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Donnerstag, 15. Oktober 2020
tipnews
Sind Sie dabei? Europaweite Kiebitz- und Goldregenpfeiferzählung 17./18. Oktober 2020 – machen Sie mit!

Am kommenden Wochenende (17./18. Oktober) findet die europaweite Goldregenpfeifer-und-Kiebitz-Zählung statt. Dabei soll auch der Große Brachvogel miterfasst werden. Hierfür wollen wir nochmals die Werbetrommel rühren, so dass für Deutschland eine möglichst gute Abdeckung erreicht wird.

Sie möchten mitmachen?

Auf der Internetseite des DDA finden Sie eine interaktive Karte zur Suche nach interessanten Rasträumen. Sofern Sie nicht Ihre angestammten Zählgebiete der Rastvogelzählungen erfassen, empfehlen wir eine Rücksprache mit Ihrer Koordinatorin / Ihrem Koordinator, um Doppelzählungen ebenso wie Lücken zu vermeiden.

Übermittlung der Daten

  • Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Wasservogelzählung bzw. an der Gänse-und Schwanenzählung benutzen bitte ‒ sofern für Ihr Zählgebiet verfügbar ‒ die Module „Wasservogelzählung“ oder „Rastende Gänse und Schwäne (Feldzählung)“  in ornitho.de zur Eingabe. Beachten Sie allerdings, dass dann auch tatsächlich alle Arten des Erfassungsprogramms erfasst werden sollen!
  • Außerhalb der Zählgebietskulisse (oder wenn Ihr Zählgebiet noch nicht in ornitho.de enthalten ist) melden Sie Ihre Zählergebnisse bitte „ganz normal“ als Einzelbeobachtungen über ornitho.de.
    Wichtig: In der Eingabemaske in ornitho.de unter "Weitere Informationen" bitte als Erfassungsprojekt "GRP/KB2020" auswählen. In NaturaList können Sie das Erfassungsprojekt über die Schaltfläche "Erf.projekt" auswählen. Mit dem Erfassungsprojekt lassen sich die Daten bei der Auswertung einfacher zuordnen. Informationen zum Habitat können Sie nachträglich am PC eingeben.
  • Bitte melden Sie unbedingt auch NULLZÄHLUNGEN (weder Goldregenpfeifer, Kiebitz noch Großer Brachvogel im kontrollierten Gebiet): Bei Nullzählungen tragen Sie einfach Kiebitz mit Bestand = 0 ein.
  • Auf der Internetseite des DDA finden Sie weitere Informationen:
  • Natürlich ist auch der Meldeweg über einen Zählbögen möglich (s. dazu die Hinweise in der Anleitung).

Wir freuen uns auf Ihre Unterstützung und hoffen mit Ihnen auf ein sonniges Zählwochenende!

Nikolas Prior und Johannes Wahl
im Namen aller Koordinatorinnen und Koordinatoren

Foto: H. Glader

aufgegeben von Nikolas Prior
 
Freitag, 2. Oktober 2020
tipnews
Europaweite Kiebitz- und Goldregenpfeiferzählung 17./18. Oktober 2020 – machen Sie mit!

In einem mittlerweile sechsjährigen Turnus werden europaweit die Goldregenpfeifer und hierzulande auch die Kiebitze und Großen Brachvögel erfasst, das nächste Mal am Wochenende 17./18. Oktober. Hierzu werden vor allem nördlich der Mittelgebirge viele zusätzliche Zählerinnen und Zähler benötigt. Denn im Gegensatz zu den meisten anderen Watvogelarten halten sich v.a. Kiebitze und Goldregenpfeifer auf dem Zug nicht überwiegend in Feuchtgebieten auf, sondern rasten auch in großer Zahl in der Agrarlandschaft. Entsprechend werden europaweit nur geringe Anteile des Gesamtbestandes über die Monitoringprogramme rastender Wasservögel erfasst. Koordiniert wird die europaweite Zählung von der International Wader Study Group. Zentrales Anliegen der Zählung ist es, die Angaben für die hiesigen Populationen in den Waterbird Population Estimates regelmäßig zu aktualisieren. Darin werden die Bestandsangaben und -trends aller Wasservogelpopulationen weltweit veröffentlicht. Die aus den Bestandsangaben abgeleiteten 1-Prozent-Werte bilden die Grundlage für die Identifizierung international bedeutender Rastgebiete. Gleichzeitig sind die Zählungen die Basis für bundesweite Rastbestandsschätzungen, denn der Termin im Oktober fällt in den Zeitraum des Durchzugsgipfels der Arten in Deutschland. Ein hoher Erfassungsgrad ist damit aus mehreren Gründen wichtig.

Machen Sie mit und unterstützen die wichtige und spannende Zählung. Die Datenerfassung kann wie immer via ornitho.de erfolgen.

Wichtig:

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Johannes Wahl und Nikolas Prior
im Namen aller Koordinatorinnen und Koordinatoren

Kiebitze werden - ebenso wie Große Brachvögel - seit 2014 im Rahmen der Goldregenpfeiferzählung ebenfalls erfasst. Foto: H. Glader

aufgegeben von Nikolas Prior
 
Samstag, 12. September 2020
avinews
#StayHomeAndWatchOut – Zusammenfassung der ornitho-weiten Ergebnisse

Im Frühjahr haben wir auf die internationale Aktion #StayHomeAndWatchOut hingewiesen. Viele Leute waren während des Lockdowns an die eigenen vier Wände gebunden – sei es durch Kinderbetreuung, Home Office oder sogar Quarantäne. In einigen Ländern Europas herrschte zu jener Zeit sogar eine strikte Ausgangssperre. Wer in dieser Zeit dem geliebten Hobby von Zuhause aus nachging und Beobachtungen von Fenster oder Balkon bzw. im eigenen Garten machte, konnte diese über ein spezielles Kürzel diesem Projekt zuordnen.

In ganz Europa sind diesem Aufruf viele Ornithologinnen und Ornithologen gefolgt. Unsere katalanischen Kollegen von ornitho.cat haben die zwischen Mitte März und Mitte Mai gesammelten Daten nun weiter aufbereitet. Die attraktiv aufgemachten Ergebnisse wollen wir Ihnen nicht vorenthalten. Mithilfe der Pfeile können Sie sich verschiedene Visualisierungen portalübergreifender Auswertungen anschauen.

Nochmals herzlichen Dank an alle Nutzerinnen und Nutzer von ornitho.de und ornitho.lu, die sich an der Aktion beteiligt haben - und hoffen wir (und tragen alle dazu bei), dass wir #StayHomeAndWatchOut nicht reaktivieren müssen!

 

aufgegeben von Christopher König
 
Donnerstag, 27. August 2020
avinews
50 Millionen Vogelbeobachtungen in ornitho.de und ornitho.lu!

Eine Wiesenschafstelze bei Hannover wurde heute um 9:27 Uhr als 50-millionste Beobachtung bei ornitho.de und ornitho.lu gemeldet. Als das Portal im Herbst 2011 startete, hat wohl niemand mit einer solchen Entwicklung gerechnet. Vielen Dank an alle, die dazu beigetragen haben – neben Ihnen als Melderinnen und Melder vor allem an das Team von Biolovision!

Die Zahl der Meldungen entwickelt sich weiterhin sehr positiv. Im ersten vollständigen ornitho-Jahr 2012 verzeichnete das Portal insgesamt 2,6 Millionen Beobachtungsmeldungen. Seitdem ging es Jahr für Jahr bergauf und im Frühjahr 2020 wurden erstmals innerhalb eines einzigen Monats mehr als 1 Million Vogelsichtungen gemeldet. Ein riesiger Datens(ch)atz, der von der lokalen bis bundesweiten Ebene in diverse wissenschaftliche Auswertungen einfließt und im Naturschutz Verwendung findet. Ornitho hat sich zu einer hilfreichen Ergänzung des Vogelmonitorings in Deutschland entwickelt und ist für die meisten MelderInnen kaum mehr wegzudenken.

Mehr als 32.000 Personen sind inzwischen registriert, rund zwei Drittel davon steuern auch eigene Beobachtungen bei – viele davon regelmäßig, manche sogar täglich. Ornitho ist ein Portal für Vogelbeobachter und Naturinteressierte jeden Alters und jeden Kenntnisstands. Nicht nur „Profis“ tauschen dort aktuelle Beobachtungen aus, auch Neueinsteiger können sich über die Vogelwelt der eigenen Umgebung informieren oder erste eigene Beobachtungen beitragen.

Die bundesweite Abdeckung ist beachtlich und es findet sich inzwischen kaum ein Bereich auf der Karte, für den bislang noch gar keine Meldungen vorliegen. Von den mehr als 10.000 Gemeinden Deutschlands wurden in den vergangenen Jahren mehr als 99 % mindestens einmal aufgesucht. Für mehr als 92 % der Gemeinden liegen auch aus diesem Jahr schon Vogelbeobachtungen vor. Blickt man auf einzelne Kreise, so liegt Nordfriesland an der Westküste Schleswig-Holsteins mit allein mehr als 800.000 Meldungen knapp vor der Stadt Hamburg. Für Luxemburg wurden beachtliche 680.000 Beobachtungen übermittelt. Die meisten aktiven Melder verzeichnet hingegen Nordrhein-Westfalen vor Bayern und Baden-Württemberg. 

Die mit insgesamt mehr als 1 Million Meldungen am häufigsten bei ornitho.de und ornitho.lu gemeldete Art ist die Amsel – gleichzeitig nach aktuellen Schätzungen die häufigste Vogelart hierzulande. Doch längst nicht immer sind die am häufigsten gemeldeten Arten auch die am häufigsten in Deutschland vorkommenden. So findet man unter den Top20 der am häufigsten gemeldeten Arten auch Rotmilan, Kormoran und Silberreiher. Die größte Artenvielfalt verzeichnen – wie auch Jahr für Jahr beim bundesweiten Birdrace zu sehen – die Kreise mit Anbindung zur Küste. 80 % aller bislang bundesweit gemeldeten Arten wurden auch schon im Kreis Nordfriesland festgestellt, der damit vor Cuxhaven und Ostholstein liegt. Aus dem Binnenland sind Münster, Hannover und Berlin unter den Top10 der Städte mit besonders vielen gemeldeten Vogelarten vertreten.

Diese Statistiken liefern einen kleinen Einblick über den Umfang der aus Deutschland und Luxemburg vorliegenden Vogelbeobachtungen. Mit unseren quartalsweisen Auswertungen in DER FALKE stellen wir immer wieder neue Ansätze und Auswertemöglichkeiten vor. Das enorme Potenzial dieser Datensammlung ist aber noch längst nicht erschöpft. In zunehmender Zahl erkennen dies auch Institute und Universitäten und in zunehmender Zahl fließen ornitho-Daten in größere Forschungsprojekte ein oder werden im Rahmen von Abschlussarbeiten ausgewertet. Nicht zu vergessen die enorme Zahl lokaler und regionaler Berichte, die oft maßgeblich auf den Daten unseres Portals basieren. Tragen auch Sie dazu bei, die Kenntnisse und das Verständnis für die Vogelwelt Stück für Stück zu verbessern und melden Sie Ihre eigenen Vogelbeobachtungen bei ornitho.de und ornitho.lu!

Wir danken allen ornitho-Melderinnen und -Meldern für ihre Unterstützung!

Christopher König, Patric Lorgé und Johannes Wahl
für das Team von ornitho.de und ornitho.lu

 

Foto: Wiesenschafstelze, H. Glader

aufgegeben von Christopher König
 
Montag, 17. August 2020
tipnews
Aufruf: Gezielte Suche nach rastenden Mornellregenpfeifern (Bitte auch Negativkontrollen melden!)

Das Brutgebiet des Mornellregenpfeifers liegt in den Fjällflächen und Tundren von Skandinavien bis Ostsibirien. Während die östliche Population in Vorderasien überwintert, überqueren europäische Brutvögel Zentral- und Südeuropa auf dem Weg nach Nordafrika. Viele Vögel führen dabei vermutlich einen Nonstopzug durch, ein gewisser Teil rastet allerdings regelmäßig an meist traditionellen Rastplätzen. Noch vor wenigen Jahren galt der Mornellregenpfeifer in ganz Deutschland als seltener und unregelmäßiger Durchzügler. Seit Ende der 1990er-Jahre gab es aber durch eine in manchen Gebieten gezielte Suche nach der charismatischen Art einen enormen Erkenntnisgewinn: Zahlreiche bis dahin unbekannte Rastplätze wurden entdeckt und sind mittlerweile fast alljährlich besetzt.

Seit 2011 rufen wir zur gezielten Suche nach Mornellregenpfeifern während des zeitlich eng begrenzten Durchzugfensters von Mitte August bis Mitte September auf. Die zahlreichen Meldungen vor allem über ornitho ergaben den wohl bundesweit bislang besten Überblick über die Rastvorkommen. Dank der Differenzierung vieler Individuen in Alt- und Jungvögel können der jährilche Jungvogelanteil berechnet und so Rückschlüsse auf den Bruterfolg gezogen werden. Die Ergebnisse wurden in den vergangenen Jahren in „Der Falke“ veröffentlicht. Diese Beiträge können Sie hier als pdf herunterladen

Motiviert durch die sehr gute Resonanz der letzten Jahre wollen wir versuchen, auch den Wegzug 2020 möglichst gut zu dokumentieren. Gezielte Hinweise, wie und wo man Mornellregenpfeifer auf dem Herbstzug suchen (und hoffentlich auch finden) kann, finden Sie im Beitrag „Leicht zu übersehen: Herbstrast des Mornellregenpfeifers“ - hier als PDF.

Wann?

Mornellregenpfeifer überqueren Europa auf dem Zug in sehr engen Zeitfenstern. Im Frühjahr zieht die Art in Deutschland in sehr kurzer Zeitspanne und nur geringer Zahl fast ausschließlich im Mai durch, vorjährige Mornells verbleiben wie viele andere Zugvögel meist im Winterquartier. Weit auffälliger ist der Durchzug im Herbst. Hier werden die meisten Individuen im Zeitraum 15. August bis 15. September beobachtet. Einzelne Vögel treten noch bis Oktober auf. Es gilt daher in diesen Wochen ganz gezielt geeignete Habitate zu kontrollieren! Aufgrund des Verhaltens der Vögel sind die Beobachtungsbedingungen am Morgen und Abend am besten. Zu dieser Zeit findet die Nahrungssuche statt, während sich im weiteren Tagesverlauf ruhende, bewegungslose Vögel oft der Entdeckung entziehen. Auch die Chance, gegen Abend abziehende bzw. morgens zur Rast einfallende Tiere oder deren kleinräumige Ortswechsel bei der Suche nach geeigneten Rastflächen zu beobachten, erhöht den Beobachtungserfolg deutlich.

Wo?

Während im Frühjahr vor allem küstennahe Bereiche bevorzugt werden, tauchen Mornellregenpfeifer im Herbst vermehrt an Rastplätzen im Binnenland auf. Bei den Gebieten handelt es sich in der Regel um weithin exponierte, sehr offene und damit an skandinavische Weiten erinnernde Flächen mit kurzer Vegetation. Wurden ursprünglich wohl vor allem Heiden und Brachen aufgesucht, sind heute abgeerntete Felder die Hauptrastplätze. Besonders regelmäßig gelingen Nachweise vor allem auf Ackerflächen auf kargen, windexponierten Hochflächen mit weiter Sicht in Abzugrichtung Süd und Südwest in großräumigen Agrarlandschaften, gerne im oberen Hangbereich an der Südwestflanke kleiner Hügel. Es sollte mindestens ein Stoppelsturz stattgefunden haben, unbearbeitete Getreidestoppeln werden offenbar gemieden. Große Vertikalstrukturen wirken sich negativ aus, wobei Einzelbäume und Erdaufschüttungen toleriert werden. Besonders lohnend kann die Suche direkt nach starken, großräumigen Regenschauern und Gewittern sein, wenn die von der Witterungslage zur „Notrast“ gezwungenen Vögel schnell wieder abziehen und dann besonders auffällig sind. Unter solchen Witterungsbedingungen werden manchmal auch Flächen zur Rast genutzt, die bei guter Witterung keine Beachtung finden, wie z.B. ebene, kleinere Ackerflächen in Waldrandnähe. Die momentan soweit bekannt größten und bedeutendsten Rastplätze für Mornellregenpfeifer in Deutschland sind die nordrhein-westfälische Hellwegbörde im Kreis Soest sowie das Maifeld im Kreis Mayen-Koblenz in Rheinland-Pfalz.

Wie?

Nur selten werden die gerade einmal amsel-großen Mornellregenpfeifer zufällig entdeckt. Erst das genaue Absuchen geeigneter Flächen mit Fernglas oder Spektiv führt in der Regel zum Erfolg. Die Art ist relativ leicht zu bestimmen und kaum mit anderen Arten zu verwechseln (Bestimmungshilfe [ PDF ]). An den Rastplätzen herrscht eine hohe Dynamik, viele Vögel verweilen nur kurz, so dass eine regelmäßige Kontrolle möglicher Rastgebiete mit Angabe des Altersverhältnisses wertvolle Zusatzinformationen zur Anzahl der insgesamt im Gebiet rastenden Vögel liefert. Auch die Kenntnis der Lautäußerungen kann daher hilfreich sein. Beim Abfliegen wird häufig ein trillerndes, für eine Limikole unerwartet tief-melancholisches „pjürrr“ (www.xeno-canto.org/species/Charadrius-morinellus)  geäußert. Mornellregenpfeifer rasten meist in artreinen Trupps, nur selten gemeinsam mit anderen Limikolen (z.B. Goldregenpfeifern). Im Rastgebiet verhalten sie sich in der Regel recht vertraut und verharren selbst auf wenige Meter Abstand. Besonders größere Trupps sind aber mitunter scheu und fliegen schon bei geringen Störungen auf. Wir möchten deshalb noch einmal ausdrücklich darauf hinweisen, dass jegliche Störungen zu vermeiden sind und der allgemeine Verhaltenskodex unbedingt zu beachten ist!

Bei der Meldung von Mornellregenpfeifern bitten wir um möglichst detaillierte Informationen zu:

  • Beobachtungsort (bitte immer punktgenau eingeben)
  • Uhrzeit (im Datumsfeld, z.B. 15.08.2020 12:00)
  • Alter der Vögel (Bestimmungshilfe [ PDF ])
  • Rasthabitat
  • rastend oder ziehend (unter "Präzisierung der Beobachtung")
  • Bitte auch Negativkontrollen melden!
    Wenn geeignet erscheinende oder in den vergangenen Jahren von Mornells aufgesuchte Flächen kontrolliert, aber keine Vögel gefunden wurden, bitte einen Bestand = 0 eintragen. Für die Interpretation der Verbreitungskarte und die Datenauswertung sind 0-Nachweise eine wichtige Information. Bitte geben Sie dabei den groben Zeitaufwand im Bemerkungsfeld an.

Gerne können Sie weitere Angaben (z.B. zum Verhalten) im Bemerkungsfeld machen oder Fotos der Vögel anfügen.

Eine Bestimmungshilfe mit zahlreichen Fotos und Erläuterungen sowie hilfreicher Literatur bietet das folgende [ PDF ].

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Das Team von ornitho.de

 

Foto: Lukas Thiess.

aufgegeben von Nikolas Prior
 
Mittwoch, 12. August 2020
tipnews
Das Projekt „NocMig“: Aufzeichnung des nächtlichen Vogelzugs

Der Vogelzug übt auf viele Naturinteressierte seit jeher eine ganz besondere Faszination aus. Die trompetenden Rufe ziehender Kraniche wecken in vielen das Fernweh, die riesigen Schwärme rastender Watvögel im Wattenmeer beeindrucken jeden Strandspaziergänger. Ein Großteil des Vogelzugs spielt sich aber bekanntlich nachts ab. Der Erfassung dieses nächtlichen Phänomens hat sich eine zunehmende Zahl von Vogelkundlern verschrieben. „NocMig“ (von englisch nocturnal migration) lautet der Name eines internationalen Projekts, das quasi ein Äquivalent zu den vielerorts stattfindenden Erfassungen des sichtbaren Vogelzugs darstellt. Dabei werden die Flugrufe der nachts durchziehenden Vögel mit Tonbandgeräten aufgezeichnet und anschließend am PC ausgewertet. Günstige Aufnahmegeräte und kostenlose Software ermöglichen ganz neue, spannende Einblicke.

Die sich dabei ergebende Vielfalt der Arten ist erstaunlich. An ruhigen Herbstabenden haben viele schon rufende Rotdrosseln gehört, aber dass auch Wasservögel wie Blässhuhn, Wasserralle oder Regenbrachvogel über den heimischen Garten oder Balkon hinwegfliegen, war vermutlich kaum jemandem bekannt. Regelmäßig werden bei „NocMig“ auch seltenere Arten wie Rohrdommel oder Ortolan registriert.

Interesse geweckt? Hier finden Sie weitere Informationen zum Projekt „NocMig“, den zu beachtenden Vorgaben, der Auswertung der Aufnahmen und der Eingabe solcher Daten in ornitho.de: https://www.ornitho.de/index.php?m_id=20110

Foto: Kai Gauger

aufgegeben von Christopher König
 
Donnerstag, 4. Juni 2020
avinews
Aufgepasst: Erneuter Einflug von Rosenstaren!

Ab Mitte Mai 2018 kam es in Europa zu einem auffälligen Einflug von Rosenstaren. Deutschland wurde damals aber leider nur gestreift. Nun machen seit einigen Tagen erneute Meldungen über westwärts gerichtete Vorstöße dieser nomadisch lebenden Steppenvögel Südosteuropas und Mittelasiens die Runde. Bis zu 50 Vögel wurden an einzelnen Stellen in Österreich und Norditalien registriert, insgesamt sind wohl Tausende auf dem Weg in Richtung Westen.

Hierzulande wurde der erste Rosenstar des Jahres am 27. Mai an einem Starenschlafplatz bei Freiburg im Breisgau entdeckt, seitdem folgten täglich weitere Beobachtungen vorrangig in Süddeutschland. Der größte bislang festgestellte Trupp mit 15 Individuen wurde am 2. Juni in den Chiemgauer Alpen bei Ruhpolding gemeldet. Bislang konzentieren sich die Beobachtungen auf Bayern und Baden-Württemberg. Dass auch weiter nördlich auf Rosenstare geachtet werden sollte, zeigen aber weitere Beobachtungen in Hessen sowie auf Helgoland und Amrum. Auch in den benachbarten Niederlanden, Belgien und Dänemark ist der Einflug bereits bemerkt worden, ebenso in Frankreich und Großbritannien. Die stärksten Konzentrationen zeigen sich im Bereich südich der Alpen.

Auf Karten der internationalen ornitho-Portale lässt sich der Fortschritt des Einflugs stets aktuell nachvollziehen:

Es ist davon auszugehen, dass sich derzeit weitere Rosenstare noch unentdeckt in Deutschland aufhalten und weitere folgen werden. Da es sich bei den am Einflug beteiligten Vögeln um vorjährige und ältere Vögel handelt, sind die rosa-schwarz gefärbten Vögel recht auffällig. Starenschwärme sollte man in diesen Tagen also genauer unter die Lupe nehmen. Die Chancen auf die Entdeckung eines Rosenstares stehen gut! Vor allem beim Einflug an bekannten Schlafplätzen (natürlich ohne die Vögel zu stören) können hell herausleuchtende Rosenstare gut entdeckt werden. Und auch in Obst- und Weinbaugebieten könnten sich Rosenstare einfinden. Gern werden Kirschen, Maulbeerbäume und Kulturen reifender kleinbeeriger Trauben geplündert.

Wenn Sie einen Rosenstar entdeckt haben, fertigen Sie möglichst Belegfotos an und melden Sie die Beobachtung zeitnah bei ornitho.de, um einen laufenden Überblick über die Entwicklung des Einflugs zu ermöglichen. Bitte denken Sie im Nachgang außerdem an eine Dokumentation Ihrer seltenen Entdeckung bei der Deutschen Avifaunistischen Kommission.

Wir hoffen, dass der Rosenstar-Einflug sich in Deutschland diesmal etwas stärker und länger bemerkbar macht als 2018 und am Ende mehr als ein „Hauch von Rosa“ zu bemerken ist.

Viel Erfolg bei der Suche nach den rosa-schwarzen Staren wünscht
das Team von ornitho.de

 

Foto: Rosenstar auf Helgoland. O. Käseberg, 31.5.2020

aufgegeben von Christopher König
 
Mittwoch, 6. Mai 2020
technews
Reduzierung der Google-Kartendienste auf „Google Hybrid“

 

Die am 1. Mai angekündigte Reduzierung der Google-Kartendienste ist nun umgesetzt: Seit heute ist nur noch „Google Hybrid“ verfügbar (und wird es auch weiterhin sein). Für die übrigen von Google bereitgestellten Kartengrundlagen wurden inzwischen mit den durch das Kadasteramt bereitgestellten Luftbildern und Kadaster-Karten sowie OpenStreetMap Live mindestens gleichwertige Alternativen für Luxemburg eingebunden.

Die Abschaltung der weiteren Layer erfolgte auch vor dem Hintergrund, dass die Nutzung der Google-Kartendienste seit Mai 2018 ab einem Schwellenwert je Monat kostenpflichtig ist. Dieser Schwellenwert wird von ornitho.de – trotz eines erhöhten Kontingents für gemeinnützige Organisationen ‒ gerade in den Frühjahrsmonaten weit übertroffen. Um weiterhin eine präzise Verortung zu ermöglichen, trägt seither der DDA die laufenden Kosten. Möglich ist das nur dank der Zuwendungen der DDA-Mitgliedsverbände und der Spenden aus dem Birdrace. DANKE allen, die dazu beigetragen haben!

Um die Spendengelder künftig noch sinnvolleren Dingen zuwenden zu können, bitten wir alle NutzerInnen, soweit wie möglich auf die Nutzung von „Google Hybrid“ zu verzichten. Vielen Dank.
aufgegeben von Patric Lorgé
 
Donnerstag, 30. April 2020
tipnews
Schon mehr als 1000 Anmeldungen zum Birdrace am 2. Mai!

Die Vorfreude steigt von Tag zu Tag und vielerorts wird schon intensiv die Umgebung nach Arten erkundet, die sich dann hoffentlich auch am kommenden Samstag dort sehen oder hören lassen. In mehr als 350 virtuellen Teams haben sich die aktuell bereits mehr als 1000 für das Birdrace registrierten Personen zusammengeschlossen. In über 200 Kreisen oder kreisfreien Städten in allen Bundesländern wird am 2. Mai die Vogelwelt ganz genau unter die Lupe bzw. ins Fernglas und Spektiv genommen. Auch unsere Freunde aus Luxemburg sind wieder dabei.

Mehr als 450 Birdracerinnen und Birdracer haben sich bislang für die umweltfreundliche Variante entschieden und verzichten auf die Nutzung eine Autos. Für Nachwuchs ist in diesem Jahr ebenfalls wieder gesorgt: Wir freuen uns über derzeit knapp 70 angemeldete „Küken“ (= Jahrgang 2000 und jünger). Sind Sie bislang noch nicht angemeldet, sind aber auch gerne draußen und beobachten Vögel? Dann gönnen Sie sich einen Tag in der Natur und erkunden Sie die Vogelwelt Ihrer Umgebung!

Die Wettervorhersage verspricht für den kommenden Samstag aktuell ein „launisches“, wechselhaftes „Aprilwetter“. Man wird sich vielerorts wohl auf Schauer einstellen müssen, aber zwischendurch soll auch mal die Sonne rauskommen. Tagsüber werden Temperaturen von 12 bis 17 Grad vorhergesagt. Erfahrungsgemäß sind solche Bedingungen hinsichtlich der Länge der Artenlisten durchaus positiv und so mancher Regenschauer wird vielleicht mit einer zur Rast gezwungenen Überraschung kompensiert. An Gewässern sollte man nach Zwergmöwen oder Seeschwalben Ausschau halten und Greifvögel lassen sich bei bewölktem Himmel auch viel besser entdecken, als wenn diese in großer Höhe im blauen Himmel vorüberrauschen.

Jedes Birdrace verspricht Spaß und Spannung. Lernen Sie die eigene Umgebung und deren Vogelwelt einmal genauer kennen und verfolgen Sie gleichzeitig auch noch einen guten Zweck: Themen des Natur- und Vogelschutzes werden durch die Aktion in die Öffentlichkeit getragen und durch gesammelte Spenden wird die Weiterentwicklung des Internetportals ornitho.de unterstützt.

Anmeldung zum Birdrace unter birdrace.dda-web.de

aufgegeben von Christopher König
 
Montag, 6. April 2020
tipnews
Zwischenstand #StayHomeAndWatchOut

Bislang haben an der Aktion #StayHomeAndWatchOut 315 Leute mitgemacht (Stand 5.4.2020) mitgemacht und 693 Beobachtungslisten ausgefüllt – herzlichen Dank! Für mehr als 160 Kreise und kreisfreie Städte in allen Bundesländern und Luxemburg wurden Meldungen übermittelt. Die bislang mehr als 14.500 im Rahmen der Aktion gesammelten Beobachtungen verteilen sich auf insgesamt 143 Vogelarten (158 Taxa). Entdeckt wurde dabei sogar ein nachts durchziehender Triel (mit Belegaufnahme).

Die meisten Listen ausgefüllt haben bis jetzt: Jan Daniels-Trautner (44), Erich Kretzschmar (28) und Ralf Busch (28).

#StayHomeAndWatchOut geht weiter. Machen auch Sie mit – ob vom Küchenfenster, vom Balkon oder vom Garten aus!

Wir wünschen viele interessante Beobachtungen und allen eine robuste Gesundheit!

Das Team von ornitho.de/.lu

aufgegeben von Christopher König
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