst eine Zeile bei den Details zum Alter und Geschlecht angegeben ist. Um das andere Geschlecht oder weitere Altersklassen anzugeben, klicken bitte auf „weitere Detailangaben anfügen". Alternativ finden Sie darunter ein Feld, über das Sie die Detailangaben sehr schnell und einfach eintragen können. Mit einem Klick in das Feld öffnet sich ein Hinweis, wie die Detailangaben in das Feld eingetragen werden müssen.
Bitte vermeiden Sie die Angabe „immatur“, wenn das Alter genauer angegeben werden kann. Für Vögel aus der vorhergehenden Brutzeit verwenden Sie bitte bis zum 31. Dezember eines Jahres die Kategorie „1. KJ / diesjährig“ und ab dem 1. Januar „2. KJ / vorjährig“. Bei Höckerschwänen ist das sogar essenziell, da sich bei diesen Vögel im 2. Winter oft noch von Altvögeln unterscheiden lassen. Wer Altvögel von zwei- bis dreijährigen Vögeln unterscheidet, sollte diese als weitere Kategorie gesondert angeben. Bitte beachten Sie, dass Jungvögel der immutabilis-Mutante bereits im 1. Winter den Altvögeln sehr ähnlich sind und ein weißes Gefieder haben. Erkennungsmerkmale von Jungvögeln bis dreijährigen Vögeln unterscheidet, sollte diese als weitere Kategorie gesondert angeben. Bitte beachten Sie, dass Jungvögel der immutabilis-Mutante sind der blassrosa-farbene Schnabel und die rosafarbenen statt schwarzen Beine.
Die Altersverhältnisse unterscheiden sich zwischen kleinen und großen Trupps. Kleine Trupps oder einzelne Familien, die sich z.B. bei Schwänen fast auf einen Blick differenzieren lassen, haben durchschnittlich einen höheren Jungvogelanteil. Falls es die Zeit zulässt, differenzieren Sie auch größere Ansammlungen. Diese Informationen sind sehr wertvoll, damit es nicht zu einer Überschätzung des Jungvogelanteils kommt.
Machen Sie Altersangaben auch dann, wenn ein Trupp nur aus Alt- oder Jungvögeln besteht! Mitunter hatten wir den Eindruck, dass vor allem Trupps gemeldet wurden, die beide Altersklassen enthielten.
Die Familiengröße bei Gänsen und Schwänen ist ebenfalls eine interessante Information. Falls Sie diese ermitteln, geben Sie diese bitte im Bemerkungsfeld wie folgt an: Familien: 3x1, 4x2, 1x5 Juv.
Rast- oder Nahrungshabitat
Bei in der Agrarlandschaft rastenden Vögeln (v.a. Gänsen, Schwänen, Kranichen und Limikolen) ist das Rast- oder Nahrungshabitat eine wichtige Zusatzinformation. Falls Sie dieses bestimmen können, tragen Sie es bitte unter den Optionalen Angaben bei "(Rast)Habitat" ein. Im Gegensatz zu Angaben unter „Bemerkungen“ können diese Angaben dann direkt ausgewertet werden. Bei Gänsen und Schwänen unterscheiden sich z.B. die Jungvogelanteile zwischen verschiedenen Habitaten. Auch deshalb ist die Angabe des Habitats wertvoll und wichtig.
Bitte machen Sie auch möglichst bei „Präzisierung der Beobachtung“ eine Angabe, so dass eindeutig zwischen rastenden und ziehenden / überfliegenden Vögel unterschieden werden kann. Bei ziehenden Vögeln ist auch die Zeit eine wichtige Information. Diese können Sie direkt hinter dem Datum mit Leerzeichen getrennt angeben, z.B. 24.11.2012 12:00
Nicht immer ist die Unterscheidung zwischen „Nahrung suchend“ und „rastend / ruhend“ eindeutig möglich. Im Zweifelsfalle sollten Sie „Nahrung suchend“ eingeben, auch wenn ein Teil des Vogeltrupps zum Beobachtungszeitpunkt ruht. Nicht hilfreich ist es, für einen zusammenhängenden Rasttrupp zwei Datensätze anzulegen, die sich lediglich in der Präzisierung der Verhaltensweise unterscheiden. Gleiches gilt für Anteile eines zusammenhängenden Rasttrupps, die sich über eine Parzellengrenze hinweg bewegen und daher zwei verschiedene Habitate nutzen. Hier sollten sie das vorrangig genutzte Habitat eingeben. Separate Trupps in größeren Gebieten sollten hingegen möglichst mit exakter Lokalisierung getrennt eingegeben und codiert werden.
Schlafplätze
Gänse, Schwäne, Reiher, Kranich oder Kormoran, aber auch einige Greif- und Singvogelarten suchen (nicht nur im Winter) Gemeinschaftsschlafplätze auf. Gebiete, die als Schlafplätze dienen, haben eine besondere Bedeutung für die betreffenden Vogelarten und dementsprechend für den Naturschutz. Wir möchten Sie deshalb bitten,
Schlaf- oder abendliche Sammelplätze unter „Präzisierung der Beobachtung“ stets als „Schlaf- / Sammelplatz“ zu kennzeichnen (unter „Bemerkungen“ geht diese Information leicht verloren).
bei Schlafplatzzählungen möglichst die Uhrzeit anzugeben.
Muss ich meine Informationen schützen?
In den meisten Fällen ist das Verbergen vor der Öffentlichkeit nicht notwendig! Falls Sie jedoch konkrete Befürchtungen haben, dass die mancherorts durchaus sensiblen Informationen z.B. von Schlafplätzen in „falsche Hände“ geraten könnten, dann setzen Sie den Haken bei „geschützte Beobachtung“. Sie ist dann für die Öffentlichkeit unsichtbar, steht jedoch Artexperten und Regionalkoordinatoren zur Verfügung.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
Ihr ornitho-Team
Adulter Singschwan (vorne) mit Jungvogel. Foto: Peter Hering
aufgegeben von Johannes Wahl
Freitag, 25. Oktober 2013
avinews
Statusbericht „Vögel in Deutschland 2012“ erschienen
Heute wurde der Bericht "Vögel in Deutschland 2012" offiziell veröffentlicht. Dieser wird jährlich gemeinsam vom Bundesamt für Naturschutz (BfN), der Länderarbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten und dem Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) erarbeitet. Die aktuellen Ausgabe beschäftigt sich vor allem mit dem Thema Vogelzug. Bei einem Fünftel der wandernden Vogelarten, die in Deutschland vorkommen, sind die Bestände rückläufig. Als wichtige Ursachen für den Rückgang der Zugvogelarten wertete die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), Prof. Beate Jessel, die verschlechterten Lebensbedingungen für Greif- und Singvogelarten in großflächigen strukturarmen Agrarlandschaften und den beginnenden Klimawandel.
Konkret nahmen in den letzten 25 Jahren die Rast- oder Überwinterungsbestände von 64 (21%) der 305 wandernden und regelmäßig in Deutschland auftretenden Vogelarten ab. Die besorgniserregende Entwicklung zeigt sich zum Beispiel bei Raufußbussard und Ohrenlerche. Die Autoren der Studie vom Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA), der Länderarbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten und dem BfN fordern daher erhöhte Schutzanstrengungen. „Es zeigt sich, dass der Klimawandel nicht ohne Folgen für die Zugvögel bleibt. Die Zugzeiten der Vögel verschieben sich meist nicht synchron zu den Änderungen in der jahreszeitlichen Vegetations- und Insektenentwicklung. Der Bruterfolg verringert sich dadurch und die Arten werden seltener“, sagte BfN-Präsidentin Jessel.
„Insbesondere viele Singvögel und Greifvögel der offenen Kulturlandschaft sind stark betroffen. Die aktuelle Bestandssituation der wandernden Vogelarten, die in der Agrarlandschaft rasten, zeigt dringenden Handlungsbedarf an“, mahnte Bernd Hälterlein, Vorsitzender des DDA. „Die Rastbestände von über 35 % aller Arten, die die offene, landwirtschaftlich geprägte Kulturlandschaft außerhalb der Brutzeit zur Rast und Nahrungssuche aufsuchen, nehmen in Deutschland ab.“ Zum Schutz der Arten sollten nach Ansicht der Autoren Stilllegungs- und Brach- sowie Ernteverzichtsflächen eingerichtet und der Strukturreichtum der Landschaft erhöht werden. „Wenn mehr Ernterückstände als wichtige Nahrungsressourcen auf den Felder verbleiben sowie auf einen schnellen Umbruch abgeernteter Felder verzichtet wird, dann kann sich die herbst- und winterliche Artenvielfalt in der Agrarlandschaft ebenfalls erhöhen und sogar den Bruterfolg im Folgejahr verbessern,“ ergänzte Christof Herrmann, Geschäftsführer der Länderarbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten.
Die Studie zeigt außerdem deutlich, dass vor allem die südlich der Sahara überwinternden Langstreckenzieher erheblicher Schutzanstrengungen bedürfen. Beispielsweise werden sie in Südeuropa und Afrika immer noch Opfer von illegalem Massenfang. „Für die Verbesserung der Bestandssituation vor allem dieser Arten müssen zeitnah geeignete, international abgestimmte Maßnahmen ergriffen werden,“ forderte BfN-Präsidentin Beate Jessel. „Um wirksame Strategien für einen nachhaltigen Zugvogelschutz entwickeln zu können, bedarf es einer konzertierten Erforschung grundlegender Zusammenhänge, die den gesamten Jahreslebensraum von Zugvogelpopulationen bzw. -arten betrachtet," sagte Christof Herrmann von der Länderarbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten.
Auch wenn der Abnahmetrend insgesamt bei den Vogelarten negativ zu beurteilen ist, so bestätigt die Studie bei einzelnen Arten eine leichte Stabilisierung der Bestände. „Erfreulich ist der in den letzten 25 Jahren positive Trend bei Wanderfalke und Seeadler. Möglicherweise haben hier die Naturschutzmaßnahmen bereits gegriffen.“ so Prof. Beate Jessel.
Hintergrund
Geschätzte 50 Milliarden Vögel bewegen sich weltweit alljährlich auf ihren saisonalen Wande-rungen zwischen Brutgebiet und Winterquartier. Die Distanz der Vogelwanderungen reicht je nach Vogelart von kleinräumigen Bewegungen auf regionaler Ebene bis hin zu Zugstrecken über mehrere Kontinente und viele tausend Kilometer. Einzelne Langstreckenzieher sind in der Lage, mehr als 10.000 km in jeder Zugsaison zurückzulegen. Dabei schaffen sie bis zu 1.000 km an einem Tag bei mittleren Geschwindigkeiten von 90 km/h.
Die Studie „Vögel in Deutschland“ erscheint seit 2007 jährlich und wird gemeinsam vom Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA), und der Länderarbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwar-ten (LAG VSW) im Auftrage des und dem BfN erstellt. Sie ist eine komprimierte Zusammenfassung aktueller Entwicklungen in der heimischen Vogelwelt. Der Schwerpunkt der diesjährigen aktuellen Studie liegt auf der Beschreibung der Bestandssituation ziehender Greifvögel und Eulen, Singvögel und anderer Nicht-Wasservogelarten. Die Ergebnisse des Vogelmonitorings basieren auf dem Engagement von bundesweit mehr als 5000 ehrenamtlich tätigen Beobachterinnen und Beobachtern.
In gedruckter Form können Sie den Bericht „Vögel in Deutschland 2012“ zum Preis von 9,80 Euro zzgl. Versand über den DDA-Schriftenversand beziehen. Sie können den Bericht außerdem als PDF herunterladen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Vogelmonitoring erhalten das Heft als Dank für ihre Unterstützung kostenlos zugesandt.
Viel Spaß beim Lesen wünscht das Team von ornitho.de!
aufgegeben von Christopher König
Dienstag, 8. Oktober 2013
avinews
Vögel in Deutschland aktuell: Rückblick auf den Sommer 2013
In der Oktober-Ausgabe von Der Falke blicken wir in der Rubrik "Vögel in Deutschland aktuell" auf das vogelkundliche Geschehen im Sommer 2013 zurück, wobei wir wieder drei Arten genauer unter die Lupe nehmen. Zu Beginn der Mauserzeit der Graugänse hatten wir dazuaufgerufen, gezielt auf Mauseransammlungen (nicht nur der Graugänse) zu achten und diese zu melden. Bislang sind unsere Kenntnisse - bundesweit betrachtet - zu Mausergewässern noch lückenhaft. Für die Graugans konnten dank des Aufrufs weitere Informationen gewonnen werden. Es bleiben jedoch auch noch Herausforderungen für die kommenden Jahre. Ein auffälliges Ereignis dieses Sommers war der Einflug von Gänsegeiern nach Deutschland, an dem mindestens 50 Vögel beteiligt gewesen sind. Ungewöhnlich häufig wurden in den Sommermonaten auch nach Süden und Südwesten ziehende Fichtenkreuzschnäbel gemeldet. Auch darauf gehen wir genauer ein. Wie gewohnt berichten wir darüber hinaus auch über bemerkenswerte Beobachtungen und Raritäten in den Monaten Juni bis August.
Den Beitrag „Vögel in Deutschland aktuell: Sommer 2013 - Graugänse, Gänsegeier und Kreuzschnäbel“ können Sie hier als PDF herunterladen. Alle weiteren bisher erschienenen Beiträge mit direktem ornitho-Bezug finden Sie unter Publikationen und Auswertungen.
Das komplette Falke-Heft 10/2013 mit vielen weiteren Beiträgen u.a. über die Diskussion um Schwerpunkte im Vogelschutz, den Truppenübungsplatz Grafenwöhr, den Eisvogel, eine neue Briefmarkenserie mit Vogelmotiven sowie die Gefahren für die Geier Afrikas können Sie über die Internetseite von Der Falke beziehen.
Viel Spaß beim Lesen wünscht das Team von ornitho.de und ornitho.lu!
Tausende von Blässgänsen ziehen jedes Jahr im Herbst aus ihren Brutgebieten in Nordrussland nach Mitteleuropa. Mithilfe von GPS-Sendern und Halsringen konnte in den letzten Jahren herausgefunden werden, dass adulte Ganter viele verschiedene Routen benutzen und auf traditionellen Rastgebieten für mehrere Wochen rasten. Doch wie verhalten sich juvenile oder subadulte Gänse? Von Beobachtungsstudien ist bekannt, dass Blässgänse im Familienverband ziehen und die Eltern ihren Jungvögeln so die Zugroute beibringen. Wie genau das jedoch geschieht, ist bisher unbekannt. Um diesen Fragen nachzugehen, ist Anfang August 2013 eine Gruppe Gänseforschern des Max-Planck-Instituts für Ornithologie und des Institute for Wetlands and Waterfowl Research (IWWR e.V.) ins russische Brutgebiet der Gänse gereist, um Blässgänse mit neuen, hochauflösenden GPS-Sendern auszustatten. 92 Tiere haben einen GPS-Solar-Sender bekommen: 38 Jungvögel und 54 Altvögel. Einige der Sender übertragen ihre Positionen über das GSM-Telefonnetzwerk und konnten in Russland schon einmal ausgelesen werden. Der Großteil der Halsbänder trägt nur einen Datenlogger, der die Position speichert. Dieser muss mit einer VHF-Radioantenne ausgelesen werden. Diese GPS-Solar-Sender sind in weißen Halsringen integriert , deren Nummern abgelesen werden können. Dabei benötigen wir Ihre Hilfe!
Falls Sie einen weißen Halsring ablesen, geben Sie – neben der Meldung bei ornitho – den Code bitte schnellstmöglich auch unter www.geese.org ein. Die Forscher werden dann umgehend per E-Mail informiert und können sich umgehend auf den Weg machen, um die Daten zu sichern.
Ab Anfang Dezember können die GSM-Sender von Kolguev ebenso wie die Argos-Sender aus Ungarn unter www.blessgans.de live im Internet verfolgt werden.
Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!
Dr. Andrea Kölzsch und Dr. Helmut Kruckenberg
aufgegeben von Christopher König
Dienstag, 1. Oktober 2013
tipnews
Herbstzug und -rast der Kraniche – bitte beachten!
Zu Zehntausenden sammeln sich derzeit die Kraniche in den Rastgebieten im Norden und Osten Deutschlands und treten in den kommenden Wochen ihren Zug in die Überwinterungsgebiete in Südwesteuropa an. Vor allem im Westen Deutschlands und in Luxemburg werden dann wieder die weithin hörbaren Rufe und beeindruckenden Zugformationen zu sehen sein. Viele Tausend Zug- und Rastbeobachtungen werden in dieser Zeit über ornitho.de und ornitho.lu gemeldet. Damit die gesammelten Daten später detailliert ausgewertet und für Naturschutzfragen eingesetzt werden können, bitten wir Sie um Folgendes:
Melden Sie bitte möglichst jeden Zug- oder Rasttrupp separat.
Geben Sie zu Ihren Zugbeobachtungen bitte immer eine Uhrzeit an. Diese können Sie direkt hinter dem Datum von Hand eingeben, z.B. 30.09.2013 13:00.
Falls Sie an Massenzugtagen für mehrere Stunden an einem Ort stehen und den Zug verfolgen, geben Sie bitte den Erfassungszeitraum sowie für die Interpretation der Daten wichtige Informationen (z.B. Sichtweite) unter „Bemerkungen“ an.
Bitte geben Sie bei Zugbeobachtungen immer eine Zugrichtung an. Diese können Sie im Feld „Präzisierung der Beobachtung“ auswählen. Entsprechende Angaben im Bemerkungsfeld lassen sich nicht auswerten.
Geben Sie Trupps rastender oder Nahrung suchender Kraniche bitte punktgenau ein. Geben Sie bitte bei „Präzisierung der Beobachtung“ an, ob die Kraniche rasteten oder Nahrung suchten, und vermerken Sie – sofern zutreffend und erkennbar – auch das (Rast)Habitat.
Alt- und Jungvögel lassen sich bei Kranichen sehr einfach unterscheiden. Falls Sie also etwas mehr Zeit haben, zählen Sie Alt- und Jungvögel getrennt aus und tragen die Informationen in den dafür vorgesehenen Feldern ein (bitte nicht im Bemerkungsfeld). Falls Sie nur einen Teil eines großen Trupps ausgezählt haben, geben Sie bitte die Gesamtanzahl und in den Detailangaben nur die Anzahl differenzierter Individuen an.
Falls Sie Kraniche abends oder morgens am Schlafplatz gezählt haben, geben Sie bitte ebenfalls die Uhrzeit sowie unter „Präzisierung der Beobachtung“ Schlaf-/Sammelplatz an.
Diese Hinweise bezüglich der Rast gelten insbesondere auch für Gänse und Schwäne sowie weitere auf Feldern rastende / Nahrung suchende Vogelarten (z.B. Kiebitz, Goldregenpfeifer).
Bewährte Zusammenarbeit mit der AG Kranichschutz Deutschland
Seit einem Jahr arbeiten die AG Kranichschutz Deutschland und der DDA im Bereich der Datensammlung eng zusammen. Die über ornitho gesammelten Informationen zum Brut-, Rast- und Zuggeschehen stehen der AG Kranichschutz für detaillierte Auswertungen zur Verfügung, die u.a. für den jährlichen Bericht "Das Kranichjahr" erstellt werden. Bitte geben Sie Ihre Beobachtungen deshalb nicht zusätzlich unter www.kraniche.de!
Hinweis: In der September-Ausgabe 2013 von Der Falke ist ein Beitrag der AG Kranichschutz erschienen, in dem die Entwicklung des Brut- und Rastbestandes sowie des Zuggeschehens zusammenfassend dargestellt ist. Dieser ist unter www.falke-journal.de als PDF verfügbar.
Wir danken Ihnen herzlich für Ihre Unterstützung und hoffen, dass Sie das faszinierende Schauspiel des herbstlichen Kranichzugs bestaunen können!
Die Teams von ornitho.de und der AG Kranichschutz Deutschland