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Mittwoch, 30. Mai 2018
avinews
Aufgepasst: Einflug von Rosenstaren!
Rosenstare sind gesellige und teilweise nomadisch lebende Brutvögel der Steppen und Halbwüsten Mittelasiens und Südosteuropas. Westwärts gerichtete Vorstöße gehen meist mit der Massenvermehrung von Heuschrecken einher. In Deutschland sind Rosenstare sehr seltene Gäste mit wenigen Nachweisen pro Jahr, die meist eher unscheinbar blass gefärbte Jungvögel betreffen. Aktuell stehen jedoch die Chancen auf die Beobachtung eines attraktiven Altvogels so gut wie lange nicht!
Derzeit zeichnet sich ein starker Einflug von Rosenstaren ab. In den vergangenen zwei Wochen wurden ungewöhnlich viele adulte Rosenstare weit westlich ihres regelmäßigen Brutgebietes festgestellt. Hunderte werden derzeit aus Italien gemeldet, zahlreiche Beobachtungen gibt es täglich auch aus Österreich und der Schweiz. Weiter nördlich haben es bereits einige nach Dänemark, Schweden und Norwegen geschafft, im Westen sind sie bis nach England, Belgien und Südfrankreich vorgedrungen.
Auch in Deutschland wurden in der letzten Woche bereits einige Rosenstare entdeckt. Im Norden mehrere auf Helgoland und zwei bis drei auf Norderney, im Süden einer in Baden-Württemberg und drei in Bayern. Es ist davon auszugehen, dass sich derzeit weitere Rosenstare noch unentdeckt in Deutschland aufhalten und weitere folgen werden.
Starenschwärme sollte man in diesen Tagen genauer unter die Lupe nehmen. Vor allem beim Einflug an bekannten Schlafplätzen (natürlich ohne die Vögel zu stören) können hell herausleuchtende Rosenstare gut entdeckt werden. Und auch in Obst- und Weinbaugebieten könnten sich Rosenstare einfinden. Gern werden Kirschen, Maulbeerbäume und Kulturen reifender kleinbeeriger Trauben geplündert.
Wenn Sie einen Rosenstar entdeckt haben, fertigen Sie möglichst Belegfotos an und melden Sie die Beobachtung zeitnah bei ornitho.de, um einen laufenden Überblick über die Entwicklung des Einflugs zu ermöglichen. Bitte denken Sie im Nachgang außerdem an eine Dokumentation Ihrer seltenen Entdeckung bei der Deutschen Avifaunistischen Kommission.
Viel Erfolg bei der Suche nach den rosa-schwarzen Staren wünscht
das Team von ornitho.de und ornitho.lu
PS: Ein Rosenstar in Luxemburg wäre sogar Erstnachweis für das Großherzogtum!
15. bundesweites Birdrace am 5. Mai – die Anmeldung hat begonnen
In drei Wochen ist es wieder soweit: am 5. Mai steigt das bundesweite Birdrace, zum mittlerweile 15. Mal. Im vergangenen Jahr waren es erstmals über 300 Teams mit über 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die 311 Arten beobachteten.
Bei den Regeln bleibt alles beim Alten, mit einer kleinen Erweiterung: Nach dem sie im vergangenen Jahr als Gäste dabei waren, sind Teams aus Luxemburg nun offiziell dabei. Es freut uns sehr, dass die Birdrace-Begeisterung auch das Großherzogtum erfasst hat. Wer noch nie bei einem Birdrace dabei war, findet am Ende der Nachricht weitere Informationen hierzu.
Spendenrennen für ornitho.de und ornitho.lu!
Schon seit dem ersten bundesweiten Birdrace sind die Teams dazu aufgerufen (es ist aber keine Teilnahmevoraussetzung!), Spenden für ein jährlich festgelegtes Projekt zu sammeln. Nachdem für sechs Jahre der bundesweite Brutvogelatlas ADEBAR unterstützt wurde (der in keinem Bücherregal fehlen sollte; zur Leseprobe), fließen die Spenden seit 2010 in den Unterhalt, die Betreuung sowie die Weiterentwicklung von ornitho.de (und somit auch ornitho.lu, denn beide Portale sind technisch eng verbandelt). Das gemeinsame Internetportal, bei dem mittlerweile über 23.000 Personen angemeldet sind, die fast 32 Mio. Beobachtungen gemeldet haben, ist auch dieses Jahr wieder das Spendenprojekt. Wir hoffen, dass es gerade für begeisterte Nutzer von ornitho.de und ornitho.lu ein zusätzlicher Ansporn ist, über die Teilnahme am Birdrace selbst zum Unterhalt und zur Betreuung des Gemeinschaftsprojekts beitragen zu können. Alle Unterstützer der letzten Jahre sind, so sie nicht anonym bleiben wollten, unter „Unterstützung“ auf ornitho.de undornitho.lu genannt.
Welche Art ziert in diesem Jahr die Urkunde?
Seit 2007 wird die Urkunde, die alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer als Erinnerung erhalten, von einer Künstlerin oder einem Künstler gestaltet. Für die 15. Auflage konnten wir Harro Maassbegeistern, der nicht zuletzt dank seiner teils surrealistisch angehauchten Gemälde vielen von uns vermutlich schon ein Schmunzeln entlockt hat. So vielleicht auch mit dem Bild „Was blubbert das?“, das einen Papageitaucher zeigt. Es ziert somit zum zweiten Mal ein Seevogel die Birdrace-Urkunde. Harro Maass spendet einen handsignierten und nummerierten Sonderdruck des 2017 entstandenen Werks, der unter allen verlost wird, deren Team mindestens 100 Euro für ornitho.de und ornitho.lu eingeworben hat. Einen Überblick über die Künstlerinnen und Künstler, die in den vergangenen zwölf Jahren die Urkunde gestaltet haben, findet sich unter dem Menüpunkt „Birdrace-Künstler“.
Lostrommel ist schon gut gefüllt
Dank großzügiger Spenden von Carl Zeiss Sports Optics, des AULA-Verlags, Christ Media Natur, GEO, König Photobags, Oertl, Orniwelt.de, Lucky Looker, Schwegler, der GNOR, der DO-G, VÖGEL, des Verlags Bastei Lübbe, des rowohlt-Verlags und Butterfly Track ist die Lostrommel in diesem Jahr schon jetzt gut gefüllt. Wir können somit unter allen BirdracerInnen, besonders jenen, die sich beim Einwerben von Spenden engagieren und autofrei unterwegs sind, wieder viele attraktive Preise verlosen.
Zuguterletzt noch ein Hinweis an alle, die noch überlegen, erstmals oder nach vielen Jahren wieder an einem Birdrace teilzunehmen: Macht’s einfach! Denn das Wetter wird sicherlich wieder herrlich. Und wenn nicht? Das Ergebnis ist dasselbe: der Tag wird unvergesslich – so oder so. Also: Anmelden und los geht’s!
Worum geht es bei einem Birdrace?
Für alle, die noch nicht dabei waren: Entgegen der direkten Übersetzung „Vogelrennen“ lassen wir bei einem Birdrace nicht die Vögel rennen, sondern die Beobachterinnen und Beobachter versuchen in Teams von 2 bis 5 Personen innerhalb von 24 Std. so viele Vogelarten wie möglich zu sehen oder zu hören. Das Beobachtungsgebiet kann frei gewählt werden, klare Grenzen sind jedoch v.a. bei mehreren Teams im gleichen Raum wichtig. Hierbei haben sich (Land)Kreise als Einheiten vielfach bewährt. Wer am Ende die meisten Arten entdeckt hat, hat gewonnen. Einen Preis gibt es dafür jedoch nicht, die zahlreichen Sachpreise werden unter allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern verlost. Schon deshalb betrügt man letztendlich nur sich selbst, wenn man schummelt. Es ist also Ehrensache, dass man sich sportlich fair verhält. Und dass der Schutz der Natur und insbesondere der Vogelwelt dabei an erster Stelle steht, ist selbstverständlich und oberstes Gebot (weitere Regeln s.u.).
Vögel in Deutschland aktuell: Rückblick auf den Winter 2017/18
Tiefdruckgebiete mit reichlich Niederschlag und wenig Sonnenschein bestimmten das Bild zu Beginn des Winters 2017/18. Im Februar zeigte sich die Sonne dann zum Glück häufiger, dafür wurde es in klaren Nächten aber auch frostig. Insgesamt verlief der zurückliegende Winter dennoch mild. Welche Konsequenzen hatte dies für unsere Vogelwelt und welche besonderen Entwicklungen konnten wir beobachten? Wir haben aus den mehr als 1,3 Millionen innerhalb dieser drei Monate bei ornitho.de eingegebenen Vogelbeobachtungen einige Aspekte aufgegriffen und näher analysiert.
Ganz auffällig war das starke Auftreten von Birkenzeisigen in den vergangenen Monaten. Wir vergleichen die Zahl der Meldungen mit denen der Vorjahre, zeigen regionale Unterschiede auf und gehen auf die schwierige Differenzierung der verschiedenen Taxa ein – denn an dem invasionsartigen Einflug waren nicht nur die hiesigen Alpenbirkenzeisige, sondern vor allem auch Taigabirkenzeisige aus Fennoskandien beteiligt.
Bereits seit 2007 wird in Frankreich mithilfe einer Schlafplatzzählung der landesweite Rotmilan-Winterbestand ermittelt. Inzwischen werden am ersten Januar-Wochenende auch in anderen Ländern Rotmilane erfasst, so seit dem Winter 2015/16 auch in Deutschland. Wir werden einen Blick auf die Ergebnisse des Zähltermins 2018 und versuchen den Gesamtbestand in Deutschland überwinternder Rotmilane abzuschätzen. Die räumliche Verteilung der Beobachtungen und Meldungen von Rotmilan-Schlafplätzen deutet darauf hin, dass es weitere bislang nicht bekannte Schlafplätze gibt.
Auf einen in jeglicher Hinsicht stürmischen Herbst 2017 folgte hinsichtlich der entdeckten Seltenheiten ein eher „gemächlicher“ Winter. Dennoch wurde die eine oder andere bemerkenswerte Art entdeckt. Nicht alle Raritäten waren dabei auf den ersten Blick zu bestimmen. Bei Kiefernkreuzschnäbeln, Polarbirkenzeisigen und Fichtenammern geraten selbst Experten an ihre Grenzen. Der Winter 2017/18 bot ausreichend Gelegenheit zum „Knobeln“.
Den Beitrag „Vogelwelt aktuell: Winter 2017/18: Einflug von Birkenzeisigen, Rotmilane und knifflige Seltenheiten“ in der Zeitschrift "Der Falke" können Sie hier als PDF herunterladen. Alle weiteren Beiträge mit direktem Bezug zu ornitho.de finden Sie unter Publikationen und Auswertungen.
Das komplette Falke-Heft 4/2018 mit vielen weiteren Beiträgen, u.a. zur Erfassung von Gebäudebrütern in Landshut, Kleinen Sumpfhühnern, der temporären Vernässung von Grünland und portugiesischen Steppenvögeln können Sie über die Internetseite von „Der Falke“ beziehen.
Viel Spaß beim Lesen wünscht
das Team von ornitho.de und ornitho.lu
aufgegeben von Christopher König
Dienstag, 13. Februar 2018
avinews
Zwergschwäne 2017 fast ohne Bruterfolg
Einen Anteil von 4,2 % Jungvögeln ergab die bundesweite Erfassung des Jungvogelanteils beim Zwergschwan um den 9./10. Dezember 2017. Das ist der mit Abstand geringste Jungvogelanteil, der seit 2011 ermittelt wurde. Bislang lag der Anteil zwischen 10,0 % (2015) und 17,4 % (2012).Seit 2011 beteiligt sich der DDA aufgrund des steigenden Rastbestandes im Frühwinter an der systematischen Erfassung des jährlichen Bruterfolgs der in Nordwesteuropa überwinternden Zwergschwäne.
5.498 Individuen wurden Anfang Dezember in Deutschland nach Alter differenziert. Das ist die größte Stichprobe, die wir bislang beitragen können. Dank des gut etablierten Netzwerks ehrenamtlicher Zählerinnen und Zähler dürfte ein sehr großer Teil des anwesenden Rastbestandes erfasst worden sein. Wir schätzen den Rastbestand für Anfang Dezember 2017 auf mindestens 5.600 Individuen.
Im Rahmen der jeweils Anfang Dezember durchgeführten Zählung wurde 2016 der Bestand auf rund 3.500 geschätzt, 2015 wurden über 4.800 nach Alter differenziert, 2014 waren es rund 3.600. Dass ein so hoher Rastbestand wie Anfang Dezember 2017 kein Einzelfall ist, verdeutlichen die mindestens 5.300 Zwergschwäne, die im Dezember 2013 anwesend waren. Insgesamt hat der Rastbestand im Frühwinter in Deutschland – im Gegensatz zum Gesamtbestand in Nordwesteuropa – seit Anfang der 2000er-Jahre um ein Vielfaches zugenommen. Zuvor hielten sich so früh im Winter nur ausnahmsweise über 1.000 Zwergschwäne bei uns auf; das Gros zog direkt in die Niederlande, nach England und Irland. Erst im Laufe des Winters stiegen die Rastzahlen bei uns allmählich an und erreichten im Februar/März ihr Maximum. Letzteres gilt nach wie vor. Damit kommt Deutschland nun nicht nur im Frühjahr eine besondere Bedeutung zu, sondern während des gesamten Winters. Der Gesamtbestand in Nordwesteuropa überwinternder Zwergschwäne wurde zuletzt mit 18.000 Ind. angegeben.
Anfang Dezember 2017 konnte für 115 Familien die Anzahl an Jungvögeln ermittelt werden. Die meisten erfolgreichen Altvögel hatten einen oder zwei Jungvögel „im Schlepptau“. Familien mit vier oder fünf Jungen wurden – im Gegensatz zu den Vorwintern – am Zählwochenende nicht beobachtet. Die durchschnittliche Jungenanzahl je Familie lag bei 1,6 Jungvögeln (2016: 2,2 Juv./Fam.).
Der Jungvogelanteil bei uns lag in den letzten Jahren durchweg höher als auf Populationsebene. Es ist deshalb davon auszugehen, dass die in Nordwesteuropa überwinternden Zwergschwäne 2017 praktisch keinen Bruterfolg hatten. Darauf deuten auch die noch vorläufigen Zahlen aus den Niederlanden. Auch von anderen Arten, die im äußersten Norden Eurasiens brüten, wird berichtet, dass der Bruterfolg sehr gering war, etwa bei der Dunkelbäuchigen Ringelgans.
Danke!
Allen an der Erfassung Beteiligten danken wir aufs Herzlichste, insbesondere Axel Degen für die Koordination in Niedersachsen und die schnelle, bundesweite Auswertung der Daten sowie Hans-Joachim Augst für die Koordination in Schleswig-Holstein!
Ihr guter Vorsatz für 2018? Dem Rotmilan unter die Flügel greifen!
Wählen Sie jetzt „Rotmilan - Land zum Leben“ zum Projekt des Monats Januar der UN-Dekade Biologische Vielfalt! Schnell und unkompliziert. Wir sagen DANKE!
Der Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) bildet gemeinsam mit dem Deutschen Verband für Landschaftspflege (DVL), der Deutschen Wildtier Stiftung (DeWiSt) und Partnern vor Ort das Schutzprojekt „Rotmilan – Land zum Leben“. Kern des Vorhabens ist die Beratung und Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft in neun Modellregionen in sieben Bundesländern: Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Sachsen, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Schleswig-Holstein. In den dortigen Projektgebieten werden Landwirte, Waldbesitzer, Kommunen und Landkreise sowie die breite Öffentlichkeit rund um die Möglichkeiten rotmilanfreundlicher Landnutzung beraten. Denn der großflächige Anbau von Kulturen wie Raps und Mais, die zur Brutzeit dicht aufwachsen, erschwert den Rotmilanen die Nahrungssuche für sich und ihre Jungen. Ziel ist daher die Schaffung einer abwechslungsreichen Kulturlandschaft mit verschiedenen Anbaufrüchten, Blühstreifen, Brachflächen, Grünland, Hecken und Gehölzgruppen. Die Umsetzung erfolgt im Rahmen von Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen. Teilnehmende Landbewirtschafter leisten einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt. Der Gewinn der Maßnahmen für den Naturschutz wird übrigens vervielfacht, denn von den Maßnahmen profitieren nicht nur die Rotmilane, sondern viele weitere Agrarvogelarten, Kleinsäuger und Insekten.
Seit 2014 werden im Rahmen des DDA-Teilprojektes Rotmilane besendert. Für viele dieser Vögel suchen wir noch Paten! Als Patin bzw. Pate erhalten Sie eine persönliche Patenurkunde und die zweimal im Jahr erscheinende „Rotmilan-Post“ mit Neuigkeiten über „Ihren“ Milan. So erfahren Sie exklusiv, wann das Revier besetzt wurde, wo er sich zur Brutzeit aufgehalten hat und viel Spannendes mehr. Natürlich können auch Geschenk-Patenschaften abgeschlossen werden!
Alle nötigen Informationen und Kontaktdaten rund um die Patenschaftsaktion erhalten Sie unter www.dda-web.de/rotmilanoder 0251/210140-00.
Vögel in Deutschland aktuell: Rückblick auf den Herbst 2017
Während der Sommer 2017 in einigen Regionen ungewöhnlich heiß war, bestimmten im Herbst gerade im Norden Deutschlands starke Stürme und Orkantiefs die Wetterberichte. Dabei wurde auch die Vogelwelt ordentlich durcheinandergewirbelt. Wir berichten in unserem Rückblick auf den Herbst 2017 über Entwicklungen, die unter den knapp 1,3 Millionen von September bis November bei ornitho.de gemeldeten Beobachtungen auffielen.
Der herbstliche Durchzug der Kraniche ist in jedem Jahr ein beeindruckendes Naturschauspiel. Anhand der Meldungen bei ornitho.de lassen sich einzelne Zugtage im Detail nachvollziehen und interpretieren. Sehr auffällig war der Kranichzug am 29. Oktober 2017. Die starken Nordwestwinde führten hier zu einer deutlichen Verschiebung der Zugrouten der Kraniche.
Die Herbst-Stürme 2017 dürften auch für ein ungewöhnlich starkes Auftreten von Skuas entlang der Nordseeküste verantwortlich gewesen sein. Wir schauen uns das Auftreten während der Herbststürme „Sebastian“, „Xavier“ und „Herwart“ an und vergleichen die Situation mit dem Auftreten im Vorjahr.
Auffällig zahlreich waren auch Kernbeißer im Herbst 2017 bei uns unterwegs. Bereits ab Ende August wurden die Finken deutlich zahlreicher als 2014 bis 2016 beobachtet. Doch waren es lediglich besondere Windströmungen oder zogen generell mehr Kernbeißer als sonst durch Mitteleuropa?
Stürmische Zeiten gab es auch bei den Seltenheiten. Bei derart vielen besonderen Entdeckungen und außergewöhnlichen Irrgästen fiel die Auswahl für unseren Rückblick schwer. Wir berichten von Bartlaubsänger bis Wüstengrasmücke und vergessen dabei auch Feldrohrsänger, Maurensteinschmätzer, Rostflügeldrossel oder Wanderlaubsänger nicht.
Den Beitrag „Vögel in Deutschland aktuell: Herbst 2017: Stürmische Zeiten für Kraniche, Skuas und Kernbeißer“ in der Zeitschrift "Der Falke" können Sie hier als PDF herunterladen. Alle weiteren Beiträge mit direktem Bezug zu ornitho.de finden Sie unter Publikationen und Auswertungen.
Das komplette Falke-Heft 1/2018 mit vielen weiteren Beiträgen, u.a. zum Star als Vogel des Jahres 2018, Steinhühnern, der Ausweisung neuer Schutzgebiete für den Löffelstrandläufer, einer Reise zu Neuseelands Subantarktischen Inseln und einem Rückblick auf eine Internationale Fachtagung zum Thema Offshore-Windkraft können Sie über die Internetseite von „Der Falke“ beziehen.
Viel Spaß beim Lesen wünscht
das Team von ornitho.de und ornitho.lu
Foto: Kernbeißer, T. Hinsche
aufgegeben von Christopher König
Montag, 1. Januar 2018
technews
Bitte beachten: Die Vögel sind nun ein Jahr älter!
Das Alter der Vögel wird in sogenannten Kalenderjahren angegeben. Vögel, die im Jahr 2017 geschlüpft sind, sind damit seit dem 1. Januar 2018 nicht mehr im 1. KJ / diesjährig, sondern nun im 2. KJ / vorjährig. Vögel mit Jahrgang 2016 sind nun im 3. Kalenderjahr etc. Wir möchten Sie bitten, das bei der Altersangabe unbedingt zu beachten.
Herzlichen Dank sagt
das Team von ornitho.de und ornitho.lu
aufgegeben von Christopher König
Sonntag, 24. Dezember 2017
technews
Vielen Dank, ein frohes Weihnachtsfest und alles Gute für das Jahr 2018!
Wir blicken mit viel Freude und großem Dank auf ein weiteres sehr erfolgreiches ornitho-Jahr zurück. Mit knapp 6 Millionen Meldungen wurden 2017 noch einmal deutlich mehr Beobachtungen zusammengetragen als im Vorjahr. Der gesamte Datenschatz wuchs damit auf über 29 Millionen Datensätze an!
Mehr als 22.000 Nutzerinnen und Nutzer „füttern“ ornitho mittlerweile mit ihren Vogelbeobachtungen. Die Ergebnisse der Wasservogelzählungen können inzwischen für über 2.500 Zählgebiete über ornitho.de eingegeben werden (und zusammen mit den Koordinatorinnen und Koordinatoren arbeiten wir daran, dass bald alle ihre Zählergebnisse via ornitho übermitteln können). Ein riesiger Fortschritt, an dem sich sowohl Zähler als auch Koordinatoren mit großem Engagement beteiligen.
Wir freuen uns bereits auf das kommende Jahr, in dem wir unser gemeinsames Portal im Rahmen von zwei spannenden Projekten u.a. im Bereich der Brutvogelerfassungen sowie der Kartendarstellungen weiterentwickeln können.
Allen, die im zurückliegenden Jahr ornitho mit ihren Beobachtungen unterstützt haben, möchten wir für die große Unterstützung ganz herzlich danken! Die eingehenden Daten werden von mehr als 400 Regionalkoordinatorinnen und Regionalkoordinatoren sowie Artspezialisten gesichtet, die bei Rückfragen auch als Ansprechpartner auf lokaler Ebene zur Verfügung stehen. Ihnen, wie auch den Mitgliedern der Steuerungsgruppen, gilt deshalb unser ganz besonderer Dank!
Gaëtan Delaloye und dem Team von Biolovision, das im Hintergrund dafür sorgt, dass ornitho so schnell und zuverlässig läuft, danken wir für den unermüdlichen Einsatz!
Wir wünschen allen Beobachterinnen und Beobachtern ein fröhliches Weihnachtsfest sowie einen gesunden und optimistischen Start ins Jahr 2018 – verbunden mit der Hoffnung, dass dieses auch ornithologisch wieder die eine oder andere schöne Überraschung für Sie bereithält!
Für das Team von ornitho.de und ornitho.lu
Christopher König, Patric Lorgé und Johannes Wahl
Foto: Höckerschwan, A. Heiland.
aufgegeben von Christopher König
Donnerstag, 21. Dezember 2017
avinews
EuroBirdPortal mit neuem Online-Viewer
Der neue Online-Viewer des EuroBirdPortal (EBP) zeigt die Verbreitung von insgesamt 105 ausgewählten Vogelarten für weite Teile Europas rund ums Jahr. Im EBP werden durch eine Partnerschaft von derzeit 81 Organisationen Vogelbeobachtungen von Online-Portalen aus 29 Ländern Europas zusammengeführt. In Deutschland ist ornitho.de Partner des EBP.
Mit der jüngsten Überarbeitung im Rahmen des EU-LIFE-Projektes „Combining and improving online bird portals data to display near-real-time spatiotemporal patterns of bird distribution across Europe“ hat das EBP eine komplett überarbeitete Kartendarstellung mit einigen neuen Funktionen bekommen. Insgesamt neun verschiedene Kartendarstellungen der Vogelbeobachtungen sowie klimatischer Variablen, von denen sich jeweils zwei nebeneinander kombiniert anzeigen lassen, führen zu mehr als 30 Millionen wählbaren Kartenkombinationen. Außerdem lassen sich die Inhalte neuerdings auch über Social Media teilen oder als iFrame in Webseiten einbinden.
Neben den technischen Weiterentwicklungen wurde auch die Datenbasis des EBP um 40 Millionen zusätzliche Vogelbeobachtungen des Jahrgangs 2016 ergänzt. Und auch räumlich wurde das EBP deutlich erweitert: So sind nun auch Daten aus Bulgarien, Estland, Griechenland, Israel, Rumänien, der Türkei, Ungarn und Zypern enthalten.
Die neue, verbesserte Version des EBP soll dazu beitragen, den Wert der über Onlineportale wie ornitho.de gesammelten Daten sowie die Relevanz des internationalen Austauschs hervorzuheben. Dank des Beitrags von rund 100.000 ehrenamtlichen Vogelbeobachtern, die ihre Beobachtungen in den beteiligten Portalen melden, lassen sich saisonale Muster der Verbreitung der Vögel Europas auf faszinierende Weise visualisieren. Das EBP soll künftig auch dabei helfen, Veränderungen des Vogelzugs und den Einfluss von Wetter und Klima auf diesen besser zu verstehen.
Beispiel des Kranichzugs durch Europa (zum Start der Visualisierung links unten klicken):
aufgegeben von Christopher König
Mittwoch, 20. Dezember 2017
tipnews
Internationale Rotmilan-Schlafplatzzählung am 6./7. Januar 2018 – Suchen Sie mit!
Die traditionellen und wichtigsten Überwinterungsgebiete des Rotmilans liegen in Spanien, Portugal und im Süden Frankreichs. Dorthin verlassen uns die meisten bei uns brütenden Vögel zwischen Anfang September und Mitte Oktober. Doch es ziehen nicht (mehr) alle Rotmilane im Winter nach Südwesteuropa, sondern manche verbleiben in der Nähe des Brutgebiets und versuchen, den Winter in Mitteleuropa zu verbringen. Und das in steigender Anzahl: So wurden im November 2017 in der Schweiz über 4.200 Rotmilane gezählt.
Die Anzahlen variieren jedoch beträchtlich von Jahr zu Jahr in Abhängigkeit von Witterung und Nahrungsangebot. Seit den 1950er-Jahren sind Überwinterungen auch in Deutschland bekannt. Hierzulande sind das nordöstliche Harzvorland und das Thüringer Becken sowie vor allem der Südwesten Deutschlands als Fortsetzung des Wintervorkommens in der Schweiz nach aktuellem Kenntnisstand die wichtigsten Überwinterungsregionen.
Seit 2007 werden in Frankreich und der Schweiz überwinternde Rotmilane gezielt an ihren Schlafplätzen erfasst. Mit Spanien stieß zügig das wichtigste Rotmilan-Land im Winter dazu, nach und nach fast alle Länder in West- und Südeuropa. Inzwischen hat sich das erste Januar-Wochenende als jährlicher Zähltermin fest etabliert. Koordiniert werden die Zählungen von Fabienne David von der Ligue pour la Protection des Oiseaux (LPO) in Frankreich.
Um auch aus Deutschland Daten beitragen zu können, riefen wir bereits in den vergangenen beiden Wintern dazu auf, gezielt auf Rotmilan-Schlafplätze im Winter zu achten und diese zu melden. Auswertung der eingegangenen Meldungen sind in den Rückblicken auf die Winter 2015/16 und 2016/17 in „Der Falke“ erschienen. Allen, die sich an der Suche und Erfassung der Rotmilan-Schlafplätze beteiligt haben, gilt unser herzlicher Dank!
Die Ergebnisse machten deutlich, dass wir noch ein Stück Weg vor uns haben, um einen Überblick über die ungefähre Anzahl in Deutschland überwinternder Rotmilane zu bekommen. Wie auch in den anderen Ländern muss das Wissen um die Lage der Schlafplätze erst allmählich aufgebaut werden. Erfreulicherweise konnten wir in den wichtigsten Bundesländern KoordinatorInnen finden, so dass wir guter Hoffnung sind, mit Ihnen gemeinsam den Kenntnisstand weiter verbessern zu können.
Der offizielle Zähltermin für die internationale Rotmilan-Schlafplatzzählung ist das Wochenende 6./7. Januar 2018. Aber um einen Schlafplatz zählen zu können, muss er zunächst gefunden werden. Deshalb:
Nutzen Sie die Zeit „zwischen den Jahren“ und zu Beginn des neuen Jahres zur Suche nach Rotmilan-Schlafplätzen!
Hierzu sowie zur Zählung der Schlafplätze am ersten Januarwochenende können wir Ihnen folgende Hinweise an die Hand geben:
Als Schlafplatz suchen Rotmilane Waldränder, kleine Wäldchen und Feldgehölze oder auch Baumreihen auf. Oft kommen die Milane Jahr für Jahr in ungefähr das gleiche Gebiet. Der genaue Ort des Schlafplatzes kann aber leicht um ein paar Hundert Meter bis zu ca. einem Kilometer variieren.
Bei der Suche nach bislang unbekannten Schlafplätzen geben am späten Nachmittag gerichtet fliegende Rotmilane wichtige Hinweise. Ein etwas erhöhter Beobachtungspunkt ist dabei günstig. Wenn die ungefähre Lage des Schlafplatzes bekannt ist, können Waldränder und Feldgehölze gezielter nach Rotmilanen abgesucht werden.
Die Zählung sollte von etwa 30 Minuten vor bis 40 Minuten nach Sonnenuntergang erfolgen, da die Milane in dieser Zeit am Schlafplatz einfliegen (an bewölkten Tagen etwas früher). Das bedeutet zur internationalen Zählung im Januar ab ca. 16 Uhr vor Ort zu sein.
Die Fluchtdistanz am Schlafplatz ist recht hoch, halten Sie deshalb einen Abstand von mindestens 250 bis 350 m zum Schlafplatz ein.
Vor allem bei größeren Schlafplätzen, ist es gut, am Zähltag mit mehreren Personen vor Ort zu sein. Das ist nicht nur kurzweiliger, sondern auch sehr hilfreich, da der Schlafplatz, um bis zu einen Kilometer von Tag zu Tag variieren kann bzw. sich die Rotmilane auf mehrere Schlafgruppen aufteilen können.
Am einfachsten und exaktesten ist es, die einfliegenden Vögel zu zählen. Vor allem, wenn die Rotmilane in Nadelbäumen übernachten, sind sie darin nur schwer oder gar nicht zu entdecken. Die tatsächliche Anzahl wird dann (deutlich) unterschätzt. Insbesondere, wenn Sie mit mehreren Personen zählen, protokollieren Sie den Schlafplatzbestand sowie ein- und abfliegende Vögel minutengenau. Das erleichtert die anschließende Auswertung.
Bitte melden Sie Rotmilane an Schlafplätzen auf ornitho.de als geschützte Beobachtung (Beobachtungen melden > Optionale Angaben > Häkchen setzen bei „geschützte Beobachtung“) und geben Sie darüber hinaus unter „Präzisierung der Beobachtung“ an, dass es sich um einen „Schlaf-/Sammelplatz“ handelt.
AnsprechpartnerInnen in einzelnen Bundesländern, denen unser herzlicher Dank für die Unterstützung gilt: