fr
de
en
Besucher Anonym
Startseite ornitho.de / ornitho.lu
Trägerschaft und Partner
Unterstützung
Aktuell
 - 
Aktuelle Nachrichten
Vögel in Deutschland
  Beobachtungen
    - 
Letzte 2 Tage
    - 
Letzte 7 Tage
     Verbreitung
       - 
Rotmilan 20-21
       - 
Kranich 2021
       - 
Mittelspecht 20-21
       - 
Raben-_x_Nebelkrähe 20-21
       - 
Singschwan 20-21
       - 
Zwergschwan 20-21
       - 
Samtente 20-21
       - 
Seidenschwanz 20-21
 - 
Artensteckbriefe
Foto- und Tongalerie
Über ornitho.de / ornitho.lu
 - 
Was ist ornitho.de bzw. ornitho.lu?
 - 
Welche Arten sind wie geschützt?
 - 
Verhalten im Gelände
 - 
Regeln von ornitho.de
 - 
Referenzlisten, Richtlinien und Formulare
 - 
Verbreitung der Beobachter/innen
 - 
Wer ist mein Regionalkoordinator?
 - 
Publikationen und Auswertungen
 - 
Impressum / Kontakt
  Hilfe
    - 
Benutzeranleitung und Infoblätter
    - 
Symbole und Abkürzungen
    - 
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Projekte
 - 
Projekt ''Artenvielfalt erleben''
Vogelmonitoring
  Brutvögel
     Monitoring häufiger Brutvögel
       - 
Das Monitoring häufiger Brutvögel
       - 
Mitmachen!
       - 
Datenerfassung mit NaturaList
     Monitoring seltener Brutvögel
       - 
Das Monitoring seltener Brutvögel
       - 
Mitmachen beim MsB
       - 
Bienenfresser
       - 
Graureiher
       - 
Saatkrähe
       - 
Spechte
       - 
Uferschwalbe
       - 
Wachtelkönig
       - 
Wiesenlimikolen
  Nicht-Brutvögel
     Monitoring rastender Wasservögel
       - 
Das Monitoring rastender Wasservögel in Deutschland
       - 
Zähltermine
        Wasservogelzählung
          - 
Hintergrund und Ziele
          - 
Mitmachen!
          - 
Dateneingabe in ornitho.de
        Rastende Gänse und Schwäne
          - 
Hintergrund, Ziele und Methoden
          - 
Mitmachen!
          - 
Dateneingabe in ornitho.de
     Kranich-Schlafplatzzählung
       - 
Hintergrund, Ziele und Methoden
       - 
Mitmachen!
       - 
Dateneingabe in ornitho.de
Anleitungen, Hinweise und Tipps
  Technische Hinweise
    - 
Erste Schritte / Registrierung
    - 
Persönliche Einstellungen
     Beobachtungen melden
       - 
Beobachtungen melden (Hintergrund)
       - 
Beobachtungen melden (Praxis)
       - 
Beobachtungslisten-Funktion
       - 
Schutz von Beobachtungen
       - 
Die ornitho-App „NaturaList“
    - 
Beobachtungen bearbeiten/löschen
     Daten auswerten
       - 
Datenbank-Abfragen
       - 
Verbreitung auf Rasterbasis (Atlas-Tool)
    - 
Foto- und Tondokumente
    - 
QR-Codes von ornitho.de
  Fachliche Tipps
    - 
Alter und Geschlecht
    - 
Vergabe von Brutzeitcodes
    - 
Eingabe von Koloniebrütern
    - 
Projekt ''NocMig''
    - 
Seltenheitenkommissionen
     Bestimmungshinweise
       - 
Krähenhybriden
       - 
Schwanzmeisen
       - 
Intermediäre (Trauer)Bachstelzen
       - 
Lautäußerungen Spechte
Aktuelle Nachrichten
Seite :
 
 
1
2
3
4
5
6
7
8
9
>
>|
n/Seite :
Anzahl : 371
 
Freitag, 1. Januar 2021
technews
Bitte beachten: Die Vögel sind nun ein Jahr älter!

Das Alter der Vögel wird in sogenannten Kalenderjahren angegeben. Vögel, die im Jahr 2020 geschlüpft sind, sind damit seit dem 1. Januar 2021 nicht mehr im 1. KJ / diesjährig, sondern nun im 2. KJ / vorjährig. Vögel mit Jahrgang 2019 sind nun im 3. Kalenderjahr etc. Wir möchten Sie bitten, das bei der Altersangabe unbedingt zu beachten.

Herzlichen Dank sagt

das Team von ornitho.de und ornitho.lu

aufgegeben von Christopher König
 
Donnerstag, 24. Dezember 2020
technews
Vielen Dank, ein frohes Weihnachtsfest und alles Gute für das Jahr 2021!

Ein ganz besonderes Jahr 2020 steht nun kurz vor dem Abschluss. Viele werden mit einem Seufzer auf die letzten Monate zurückblicken und wir hoffen alle, dass im kommenden Jahr wieder Normalität einkehrt. Die Vogelbeobachtung war hierzulande – anders als in vielen anderen Ländern –nur bedingt eingeschränkt und so blicken wir trotz allem mit Freude und großem Dank auf ein weiteres sehr erfolgreiches ornitho-Jahr zurück. Zum ersten Mal konnte die Erfassung im Monitoring häufiger Brutvögel digital über eine Erweiterung der ornitho-App „NaturaList“ erfolgen und mit dem „Regio-Portal“ lassen sich die ornitho-Daten nun noch leichter und kleinräumiger auf Verbreitungskarten darstellen. In eine Reihe von Publikationen sind Daten des Portals eingeflossen, sogar in den neuen Europäischen Brutvogelatlas (www.ebba2.info).

Mehr als 8,8 Millionen Meldungen wurden 2020 zusammengetragen (2019 waren es knapp 7 Mio.). Die Datenbank von ornitho.de/.lu umfasst damit inzwischen über 52 Millionen Vogelbeobachtungen. Auch die Zahl der registrierten Personen – von denen rund zwei Drittel auch selbst Beobachtungen beisteuern – stieg im vergangenen Jahr noch einmal deutlich an und umfasst inzwischen mehr als 33.000 Personen. 2020 kamen mehr als 4300 dazu, eine deutliche Steigerung zu durchschnittlich rund 3300 Neuregistrierungen in den vergangenen Jahren und sogar mehr als 2012, dem ersten vollständigen Jahr ornitho.de/.lu.

Allen, die im zurückliegenden Jahr ornitho mit ihren Beobachtungen unterstützt haben, möchten wir für die große Unterstützung ganz herzlich danken! Die eingehenden Daten werden von mehr als 400 Regionalkoordinatorinnen und Regionalkoordinatoren sowie Artspezialisten gesichtet, die bei Rückfragen auch als Ansprechpartner auf lokaler Ebene zur Verfügung stehen. Ihnen, wie auch den Mitgliedern der Steuerungsgruppen, gilt deshalb unser ganz besonderer Dank!

Gaëtan Delaloye und dem Team von Biolovision, das im Hintergrund dafür sorgt, dass ornitho so schnell und zuverlässig läuft, danken wir für den unermüdlichen Einsatz!

Wir wünschen allen Beobachterinnen und Beobachtern ein fröhliches Weihnachtsfest sowie einen gesunden und optimistischen Start ins Jahr 2021 – verbunden mit der Hoffnung, dass Corona nicht wieder Tag für Tag die Schlagzeilen bestimmt und auch das neue Jahr ornithologisch wieder die eine oder andere schöne Überraschung für Sie bereithält!

Für das Team von ornitho.de und ornitho.lu
Christopher König, Patric Lorgé und Johannes Wahl

Foto: Seidenschwänze, E. Lietzow

aufgegeben von Christopher König
 
Dienstag, 15. Dezember 2020
tipnews
Internationale Rotmilan-Schlafplatzzählung am 9./10. Januar 2021: Suchen Sie mit!

Seit 2007 werden in Europa am ersten Januar-Wochenende überwinternde Rotmilane an ihren Schlafplätzen erfasst. International koordiniert werden die Zählungen von der Ligue pour la Protection des Oiseaux (LPO) in Frankreich. Die Zählung in diesem Winter findet am 9./10. Januar 2021 statt.

Die traditionellen und wichtigsten Überwinterungsgebiete des Rotmilans liegen in Spanien, Portugal und im Süden Frankreichs. Allerdings versuchen immer mehr Rotmilane, in der Nähe ihres mitteleuropäischen Brutgebiets zu überwintern. Seit dem Winter 2015/16 rufen wir deshalb über ornitho.de dazu auf, auf Rotmilan-Schlafplätze im Winter zu achten und diese zu melden. Neben einem großen Wissenszuwachs gibt es inzwischen für alle Bundesländer Ansprechpersonen, die die Zählungen koordinieren (s.u.). Die Auswertungen der eingegangenen Meldungen sind für die Jahre 2016, 2017, 20182019 sowie für 2020 in der Zeitschrift „Der Falke“ erschienen. Alle wichtigen Informationen zur Rotmilan-Schlafplatzzählung in Deutschland finden sie auch auf der DDA-Homepage.

Bei der Zählung im vergangenen Winter wurden 93 Schlafplätze kontrolliert. Die größten Sammelschlafplätze wurden dabei in Bayern (112 Individuen im Landkreis Lindau), Sachsen (91 Individuen im Landkreis Meißen) und Baden-Württemberg (90 Individuen im Kreis Konstanz) beobachtet. In der Summe wurden 1176 Individuen an Schlafplätzen gezählt. In Süddeutschland ist die Anzahl der beobachteten Tiere mit jedem Jahr gestiegen, wohingegen die Beobachtungen in Mitteldeutschland nach 2018 wieder zurückgegangen sind. Erstmalig wurden im letzten Winter auch Schlafplätze in Norddeutschland beobachtet: In Mecklenburg-Vorpommern und in Niedersachsen wurden drei neue Schlafplätze entdeckt. Allen, die sich an der Koordination, der Suche und der Erfassung der Rotmilan-Schlafplätze in den vergangenen Jahren beteiligt haben, gilt unser herzlicher Dank!

Da das Verbreitungsgebiet des Rotmilans im Wesentlichen auf Europa begrenzt ist, kann eine europaweite Winterzählung auch wertvolle Hinweise zur generellen Bestandsentwicklung der Art liefern. In den wichtigsten Überwinterungsgebieten auf der Iberischen Halbinsel ist es allerdings nicht mit vertretbarem Aufwand möglich in jedem Jahr alle anwesenden Rotmilane zu zählen. Um dennoch zukünftig eine jährliche Zählung in allen wichtigen Überwinterungsgebieten des Rotmilans durchzuführen, soll im neu gestarteten LIFE-Projekt EUROKITE eine stichprobenhafte Schlafplatzzählung etabliert werden. Das Projekt zielt insbesondere darauf ab, mit der Besenderung von Greifvögeln wie dem Rotmilan die wesentlichen Todesursachen zu untersuchen und menschgemachte Sterblichkeit durch gezielte Maßnahmen zu bekämpfen. Durch die Besenderung im Projekt werden aber auch viele weitere Informationen gewonnen, wie z.B. zu Rotmilan-Schlafplätzen im Winter. Als Projektpartner sind Vogelschutzorganisationen aus ganz Europa vertreten und eine enge Kooperation zwischen EUROKITE und den nationalen Koordinatoren stellt sicher, dass die bestehende Winterzählung so optimal ergänzt werden kann. So können z.B. im Vorfeld der internationalen Zählung die Aufenthaltsplätze von einigen hundert aktuell besenderten Vögeln für die Zähler bereitgestellt werden. Wenn Sie die bundesweite Rotmilan-Winterzählung und den europaweiten Schutz der Art im Projekt EUROKITE durch Ihre Zählung in den nächsten Jahren unterstützen wollen, melden Sie sich gerne bei der unten aufgeführten Ansprechperson in Ihrem Bundesland!

Aber um einen Schlafplatz zählen zu können, muss er zunächst gefunden werden. Deshalb: Nutzen Sie die Zeit „zwischen den Jahren“ und zu Beginn des neuen Jahres zur Suche nach Rotmilan-Schlafplätzen. Einige Hinweise hierzu sowie zur Meldung auf ornitho.de bzw. via NaturaList haben wir unten zusammengestellt.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Friederike Kunz (DDA, bundesweite Koordinatorin), Jakob Katzenberger (DDA, Koordination Projekt EUROKITE)  und Johanna Manteau (LPO, int. Koordinatorin)

 

Landesweiten Ansprechpersonen:

Ansprechpartner für Luxemburg ist Patric Lorgé.

 

Hinweise zur gezielten Suche nach Rotmilan-Sammel- und Schlafplätzen sowie zur Zählung am ersten Januar-Wochenende:

  1. Als Schlafplatz suchen Rotmilane Waldränder, kleine Wäldchen und Feldgehölze oder auch Baumreihen auf. Oft kommen die Milane Jahr für Jahr in ungefähr das gleiche Gebiet. Der genaue Ort des Schlafplatzes kann aber durchaus um mehrere Hundert Meter variieren.
  2. Häufig sammeln sich Rotmilane an sogenannten Vorsammelplätzen, bevor sie, meist erst in der Dämmerung, einzeln oder in Gruppen den endgültigen Schlafplatz aufsuchen. Ein solcher Vorsammelplatz kann ein paar Hundert Meter bis ca. zwei Kilometer vom eigentlichen Schlafplatz entfernt sein. Der Vorsammelplatz kann auch mit dem letztlichen Schlafplatz identisch sein. Wichtig: Notieren Sie immer die Uhrzeit, wenn Sie eine Zählung am Schlaf- oder Vorsammelplatz durchführen.
  3. Bei der Suche nach bislang unbekannten Schlafplätzen geben am späten Nachmittag gerichtet fliegende Rotmilane wichtige Hinweise. Ein etwas erhöhter Beobachtungspunkt ist dabei günstig. Wenn die ungefähre Lage des Schlafplatzes bekannt ist, können Waldränder und Feldgehölze gezielter nach Rotmilanen abgesucht werden.
  4. Die Zählung sollte von etwa 30 Minuten vor bis 40 Minuten nach Sonnenuntergang erfolgen, da die Milane in dieser Zeit am Schlafplatz einfliegen (an bewölkten Tagen etwas früher). Das bedeutet zur internationalen Zählung im Januar ab ca. 16 Uhr vor Ort zu sein.
  5. Die Fluchtdistanz am Schlafplatz ist recht hoch. Halten Sie deshalb einen Abstand von mindestens 250 m zum Schlafplatz ein.
  6. Vor allem bei größeren Schlafplätzen, ist es gut, am Zähltag mit mehreren Personen vor Ort zu sein. Das ist nicht nur kurzweiliger, sondern auch sehr hilfreich, da der Schlafplatz, um bis zu einen Kilometer von Tag zu Tag variieren kann bzw. sich die Rotmilane auf mehrere Schlafgruppen aufteilen können.
  7. Am einfachsten und exaktesten ist es, die einfliegenden Vögel zu zählen.Vor allem, wenn die Rotmilane in Nadelbäumen übernachten, sind sie darin nur schwer oder gar nicht zu entdecken. Die tatsächliche Anzahl wird dann (deutlich) unterschätzt. Insbesondere, wenn Sie mit mehreren Personen zählen, protokollieren Sie den Schlafplatzbestand sowie ein- und abfliegende Vögel minutengenau. Das erleichtert die anschließende Auswertung.
  8. Wenn Sie an der internationalen Synchronzählung teilnehmen wollen, bitte wenden Sie sich vorab an die für Sie zuständige Ansprechperson! Melden Sie ihren Ansprechpartner*innen gerne auch im Vorfeld Schlafplätze.


 

Bei der Datenmeldung beachten Sie bitte Folgendes:

  1. Bitte melden Sie die Zählergebnisse punktgenau und als Einzelbeobachtung am besten direkt im Feld per Smartphone-App „NaturaList“ oder nachträglich über die Homepage von ornitho.de.
  2. Rund um das Zählwochenende steht in der Eingabemaske als zusätzliche Detailinformation „Erfassungsprojekt“ zur Auswahl. Hier wählen Sie bitte „Rotmilan-Schlafplatzzählung“ aus, damit sich Ihre Daten leicht der Synchronzählung zuordnen lassen.
  3. Vergessen Sie nicht, die Uhrzeit anzugeben! Das gilt grundsätzlich für alle Meldungen von Vorsammel- und Schlafplätzen. Wenn Sie die Meldung direkt per App eingeben, wird die Uhrzeit automatisch erfasst.
  4. Rotmilane an Schlafplätzen sind störungsempfindlich. Bitte schützen Sie deshalb Meldungen von Rotmilan-Schlafplätzen!Dazu bei der Eingabe per App oder über ornitho.de in den Detailinformationen „Geschützte Beobachtung“ auswählen.

 

Foto: R. Dewes. Ortenaukreis, 18.10.2020

aufgegeben von Christopher König
 
Donnerstag, 15. Oktober 2020
tipnews
Sind Sie dabei? Europaweite Kiebitz- und Goldregenpfeiferzählung 17./18. Oktober 2020 – machen Sie mit!

Am kommenden Wochenende (17./18. Oktober) findet die europaweite Goldregenpfeifer-und-Kiebitz-Zählung statt. Dabei soll auch der Große Brachvogel miterfasst werden. Hierfür wollen wir nochmals die Werbetrommel rühren, so dass für Deutschland eine möglichst gute Abdeckung erreicht wird.

Sie möchten mitmachen?

Auf der Internetseite des DDA finden Sie eine interaktive Karte zur Suche nach interessanten Rasträumen. Sofern Sie nicht Ihre angestammten Zählgebiete der Rastvogelzählungen erfassen, empfehlen wir eine Rücksprache mit Ihrer Koordinatorin / Ihrem Koordinator, um Doppelzählungen ebenso wie Lücken zu vermeiden.

Übermittlung der Daten

  • Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Wasservogelzählung bzw. an der Gänse-und Schwanenzählung benutzen bitte ‒ sofern für Ihr Zählgebiet verfügbar ‒ die Module „Wasservogelzählung“ oder „Rastende Gänse und Schwäne (Feldzählung)“  in ornitho.de zur Eingabe. Beachten Sie allerdings, dass dann auch tatsächlich alle Arten des Erfassungsprogramms erfasst werden sollen!
  • Außerhalb der Zählgebietskulisse (oder wenn Ihr Zählgebiet noch nicht in ornitho.de enthalten ist) melden Sie Ihre Zählergebnisse bitte „ganz normal“ als Einzelbeobachtungen über ornitho.de.
    Wichtig: In der Eingabemaske in ornitho.de unter "Weitere Informationen" bitte als Erfassungsprojekt "GRP/KB2020" auswählen. In NaturaList können Sie das Erfassungsprojekt über die Schaltfläche "Erf.projekt" auswählen. Mit dem Erfassungsprojekt lassen sich die Daten bei der Auswertung einfacher zuordnen. Informationen zum Habitat können Sie nachträglich am PC eingeben.
  • Bitte melden Sie unbedingt auch NULLZÄHLUNGEN (weder Goldregenpfeifer, Kiebitz noch Großer Brachvogel im kontrollierten Gebiet): Bei Nullzählungen tragen Sie einfach Kiebitz mit Bestand = 0 ein.
  • Auf der Internetseite des DDA finden Sie weitere Informationen:
  • Natürlich ist auch der Meldeweg über einen Zählbögen möglich (s. dazu die Hinweise in der Anleitung).

Wir freuen uns auf Ihre Unterstützung und hoffen mit Ihnen auf ein sonniges Zählwochenende!

Nikolas Prior und Johannes Wahl
im Namen aller Koordinatorinnen und Koordinatoren

Foto: H. Glader

aufgegeben von Nikolas Prior
 
Freitag, 2. Oktober 2020
tipnews
Europaweite Kiebitz- und Goldregenpfeiferzählung 17./18. Oktober 2020 – machen Sie mit!

In einem mittlerweile sechsjährigen Turnus werden europaweit die Goldregenpfeifer und hierzulande auch die Kiebitze und Großen Brachvögel erfasst, das nächste Mal am Wochenende 17./18. Oktober. Hierzu werden vor allem nördlich der Mittelgebirge viele zusätzliche Zählerinnen und Zähler benötigt. Denn im Gegensatz zu den meisten anderen Watvogelarten halten sich v.a. Kiebitze und Goldregenpfeifer auf dem Zug nicht überwiegend in Feuchtgebieten auf, sondern rasten auch in großer Zahl in der Agrarlandschaft. Entsprechend werden europaweit nur geringe Anteile des Gesamtbestandes über die Monitoringprogramme rastender Wasservögel erfasst. Koordiniert wird die europaweite Zählung von der International Wader Study Group. Zentrales Anliegen der Zählung ist es, die Angaben für die hiesigen Populationen in den Waterbird Population Estimates regelmäßig zu aktualisieren. Darin werden die Bestandsangaben und -trends aller Wasservogelpopulationen weltweit veröffentlicht. Die aus den Bestandsangaben abgeleiteten 1-Prozent-Werte bilden die Grundlage für die Identifizierung international bedeutender Rastgebiete. Gleichzeitig sind die Zählungen die Basis für bundesweite Rastbestandsschätzungen, denn der Termin im Oktober fällt in den Zeitraum des Durchzugsgipfels der Arten in Deutschland. Ein hoher Erfassungsgrad ist damit aus mehreren Gründen wichtig.

Machen Sie mit und unterstützen die wichtige und spannende Zählung. Die Datenerfassung kann wie immer via ornitho.de erfolgen.

Wichtig:

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Johannes Wahl und Nikolas Prior
im Namen aller Koordinatorinnen und Koordinatoren

Kiebitze werden - ebenso wie Große Brachvögel - seit 2014 im Rahmen der Goldregenpfeiferzählung ebenfalls erfasst. Foto: H. Glader

aufgegeben von Nikolas Prior
 
Samstag, 12. September 2020
avinews
#StayHomeAndWatchOut – Zusammenfassung der ornitho-weiten Ergebnisse

Im Frühjahr haben wir auf die internationale Aktion #StayHomeAndWatchOut hingewiesen. Viele Leute waren während des Lockdowns an die eigenen vier Wände gebunden – sei es durch Kinderbetreuung, Home Office oder sogar Quarantäne. In einigen Ländern Europas herrschte zu jener Zeit sogar eine strikte Ausgangssperre. Wer in dieser Zeit dem geliebten Hobby von Zuhause aus nachging und Beobachtungen von Fenster oder Balkon bzw. im eigenen Garten machte, konnte diese über ein spezielles Kürzel diesem Projekt zuordnen.

In ganz Europa sind diesem Aufruf viele Ornithologinnen und Ornithologen gefolgt. Unsere katalanischen Kollegen von ornitho.cat haben die zwischen Mitte März und Mitte Mai gesammelten Daten nun weiter aufbereitet. Die attraktiv aufgemachten Ergebnisse wollen wir Ihnen nicht vorenthalten. Mithilfe der Pfeile können Sie sich verschiedene Visualisierungen portalübergreifender Auswertungen anschauen.

Nochmals herzlichen Dank an alle Nutzerinnen und Nutzer von ornitho.de und ornitho.lu, die sich an der Aktion beteiligt haben - und hoffen wir (und tragen alle dazu bei), dass wir #StayHomeAndWatchOut nicht reaktivieren müssen!

 

aufgegeben von Christopher König
 
Donnerstag, 27. August 2020
avinews
50 Millionen Vogelbeobachtungen in ornitho.de und ornitho.lu!

Eine Wiesenschafstelze bei Hannover wurde heute um 9:27 Uhr als 50-millionste Beobachtung bei ornitho.de und ornitho.lu gemeldet. Als das Portal im Herbst 2011 startete, hat wohl niemand mit einer solchen Entwicklung gerechnet. Vielen Dank an alle, die dazu beigetragen haben – neben Ihnen als Melderinnen und Melder vor allem an das Team von Biolovision!

Die Zahl der Meldungen entwickelt sich weiterhin sehr positiv. Im ersten vollständigen ornitho-Jahr 2012 verzeichnete das Portal insgesamt 2,6 Millionen Beobachtungsmeldungen. Seitdem ging es Jahr für Jahr bergauf und im Frühjahr 2020 wurden erstmals innerhalb eines einzigen Monats mehr als 1 Million Vogelsichtungen gemeldet. Ein riesiger Datens(ch)atz, der von der lokalen bis bundesweiten Ebene in diverse wissenschaftliche Auswertungen einfließt und im Naturschutz Verwendung findet. Ornitho hat sich zu einer hilfreichen Ergänzung des Vogelmonitorings in Deutschland entwickelt und ist für die meisten MelderInnen kaum mehr wegzudenken.

Mehr als 32.000 Personen sind inzwischen registriert, rund zwei Drittel davon steuern auch eigene Beobachtungen bei – viele davon regelmäßig, manche sogar täglich. Ornitho ist ein Portal für Vogelbeobachter und Naturinteressierte jeden Alters und jeden Kenntnisstands. Nicht nur „Profis“ tauschen dort aktuelle Beobachtungen aus, auch Neueinsteiger können sich über die Vogelwelt der eigenen Umgebung informieren oder erste eigene Beobachtungen beitragen.

Die bundesweite Abdeckung ist beachtlich und es findet sich inzwischen kaum ein Bereich auf der Karte, für den bislang noch gar keine Meldungen vorliegen. Von den mehr als 10.000 Gemeinden Deutschlands wurden in den vergangenen Jahren mehr als 99 % mindestens einmal aufgesucht. Für mehr als 92 % der Gemeinden liegen auch aus diesem Jahr schon Vogelbeobachtungen vor. Blickt man auf einzelne Kreise, so liegt Nordfriesland an der Westküste Schleswig-Holsteins mit allein mehr als 800.000 Meldungen knapp vor der Stadt Hamburg. Für Luxemburg wurden beachtliche 680.000 Beobachtungen übermittelt. Die meisten aktiven Melder verzeichnet hingegen Nordrhein-Westfalen vor Bayern und Baden-Württemberg. 

Die mit insgesamt mehr als 1 Million Meldungen am häufigsten bei ornitho.de und ornitho.lu gemeldete Art ist die Amsel – gleichzeitig nach aktuellen Schätzungen die häufigste Vogelart hierzulande. Doch längst nicht immer sind die am häufigsten gemeldeten Arten auch die am häufigsten in Deutschland vorkommenden. So findet man unter den Top20 der am häufigsten gemeldeten Arten auch Rotmilan, Kormoran und Silberreiher. Die größte Artenvielfalt verzeichnen – wie auch Jahr für Jahr beim bundesweiten Birdrace zu sehen – die Kreise mit Anbindung zur Küste. 80 % aller bislang bundesweit gemeldeten Arten wurden auch schon im Kreis Nordfriesland festgestellt, der damit vor Cuxhaven und Ostholstein liegt. Aus dem Binnenland sind Münster, Hannover und Berlin unter den Top10 der Städte mit besonders vielen gemeldeten Vogelarten vertreten.

Diese Statistiken liefern einen kleinen Einblick über den Umfang der aus Deutschland und Luxemburg vorliegenden Vogelbeobachtungen. Mit unseren quartalsweisen Auswertungen in DER FALKE stellen wir immer wieder neue Ansätze und Auswertemöglichkeiten vor. Das enorme Potenzial dieser Datensammlung ist aber noch längst nicht erschöpft. In zunehmender Zahl erkennen dies auch Institute und Universitäten und in zunehmender Zahl fließen ornitho-Daten in größere Forschungsprojekte ein oder werden im Rahmen von Abschlussarbeiten ausgewertet. Nicht zu vergessen die enorme Zahl lokaler und regionaler Berichte, die oft maßgeblich auf den Daten unseres Portals basieren. Tragen auch Sie dazu bei, die Kenntnisse und das Verständnis für die Vogelwelt Stück für Stück zu verbessern und melden Sie Ihre eigenen Vogelbeobachtungen bei ornitho.de und ornitho.lu!

Wir danken allen ornitho-Melderinnen und -Meldern für ihre Unterstützung!

Christopher König, Patric Lorgé und Johannes Wahl
für das Team von ornitho.de und ornitho.lu

 

Foto: Wiesenschafstelze, H. Glader

aufgegeben von Christopher König
 
Montag, 17. August 2020
tipnews
Aufruf: Gezielte Suche nach rastenden Mornellregenpfeifern (Bitte auch Negativkontrollen melden!)

Das Brutgebiet des Mornellregenpfeifers liegt in den Fjällflächen und Tundren von Skandinavien bis Ostsibirien. Während die östliche Population in Vorderasien überwintert, überqueren europäische Brutvögel Zentral- und Südeuropa auf dem Weg nach Nordafrika. Viele Vögel führen dabei vermutlich einen Nonstopzug durch, ein gewisser Teil rastet allerdings regelmäßig an meist traditionellen Rastplätzen. Noch vor wenigen Jahren galt der Mornellregenpfeifer in ganz Deutschland als seltener und unregelmäßiger Durchzügler. Seit Ende der 1990er-Jahre gab es aber durch eine in manchen Gebieten gezielte Suche nach der charismatischen Art einen enormen Erkenntnisgewinn: Zahlreiche bis dahin unbekannte Rastplätze wurden entdeckt und sind mittlerweile fast alljährlich besetzt.

Seit 2011 rufen wir zur gezielten Suche nach Mornellregenpfeifern während des zeitlich eng begrenzten Durchzugfensters von Mitte August bis Mitte September auf. Die zahlreichen Meldungen vor allem über ornitho ergaben den wohl bundesweit bislang besten Überblick über die Rastvorkommen. Dank der Differenzierung vieler Individuen in Alt- und Jungvögel können der jährilche Jungvogelanteil berechnet und so Rückschlüsse auf den Bruterfolg gezogen werden. Die Ergebnisse wurden in den vergangenen Jahren in „Der Falke“ veröffentlicht. Diese Beiträge können Sie hier als pdf herunterladen

Motiviert durch die sehr gute Resonanz der letzten Jahre wollen wir versuchen, auch den Wegzug 2020 möglichst gut zu dokumentieren. Gezielte Hinweise, wie und wo man Mornellregenpfeifer auf dem Herbstzug suchen (und hoffentlich auch finden) kann, finden Sie im Beitrag „Leicht zu übersehen: Herbstrast des Mornellregenpfeifers“ - hier als PDF.

Wann?

Mornellregenpfeifer überqueren Europa auf dem Zug in sehr engen Zeitfenstern. Im Frühjahr zieht die Art in Deutschland in sehr kurzer Zeitspanne und nur geringer Zahl fast ausschließlich im Mai durch, vorjährige Mornells verbleiben wie viele andere Zugvögel meist im Winterquartier. Weit auffälliger ist der Durchzug im Herbst. Hier werden die meisten Individuen im Zeitraum 15. August bis 15. September beobachtet. Einzelne Vögel treten noch bis Oktober auf. Es gilt daher in diesen Wochen ganz gezielt geeignete Habitate zu kontrollieren! Aufgrund des Verhaltens der Vögel sind die Beobachtungsbedingungen am Morgen und Abend am besten. Zu dieser Zeit findet die Nahrungssuche statt, während sich im weiteren Tagesverlauf ruhende, bewegungslose Vögel oft der Entdeckung entziehen. Auch die Chance, gegen Abend abziehende bzw. morgens zur Rast einfallende Tiere oder deren kleinräumige Ortswechsel bei der Suche nach geeigneten Rastflächen zu beobachten, erhöht den Beobachtungserfolg deutlich.

Wo?

Während im Frühjahr vor allem küstennahe Bereiche bevorzugt werden, tauchen Mornellregenpfeifer im Herbst vermehrt an Rastplätzen im Binnenland auf. Bei den Gebieten handelt es sich in der Regel um weithin exponierte, sehr offene und damit an skandinavische Weiten erinnernde Flächen mit kurzer Vegetation. Wurden ursprünglich wohl vor allem Heiden und Brachen aufgesucht, sind heute abgeerntete Felder die Hauptrastplätze. Besonders regelmäßig gelingen Nachweise vor allem auf Ackerflächen auf kargen, windexponierten Hochflächen mit weiter Sicht in Abzugrichtung Süd und Südwest in großräumigen Agrarlandschaften, gerne im oberen Hangbereich an der Südwestflanke kleiner Hügel. Es sollte mindestens ein Stoppelsturz stattgefunden haben, unbearbeitete Getreidestoppeln werden offenbar gemieden. Große Vertikalstrukturen wirken sich negativ aus, wobei Einzelbäume und Erdaufschüttungen toleriert werden. Besonders lohnend kann die Suche direkt nach starken, großräumigen Regenschauern und Gewittern sein, wenn die von der Witterungslage zur „Notrast“ gezwungenen Vögel schnell wieder abziehen und dann besonders auffällig sind. Unter solchen Witterungsbedingungen werden manchmal auch Flächen zur Rast genutzt, die bei guter Witterung keine Beachtung finden, wie z.B. ebene, kleinere Ackerflächen in Waldrandnähe. Die momentan soweit bekannt größten und bedeutendsten Rastplätze für Mornellregenpfeifer in Deutschland sind die nordrhein-westfälische Hellwegbörde im Kreis Soest sowie das Maifeld im Kreis Mayen-Koblenz in Rheinland-Pfalz.

Wie?

Nur selten werden die gerade einmal amsel-großen Mornellregenpfeifer zufällig entdeckt. Erst das genaue Absuchen geeigneter Flächen mit Fernglas oder Spektiv führt in der Regel zum Erfolg. Die Art ist relativ leicht zu bestimmen und kaum mit anderen Arten zu verwechseln (Bestimmungshilfe [ PDF ]). An den Rastplätzen herrscht eine hohe Dynamik, viele Vögel verweilen nur kurz, so dass eine regelmäßige Kontrolle möglicher Rastgebiete mit Angabe des Altersverhältnisses wertvolle Zusatzinformationen zur Anzahl der insgesamt im Gebiet rastenden Vögel liefert. Auch die Kenntnis der Lautäußerungen kann daher hilfreich sein. Beim Abfliegen wird häufig ein trillerndes, für eine Limikole unerwartet tief-melancholisches „pjürrr“ (www.xeno-canto.org/species/Charadrius-morinellus)  geäußert. Mornellregenpfeifer rasten meist in artreinen Trupps, nur selten gemeinsam mit anderen Limikolen (z.B. Goldregenpfeifern). Im Rastgebiet verhalten sie sich in der Regel recht vertraut und verharren selbst auf wenige Meter Abstand. Besonders größere Trupps sind aber mitunter scheu und fliegen schon bei geringen Störungen auf. Wir möchten deshalb noch einmal ausdrücklich darauf hinweisen, dass jegliche Störungen zu vermeiden sind und der allgemeine Verhaltenskodex unbedingt zu beachten ist!

Bei der Meldung von Mornellregenpfeifern bitten wir um möglichst detaillierte Informationen zu:

  • Beobachtungsort (bitte immer punktgenau eingeben)
  • Uhrzeit (im Datumsfeld, z.B. 15.08.2020 12:00)
  • Alter der Vögel (Bestimmungshilfe [ PDF ])
  • Rasthabitat
  • rastend oder ziehend (unter "Präzisierung der Beobachtung")
  • Bitte auch Negativkontrollen melden!
    Wenn geeignet erscheinende oder in den vergangenen Jahren von Mornells aufgesuchte Flächen kontrolliert, aber keine Vögel gefunden wurden, bitte einen Bestand = 0 eintragen. Für die Interpretation der Verbreitungskarte und die Datenauswertung sind 0-Nachweise eine wichtige Information. Bitte geben Sie dabei den groben Zeitaufwand im Bemerkungsfeld an.

Gerne können Sie weitere Angaben (z.B. zum Verhalten) im Bemerkungsfeld machen oder Fotos der Vögel anfügen.

Eine Bestimmungshilfe mit zahlreichen Fotos und Erläuterungen sowie hilfreicher Literatur bietet das folgende [ PDF ].

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Das Team von ornitho.de

 

Foto: Lukas Thiess.

aufgegeben von Nikolas Prior
 
Mittwoch, 12. August 2020
tipnews
Das Projekt „NocMig“: Aufzeichnung des nächtlichen Vogelzugs

Der Vogelzug übt auf viele Naturinteressierte seit jeher eine ganz besondere Faszination aus. Die trompetenden Rufe ziehender Kraniche wecken in vielen das Fernweh, die riesigen Schwärme rastender Watvögel im Wattenmeer beeindrucken jeden Strandspaziergänger. Ein Großteil des Vogelzugs spielt sich aber bekanntlich nachts ab. Der Erfassung dieses nächtlichen Phänomens hat sich eine zunehmende Zahl von Vogelkundlern verschrieben. „NocMig“ (von englisch nocturnal migration) lautet der Name eines internationalen Projekts, das quasi ein Äquivalent zu den vielerorts stattfindenden Erfassungen des sichtbaren Vogelzugs darstellt. Dabei werden die Flugrufe der nachts durchziehenden Vögel mit Tonbandgeräten aufgezeichnet und anschließend am PC ausgewertet. Günstige Aufnahmegeräte und kostenlose Software ermöglichen ganz neue, spannende Einblicke.

Die sich dabei ergebende Vielfalt der Arten ist erstaunlich. An ruhigen Herbstabenden haben viele schon rufende Rotdrosseln gehört, aber dass auch Wasservögel wie Blässhuhn, Wasserralle oder Regenbrachvogel über den heimischen Garten oder Balkon hinwegfliegen, war vermutlich kaum jemandem bekannt. Regelmäßig werden bei „NocMig“ auch seltenere Arten wie Rohrdommel oder Ortolan registriert.

Interesse geweckt? Hier finden Sie weitere Informationen zum Projekt „NocMig“, den zu beachtenden Vorgaben, der Auswertung der Aufnahmen und der Eingabe solcher Daten in ornitho.de: https://www.ornitho.de/index.php?m_id=20110

Foto: Kai Gauger

aufgegeben von Christopher König
 
Donnerstag, 4. Juni 2020
avinews
Aufgepasst: Erneuter Einflug von Rosenstaren!

Ab Mitte Mai 2018 kam es in Europa zu einem auffälligen Einflug von Rosenstaren. Deutschland wurde damals aber leider nur gestreift. Nun machen seit einigen Tagen erneute Meldungen über westwärts gerichtete Vorstöße dieser nomadisch lebenden Steppenvögel Südosteuropas und Mittelasiens die Runde. Bis zu 50 Vögel wurden an einzelnen Stellen in Österreich und Norditalien registriert, insgesamt sind wohl Tausende auf dem Weg in Richtung Westen.

Hierzulande wurde der erste Rosenstar des Jahres am 27. Mai an einem Starenschlafplatz bei Freiburg im Breisgau entdeckt, seitdem folgten täglich weitere Beobachtungen vorrangig in Süddeutschland. Der größte bislang festgestellte Trupp mit 15 Individuen wurde am 2. Juni in den Chiemgauer Alpen bei Ruhpolding gemeldet. Bislang konzentieren sich die Beobachtungen auf Bayern und Baden-Württemberg. Dass auch weiter nördlich auf Rosenstare geachtet werden sollte, zeigen aber weitere Beobachtungen in Hessen sowie auf Helgoland und Amrum. Auch in den benachbarten Niederlanden, Belgien und Dänemark ist der Einflug bereits bemerkt worden, ebenso in Frankreich und Großbritannien. Die stärksten Konzentrationen zeigen sich im Bereich südich der Alpen.

Auf Karten der internationalen ornitho-Portale lässt sich der Fortschritt des Einflugs stets aktuell nachvollziehen:

Es ist davon auszugehen, dass sich derzeit weitere Rosenstare noch unentdeckt in Deutschland aufhalten und weitere folgen werden. Da es sich bei den am Einflug beteiligten Vögeln um vorjährige und ältere Vögel handelt, sind die rosa-schwarz gefärbten Vögel recht auffällig. Starenschwärme sollte man in diesen Tagen also genauer unter die Lupe nehmen. Die Chancen auf die Entdeckung eines Rosenstares stehen gut! Vor allem beim Einflug an bekannten Schlafplätzen (natürlich ohne die Vögel zu stören) können hell herausleuchtende Rosenstare gut entdeckt werden. Und auch in Obst- und Weinbaugebieten könnten sich Rosenstare einfinden. Gern werden Kirschen, Maulbeerbäume und Kulturen reifender kleinbeeriger Trauben geplündert.

Wenn Sie einen Rosenstar entdeckt haben, fertigen Sie möglichst Belegfotos an und melden Sie die Beobachtung zeitnah bei ornitho.de, um einen laufenden Überblick über die Entwicklung des Einflugs zu ermöglichen. Bitte denken Sie im Nachgang außerdem an eine Dokumentation Ihrer seltenen Entdeckung bei der Deutschen Avifaunistischen Kommission.

Wir hoffen, dass der Rosenstar-Einflug sich in Deutschland diesmal etwas stärker und länger bemerkbar macht als 2018 und am Ende mehr als ein „Hauch von Rosa“ zu bemerken ist.

Viel Erfolg bei der Suche nach den rosa-schwarzen Staren wünscht
das Team von ornitho.de

 

Foto: Rosenstar auf Helgoland. O. Käseberg, 31.5.2020

aufgegeben von Christopher König
Seite :
 
 
1
2
3
4
5
6
7
8
9
>
>|
n/Seite :
Anzahl : 371
Biolovision Sàrl (Switzerland), 2003-2021