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Samstag, 24. Dezember 2016
technews
Vielen Dank, ein frohes Weihnachtsfest und alles Gute für das Jahr 2017!

Mit viel Freude und großem Dank blicken wir auf ein weiteres sehr erfolgreiches ornitho-Jahr zurück. Mehr als 5,5 Millionen Beobachtungen wurden im vergangenen Jahr zusammengetragen, der gesamte Datenschatz wuchs damit auf über 22,8 Millionen Datensätze an! Mehr als 19.000 Nutzerinnen und Nutzer „füttern“ ornitho mittlerweile mit ihren Vogelbeobachtungen. Auch im Jahr 2016 hat sich wieder viel getan: Highlight war der Onlinegang der Wasservogelzählung Ende August. Im Rahmen eines Festaktes in München wurde dieses Tool offiziell freigeschaltet, das nun neben einer Entlastung der Koordinatoren auch ganz neue Möglichkeiten bietet. Auch in der ornitho-App „NaturaList“ gab es eine wichtige Weiterentwicklung: Es lassen sich nun auch Beobachtungslisten bereits direkt aus dem Gelände melden.

Allen, die im zurückliegenden Jahr ornitho mit ihren Beobachtungen unterstützt haben, möchten wir für die große Unterstützung ganz herzlich danken! Die eingehenden Daten werden von mehr als 400 Regionalkoordinatorinnen und Regionalkoordinatoren sowie Artspezialisten gesichtet, die bei Rückfragen auch als Ansprechpartner auf lokaler Ebene zur Verfügung stehen. Ihnen, wie auch den Mitgliedern der Steuerungsgruppen, gilt ebenfalls unser ganz besonderer Dank!

Gaëtan Delaloye und dem Team von Biolovision, das im Hintergrund dafür sorgt, dass ornitho so schnell und zuverlässig läuft, danken wir für den unermüdlichen Einsatz!

Wir wünschen allen Beobachterinnen und Beobachtern ein fröhliches Weihnachtsfest sowie einen gesunden und optimistischen Start ins Jahr 2017 – verbunden mit der Hoffnung, dass dieses auch ornithologisch wieder die eine oder andere schöne Überraschung für Sie bereithält!

Für das Team von ornitho.de und ornitho.lu
Christopher König, Patric Lorgé und Johannes Wahl

 

Foto: H. Glader

aufgegeben von Christopher König
 
Mittwoch, 21. Dezember 2016
tipnews
Komfortabel, engagiert und innovativ auch 2017 – unterstützen Sie uns dabei!

Liebe Vogelbeobachterinnen und -beobachter, liebe Interessierte,

ornitho.de und ornitho.lu erfreuen sich einer großen und stetig wachsenden Beliebtheit. Das gemeinsame Portal für Luxemburg und Deutschland dient immer mehr von Ihnen als digitales Tagebuch, zur Organisation von Erfassungen, als Informationsquelle, als Fotoarchiv. Und es wird immer komfortabler, beispielsweise durch das „Atlas-Tool“ oder die noch einmal weiter verbesserte App. Das alles kostet Sie keinen Cent. Auch Werbung gibt es nur sehr dezent. Das soll auch so bleiben.
Würde zum Beispiel jede registrierte Person 3,65 Euro spenden, d.h. pro Tag eines Jahres 1 Cent, dann wäre ein wichtiger Teil der jährlichen Kosten gedeckt. Wenn Sie mit dem Portal und uns zufrieden sind, dann nehmen Sie sich wenige Minuten Zeit und unterstützen Sie uns, damit ornitho.de und ornitho.lu das bleiben können, was sie sind: komfortabel, engagiert und innovativ.

Vielen Dank!

Foto: Mario Böni

aufgegeben von Johannes Wahl
 
Sonntag, 27. November 2016
avinews
Bruterfolg des Zwergschwans 2016: europaweite Erfassung des Jungvogelanteils am 3./4. Dezember

Der Jungvogelanteil in den Trupps überwinternder Gänse und Schwäne ist ein guter Indikator für den Bruterfolg im zurückliegenden Sommer in den arktischen Brutgebieten und – neben der Überlebensrate der Altvögel sowie der Zu- und Abwanderung – ein wichtiger Parameter, wenn es darum geht, die Entwicklung einer Population zu analysieren. Eine der wenigen Gänse- und Schwanenarten, die derzeit einen negativen Bestandstrend aufweist, ist der Zwergschwan. Eine der Ursachen ist ein seit den 1990er-Jahren geringer Bruterfolg. Wodurch das bedingt ist, ist unklar.

Um anhand einer möglichst großen, über das gesamte Verbreitungsgebiet verteilten, repräsentativen Stichprobe Hinweise zum Bruterfolg 2016 zu erhalten, findet am Wochenende 3./4. Dezember wie schon in den vergangenen Jahren eine europaweite Erfassung des Jungvogelanteils beim Zwergschwan statt.

Im Dezember 2015 wurden am Zählwochenende in Deutschland 4.814 Zwergschwäne nach Alter differenziert und ein Jungvogelanteil von 10,0 % ermittelt. Auf europäischer Ebene waren es 9,2 % Jungvögel unter über 11.000 ausgezählten Individuen. 2014 lag der Jungvogelanteil bei 7,8 % (Deutschland: 11,2 %), 2013 mit 13,0 % deutlich höher (D: 14,4 %). Ein höherer Jungvogelanteil in Deutschland im Vergleich zu den weiter westlich gelegenen Überwinterungsgebieten wurde bereits des Öfteren festgestellt.

Das internationale Rundschreiben mit vielen interessanten Hintergründen und Auswertungen finden Sie hier.

Ganz herzlichen Dank allen, die mit ihren Meldungen zu diesen großen Stichproben aus Deutschland beigetragen haben!

Neben dem Jungvogelanteil wäre es wünschenswert, wenn – wie für viele mittlerweile ebenfalls Standard – auch das Nahrungshabitat erfasst werden könnte. Wer etwas mehr Zeit hat und eine interessante Herausforderung sucht, findet diese in der Ermittlung der Familiengröße. Hinweise, wie diese und die anderen Informationen in ornitho.de einzutragen sind, finden Sie untenstehend.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Axel Degen (bundesweiter Koordinator), Jan H. Beekman und Wim Tijsen (int. Koordinatoren)
 

Eintragung von Alter/Geschlecht, Jungvogelanteilen und Nahrungshabitat:

  • Tragen Sie die Informationen zu Alter und Geschlecht in den dafür vorgesehenen Feldern unter den optionalen Informationen ein (und nicht in den Bemerkungsfeldern, die sich kaum auswerten lassen)!
  • Bitte machen Sie immer Angaben zu allen beobachteten Geschlechtern oder Altersklassen. Beispiel: Sie haben einen Trupp von 28 Zwergschwänen nach Alter differenziert und 23 Alt- und 5 Jungvögel ermittelt. Wenn Sie nun lediglich die 5 Jungvögel eintragen, dann kann das bedeuten, dass die übrigen Tiere Altvögel waren, aber auch, dass unter den 28 Vögeln unter anderem 5 Jungvögel beobachtet wurden. Der Rückschluss, alle übrigen sind Altvögel, wäre dann falsch. Solche Datensätze können deshalb bei Auswertungen nicht berücksichtigt werden.
    Ein Grund, weshalb immer wieder nur die Jungvögel oder nur ein Geschlecht angegeben werden, mag darin liegen, dass nur zunächst eine Zeile bei den Details zum Alter und Geschlecht angegeben ist. Um das andere Geschlecht oder weitere Altersklassen anzugeben, klicken bitte auf „weitere Detailangaben anfügen". Alternativ finden Sie darunter ein Feld, über das Sie die Detailangaben sehr schnell und einfach eintragen können. Mit einem Klick in das Feld öffnet sich ein Hinweis, wie die Detailangaben in das Feld eingetragen werden müssen.
  • Bitte vermeiden Sie die Angabe „immatur“, wenn das Alter genauer angegeben werden kann. Für Vögel aus der vorhergehenden Brutzeit verwenden Sie bitte bis zum 31. Dezember eines Jahres die Kategorie „1. KJ / diesjährig“ und ab dem 1. Januar „2. KJ / vorjährig“. Bei Höckerschwänen ist das sogar essenziell, da sich bei diesen Vögel im 2. Winter oft noch von Altvögeln unterscheiden lassen. Wer Altvögel von zwei- bis dreijährigen Vögeln unterscheidet, sollte diese als weitere Kategorie gesondert angeben.
  • Die Altersverhältnisse unterscheiden sich zwischen kleinen und großen Trupps. Kleine Trupps oder einzelne Familien, die sich z.B. bei Schwänen fast auf einen Blick differenzieren lassen, haben durchschnittlich einen höheren Jungvogelanteil. Falls es die Zeit zulässt, differenzieren Sie auch größere Ansammlungen. Diese Informationen sind sehr wertvoll, damit es nicht zu einer Überschätzung des Jungvogelanteils kommt.
  • Machen Sie Altersangaben auch dann, wenn ein Trupp nur aus Alt- oder Jungvögeln besteht! Mitunter hatten wir den Eindruck, dass vor allem Trupps gemeldet wurden, die beide Altersklassen enthielten.
  • Die Familiengröße bei Gänsen und Schwänen ist ebenfalls eine interessante Information. Falls Sie diese ermitteln, geben Sie diese bitte im Bemerkungsfeld wie folgt an: Familien: 3x1, 4x2, 1x5 Juv.

Rast- oder Nahrungshabitat

  • Bei in der Agrarlandschaft rastenden Vögeln (v.a. Gänsen, Schwänen, Kranichen und Limikolen) ist das Rast- oder Nahrungshabitat eine wichtige Zusatzinformation. Falls Sie dieses bestimmen können, tragen Sie es bitte unter den Optionalen Angaben bei "(Rast)Habitat" ein. Im Gegensatz zu Angaben unter „Bemerkungen“ können diese Angaben dann direkt ausgewertet werden. Bei Gänsen und Schwänen unterscheiden sich z.B. die Jungvogelanteile zwischen verschiedenen Habitaten. Auch deshalb ist die Angabe des Habitats wertvoll und wichtig.
  • Bitte machen Sie auch möglichst bei „Präzisierung der Beobachtung“ eine Angabe, so dass eindeutig zwischen rastenden und ziehenden / überfliegenden Vögel unterschieden werden kann. Bei ziehenden Vögeln ist auch die Zeit eine wichtige Information. Diese können Sie direkt hinter dem Datum mit Leerzeichen getrennt angeben, z.B. 23.11.2013 09:00
  • Nicht immer ist die Unterscheidung zwischen „Nahrung suchend“ und „rastend / ruhend“ eindeutig möglich. Im Zweifelsfalle sollten Sie „Nahrung suchend“ eingeben, auch wenn ein Teil des Vogeltrupps zum Beobachtungszeitpunkt ruht. Nicht hilfreich ist es, für einen zusammenhängenden Rasttrupp zwei Datensätze anzulegen, die sich lediglich in der Präzisierung der Verhaltensweise unterscheiden. Gleiches gilt für Anteile eines zusammenhängenden Rasttrupps, die sich über eine Parzellengrenze hinweg bewegen und daher zwei verschiedene Habitate nutzen. Hier sollten sie das vorrangig genutzte Habitat eingeben. Separate Trupps in größeren Gebieten sollten hingegen möglichst mit exakter Lokalisierung getrennt eingegeben und codiert werden.

 

Foto: Jörn Clausen, 8.11.2015, Oppendorfer Fledder

aufgegeben von Johannes Wahl
 
Donnerstag, 10. November 2016
tipnews
5 Jahre ornitho – ADEBAR für 55,55 Euro

Ornitho.de und ornitho.lu feierten am 30. Oktober ihren 5. Geburtstag. Über 22 Mio. Beobachtungen wurden seither eingegeben. Diese geben uns einen aktuellen Einblick in die Verbreitung unter anderem während der Brutzeit und möglichen Änderungen gegenüber der Verbreitung im Zeitraum von 2005 bis 2009, die im Atlas Deutscher Brutvogelarten (ADEBAR) abgebildet ist. Dafür möchten wir uns bei den besonders fleißigen Melderinnen und Meldern mit einem besonderen Angebot bedanken: Alle, die mindestens 555 Beobachtungen gemeldet haben, können den Brutvogelatlas bis zum 30.11.2016 zum Preis von 55,55 Euro zzgl. Versandkosten bei uns beziehen. Bitte haben Sie Verständnis, dass pro Person nur ein Buch zum stark vergünstigten Preis (98 Euro im Buchhandel) abgegeben werden kann.

Ihre Bestellung  können Sie direkt online durchführen. Setzen Sie dort bei der Option „Ich habe mind. 555 Datensätze bei ornitho gemeldet und bestelle zum Vorzugspreis von 55,55 € zzgl. Versandkosten." einen Haken.
Sollten Sie ADEBAR noch nicht kennen, so finden Sie unter www.dda-web.de/downloads/adebar/ eine Leseprobe.

aufgegeben von Johannes Wahl
 
Mittwoch, 9. November 2016
avinews
Kündigt sich ein Einflug von Seidenschwänzen an?

In den meisten Jahren wandern die in der nördlichen Taiga brütenden Seidenschwänze nur kürzere Strecken nach Süden und verbleiben in Nordeuropa und im Ostseeraum. Hin und wieder kommt es zu Einflugjahren, in denen die Vögel auch in großer Zahl bis nach Mitteleuropa gelangen. Sie sind dann häufig auch in der direkten Nähe des Menschen, in Gärten, Parks und Alleen anzutreffen. Die Nahrung der Seidenschwänze besteht hauptsächlich aus Beeren. Auch an Bäumen verbliebenes Obst und Mistelbeeren stehen auf ihrer Speisekarte. In der Nähe ihrer Nahrungsstellen rasten sie gerne auf höheren Bäumen.

In den letzten drei Wintern war das Auftreten durchschnittlich. Derzeit deutet jedoch einiges darauf hin, dass sie in diesem Winter wieder in größerer Anzahl bei uns aufkreuzen: Bei ornitho.de wurden seit Anfang Oktober mehr als zehnmal so viele Seidenschwänze gemeldet wie im Vorjahreszeitraum (Karte). Ähnliche Entwicklungen werden auch in Großbritannien und den Niederlanden beobachtet, und mit täglich mehr als 500 Durchzüglern verzeichnet der bekannte Zugvogel-Hotspot Falsterbo im Süden Schwedens derzeit mehr als doppelt so viele Seidenschwänze wie in durchschnittlichen Jahren.

Einflugjahre können über das EuroBirdPortal anschaulich visualisiert werden, an dem sich Online-Portale aus über 20 Ländern Europas beteiligen. Ein eindrucksvolles Beispiel ist etwa der Vergleich des Seidenschwanz-Einflugs 2012/13 mit einem „normalen“ Winter wie 2013/14.

Um den Verlauf des möglicherweise bevorstehenden Einflugs in Deutschland und Luxemburg gut zu dokumentieren, bitten wir Sie, nicht nur alle Beobachtungen von Seidenschwänzen bei ornitho einzutragen, sondern auch noch Folgendes zu beachten:

  • Machen Sie unter „Präzisierung der Beobachtung“ bitte Angaben zum Verhalten der Vögel (z.B. rastend, Nahrung suchend, umherfliegend oder ziehend).
  • Sollten Sie die Seidenschwänze bei der Nahrungsaufnahme beobachten, geben Sie bitte - wenn möglich - auch an, wovon sich die Seidenschwänze ernährten.
  • Bitte tragen Sie auch möglichst immer die Uhrzeit der Beobachtung ein, so dass einzelne Trupps differenziert werden können. Die Uhrzeit tragen Sie hinter dem Datum mit Leerzeichen getrennt ein (z.B. 08.11.2016 12:30).

Die Seidenschwänze machen häufig mit ihren charakteristischen, „klingelnden“ Rufen auf sich aufmerksam. In der Tongalerie finden Sie hilfreiche Aufnahmen.

 

Foto: Mathias Schäf

aufgegeben von Christopher König
 
Donnerstag, 3. November 2016
avinews
Vögel in Deutschland aktuell: Rückblick auf den Sommer 2016

In unserem Rückblick auf die zurückliegende Jahreszeit blicken wir diesmal auf den überdurchschnittlich warmen Sommer 2016 zurück, der jedoch von großen Regenmengen bis großer Trockenheit viel Abwechslung zu bieten hatte. Ebenso abwechslungsreich waren die mehr als 1,1 Millionen Vogelbeobachtungen, die zwischen Juni und August über ornitho.de gemeldet wurden.

Erst seit den 1990er Jahren brüten Löffler in Deutschland. Die Kolonisierung des niedersächsischen und schleswig-holsteinischen Wattenmeeres ging dabei von den Niederlanden aus. Der stark positive Bestandstrend hält weiter an und auch im Binnenland wird die Art immer häufiger und in steigender Zahl beobachtet. Wir betrachten die Entwicklung des Löfflers in Deutschland einmal genauer, zeigen wann und wo man die markante Art am zuverlässigsten beobachten kann und beschäftigen uns mit dem Phänomen, dass es im Spätsommer am Niederrhein mittlerweile zu Ansammlungen von bis zu 100 Löfflern kommt.

Rund 120 Nachweise des inselartig von Marokko bis in Kaspigebiet verbreiteten Rallenreihers wurden bislang in Deutschland anerkannt. Insbesondere seit Mitte der 1990er Jahre hat sich die Art von einer großen Ausnahmeerscheinung zu einer alljährlich zu beobachtenden Seltenheit entwickelt. Im Frühjahr und Sommer 2016 kam es zum bislang stärksten dokumentierten Auftreten in Deutschland. Wir befassen uns in unserem Beitrag mit den Gründen dieser Entwicklung und  zeigen in welchen Monaten Rallenreiher hierzulande nachgewiesen werden.

Unser Überblick über die in der zurückliegenden Zeit in Deutschland beobachteten Seltenheiten zeigt, dass auf das außergewöhnliche Frühjahr ein ebenso ereignisreicher Sommer folgte. Es gelangen abermals zahlreiche Entdeckungen, mit denen kaum jemand gerechnet haben dürfte. Hervorzuheben sind der erste Nachweis des Maskenwürgers für Deutschland, der dritte der Rüppellseeschwalbe sowie der fünfte Steppenadler und die bei Anerkennung jeweils siebten Nachweise von Wüstenregenpfeifer und Häherkuckuck.

Den Beitrag „Vögel in Deutschland aktuell: Sommer 2016: Sommer 2016: Löffler, Rallenreiher und andere seltene Überraschungen“ in der Zeitschrift „Der Falke“ können Sie hier als PDF herunterladen. Alle weiteren Beiträge mit direktem Bezug zu ornitho.de finden Sie unter Publikationen und Auswertungen.

Das komplette Falke-Heft 11/2016 mit vielen weiteren Beiträgen, u.a. über Schwarzspechte, Nistkästen und ihre Bewohner, ein Tierbeobachtungshaus bei München sowie Insekten jagende Schlangenadler können Sie über die Internetseite von „Der Falke“ beziehen.

Viel Spaß beim Lesen wünscht

das Team von ornitho.de und ornitho.lu

aufgegeben von Christopher König
 
Sonntag, 30. Oktober 2016
technews
5 Jahre ornitho.de und ornitho.lu

Am 30.10.2011 gingen ornitho.de und ornitho.lu an den Start. Mehr als 18.000 Personen sind inzwischen registriert und haben über 22 Millionen Vogelbeobachtungen zusammengetragen. Kein einziger in ornitho.de und ornitho.lu enthaltener Datensatz wurde bislang importiert, alle Meldungen wurden händisch über die Homepage oder die ornitho-App „NaturaList“ eingetragen. Rechnet man für die Eingabe je Datensatz nur fünf Sekunden, so wurden in den fünf Jahren mindestens 1.300 Tage oder dreieinhalb Jahre alleine für die Dateneingabe investiert!

Doch auch auf koordinativer Ebene steckt enorm viel Lebenszeit in unserem Portal. Um die Qualität dieses riesigen Datens(ch)atzes zu gewährleisten, werden die Beobachtungen von mehr als 400 Regionalkoordinatoren und Artspezialisten auf Kreis-, Landes- und Bundesebene auf Plausibilität geprüft. Mehrere Zehntausend Rückfragen bei den Meldern haben sie seither gestellt. Wie viel Zeit (und teils auch Nerven) dafür aufgewendet wurden, lässt sich nur erahnen. Die Regionalkoordinatoren verwalten außerdem die Ortsbezeichnungen und stehen bei Fragen den Meldern mit Rat zur Seite. Für 157.000 der 453.000 Rasterfelder wurden treffendere Bezeichnungen als die automatisch generierten vergeben, und 35.500 Gebietsnamen wurden seitens der Regionalkoordinatoren zusätzlich eingerichtet. Die Regionalkoordinatorinnen und -koordinatoren sowie die ornitho-Steuerungsgruppen sind wahrlich das Rückgrat von ornitho.de und ornitho.lu!

Die erfreuliche Entwicklung von ornitho.de und ornitho.lu fußt auf einem großen Netzwerk an Partnern. Zuvorderst sind hier die Verbände, Fachgruppen und Arbeitsgemeinschaften zu nennen, die ornitho zu ihrem System gemacht und den Aufbau und die Weiterentwicklung ideell aber auch finanziell unterstützen (s. Meldung vom 5. Okt. 2016). Die Ernst-Commentz-Stiftung ermöglichte mit großzügigen Zuwendungen mehrere wichtige Weiterentwicklungen, und Carl Zeiss Sports Optics unterstützt ornitho.de als Partner des DDA von Beginn an. Auf deutschlandweiter Ebene haben wir mit der Deutschen Ornithologen-Gesellschaft, der Deutschen sowie den regionalen Avifaunistischen Kommissionen, der Länderarbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten und im Bundesamt für Naturschutz wichtige Partner und auf internationaler Ebene verdanken wir der „ornitho-Familie“ und hier im Besonderen der Schweizerischen Vogelwarte Sempach viele kleine und große Weiterentwicklungen.

Mehrere Tausend Stunden wurden auch von fachlicher und technischer Seite im Hintergrund bislang geleistet. Neben der Betreuung durch den DDA und natur&ëmwelt in Luxemburg ist hier vor allem das Team von Biolovision um Gaëtan Delaloye zu nennen, das fantastische Arbeit leistet.

Daraus lässt sich erahnen, wie viel Lebenszeit, der weit überwiegende Teil davon in der Freizeit, von wie vielen Menschen in ornitho.de und ornitho.lu steckt. Und dabei ist die Beobachtungszeit im Feld noch nicht einmal eingerechnet!

Allen, die in den vergangenen fünf Jahren dazu beigetragen haben, ornitho.de und ornitho.lu zu dem zu machen, was es heute ist, gilt unser herzlicher Dank!

Patric Lorgé, Christopher König und Johannes Wahl
für das Team von ornitho.de und ornitho.lu

aufgegeben von Christopher König
 
Dienstag, 11. Oktober 2016
tipnews
Herbstzug und -rast der Kraniche (und anderer Arten) – bitte beachten!

Zu Zehntausenden sammeln sich derzeit die Kraniche in den Rastgebieten im Norden und Osten Deutschlands und treten bald ihren Zug in die Überwinterungsgebiete in Südwesteuropa an. Vor allem im Westen Deutschlands und in Luxemburg werden dann wieder die weithin hörbaren Rufe und beeindruckenden Zugformationen zu sehen sein. Viele Tausend Zug- und Rastbeobachtungen werden in dieser Zeit über ornitho.de und ornitho.lu gemeldet. Damit die gesammelten Daten später detailliert ausgewertet und für Naturschutzfragen eingesetzt werden können, bitten wir Sie um Folgendes:

  • Melden Sie bitte möglichst jeden Zug- oder Rasttrupp separat.
  • Geben Sie zu Ihren Zugbeobachtungen bitte immer eine Uhrzeit an. Diese können Sie direkt hinter dem Datum von Hand eingeben, z.B. 29.10.2014 09:18.
  • Falls Sie an Massenzugtagen für mehrere Stunden an einem Ort stehen und den Zug verfolgen, geben Sie neben der Gesamtsumme und der Anzahl an Trupps bitte den Erfassungszeitraum sowie für die Interpretation der Daten wichtige Informationen (z.B. Sichtweite) unter "Bemerkungen" an.
  • Bitte geben Sie bei Zugbeobachtungen immer eine Zugrichtung an. Diese können Sie im Feld „Präzisierung der Beobachtung“ auswählen. Entsprechende Angaben im Bemerkungsfeld lassen sich nicht auswerten.
    Wenn Sie mit der App melden, tragen Sie diese Information bitte später online nach. Vielen Dank!
  • Geben Sie Trupps rastender oder Nahrung suchender Kraniche bitte punktgenau ein. Geben Sie unter „Präzisierung der Beobachtung“ bitte „rastend/ruhend“ oder „Nahrung suchend“ an, und vermerken Sie – sofern zutreffend und erkennbar – auch das (Rast)Habitat.
  • Alt- und Jungvögel lassen sich bei Kranichen sehr einfach unterscheiden. Falls Sie also etwas mehr Zeit haben, zählen Sie Alt- und Jungvögel getrennt aus und tragen die Informationen in den dafür vorgesehenen Feldern ein (bitte nicht im Bemerkungsfeld). Falls Sie nur einen Teil eines großen Trupps ausgezählt haben, geben Sie bitte die Gesamtanzahl und in den Detailangaben nur die Anzahl differenzierter Individuen an.
  • Falls Sie Kraniche abends oder morgens am Schlafplatz gezählt haben, geben Sie ebenfalls die Uhrzeit sowie unter „Präzisierung der Beobachtung“ bitte „Schlaf-/Sammelplatz“ an.
  • Diese Hinweise bezüglich der Rast gelten insbesondere auch für Gänse und Schwäne sowie weitere auf Feldern rastende / Nahrung suchende Vogelarten (z.B. Kiebitz, Goldregenpfeifer).

Bewährte Zusammenarbeit mit der AG Kranichschutz Deutschland
Die AG Kranichschutz Deutschland und der DDA arbeiten im Bereich der Datensammlung bei Kranichen eng zusammen. Die über ornitho gesammelten Informationen zum Brut-, Rast- und Zuggeschehen stehen der AG Kranichschutz für detaillierte Auswertungen zur Verfügung, die u.a. für den jährlichen Bericht "Das Kranichjahr" erstellt werden. Bitte geben Sie Ihre Beobachtungen deshalb nicht zusätzlich unter www.kraniche.de ein!

Wir danken Ihnen herzlich für Ihre Unterstützung und wünschen Ihnen, dass Sie das faszinierende Schauspiel des herbstlichen Kranichzugs ebenfalls bestaunen können!

Foto: R. Kistowski (www.wunderbare-erde.de)

aufgegeben von Johannes Wahl
 
Freitag, 12. August 2016
avinews
Aufruf: Gezielte Suche nach rastenden Mornellregenpfeifern (Bitte auch Negativkontrollen melden!)

Das Brutgebiet des Mornellregenpfeifers liegt in den Fjällflächen und Tundren von Skandinavien bis Ostsibirien. Während die östliche Population in Vorderasien überwintert, überqueren europäische Brutvögel Zentral- und Südeuropa auf dem Weg nach Nordafrika. Viele Vögel führen dabei vermutlich einen Nonstopzug durch, ein gewisser Teil rastet allerdings regelmäßig an meist traditionellen Rastplätzen. Noch vor wenigen Jahren galt der Mornellregenpfeifer in ganz Deutschland als seltener und unregelmäßiger Durchzügler. Seit Ende der 1990er-Jahre gab es aber durch eine in manchen Gebieten gezielte Suche nach der charismatischen Art einen enormen Erkenntnisgewinn: Zahlreiche bis dahin unbekannte Rastplätze wurden entdeckt und sind mittlerweile fast alljährlich besetzt.

Seit 2011 rufen wir zur gezielten Suche nach Mornellregenpfeifern während des zeitlich eng begrenzten Durchzugfensters von Mitte August bis Mitte September auf. Die zahlreichen Meldungen vor allem über ornitho ergaben den wohl bundesweit bislang besten Überblick über die Rastvorkommen. Dank der Differenzierung vieler Individuen in Alt- und Jungvögel können der jährilche Jungvogelanteil berechnet und so Rückschlüsse auf den Bruterfolg gezogen werden. Die Ergebnisse 2011 bis 2014 wurden in der Oktober-Ausgabe 2014 von „Der Falke“ veröffentlicht. Diesen Beitrag können Sie hier als pdf herunterladen. Die Auswertung des Herbstzuges 2015 erschien in unserem Rückblick auf den Herbst in "Der Falke".

Motiviert durch die sehr gute Resonanz der letzten Jahre wollen wir versuchen, auch den Wegzug 2016 möglichst gut zu dokumentieren. In einem weiteren Falke-Beitrag aus dem Juli 2013 haben wir gezielte Hinweise gegeben, wie und wo man Mornellregenpfeifer auf dem Herbstzug suchen (und hoffentlich auch finden) kann. Den Beitrag „Leicht zu übersehen: Herbstrast des Mornellregenpfeifers“ finden Sie hier als PDF.

Wann?

Mornellregenpfeifer überqueren Europa auf dem Zug in sehr engen Zeitfenstern. Im Frühjahr zieht die Art in Deutschland in sehr kurzer Zeitspanne und nur geringer Zahl fast ausschließlich im Mai durch, vorjährige Mornells verbleiben wie viele andere Zugvögel meist im Winterquartier. Weit auffälliger ist der Durchzug im Herbst. Hier werden die meisten Individuen im Zeitraum 15. August bis 15. September beobachtet. Einzelne Vögel treten noch bis Oktober auf. Es gilt daher in den kommenden Wochen ganz gezielt geeignete Habitate zu kontrollieren! Aufgrund des Verhaltens der Vögel sind die Beobachtungsbedingungen am Morgen und Abend am besten. Zu dieser Zeit findet die Nahrungssuche statt, während sich im weiteren Tagesverlauf ruhende, bewegungslose Vögel oft der Entdeckung entziehen. Auch die Chance, gegen Abend abziehende bzw. morgens zur Rast einfallende Tiere oder deren kleinräumige Ortswechsel bei der Suche nach geeigneten Rastflächen zu beobachten, erhöht den Beobachtungserfolg deutlich.

Wo?

Während im Frühjahr vor allem küstennahe Bereiche bevorzugt werden, tauchen Mornellregenpfeifer im Herbst vermehrt an Rastplätzen im Binnenland auf. Bei den Gebieten handelt es sich in der Regel um weithin exponierte, sehr offene und damit an skandinavische Weiten erinnernde Flächen mit kurzer Vegetation. Wurden ursprünglich wohl vor allem Heiden und Brachen aufgesucht, sind heute abgeerntete Felder die Hauptrastplätze. Besonders regelmäßig gelingen Nachweise vor allem auf Ackerflächen auf kargen, windexponierten Hochflächen mit weiter Sicht in Abzugrichtung Süd und Südwest in großräumigen Agrarlandschaften, gerne im oberen Hangbereich an der Südwestflanke kleiner Hügel. Es sollte mindestens ein Stoppelsturz stattgefunden haben, unbearbeitete Getreidestoppeln werden offenbar gemieden. Große Vertikalstrukturen wirken sich negativ aus, wobei Einzelbäume und Erdaufschüttungen toleriert werden. Besonders lohnend kann die Suche direkt nach starken, großräumigen Regenschauern und Gewittern sein, wenn die von der Witterungslage zur „Notrast“ gezwungenen Vögel schnell wieder abziehen und dann besonders auffällig sind. Unter solchen Witterungsbedingungen werden manchmal auch Flächen zur Rast genutzt, die bei guter Witterung keine Beachtung finden, wie z.B. ebene, kleinere Ackerflächen in Waldrandnähe. Die momentan soweit bekannt größten und bedeutendsten Rastplätze für Mornellregenpfeifer in Deutschland sind die nordrhein-westfälische Hellwegbörde im Kreis Soest sowie das Maifeld im Kreis Mayen-Koblenz in Rheinland-Pfalz.

Wie?

Nur selten werden die gerade einmal amsel-großen Mornellregenpfeifer zufällig entdeckt. Erst das genaue Absuchen geeigneter Flächen mit Fernglas oder Spektiv führt in der Regel zum Erfolg. Die Art ist relativ leicht zu bestimmen und kaum mit anderen Arten zu verwechseln (Bestimmungshilfe [ PDF ]). An den Rastplätzen herrscht eine hohe Dynamik, viele Vögel verweilen nur kurz, so dass eine regelmäßige Kontrolle möglicher Rastgebiete mit Angabe des Altersverhältnisses wertvolle Zusatzinformationen zur Anzahl der insgesamt im Gebiet rastenden Vögel liefert. Auch die Kenntnis der Lautäußerungen kann daher hilfreich sein. Beim Abfliegen wird häufig ein trillerndes, für eine Limikole unerwartet tief-melancholisches „pjürrr“ (www.xeno-canto.org/species/Charadrius-morinellus)  geäußert. Mornellregenpfeifer rasten meist in artreinen Trupps, nur selten gemeinsam mit anderen Limikolen (z.B. Goldregenpfeifern). Im Rastgebiet verhalten sie sich in der Regel recht vertraut und verharren selbst auf wenige Meter Abstand. Besonders größere Trupps sind aber mitunter scheu und fliegen schon bei geringen Störungen auf. Wir möchten deshalb noch einmal ausdrücklich darauf hinweisen, dass jegliche Störungen zu vermeiden sind und der allgemeine Verhaltenskodex unbedingt zu beachten ist!

Bei der Meldung von Mornellregenpfeifern bitten wir um möglichst detaillierte Informationen zu:

  • Beobachtungsort (bitte immer punktgenau eingeben)
  • Uhrzeit (im Datumsfeld, z.B. 13.08.2016 12:00)
  • Alter der Vögel (Bestimmungshilfe [ PDF ])
  • Rasthabitat
  • rastend oder ziehend (unter "Präzisierung der Beobachtung")
  • Bitte auch Negativkontrollen melden!
    Wenn geeignet erscheinende oder in den vergangenen Jahren von Mornells aufgesuchte Flächen kontrolliert, aber keine Vögel gefunden wurden, bitte einen Bestand = 0 eintragen. Für die Interpretation der Verbreitungskarte und die Datenauswertung sind 0-Nachweise eine wichtige Information. Bitte geben Sie dabei den groben Zeitaufwand im Bemerkungsfeld an.

Gerne können Sie weitere Angaben (z.B. zum Verhalten) im Bemerkungsfeld machen oder Fotos der Vögel anfügen.

Eine Bestimmungshilfe mit zahlreichen Fotos und Erläuterungen sowie hilfreicher Literatur bietet das folgende [ PDF ].

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Das Team von ornitho.de

 

Foto: Lukas Thiess.

aufgegeben von Johannes Wahl
 
Montag, 1. August 2016
avinews
Vögel in Deutschland aktuell: Rückblick auf das Frühjahr 2016

Das Wetter im vergangenen Frühjahr hielt bei durchschnittlichen Temperaturen so manche Überraschung bereit. Wir befassen uns in unserem Rückblick auf diese Jahreszeit in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Der Falke" unter anderem mit der Ankunft der Zugvögel. Während Kurzstreckenzieher eher spät dran waren, erreichten uns einige Langstreckenzieher um bis zu eine Woche früher als in den Vorjahren. Wir beleuchten einige Arten genauer und führen mögliche Gründe für diese Abweichung an.

Rotkopfwürger traten in diesem Jahr bislang so zahlreich auf wie schon seit dem Ende der 1980er Jahre nicht mehr, als die Art noch als Brutvogel in Deutschland vorkam. Wir zeigen, wann hierzulande am ehesten Rotkopfwürger zu beobachten sind und wieso die mediterran verbreitete Art überhaupt noch alljährlich zu den Zugzeiten bis nach Deutschland kommt.

Das Frühjahr 2016 wird hinsichtlich der entdeckten Seltenheiten wohl bei Vielen noch länger in Erinnerung bleiben. Wir blicken auf die Highlights aus den Monaten März bis Mai zurück. Darunter finden sich mit Wüstengimpel und Grauortolan vielleicht von manchem erhoffte bzw. mit Singammer wohl auch von niemandem erwartete Nachweise.

Den Beitrag „Vögel in Deutschland aktuell: Frühjahr 2016: Viele frühe Langstreckenzieher, zahlreiche Rotkopfwürger und seltene Überraschungen“ in der Zeitschrift „Der Falke“ können Sie hier als PDF herunterladen. Alle weiteren Beiträge mit direktem Bezug zu ornitho.de finden Sie unter Publikationen und Auswertungen.

Das komplette Falke-Heft 8/2016 mit vielen weiteren Beiträgen, u.a. zu den Schneeeulen Skandinaviens, dem Fitis, der Vogelinsel Trischen sowie zum Klimawandel in der Arktis und damit verbundenen Problemen für den Knutt, können Sie über die Internetseite von „Der Falke“ beziehen.

Viel Spaß beim Lesen wünscht

das Team von ornitho.de und ornitho.lu

aufgegeben von Christopher König
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