Das Monitoring rastender Wasservögel in Deutschland
-
Zähltermine
Wasservogelzählung
-
Hintergrund und Ziele
-
Mitmachen!
-
Dateneingabe in ornitho.de
Rastende Gänse und Schwäne
-
Hintergrund, Ziele und Methoden
-
Mitmachen!
-
Dateneingabe in ornitho.de
Kranich-Schlafplatzzählung
-
Hintergrund, Ziele und Methoden
-
Mitmachen!
-
Dateneingabe in ornitho.de
Anleitungen, Hinweise und Tipps
Technische Hinweise
-
Erste Schritte / Registrierung
-
Persönliche Einstellungen
Beobachtungen melden
-
Beobachtungen melden (Hintergrund)
-
Beobachtungen melden (Praxis)
-
Beobachtungslisten-Funktion
-
Schutz von Beobachtungen
-
Die ornitho-App „NaturaList“
-
Beobachtungen bearbeiten/löschen
Daten auswerten
-
Datenbank-Abfragen
-
Verbreitung auf Rasterbasis (Atlas-Tool)
-
Foto- und Tondokumente
-
QR-Codes von ornitho.de
Fachliche Tipps
-
Alter und Geschlecht
-
Vergabe von Brutzeitcodes
-
Eingabe von Koloniebrütern
-
Projekt ''NocMig''
-
Seltenheitenkommissionen
Bestimmungshinweise
-
Krähenhybriden
-
Schwanzmeisen
-
Intermediäre (Trauer)Bachstelzen
-
Lautäußerungen Spechte
Aktuelle Nachrichten
Seite :
|<
<
25
26
27
28
29
30
31
32
33
>
>|
n/Seite :
Anzahl : 389
Montag, 18. Juli 2011
avinews
Brandgänse gehen mit Solarrucksack auf Reisen
Im Spätsommer versammeln sich im Wattenmeer vor allem in der äußeren Elbmündung bis zu 200.000 Tiere zur Großgefiedermauser. Das entspricht etwa zwei Dritteln der nordwest-europäischen Population, die seit der Jahrtausendwende um dreißig bis vierzig Prozent abgenommen haben. Warum die Bestände eines der bekanntesten Wattenmeervögel so rapide abnehmen, ist bisher unklar. Unter anderem um Hinweise auf diese Frage zu bekommen, haben Wissenschaftler des NABU und des Forschungs- und Technologiezentrums Westküste (FTZ) der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel im Juni drei Brandgänse der Wattenmeerküste Schleswig-Holsteins mit solarbetriebenen Satellitensendern ausgestattet.
Die drei weiblichen Brandgänse, die auf die Namen Tonja, Kati und Diva getauft wurden, wurden im Beltringharder Koog nördlich von Husum und im Bereich der vom NABU Schleswig-Holstein betreuten Eidermündung besendert. Ihre 30 g leichten, solarbetriebenen Sender tragen sie wie Rucksäcke auf ihrem Rücken. Sie registrieren stündlich bis auf wenige Meter genau die Aufenthaltsorte der Tiere und schicken diese alle drei Tage an einen Satelliten, der die Daten wiederum an eine Bodenstation weiterleitet. Das Michael-Otto-Institut im NABU und das FTZ können diese Informationen über das Internet abrufen. Die Sender, die vom NABU Club, einem Zusammenschluss besonderer Förderer und Freunde des NABU, finanziert wurde, können mehrere Jahre aktiv bleiben und behindern die Vögel weder beim Fliegen noch bei der Aufzucht der Jungtiere.
Von der Satellitentelemetrie erhoffen sich die Wissenschaftler Antworten auf eine Vielzahl weiterer naturschutzrelevanter Fragen, wie dem Einfluss von Störungen und wie verschiedene Aufenthaltsgebiete der Tiere miteinander in Beziehung stehen. Spannend ist hierbei, ob alle drei besenderten Tiere in die Elbmündung ziehen werden, oder ob auch alternative Mausergebiete genutzt werden. Die neuen Erkenntnisse stellen damit eine wichtige Ergänzung zu den langjährigen Zählungen im Rahmen des Brut- und Rastvogelmonitorings im Wattemeer dar.
Von der lokalen bis zur internationalen Ebene mit einer Plattform! Durch die Erweiterung der ornitho-Familie um ornitho.de und ornitho.lu wird es künftig möglich sein, nicht nur in der Schweiz, sondern auch in Italien, zunehmend mehr französischen Departements sowie in Katalonien Vogelbeobachtungen über optisch und inhaltlich sehr ähnliche Internetportale einzugeben (auch Österreich könnte folgen, erste Gespräche wurden bereits aufgenommen). Und nicht nur das: Da hinter allen ornitho-Seiten die gleiche Datenstruktur steht, werden mittelfristig auch länderübergreifende Darstellungen möglich, die dann von der Stiefelspitze Italiens bis nach Flensburg reichen werden sowie den deutschsprachigen Teil Mitteleuropas und nahezu den gesamten Alpenraum umfassen.
aufgegeben von Johannes Wahl
Montag, 20. November 2006
tipnews
Zwerggänse mit Satellitensendern unterwegs
Die Brutbestände der Zwerggans nehmen seit vielen Jahren insbesondere im westlichen Teil der Arktis dramatisch ab. Seit den 1980er Jahren engagiert sich die schwedische Jägerschaft intensiv für den Erhalt dieser Art in Schweden. Schon seit einigen Jahren werden Zwerggänse in Schweden intensiv nachgezüchtet, um die Jungtiere dann in die Wildnis entlassen zu können. Hierfür wurde in den 2000er Jahren eine Zucht aus russischen Wildvögeln aufgebaut. Mittlerweile können alljährlich etwa 50 dies- und vorjährige Gänse in der Nähe der Brutgebiete freigelassen werden, wo sie hoffentlich Anschluss an die wilden Zwerggänse finden.
Während die Brutgebiete der Zwerggänse in Skandinavien und auch die Winterplätze der Art gut bekannt sind, fehlt es an Wissen über die konkreten Zwischenrastplätze und Zugrouten im Herbst und im Frühjahr. Um dies zu untersuchen, wurden 2014 fünf Zwerggänse mit Satellitensendern ausgestattet. Die Zugwege dieser Gänse in ihr Überwinterungsgebiet können nun auf www.blessgans.de unmittelbar und detailliert verfolgt werden. Aus Schutzgründen beginnen die Daten der Reisen der Gänse erst Ende August, als die Gänse ihr Brutgebiet bereits verlassen hatten. Dies ist notwendig, um die Brutgebiete dieser bedrohten Art vor weiteren Störungen zu schützen.
Zwei der besenderten Vögel halten sich aktuell offenbar nordwestlich von Bremen auf, vermutlich unter Graugänsen. Die Vögel tragen farbige Ringe mit individuellen Codes. Beobachtungen und Ringablesungen dieser Vögel sind unbedingt willkommen! Bitte achten Sie auch auf weitere Zwerggänse in den Gänsetrupps!
Wer einen besenderten Vogel oder einen Trupp Zwerggänse beobachtet, möge sich bitte direkt bei Dr. Helmut Kruckenberg telefonisch unter 0174 / 9938032 oder per E-Mail an helmut.kruckenberg(at)blessgans.de melden.
Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!
Dr. Helmut Kruckenberg Institute for Waterbird and Wetlands Research (IWWR) e.V. Germany
Alarmierend: 421 Millionen Vögel weniger als vor 30 Jahren
Die Bestände zahlreicher europäischer Vogelarten gehen seit vielen Jahren dramatisch zurück. Betroffen sind vor allem häufige Arten wie Haussperling, Star, Feldlerche oder Rebhuhn. Verantwortlich dafür seien die zunehmend intensivierte Landwirtschaft sowie die Vernichtung natürlicher Lebensräume. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der University of Exeter, die jüngst im Wissenschaftsmagazin Ecology Letters veröffentlicht wurde.
Die Forscher schätzen, dass heute etwa 421 Millionen Vögel weniger in Europa leben als noch vor drei Jahrzehnten, was einem Rückgang von etwa 20 Prozent entspricht. Alarmierend ist, dass unter den häufigen Vogelarten insbsondere die kleineren im Bestand überproportional abgenommen haben. Dies wirkt sich unmittelbar negativ auf die Ökosystemdienstleistungen aus, die von kleineren Vögeln bspw. durch Schädlingskontrolle erbracht werden.
Bemühungen zum Schutz setzen oftmals erst dann ein, wenn die Arten bereits selten geworden und gefährdet oder vom Aussterben bedroht sind. Beispielsweise zeigen in Deutschland Wiesenweihe, Großtrappe und Großer Brachvogel dank aufwändiger - und deshalb teurer – Schutzmaßnahmen einen positiven Bestandstrend. Oder es handelt sich um bekannte Sympathieträger des Naturschutzes, meist attraktive Großvogelarten wie Weißstorch, Kranich oder Seeadler.
Europaweit kam es vor allem zwischen 1980 und 2000 zu starken Bestandsabnahmen. Im neuen Jahrtausend hatte sich die Talfahrt dann verlangsamt. Aktuelle Forschungsergebnisse aus Deutschland weisen allerdings darauf hin, dass die kurze Verschnaufpause bereits vorbei ist. Seit Aufgabe der von der EU geförderten Stilllegung landwirtschaftlicher Anbauflächen zum Ende des letzten Jahrzehnts (die als Ordnungsinstrument nicht zum Zwecke des Naturschutzes sondern zur Stabilisierung der Marktpreise geschaffen worden war) und dem rasant steigenden Anbau von Energiepflanzen wie Mais, nimmt die Verarmung der Artenvielfalt in der Agrarlandschaft wieder dramatisch zu. Dies zeigt der alljährlich vom Bundesamt für Naturschutz erstellte „Indikator für Artenvielfalt und Landschaftsqualität“.
Fazit der Forscher: Um den allgemeinen Rückgang der Vögel in der „Normallandschaft“ aufzuhalten, sind effektive Maßnahmen zum Schutz der Vögel, die stellvertretend für die Artenvielfalt insgesamt stehen, und ihrer Lebensräume dringlicher denn je. Große Sorge bereiten insbesondere die dramatischen Verluste in der Agrarlandschaft, die immerhin rund 50 % der Landfläche Deutschlands einnimmt.
Die Forschungsergebnisse der Exeter-Studie basieren auf Daten von 144 europäischen Vogelarten aus 25 europäischen Ländern, die im Rahmen des pan-europäischen Brutvogelmonitorings in den letzten drei Jahrzehnten erhoben wurden. Daten aus Deutschland stellte der Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) bereit, der – unterstützt durch Bund und Länder - das Vogelmonitoring auf nationaler Ebene koordiniert. Der schleichende Verlust der Artenvielfalt und die alarmierenden Bestandsrückgänge der Brutvögel Deutschlands sind auch Schwerpunkt des aktuellen Statusberichts „Vögel in Deutschland 2013“. Die gemeinsam vom Bundesamt für Naturschutz, der Länderarbeitsgemeinschaft staatlicher Vogelschutzwarten und dem DDA herausgegebene Publikation kann über den DDA-Schriftenversand bezogen oder hier kostenlos heruntergeladen werden.
Sie möchten künftig direkt über aktuelle Informationen aus der Arbeit des DDA und neue Nachrichten aus der Vogelwelt informiert werden? Dann sollten Sie unseren Newsletter abonnieren und wir senden Ihnen eine E-Mail, sobald es interessante Neuigkeiten gibt!
Fehlende Texte auf ornitho.de - bitte sehen Sie von weiteren Hinweisen und Anrufen ab. Vielen Dank!
Wie Sie sehen, gibt es auf ornitho.de eine kleine Störung: Statt der Texte erscheinen die Textkonstanten auf der Webseite, z.B. MENU_TEXT_SEND statt "Beobachtungen melden".
Wir haben das Entwicklerteam bereits informiert. Bitte sehen Sie deshalb von weiteren Hinweisen und Anrufen ab. Vielen Dank!