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Mittwoch, 10. Mai 2017
technews
Änderungen der Häufigkeitsklasse einiger (sehr) seltener Arten

In ornitho sind alle Vogelarten, die nicht durch menschliches Zutun hierher gelangt sind, einer Häufigkeitskategorie zugeordnet. So gelten z.B. all jene Arten als „sehr häufig“, von denen >1 Mio. Ind. gleichzeitig in Deutschland anwesend sind. Alle Neozoen sowie Hybriden sind der Kategorie „Gefangenschaftsflüchtling / Neozoon / Hybrid“ zugeordnet.

In die Kategorie „sehr selten“ fielen bislang Arten mit – vor dem Start von ornitho – jährlich bis zu 100 Nachweisen. Dieser Wert wurde von einigen als „sehr selten“ eingestuften Arten in den vergangenen Jahren nicht nur deutlich übertroffen (z.B. Gelbbrauen-Laubsänger), sondern manche dieser Arten wurden auch so häufig gemeldet, dass die wirklich sehr seltenen oder sehr selten beobachteten Arten zwischen diesen „untergingen“. Wir haben uns deshalb zu einer Überarbeitung der Kriterien für die Kategorie „sehr selten“ entschlossen.

Als „sehr selten“ werden in ornitho künftig alle Arten bezeichnet, die in den vergangenen 5 Jahren durchschnittlich weniger als 10-mal pro Jahr nachgewiesen wurden (was grob der Meldeliste der Deutschen Avifaunistischen Kommission entspricht) oder von denen aus den vergangenen 5 Jahren durchschnittlich weniger als 100 Meldungen pro Jahr bei ornitho eingingen.

Dies führt zu einer Reihe von Änderungen in der Zuordnung. Von „sehr selten“ in die Kategorie „selten“ wandern:

  • Rothalsgans
  • Hellbäuchige Ringelgans
  • Pazifische Ringelgans
  • Zwerggans
  • Rosaflamingo
  • Eistaucher
  • Krähenscharbe
  • Kuhreiher
  • Schlangenadler
  • Steppenweihe
  • Stelzenläufer
  • Isländische Uferschnepfe
  • Teichwasserläufer
  • Gelbbrauen-Laubsänger
  • Grünlaubsänger
  • Spornpieper

Von einigen (Unter)Arten der Kategorie „selten“ liegen hingegen nur sehr wenige Beobachtungen vor, u.a. weil sie (inzwischen) tatsächlich sehr selten, teils aber auch nur schwer zu beobachten sind. Diese wandern deshalb von „selten“ in die Kategorie „sehr selten“:

  • Dunkler Sturmtaucher
  • Atlantischer Kormoran (ssp. carbo)
  • Skua
  • Krabbentaucher
  • Rotsterniges Blaukehlchen (ssp. svecica)

Farblich werden alle genannten Arten auch weiterhin in Rot dargestellt (Farbe für die Kategorien „sehr selten“ und „selten“).

Viele schöne Beobachtungen – vielleicht ja auch seltener Arten – wünscht

das Team von ornitho.de und ornitho.lu

 

Foto: Stelzenläufer, H. Glader

aufgegeben von Christopher König
 
Montag, 8. Mai 2017
tipnews
In Europa unterwegs? Mit "NaturaList" am zweiten Europäischen Brutvogelatlas mitarbeiten!

Vor rund einem Jahr wurde die Funktion der Beobachtungslisten in die ornitho-App „NaturaList“ integriert. Damit lassen sich einerseits besonders wertvolle Daten auch zu den häufigen Vogelarten hierzulande sammeln, darüber hinaus können Sie damit aber auch ein europäisches Gemeinschaftsprojekt unterstützen: den zweiten europäischen Brutvogelatlas. Machen Sie mit, wenn Sie in der Brutzeit 2017 in Europa unterwegs sind. Wir erklären Ihnen wie.

Der EBCC (European Bird Census Council), der Dachverband der avifaunistischen Fachverbände in Europa, hat sich zum Ziel gesetzt, gemeinsam mit seinen Partnern in den Ländern (natur&emwelt in Luxemburg und dem DDA in Deutschland) den zweiten europäischen Brutvogelatlas zu erarbeiten. Der erste Atlas ist vor rund 20 Jahren erschienen, mit Daten die inzwischen rund 30 Jahre alt sind. In dieser Zeit hat sich Vieles in Europa verändert.

Ziel des zweiten europäischen Brutvogelatlas ist es, nun tatsächlich ganz Europa abzudecken, d.h. vom Ural bis zu den Azoren und von Spitzbergen bis nach Malta; ein ambitioniertes Ziel, denn in weiten Teilen Europas sind die Beobachterdichten weit geringer als bei uns. Vor allem in Ost- und Südosteuropa (aber nicht nur dort) gibt es noch größere weißere Flecken. Helfen Sie mit, diese Lücken zu schließen! Mehr über das Projekt „EBBA2“ erfahren Sie unter www.ebba2.info.

Sie können den europäischen Brutvogelatlas auf zwei Arten unterstützen:

  1. Melden Sie alle Ihnen interessant erscheinende Beobachtungen und versehen diese mit  einem Brutzeitcode, wenn das Verhalten der Vögel auf ein mögliches, wahrscheinliches oder sicheres Brüten hinweist.
  2. Führen Sie 1 bis 2 Stunden lange Rundgänge durch und melden alle Vogelarten als Beobachtungsliste. Wichtig ist auch hierbei, dass Sie alle Beobachtungen mit einem BZC versehen, wenn das Verhalten der Vögel auf ein mögliches, wahrscheinliches oder sicheres Brüten hinweist. Jede auf dem Rundgang festgestellte Art muss grundsätzlich nur einmal gemeldet werden, wir empfehlen jedoch folgende Vorgehensweise: von mäßig häufigen und seltenen Arten sollten nach Möglichkeit alle Beobachtungen gemeldet werden, bei den häufigen mindestens jeweils die erste sowie alle nachfolgenden mit einem höheren Brutzeitcode (Bsp.: Sie beobachten zuerst eine singende Blaumeise und tragen diese mit A2 ein, später beobachten Sie eine Futter tragende, bitte melden Sie diese dann zusätzlich mit C14b). Sie dürfen aber natürlich auch alle Beobachtungen aller Arten melden.

Bitte vergegenwärtigen Sie sich ggf. nochmals die Hinweise zur Vergabe von Brutzeitcodes.

Damit können Sie bereits durch kleine Exkursionen und Ihre Zufallsbeobachtungen im Urlaub einen wichtigen Beitrag zum europäischen Brutvogelatlas leisten. Am einfachsten geht dies mit der App „NaturaList“. Für ganz Europa stehen die Karten von OpenStreetMap zur Verfügung, die auch vorab für Ihre Urlaubsregion heruntergeladen werden. So benötigen Sie keine Netzverbindung, um die Beobachtungen exakt erfassen zu können. Wer nicht mit NaturaList arbeitet, kann von der Atlas-Homepage Excel-Dateien herunterladen.

Viele spannende Entdeckungen hierzulande oder anderswo in Europa in den kommenden Wochen wünschen Ihnen
im Namen des EBBA2-Teams

Christopher König, Patric Lorgé und Johannes Wahl
für das Team von ornitho.de und ornitho.lu

 

Photo: Samtkopf-Grasmücke . © I. Waschkies

aufgegeben von Christopher König
 
Freitag, 14. April 2017
technews
Vergabe von Brutzeitcodes – bitte beachten!

Es steht außer Frage: die Brutzeit hat begonnen und es wird überall eifrig gesungen und gebalzt, Brutplätze werden inspiziert und Nestmaterial transportiert, teils werden auch schon Junge geführt. Aus den brutzeitlichen Verhaltensweisen kann man ableiten, ob es sich um ein mögliches, wahrscheinliches oder sicheres Brutvorkommen handelt. Um eine vergleichbare und automatisierte Auswertung der beobachteten Verhaltensweisen zu ermöglichen, wurden die brutzeitlichen Verhaltensweisen zu 20 Kategorien zusammengefasst, den so genannten Brutzeitcodes. Die Codes wurden vom European Ornithological Atlas Committee (EOAC) entwickelt und sind somit europaweit kompatibel.

Damit Sie nicht vergessen, diese wichtigen Zusatzinformationen zu übermitteln, werden Sie während der artspezifischen Brutzeit von ornitho daran erinnert, einen Brutzeitcode zu vergeben, wenn Sie eine entsprechende Verhaltensweise beobachtet haben. Die von Ihnen vergebenen Brutzeitcodes werden u.a. dafür verwendet, die Brutverbreitung einer Art zu beschreiben. Es ist deshalb wichtig, dass sie korrekt angewendet werden.

Wir haben einige wichtige Hinweise und Hintergrundinformationen im neuen Menüpunkt "Vergabe von Brutzeitcodes" zusammengestellt, um Ihren Blick dafür zu schärfen, wann die Vergabe der Brutzeitcodes  angebracht ist und wann nicht.

Das Wichtigste in Kürze:

Bitte beachten Sie bei der Vergabe von Brutzeitcodes folgende Hinweise
  1. Bitte verwenden Sie deshalb KEINEN Brutzeitcode bei
    • Vogelgruppen, die nicht erkennbar Familien oder Paare sind,
    • während des Zuges rastenden, ziehenden oder überfliegenden Vögeln ohne Revierverhalten oder Bezug zu einem (bekannten) Revier,
    • Nahrung suchenden Vögeln, wenn nicht in unmittelbarer Umgebung ein Brutplatz existiert ist oder aufgrund eines geeigneten Lebensraum sehr wahrscheinlich erscheint.
  2. Bitte geben Sie Brutzeitcodes nur dann an, wenn
    • Sie sich bei den Verhaltensweisen sicher sind und
    • Sie aufgrund Ihrer Kenntnisse des Gebiets und/oder der Art sicher sind, dass es sich sicher oder sehr wahrscheinlich um eine Brutvogelart im Gebiet handelt.
  3. Seien Sie vor allem mit den Codes A1 und B3 zurückhaltend und vergeben diese nur, wenn es sich zumimest sehr wahrscheinlich um eine Brutvogelart im Gebiet handelt (z.B. aufgrund Ihrer Kenntnisse des Gebiets oder der Art).
  4. Sie müssen keinen Brutzeitcode vergeben!
    Wählen Sie im Zweifelsfalle „ohne Angabe fortfahren“ (= kein Brutzeitcode), wenn Sie seitens des Systems zur Eingabe eines Brutzeitcodes aufgefordert werden!
  5. Ein Brutzeitcode sollte auch außerhalb der vordefinierten Zeiträume eingetragen werden, wenn Sie brutzeitliche Aktivitäten beobachtet haben (z.B. Bruten im Winter). Bitte verwenden Sie dazu das Feld "Brutzeitcode" unter "Optionale Angaben".
  6. Bei Herbst- oder Wintergesang bitte keinen Brutzeitcode vergeben, sondern unter "Präzisierung der Beobachtung" die Option "Gesang / Balz" wählen.
  7. Zur Erleichterung der Auswertung sind wir Ihnen vor allem bei Angaben zu sicherem Brüten (C-Codes) für ergänzende Informationen im Bemerkungsfeld dankbar, z.B. zur Anzahl von Familien, dem Alter der Jungvögel.

Für Ihre überlegte Verwendung der Brutzeitcodes bedanken sich – auch im Namen der Regionalkoordinatorinnen und Regionalkoordinatoren –

Patric Lorgé, Christopher König und Johannes Wahl
für das Team von ornitho.de und ornitho.lu

aufgegeben von Christopher König
 
Samstag, 8. April 2017
avinews
14. bundesweites Birdrace am 6. Mai – die Anmeldung hat begonnen

„Kinners, wie die Zeit vergeht ...“ Schon wieder sind es nur noch vier Wochen, bis es am ersten Samstag im Mai, dieses Mal somit am 6., rund geht und ab Mitternacht die Teams voller Vorfreude auf einen einmalmehr unvergesslichen Tag an der virtuellen Startlinie stehen. An keinem anderen Tag im Jahr wird deutschlandweit so intensiv beobachtet: 302 Vogelarten wurden im vergangenen Jahr von den 291 Teams entdeckt. Erstmals waren über 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei traumhaften Bedingungen am Start. Es wird schwer werden, die letztjährigen Bestmarken zu knacken.

Aber das haben wir jedes Jahr gedacht, und dann übertrafen die Anzahlen kurz vor dem Rennen doch wie in allen Jahren zuvor wieder die des Vorjahres. Als sich beim ersten bundesweiten Birdrace 2004 seinerzeit recht spontan 41 Teams aufmachten, hatten wir von einer solchen Entwicklung geträumt, aber – ganz ehrlich – es kaum für möglich gehalten.
Bezüglich der Regel blebt alles beim Alten. Ein Novum wird es aber dennoch geben: Erstmals wird ein Team aus Luxemburg dabei sein. Zunächst zwar nur als Gast, dennoch mit dem Ziel, den Nachbarn im Saarland Paroli zu bieten und möglichst viele Spenden für das Gemeinschaftsprojekt ornitho.de/lu zu sammeln.  Kurzum, wir sind wieder einmal gespannt wie die guten alten Flitzebögen, welche Überraschungen der inoffizielle „Tag der Vogelartenvielfalt“ in diesem Jahr für uns alle bereithält ...

Worum geht es bei einem Birdrace?
Für alle, die noch nicht dabei waren: Entgegen der direkten Übersetzung „Vogelrennen“ lassen wir bei einem Birdrace nicht die Vögel rennen, sondern die Beobachterinnen und Beobachter versuchen in Teams von 3 bis 5 Personen innerhalb von 24 Std. so viele Vogelarten wie möglich zu sehen oder zu hören. Das Beobachtungsgebiet kann frei gewählt werden, klare Grenzen sind jedoch v.a. bei mehreren Teams im gleichen Raum wichtig. Hierbei haben sich (Land)Kreise als Einheiten vielfach bewährt. Wer am Ende die meisten Arten entdeckt hat, hat gewonnen. Einen Preis gibt es dafür jedoch nicht, die zahlreichen Sachpreise werden unter allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern verlost. Schon deshalb betrügt man letztendlich nur sich selbst, wenn man schummelt. Es ist also Ehrensache, dass man sich sportlich fair verhält. Und dass der Schutz der Natur und insbesondere der Vogelwelt dabei an erster Stelle steht, ist selbstverständlich und oberstes Gebot (weitere Regeln s.u.).

Spendenrennen für ornitho.de – und ornitho.lu!
Schon seit dem ersten bundesweiten Birdrace sind die Teams dazu aufgerufen (es ist aber keine Teilnahmevoraussetzung!), Spenden für ein jährlich festgelegtes Projekt zu sammeln. Nachdem für sechs Jahre der bundesweite Brutvogelatlas ADEBAR unterstützt wurde (der in keinem Bücherregal fehlen sollte; zur Leseprobe), fließen die Spenden seit 2010 in den Unterhalt, die Betreuung sowie die Weiterentwicklung von ornitho.de (und somit auch ornitho.lu, denn beide Portale sind technisch eng verbandelt). Das gemeinsame Internetportal, bei dem mittlerweile über 20.000 Personen angemeldet sind, die über 24 Mio. Beobachtungen gemeldet haben, ist auch dieses Jahr wieder das Spendenprojekt. Wir hoffen, dass es gerade für begeisterte Nutzer von ornitho.de und ornitho.lu ein zusätzlicher Ansporn ist, über die Teilnahme am Birdrace selbst zum Unterhalt und zur Betreuung des Gemeinschaftsprojekts beitragen zu können. Alle Unterstützer der letzten Jahre sind, so sie nicht anonym bleiben wollten, unter „Unterstützung“ auf ornitho.de und ornitho.lu genannt.

Welche Art ziert in diesem Jahr die Urkunde?
Seit 2007 wird die Urkunde, die alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer als Erinnerung erhalten, von einer Künstlerin oder einem Künstler gestaltet. In diesem Jahr konnten wir Stefanie Rick dafür begeistern: Nach mehreren Nicht-Singvogel-Jahren wird mit einem Wiesenpieper wieder einmal ein Singvogel die Urkunde zieren. Das Original, das die Künstlerin exklusiv für das Birdrace gemalt und dem DDA gespendet hat, wird unter all jenen verlost wird, deren Team mindestens 100 Euro für ornitho.de und ornitho.lu eingeworben hat. Einen Überblick über die Künstlerinnen und Künstler, die in den vergangenen elf Jahren die Urkunde gestaltet haben, erhalten Sie unter Birdrace > Künstler.

Lostrommel schon gut gefüllt
Dank großzügiger Spenden von Carl Zeiss Sports Optics, des AULA-Verlags, von APZ Medien, Christ Media Natur, GEO, Lowepro, Lucky Looker, Schwegler, der Schweizerischen Vogelwarte, König Photobags, Oertl, des Verlags C.H. Beck, Vivara sowie der Zeitschrift VÖGEL ist die Lostrommel in diesem Jahr schon zum Beginn der Anmeldung gut gefüllt. Wir können somit unter allen BirdracerInnen, besonders jenen, die sich beim Einwerben von Spenden engagieren, wieder viele attraktive Preise verlosen.

Zuguterletzt noch ein Hinweis an alle, die noch überlegen, erstmals oder nach vielen Jahren wieder an einem Birdrace teilzunehmen: Macht’s einfach! Denn das Wetter wird sicherlich wieder herrlich. Und wenn nicht? Das Ergebnis ist dasselbe: der Tag wird unvergesslich – so oder so. Also: Anmelden und los geht’s!

Allen eine gute Vorbereitung wünscht

das Birdrace-Team des DDA

Weitere Informationen und Anmeldung:

Das Birdrace – der perfekte Rahmen für einen unvergesslichen Tag!
© Team "Graubartschwalben"

aufgegeben von Johannes Wahl
 
Dienstag, 4. April 2017
tipnews
Aufruf zum Ablesen von Flügelmarken bei Rotmilanen

Flügelmarkierungen stellen heute eine wertvolle Methode dar, um Informationen zum Aufenthalt von Vögeln im Jahresverlauf zu gewinnen. Seit einigen Jahren werden in Deutschland Rot- und Schwarzmilane mit Flügelmarken markiert, die spannende Erkenntnisse vom Aufenthalt im Winter über die Rückkehr in die Brutgebiete bis zu Ansiedlungen in neuen Gebieten erbracht haben. Voraussetzung für solche Ergebnisse sind möglichst zahlreiche Ablesungen und Meldungen gesichteter Vögel im Jahresverlauf. So wurden Ablesungen beringter Überwinterer beispielsweise bislang nur aus Spanien gemeldet.

Diese Nachricht soll dazu aufrufen, gesichtete Rot- und Schwarzmilane mit Flügelmarken zu melden. Gewünscht ist die vollständige Ablesung und Meldung der Flügelmarke sowie die Bezeichnung des Beobachtungsortes. Letzterer kann gerne mit geographischen Koordinaten angegeben werden, doch auch Angaben mit räumlichem Bezug (z.B. Pappelreihe westlich Cochstedt) sind ansonsten hilfreich.

Bitte melden Sie Ihre Beobachtungen direkt an den jeweiligen Beringer. Vergleichen Sie dazu die abgelesene Flügelmarke mit der Übersicht der Verwendung von Flügelmarken an Rot- und Schwarzmilanen in Deutschland und ermitteln Sie so das Projekt, in dem der Vogel markiert wurde. Nachfolgend die Kontaktdaten der Ornithologen, die aktuell Rotmilane mit Flügelmarken markieren, sortiert nach den in der Übersicht genannten Regionen:

Viel Erfolg und Spaß beim Ablesen wünschen
Christoph Grüneberg (DDA) und Uwe Lerch (DVL)


Projekt „ROTMILAN – LAND ZUM LEBEN“
www.dda-web.de/rotmilan

www.rotmilan.org

 

Foto: Flügelmarken lassen sich oft selbst aus der Entfernung sicher ablesen. © Jens Halbauer

aufgegeben von Christopher König
 
Freitag, 3. März 2017
avinews
EuroBirdPortal jetzt mit 100 Arten und Daten bis 2015

Die Vogelbeobachtungen von Online-Portalen aus über 20 Ländern in Europa werden im EuroBirdPortal zusammengeführt, das 2015 mit Daten von 50 Vogelarten der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Deutschland wird dabei durch ornitho.de vertreten. Auf Basis eines 30x30 km-Rasters wird die Verbreitung von ausgewählten Vogelarten für weite Teile Europas rund ums Jahr visualisiert. Seit heute sind 100 Vogelarten und die Daten bis 2015 im EuroBirdPortal verfügbar. Die Einblicke in die Verbreitung der Vögel Europas im Jahresverlauf sind wahrlich faszinierend. Für die meisten der neu hinzugekommenen Arten wie Raubwürger, Pirol oder Bergfink sind es die ersten Darstellungen auf dieser Ebene außerhalb der Brutzeit überhaupt!

Anders als bei Erfassungsprogrammen nach standardisierten Methoden, werden in Onlineportalen wie ornitho.de das ganze Jahr über sogenannte „Zufallsbeobachtungen“ gesammelt. Die große Menge dieser unsystematisch erhobenen Daten bietet erstaunliche Möglichkeiten zur Visualisierung und Erforschung der Verbreitung von Vögeln über große geographische Räume. Um dieses große Potenzial tatsächlich ausschöpfen zu können und gemeinsame Analysen zu fördern, wurde das EuroBirdPortal initiiert. 69 Partner aus 21 europäischen Ländern sind im EuroBirdPortal derzeit zusammengeschlossen. Pro Jahr werden auf diese Weise rund 40 Millionen Vogelbeobachtungen von mehr als 100.000 Beobachterinnen und Beobachtern zusammengetragen. Das EBP ist  damit das größte und dynamischste bürgerwissenschaftliche Biodiversitätsportal in Europa!

Neben den Ergänzungen um 50 zusätzliche Vogelarten und die Beobachtungen von 2015 wurde mit der jüngsten Überarbeitung eine neue Kartendarstellung hinzugefügt, die die Visualisierung der gesamten saisonalen Verbreitungsmuster durch die Kombination aller sechs Jahre ermöglicht. Da jeweils zwei animierte Karten angezeigt werden, bei der zwischen Vogelart, Jahr und Darstellungstyp gewählt werden kann, stehen im EBP nun mehr als 20 Millionen verschiedene Kartenkombinationen zur Verfügung! Technische Grundlage für die Darstellung ist die Software CARTO.

Die Bemühungen für die nahe Zukunft konzentrieren sich darauf, die Daten nahezu in Echtzeit darstellen zu können. Die Singdrossel, die heute eingegeben würde, wäre dann bereits morgen im Verbund mit Beobachtungen aus weiten Teilen Europas im EuroBirdPortal sichtbar.

Beobachtungslisten: die besonders wertvollen Daten
Eine für die Darstellungen uns Auswertungen besonders wichtige Datenquelle sind die so genannten Beobachtungslisten. Bitte melden Sie deshalb wann immer möglich und sinnvoll ihre Beobachtungen in Listenform. Über die ornitho-App „NaturaList“ ist das besonders einfach. Wichtig ist, dass Sie auf alle Vogelarten achten und zumindest alle Arten einmal notieren. Beobachtungslisten sollten sich auf einen (gelben) Gebietsnamen oder höchstens wenige (blaue) Halbminutenfelder beziehen. Sie werden merken, dass Sie ganz anders auf die Vogelwelt achten (und vielleicht auch überraschende Einblicke erhalten), wenn Sie Beobachtungslisten ausfüllen. Weitere Hinweise zu Beobachtungslisten finden Sie unter dem Menüpunkt „Beobachtungslisten-Funktion“.

Weitere Informationen:

 

Abbildung: Eine von mehr als 20 Millionen Kartenkombinationen des EuroBirdPortals: Verbreitung von Kranich und Bergfink Anfang August in Europa nach den Daten der Jahre 2010 bis 2015. © EBP

aufgegeben von Christopher König
 
Mittwoch, 1. Februar 2017
avinews
Zwergschwäne offenbar mit mäßigem Bruterfolg 2016

Die Erfassung des Jungvogelanteils beim Zwergschwan am ersten Dezember-Wochenende ergab unter 2.998 nach Alter differenzierten Individuen einen Jungvogelanteil von 10,5 % in Deutschland. Der Jungvogelanteil bei uns lag in den letzten Jahren durchweg höher als auf Populationsebene. Es ist deshalb davon auszugehen, dass dieser in Nordwesteuropa unter 10 % lag und damit eher gering ausfiel. Darauf deuten auch die noch vorläufigen Zahlen aus den weiter westlich gelegenen Ländern.

Dank des gut etablierten Netzwerks ehrenamtlicher Zählerinnen und Zähler dürfte nahezu der gesamte anwesende Rastbestand erfasst worden sein. Unter Einbeziehung von Daten von zwei Tagen um das Zählwochenende am 3./4. Dezember ergibt sich ein Mindestbestand von rund 3.500 Zwergschwänen. Das sind weniger als im Dezember 2015, als über 4.800 nach Alter differenziert wurden, im Dezember 2013 rasteten Anfang Dezember sogar über 5.300 Zwergschwäne in Deutschland. Beides waren für diese Jahreszeit sehr beachtliche Rastbestände. Der geringere Rastbestand Anfang Dezember 2016 dürfte auf eine kurze Kältewelle vor dem Zählwochenende zurückzuführen sein. Vorher und nachher waren die Bestände in vielen Gebieten höher.

Bei 97 Familien konnte die Anzahl an Jungvögeln ermittelt werden. Die meisten erfolgreichen Altvögel hatten einen oder zwei Jungvögel „im Schlepptau“, es wurden jedoch auch drei Familien mit fünf Jungschwänen entdeckt. Die durchschnittliche Jungenanzahl je Familie lag bei 2,2 Jungvögeln.

Allen Zählerinnen und Zählern sowie Hans-Joachim Augst für die Koordination der Erfassungen in Schleswig-Holstein und Axel Degen für die bundesweite Koordination und Auswertung der Daten gilt unser ganz herzlicher Dank!
 

Zwergschwan-Familie mit drei Jungvögeln. Foto: Hans Glader

aufgegeben von Johannes Wahl
 
Freitag, 27. Januar 2017
technews
Schutz von Beobachtungen wird weiter verfeinert – dank Ihrer Unterstützung!

Der Schutz der Arten und ihrer Lebensräume hat stets Vorrang vor jeglichen anderen Interessen. In ornitho gibt es deshalb verschiedene Möglichkeiten, um sensible Beobachtungen zu schützen. Geschützte Beobachtungen sind mit einem gelben Schlüsselsymbol versehen und können nur durch den Melder, von den Regionalkoordinatoren eines Kreises sowie von Artspezialisten eingesehen werden. Bislang gab es drei Möglichkeiten, Beobachtungen zu schützen:

  1. Besonders schutzbedürftige oder ausgesprochen sensible Arten werden automatisch ganzjährig oder während der Brutzeit geschützt.
     
  2. Für einzelne (Brut)Vorkommen kann ein gebietsbezogener Schutz eingerichtet werden, d.h. alle Beobachtungen einer Art innerhalb des Gebietes werden automatisch geschützt.
     
  3. Darüber hinaus kann jeder ornitho-Nutzer seine Beobachtungen selbständig unabhängig von der gemeldeten Art generell oder in Einzelfällen schützen.

Ein gezielter, automatischer Schutz von Brutvorkommen fehlte bislang. Das ist fortan möglich: Rückwirkend zum 1. Januar 2017 wurde ein auf Brutzeitcodes basierender Schutz umgesetzt. Dieser erlaubt es uns, je Art einen Brutzeitcode zu definieren, ab dem eine Beobachtung automatisch geschützt wird (z.B. alle C-Codes, um Meldungen sicherer Bruten zu schützen). Das gewährleistet einen generellen Schutz z.B. von Greifvogel-Beobachtungen mit Hinweisen auf ein Brutvorkommen (zu deren manuellem Schutz wir bislang aufgerufen hatten). Alle anderen Beobachtungen, z.B. von ziehenden Greifvögeln, werden jedoch nicht mehr automatisch geschützt.

Das entlastet Sie, da Sie z.B. Greifvogel-Beobachtungen nicht mehr manuell schützen müssen, gleichzeitig werden deutlich mehr Beobachtungen sichtbar. So war der Seeadler bislang generell in der Brutzeit geschützt, d.h. alle Beobachtungen verschwanden vom 1. Februar bis zum 20. Juni unter der „Tarnkappe“ des automatischen Schutzes. Künftig sind alle Beobachtungen öffentlich sichtbar, die sich nicht mindestens auf balzende Vögel beziehen.

Eine Übersicht der automatisch geschützten Arten bundesweit oder gebietsweise, ganzjährig oder in bestimmten Zeiträumen sowie nach Brutzeitcodes finden Sie unter „Welche Arten sind in ornitho.de wie geschützt?“. Ausführliche Hinweise zum Schutz von Beobachtungen und dem Umgang mit diesen in ornitho finden Sie unter „Schutz von Beobachtungen“.

Vielen Dank!

Diese Weiterentwicklung, die auch seitens vieler Beobachterinnen und Beobachter gewünscht wurde, konnten wir dank der Spenden zugunsten von ornitho u.a. im Rahmen des Birdraces, umsetzen. Dafür danken wir allen, die ornitho (nicht nur) im vergangenen Jahr mit einer Spende unterstützt haben, ganz herzlich!

 

Foto: Rotmilanhorst, P. Hess

aufgegeben von Christopher König
 
Dienstag, 10. Januar 2017
avinews
Hinweis: Bitte Fotos sorgfältiger auswählen!

Die digitale Fotografie hat die Übertragung von Bildern auf Internetseiten wie ornitho sehr einfach gemacht. An Spitzentagen werden mehrere hundert Fotos hochgeladen. Das freut uns grundsätzlich sehr, da sie die Beobachtungslisten bereichern und die Fotogalerie stetig erweitern, die auch als Unterstützung bei der Vogelbestimmung immer hilfreicher wird. Dennoch möchten wir Sie daran erinnern, v.a. von "Allerweltsarten" nur die besten und ästhetisch schönsten Bilder hochzuladen. Gerne dürfen auch Fotos häufiger Arten hochgeladen werden, doch diese sollten scharf sein und es reichen 1-2 sehr gute Aufnahmen. Die Fotogalerie quillt sonst sehr schnell über und die guten oder interessante Verhaltensweisen zeigenden Fotos gehen unter. Bei weniger häufigen Arten dürfen die Fotos auch von geringer Qualität sein, wenn Sie zur Dokumentation (z.B. von Seltenheiten) notwendig sind oder ungewöhnliche/interessante Verhaltensweisen zeigen. Aber bitte auch hierbei eine Auswahl treffen und auf die zur Dokumentation notwendigen beschränken.

Tipp: Wenn Sie bei der Bestimmung eines Vogels unsicher sein sollten, können Sie uns diese gerne an bestimmungshilfe@ornitho.de schicken. Wir werden uns um eine rasche Antwort bemühen.

Wir möchten zudem noch einmal deutlich darauf hinweisen, dass die hochgeladenen Bilder zwingend von der Beobachtung des gemeldeten Vogels stammen müssen!

Diese und weitere Informationen finden Sie zusammengefasst noch einmal unter: Foto- und Tondokumente in ornitho.de

Vielen Dank für Ihr Verständnis und Ihre Mitarbeit!

Das Team von ornitho.de und ornitho.lu

 

Foto: Mäusebussarde, T. Harbig

aufgegeben von Christopher König
 
Montag, 2. Januar 2017
technews
Bitte beachten: Die Vögel sind nun ein Jahr älter!

Das Alter der Vögel wird in sogenannten Kalenderjahren angegeben. Vögel, die im Jahr 2016 geschlüpft sind, sind damit seit dem 1. Januar 2017 nicht mehr im 1. KJ / diesjährig, sondern nun im 2. KJ / vorjährig. Vögel mit Jahrgang 2015 sind nun im 3. Kalenderjahr etc. Wir möchten Sie bitten, das bei der Altersangabe unbedingt zu beachten.

Herzlichen Dank sagt

das Team von ornitho.de und ornitho.lu

aufgegeben von Christopher König
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